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„Die Politik des Wissens“
(iz). Es ist ein beachtlicher Versuch, Ordnung in das Chaos zu bringen. In seinem Sachbuch „die Explosion des Wissens“ zeigt der englische Medienhistoriker Peter Burke die Geschichte der Erkenntnis auf. mehr ...
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04.09.2015 Hälfte der Deutschen fürchtet Überforderung durch Asylbewerber

German Angst?

Berlin (KNA). Rund die Hälfte der Deutschen fürchtet eine Überforderung von Behörden und Bürgern sowie Spannungen im Land durch eine wachsende Zahl an Asylbewerbern. Auch Naturkatastrophen, Terrorismus und politischer Extremismus ängstigen rund die Hälfte der Bevölkerung. Das geht aus der am Donnerstag in Berlin vorgestellten Studie des R+V Infocenters „Die Ängste der Deutschen 2015“ hervor. „Die Bedrohungen von außen sind in diesem Jahr die ganz großen Angstmacher“, erklärte die Leiterin, Rita Jakli.

Seit 1992 befragt die Initiative der R+V Versicherung jährlich rund 2.  mehr ...
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03.09.2015 Bilder von toten Kindern verbreiten? Warum das falsch ist. Von Tarek Bärliner

"Widerwärtig in sich selbst"

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(iz). Man müsste es schaffen, möglichst im ersten Absatz jene Leute nicht vom Lesen abzuschrecken, die durch die Überschrift schon einen Angriff wittern und eine andere Meinung in dem Sachverhalt geradezu als Verrat wahrnehmen. Ist man Moralapostel, wenn man Moralaposteln Moral entgegnet? Das Thema bedarf einer respektvollen Umgangsweise miteinander. Denn um Respekt geht es letztendlich.

Zurzeit wird das Foto eines ertrunkenen Flüchtlingskindes an der Küste der Türkei verbreitet. Für viele ist es aktuell das Sinnbild einer Krise, mit der sich der gesamte Kontinent konfrontiert sieht.  mehr ...
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02.09.2015 Burma schließt muslimische Kandidaten für Parlamentswahl aus

Die Rohingya dürfen nicht

Rangun (KNA). Myanmars Behörden haben muslimische Politiker an der Kandidatur für die Parlamentswahl im November gehindert. Die Wahlkommission lehnte am Dienstag 17 der 18 Kandidaten der islamischen Partei für Demokratie und Menschenrechte ab, berichtete der Sender Radio Free Asia (RFA). Die Wahlkommission habe keine Gründe genannt, sondern lediglich auf «geltendes Recht» verwiesen, so ein Parteisprecher.

Die Partei hat nach eigenen Angaben Berufung gegen die Entscheidung eingelegt. Sollte diese scheitern, wird die Partei aufgelöst.  mehr ...
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02.09.2015 Die IZ-Blogger: Ömer Özkizilcik erinnert an den Einsatz von Giftgas durch die Regierung von Bashar al-Assad

Zwei Jahre ist es schon her

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(iz). Heute vor 2 Jahren setzte Assad, während die Rebellen auf Damaskus marschierten, Chemiewaffen ein und tötete dabei 1.600 Menschen. Videoaufzeichnungen zeigen, dass die Giftgasangriffe aus der Luft geflogen wurden. Assadtreue Loyalisten sind die einzigen in Syrien, die über eine Luftwaffe verfügen. Dieser Angriff schockierte die Welt.

Obamas „rote Linie“ wurde überschritten, als ob es einen Unterschied für die syrischen Zivilisten macht, ob sie durch Giftgas sterben oder durch Fassbomben. Nach Verhandlungen einigte man sich darauf, dass Assad alle Chemiewaffen ausliefern muss.  mehr ...
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02.09.2015 Flüchtlingsalltag im „Gelben Dorf“. Bericht von Mathias Benirschke

Von Homs nach Hamburg

Vor nicht allzu langer Zeit lebten sie noch zu Hause, im syrischen Homs oder im Südosten Afghanistans. Jetzt wohnen sie in Hamburg, in gelben Wohncontainern. Die Anwohner nennen die kleine Siedlung darum das „Gelbe Dorf“.

Hamburg (dpa).  mehr ...

31.08.2015 VIKZ verurteilt Brandanschlag auf die Moschee in Hagen

Leider kein Einzelfall

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Foto: VIKZ
Köln (VIKZ). In den Morgenstunden des 29. August, gegen 7:00 Uhr, wurde von einem Unbekannten ein Brandanschlag auf die VIKZ- Moschee in Hagen verübt. Der Täter verbrannte religiöse Schriften neben dem Holzschrank für Lesepulte im inneren der Moschee. Eine Ausbreitung des Feuers konnte glücklicherweise durch den Feueralarm verhindert werden. Ein Angestellter war sofort zur Stelle und löschte das Feuer bevor die Feuerwehr eintraf. Der Staatsschutz hat bereits Ermittlungen gegen Brandstiftung aufgenommen.  mehr ...

31.08.2015 Hintergrund: Tausende Afrikaner zieht es jede Woche vom Niger aus nach Europa. Ein Bericht von Katrin Gänsler

Schmuggelware Mensch

Grenzzäune und Stacheldraht halten junge Westafrikaner nicht davon ab, ihr Heil in Europa zu suchen. Für viele ist die lebensgefährliche Reise die letzte Hoffnung.

Agadez (KNA). Das Stadtzentrum von Agadez, der größten Stadt im Norden des Niger, wirkt in der Mittagshitze wie verlassen. Die kleinen Restaurants und die wenigen Souvenirläden sind leer. Niemand würdigt die historische Lehmmoschee – sie wurde ursprünglich 1515 errichtet und gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke in der Sahelzone – auch nur eines Blickes.  [ABO] mehr ...

31.08.2015 Merkel: Klare Abgrenzung gegen jede Fremdenfeindlichkeit

Merkel betont „Humanität“

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Foto: glyn love photoworks | CCL 3.0
Berlin (KNA). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat jede Hetze und Gewalt gegen Flüchtlinge scharf verurteilt und eine klare Abgrenzung gegen jede Form von Fremdenfeindlichkeit gefordert. „Nichts, aber auch gar nichts rechtfertigt ein solches Vorgehen», sagte die Kanzlerin am Montag in Berlin, zu Übergriffen.

Mit Blick auf die Versorgung und Unterbringung der Flüchtlinge kündigte Merkel eine rasche Flexibilisierung der Gesetze an. Dazu würden Bund und Länder beim Flüchtlingsgipfel am 24. September ein Paket vorlegen. Zugleich forderte sie mehr europäische Solidarität.  mehr ...

27.08.2015 Großeinsatz der Polizei nach Entdeckung von LKW in Österreich

„Bis zu 50 Tote“

Eisenstadt (dpa). Nach der Flüchtlingstragödie in Österreich mit möglicherweise bis zu 50 Toten ist ein Großeinsatz von Polizei und Staatsanwaltschaft angelaufen. Unter Führung eines Krisenstabs fahnden Beamte nach den Schleppern, in deren Kühllastwagen die Leichen am Donnerstag auf einem Pannenstreifen der Autobahn A4 knapp 50 Kilometer südlich von Wien entdeckt wurden.

Eine Bergung der toten Flüchtlinge noch an der Autobahn sei nicht möglich, sagte Helmut Marban, der Sprecher der Landespolizeidirektion Burgenland.  mehr ...

25.08.2015 Lammert und Merkel melden sich zu Wort: Fremdenfeindliche Krawalle sind „peinlich für unser Land“

Mehr als politische Inszenierung?

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Foto: flickr | CCL 3.0
Über die Parteigrenzen hinweg finden Politiker scharfe Worte für die Gewalt gegen Flüchtlinge und ihre Unterkünfte. Und sie weisen darauf hin, dass die Mehrzahl der Bürger Asylsuchende willkommen heißt. Neonazis und Rassisten sind die Minderheit, lautet die Botschaft.

Berlin (dpa). Bundestagspräsident Norbert Lammert hat die gewalttätigen Ausschreitungen rund um Flüchtlingsunterkünfte als „Schande“ verurteilt. Sie seien „peinlich für unser Land“, sagte der CDU-Politiker der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (Dienstag).  mehr ...

24.08.2015 Die „IZ-Debatte“: Dr. Silvia Horsch kritisiert in ihrer Replik einen Artikel von Malik Özkan zur brisanten Frauenfrage

Reden reicht schon lange nicht mehr

(iz). „Ich habe die Rhetorik über Islam und die Erhöhung des Rangs von Frauen so satt“, schrieb kürzlich eine amerikanische muslimische Gelehrte auf Facebook, „So viele Frauen, die von ihren Männern unterdrückt werden…“ – eine Feststellung aus ihrer täglichen Beratungsarbeit. Ein „Like“ von mir und weiter geht’s im Facebook-Stream.

Ich stoße auf einen IZ Artikel, der die Erhöhung des Rangs von Frauen durch den Islam preist. Ohne die Statusmeldung zuvor hätte ich mich wohl nur leicht ermüdet über die vielen Likes gewundert.  mehr ...

23.08.2015 Erneuter Brandanschlag auf Moschee in Delmenhorst

Müllcontainer angesteckt

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Twitter: Osman Yusuf
(iz). Unbekannte haben am frühen Sonntagmorgen einen versuchten Brandanschlag auf die Mevlana-Moschee in der Breslauer Straße verübt. Das ist bereits der zweite Angriff innerhalb einem Jahr auf die IGMG-Moschee in Delemnhorst (Niedersachsen).

Auch einen türkischen Lebensmittelmarkt versuchten sie in Brand zu setzen. In beiden Fällen legten sie Feuer in den Müllcontainern der beiden Gebäude.Die Feuerwehr, die gegen 4:15 Uhr am Ort des Geschehens ankam, konnte die Flammen rechtzeitig löschen. Sie hatten sich bis in das Moscheedach ausgebreitet. Verletzt wurde niemand.  mehr ...

22.08.2015 Heidenau wird zum Aufmarschgebiet der Rechten

Rassismus und Bier

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Foto: Wikimedia Commons | CCL 3.0
Heidenau (dpa). Der rechte Mob und mit ihm viele Bürger zeigen in Heidenau offen ihren Ausländerhass. Als am Freitagabend die ersten Flüchtlinge in einem ehemaligen Baumarkt in der Kleinstadt bei Dresden Quartier beziehen wollen, versammeln sich Hunderte Menschen auf den Straßen der Kleinstadt zum Protest. Die rechtsextreme NPD hat dazu aufgerufen. Doch beileibe nicht alle Anwesenden gehören zur rechtsextremen Szene. Auch viele Anwohner haben sich eingefunden.  mehr ...

22.08.2015 Hamburger Kapernaum-Kirche wird Moschee

Gemeinde verlässt Tiefgarage

Hamburg (dpa) Auf dem Turm der ehemaligen Kapernaum-Kirche in Hamburg-Horn glänzt seit diesem Sommer der arabische Schriftzug «Allah» in der Sonne. Im Kirchenschiff leuchten die bunten Glasfenstersteine. An der Ostseite scheinen sie sich zu einem leuchtenden Kreuz zusammenzufügen. «Das müssen wir fachmännisch von innen etwas unkenntlich machen, aus Rücksicht auf die Gefühle der betenden Muslime», sagt der Vorsitzende des Islamischen Zentrums Al-Nour, Daniel Abdin. Die Glasfenster werden aber bleiben, versichert der 52-Jährige. Das Gebäude stehe unter Denkmalschutz.  mehr ...
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Die aktuelle Ausgabe steht ganz im Schatten von zwei Themen. In mehreren Artikeln beschäftigen wir uns in Nr. 243 mit dem Thema Flüchtlinge. Jenseits der reinen Klagemauermentalität bemüht sich die Redaktion auch um positive Aspekte und darum, was Muslime konkret tun können. Das zweite Thema ist die spannende Frage nach dem Verhältnis von Islam und Kultur sowie die Rolle und Erfahrung der so genannten Konvertiten. In einem grundlegenden Beitrag reflektiert IZ-Herausgeber Abu Bakr Rieger über die „Politik des Wissens“ und die Verzerrungen der Wissensvermittlung.
Außerdem: Interview mit Abdulqadir Schabel, ein Blick auf die Türkei, der Blogger LeFloid als Element strategischer Kommunikation in der EU, die Sultane und die Renaissance, islamische Antworten auf die (a)sozialen Medien, Rassismus bei Migranten sowie viele andere spannenden Themen.
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IZ erklärt Deutschland: Die Salaf
Egal, ob angezählte Ex-Boxer oder ehema­lige Bonner Musterschüler, die in den Bergen Afghanistans ums Leben kommen, Der „Salafismus“ ist trotz der zahlenmäßig geringen Menge der Anhänger zum Synonym einer amorphen Bedrohung geworden. Diese neuzeitliche Ideologie, die lange unter Muslimen und unse­ren Gelehrten als „Wahhabismus“ [nach ihrem Begründer Ibn ‘Abdulwahhab] bezeichnet wurde, hat sich lange dieses Tarnbegriffs bedient, um der Klassifi­zierung als Sekte zu entgehen. Phänome­nologisch ähnelt sie den Khawaridsch. Zum Leidwesen der muslimischen Welt ist der „Salafismus“ in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Nicht nur, weil er ungenau ist, sondern mehr noch, weil die Generationen (die Salaf As-Salihin), auf die sich die ­Wahhabiten gerne beziehen, um sich deren Legitima­tion anzueignen, von allen praktizierenden Muslimen der Ahl As-Sunna wa’l-Dschama’a geachtet und geliebt werden. Wie bei anderen Begriffen muss man auch hier erst einmal der zeitgenössische Schutt der Missverständnisse weggeräumt werden, um verstehen zu können. Qadi ‘Ijad aus Ceuta, früherer andalusischer Gelehrter und Autor des monumen­talen „Kitab Asch-Schifa“ beschrieb den Charakter dieser Generation unter ande­rem wie folgt: „(…) Es wurde überliefert, dass es eine Gruppe der Salaf, oder besser alle von ihnen, verabscheute, über etwas zu diskutieren, welches nicht zu Handlungen führte. (…)“ Der Imam schließt an anderer Stelle mit dem Gebet: „Möge Allah unseren gottesfürchtigen Salaf barmherzig sein, die ihren Din beschützt haben!“
Zitat der Woche
„Es zeigt sich einfach, dass der Euro nicht funktioniert, sondern immer größere wirtschaftliche Ungleichgewichte erzeugt, und am dramatischsten zeigt sich das eben in Griechenland. (...) Darum beginnt in der Linken zu Recht eine Debatte darüber, welchen Spielraum eine Politik jenseits des neoliberalen Mainstreams im Rahmen des Euro überhaupt hat oder ob wir dieses Währungssystem nicht generell infrage stellen müssen. (...) Alles deutet darauf hin, dass es immer mehr Integrationsschritte gibt, die jede nationale Souveränität erledigen. (...) Die Währungsunion verengt die Spielräume der Regierungen bis zur Handlungsunfähigkeit, das ist eine europaweite Abschaffung der Demokratie durch die Hintertür.“

Sahra Wagenknecht, Die Welt, 21.08.2015
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Bild der Woche
Jubiläumsjahr für die IZ BERLIN. Ab Juli tritt die Islamische Zeitung in das 20. Jahr ihres Bestehen. Anbei das Cover der entsprechenden Ausgabe.
Buchtipp
Eine Rezension über das neue Buch Fereshta Ludins zu schreiben, gleicht dem Auftrag einer Hommage. „Enthüllung der Fereshta Ludin“, heißt die Biografie über „Die mit dem Kopftuch“. Im Frühjahr 2015, kurz vor der Erscheinung des Buches, ging eine bahnbrechende Meldung durch die Medien. Das Verfassungsgericht Karlsruhe ur­teilte, dass ein Kopftuchverbot für ­Lehrerinnen nicht mit den freiheitlichen Grundwerten der Bundesrepublik Deutschland vereinbar wäre. Viele Muslime, vor allem Lehramt-Studenten, feierten die Entscheidung als längst überflüssige Einsicht. Warm und vertraut wirken ihre Worte über ihre Familie. Als Leser bekommt man das Gefühl, diese Menschen seit Langem zu kennen. Die wiedergegebenen Lehren ihrer Mutter spiegelt die Autorin lebendig wieder. Standhaft zu sein und trotz äußerer Stürme innere Ruhe zu bewahren, lernte sie von ihr. Aufrichtig und selbstbewusst zu sein bekam sie von ihrem Vater mit auf den Weg. Als waschechte Migrantin erzählt sie original von den schwierigen Erfahrungen als Schülerin. In dieser Zeit begann bereits ihre vorverurteilte Identität als „Türkin“. Mit dem tief gehegten Wunsch, Lehrerin zu werden, begann ihr wahrer Kampf. Mit der Lektüre ihres Buches begleiten wir die junge Fereshta durch ihr Studium, das Referendariat und ihre erste Anstellung. Ihre Erfahrungen sind persönlich, aber doch wirken sie wie ein Abriss aus dem Leben eines jeden Migranten und Kind derer, die es waren. Die Geschichte liest sich flüssig. Für einen Lesebegeisterten ist das Buch in wenigen Stunden durchgelesen. Mitgenommen durch Höhen und Tiefen offenbaren sich eigene innerste Sorgen, aber auch Hoffnungen. Teilweise fürchtet man um ein Happy-End. Doch Fereshta Ludin hat ihren Weg gefunden und ihre unermüdlichen Mühen bewiesen sich zum Ende doch als Pionierarbeit für ein Menschenrecht. Für viele Musliminnen ist sie heute eine Heldin. Durch alle Generationen ist ihr Name bekannt, und eher noch ihre Geschichte. Ihre Biografie kann in vielleicht nicht allzu ferner Zeit als Teil einer jungen, revolutionären Kulturgeschichte verstanden werden. Lange bevor die Frage nach Identität zu einem breiteren Thema wurde, verstand sich Fereshta Ludin als Deutsche. Unaufgeregt und authentisch legt sie diese Feststellung über sich dar. Die „Enthüllung der Fereshta Ludin“ legt den Finger auf gegenwärtige Wunden und enthüllt Intoleranz, Kleingeistigkeit und Muslimenfeindlichkeit in der Politik und im Bildungssystem.

Fereshta Ludin, „Enthüllung der Fereshta Ludin: Die mit dem Kopftuch“, Deutscher Levante Verlag, April 2015, broschiert, 376 Seiten, ISBN 978-3943737219, Preis: EUR 15,90 (Kindle Edition 11,99)
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Eurasia News
Das Nachrichtenportal Eurasia News ist medial auf der Seidenstraße unterwegs und will ­Klischees aufbrechen. Eurasia News will die alten Blöcke überwinden und den Fokus auf künftige neue, aufstrebende Regionen setzen, die ihren Platz in der Welt suchen und sich als Wirtschaftsstandorte und politische Akteure in Szene setzen wollen und werden.

Serdar Günes' Verzeichnis
Nützliches Verzeichnis von Grundlagentexten zu Themen der islamischen Debatte. Nach Themen sortiert

The Majalla
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Emran Feroz
Blog über Politik, Naher & Mittlerer Osten, Migration, Europa & die islamische Welt

Union Europäischer Muslime
Webseite der European Muslim Union (EMU)

www.abubakrrieger.de
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