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Weimar – ein Gegenbild
(iz). Die Muslime in Weimar – ein „Happening“, eine „Provokation“ oder auch eine denkbare Quintessenz ihrer Präsenz in Deutschland? Schon seit Jahren lädt die Islamische Zeitung immer wieder zu Seminaren und Stadtführungen dorthin ein. mehr ...
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29.09.2014 Die IZ-Blogger: Tarek Bärliner über den gestrigen Jauch

Warum ich mir keine Islam-Talk-Shows anschaue

Hauptbild
(iz). In immer kürzer auftretenden Abständen versorgen öffentlich-rechtliche Talkshowformate unser Spießbürgertum mit Schreckensszenarien rund um den Islam und die Muslime. „Planen menschenfressende Außerirdische von der Kanalisation Mekkas aus die Versklavung von Babykatzen?“ Eingeladen sind die Berufsexperten für alles, aber natürlich auch Muslime. Aber welche Muslime lädt man ein, wenn man über den Islam spricht? Richtig, diejenigen, die nicht repräsentativ für die Masse der Muslime sind.

Es ist das altbewährte Spiel.  mehr ...
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29.09.2014 War der „Nationalsozialistische Untergrund“ wirklich nur ein Trio? Christoph Lemmer liefert Hintergründe

Alles graue Theorie?

Bestand der NSU nur aus Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt? Oder war das Trio Teil einer größeren Vereinigung? Darüber streiten Nebenkläger und Bundesanwaltschaft seit Beginn des NSU-Prozesses. Inzwischen wird die Frage intensiver beleuchtet.

München (dpa). Wer oder was war das rechtsterroristische Gebilde, das sich „Nationalsozialistischer Untergrund“ nannte? Um diese Frage entzündet sich seit Beginn des Münchner NSU-Prozesses immer wieder Streit im Gerichtssaal. Kontrahenten sind meist die Bundesanwaltschaft und die Nebenkläger.  mehr ...
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28.09.2014 Hansjörg Schmid fordert Hilfe für islamische Jugendgruppen. Ein Interview von Michael Jacquemain

„Die Einzelfälle betrachten“

Stuttgart (KNA). In Deutschland entstehen immer mehr muslimische Jugendgruppen und Jugendverbände, wie eine Studie „Junge Muslime als Partner“ zeigt. Co-Autor ist der Islamfachmann Hansjörg Schmid von der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart. In einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) erläutert er am Sonntag, welche Konsequenzen diese Entwicklung hat.

KNA: Herr Schmid, was war für Sie der Anlass, eine Studie über muslimische Jugendgruppen zu machen?

Schmid: Die aktuelle Entwicklung islamischer Jugendarbeit findet immer mehr Aufmerksamkeit.  mehr ...

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27.09.2014 Krankenhausverband: Einstellung von Muslima mit Kopftuch möglich

„Kein generelles Verbot“

Berlin (KNA). Nach Auffassung des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbands ist grundsätzlich die Einstellung einer Muslima mit Kopftuch in einem evangelischen Krankenhaus möglich. Zwei Tage nach dem Kopftuch-Urteil sagte dessen Direktor, Norbert Groß, der Berliner «tageszeitung» (Freitag), es gebe kein generelles Verbot. Entscheiden müssten die jeweiligen Einrichtungen.

Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt hatte am Mittwoch entschieden, dass kirchliche Arbeitgeber ihren Angestellten das Tragen eines Kopftuches verbieten können.  mehr ...
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26.09.2014 Vorab aus der kommenden Ausgabe: Bisher blieben Potenzial und Präsenz der neuen Muslime noch mehrheitlich unverstanden, meint Sulaiman Wilms

Die Probleme der Konvertiten

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„Egal was die Motivation am Ende ist, eine negative Darstellung von ‘Konvertiten’ hat auch den – gewollten oder unbeabsichtigten – Zweck, viele Europäer daran zu hindern, den Din für sich entdecken zu können.“

(iz). Der Begriff „Konvertit“ ist ein Unwort. Und das aus mehreren Gründen. Zunächst einmal ist er sachlich, also von der islamischen Lehre her, falsch. Wie Allah und die muslimische Tradition uns wissen lassen, wird jeder Mensch schon als Muslim geboren.  mehr ...

25.09.2014 Offener Brief: 126 muslimische Gelehrte verurteilen die Bewegung Islamischer Staat

Nachricht für Al-Baghdadi

(iz). Zu den Haupthemen in den Medien gehört derzeit zweifelsohne die Terrororganisation Islamischer Staat. Muslime sind seit dem Auftauchen der undurchsichtigen Gruppierung um die Klarstellung bemüht, dass deren Terror nicht auf dem Islam beruht. Oftmals bleibt es aber bei trockenen Distanzierungen, ohne notwendige Auseinandersetzung mit Inhalten und Hintergründen.

Nun wurde von offener Brief an den IS-Chef, Abu Bakr al-Baghdadi, veröffentlicht, in dem detailliert auf die Verfehlungen der Terroristen hingewiesen wird.  mehr ...

24.09.2014 Urteil: Kirchlicher Arbeitgeber darf Kopftuch verbieten

Gegen Klägerin entschieden

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Foto: RalfR|CCL 3.0
Erfurt (KNA). Kirchliche Arbeitgeber können ihren Angestellten das Tragen eines Kopftuches verbieten. Das entschied der Fünfte Senat des Bundesarbeitsgerichts am Mittwoch in Erfurt. Anlass war die Berufungsklage einer muslimischen Krankenschwester, die in einem evangelischen Krankenhaus tätig ist. Das Bundesarbeitsgericht wies den konkreten Fall dennoch an das Landesarbeitsgericht zurück mit der Begründung, dass zu klären sei, ob das Krankenhaus tatsächlich der Evangelischen Kirche institutionell zugeordnet ist. Zudem sei offen, ob die Klägerin im Streitzeitraum arbeitsfähig war.  mehr ...

23.09.2014 Himmel voller Drohnen: USA und Verbündete greifen IS-Hochburg an. Von Johannes Schmitt-Tegge

Bomben auf Al-Rakka

Mitten in der Nacht beginnen die USA mit einem arabischen Fünferbündnis den Kampf gegen IS in Syrien. Es gibt die Hoffnung, dass die Angriffe den Wendepunkt im Krieg gegen die Extremisten bedeuten. Doch in Washington weiß man, dass der Einsatz Jahre dauern könnte.

Washington (dpa). «Gewaltige Explosionen erschütterten die Stadt zum möglichen Beginn von US-Luftangriffen gegen IS-Hauptquartiere in Al-Rakka», twitterte Abdulkader Hariri als einer der Ersten am frühen Morgen.  mehr ...

23.09.2014 Pekinger Terror: China steckt uigurischen Regimekritiker lebenslang hinter Gitter

«Ein schändliches Urteil»

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Foto: Wikimedia Commons|CCL 3.0
Die Spannungen zwischen Uiguren und Chinesen in der Unruheregion Xinjiang eskalieren. Der Bürgerrechtler Tohti gilt als gemäßigte Stimme der Minderheit. Jetzt kommt er lebenslang ins Gefängnis.

Ürümqi (dpa). In einem ungewöhnlich harschen Urteil ist in China der uigurische Bürgerrechtler Ilham Tohti zu lebenslanger Haft verurteilt worden.  mehr ...

22.09.2014 Die britischen Muslime zählen zu den führenden Spendern in Europa. Von Ufuk Secgin

„Unsere größten Geber“

„Die lokalen Wohltätigkeitsorganisationen müssen eine gute Balance zwischen Ausgaben in Übersee und im Innenland finden.“

(iz). Der Beitrag muslimischer Europäer zur Menschenliebe und Nächstenliebe, zu Hause oder im Ausland, ist beispielhaft. In Europa ist insbesondere Großbritannien ein Land der Geber und wird als eines der am meist entwickeltsten Wohlfahrtsstaaten in der Welt anerkannt. Das Ethos der ehrenamtlichen Arbeit unter den Briten, sei es mit Geld- oder Zeitaufwand, ist beneidenswert.  [ABO] mehr ...

22.09.2014 Wie der IS im Internet entzaubert wird. Von Marc Röhlig

Humor als Waffe

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Foto: twicsy.com
Im Internet begegnen Muslime der Terrormiliz Islamischer Staat mit der einzigen Waffe, gegen die sich die Dschihadisten nicht wehren können: Humor. Selbst schwarzhumorige Videos werden produziert.

Kairo (dpa). «Acht Gründe, warum Oberlippenbärte out sind», verspricht das Heft auf seiner Titelseite. Außerdem: «Warum Khaki-Farben zurück sind» und jede Menge weitere «Fashion-Tipps für das Kalifat». Das Magazin mit all diesen militärischen Schönheitsratgebern heißt «Jihadi Vogue» und existiert in Wirklichkeit natürlich nicht.  mehr ...

19.09.2014 Tarek Bärliner berichtet von der Berliner Kundgebung im Rahmen der Aktion „Muslime stehen auf“

„Schockiert von den Gräueltaten“

Berlin (IZ). Das war sie also, die vielmals erwartete Aktion gegen Hass und Unrecht. Über die sozialen Netzwerke sowie zahlreiche kleine bis große Medien hatten Funktionäre der im Koordinationsrat der Muslime organisierten Verbände, allen voran der Vorsitzende des Zentralrats Aiman Mazyek, die Muslime mit dem Hashtag #MuslimeStehenAuf zu einer Friedensaktion gegen Gewalt aufgerufen.  [ABO] mehr ...

19.09.2014 Deutsche Muslime: Kein Terror im Namen des Islam. Bundespolitiker zu Gast

Kundgebungen in acht Städten

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(KNA) Die zahlenstärksten muslimischen Verbände in Deutschland haben am Freitag mit einer bundesweiten Aktion gegen Rassismus und Terrorismus demonstriert. «Wir erleben, wie Menschen im Namen Allahs Grausamkeiten begehen, andere Menschen quälen, sie aus ihren Häusern vertreiben und ermorden. Sie handeln unter dem Banner des Propheten, zeigen mit ihren Verbrechen aber, dass sie kein Wort davon verstanden haben, was Allah uns offenbart hat», erklärte der Koordinationsrat der Muslime (KRM) in einer Botschaft, die bundesweit verlesen wurde.  mehr ...

19.09.2014 Nach Wahlboykott eskalieren Schikanen gegen Krimtataren: Bundesregierung soll gegen erzwungene Räumung der krimtatarischen Selbstvertretung protestieren

Protest gegen Repressalien gefordert

Göttingen (GfbV). Alarmiert von Menschenrechtsorganisationen auf der Krim hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Donnerstag dringend an die deutsche Bundesregierung appelliert, sofort gegen eine erzwungene Räumung der krimtatarischen Selbstvertretung, des Medschlis, zu protestieren.  mehr ...

18.09.2014 Saudische Islam-Gelehrte erlassen Fatwa gegen IS-Extremisten

Gemeinsames Vorgehen

Riad (dpa) - Hochrangige saudi-arabische Religionsgelehrte haben in einer Fatwa (Rechtsgutachten) den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gutgeheißen. Terrorismus sei ein «abscheuliches Verbrechen» und das Gegenteil dessen, was der Islam verkörpere, begründete der Rat der Höchsten Religionsgelehrten nach Angaben der saudi-arabischen Nachrichtenagentur Spa am Mittwoch seine Entscheidung. Demnach gab der Rat auch den Plänen der saudischen Regierung seinen Segen, die USA im Kampf gegen die IS-Milizen zu unterstützen.  mehr ...

17.09.2014 Die deutschen Islam-Verbände wollen die Deutungshoheit nicht den Extremisten überlassen

KRM benennt Schwerpunktveranstaltungen

Berlin (dpa) - Die islamischen Verbände in Deutschland wollen am Freitag mit einem bundesweiten Aktionstag öffentlich Position gegen Rassismus und Fanatismus beziehen. Auslöser dafür sind die Verbrechen islamistischer Terrorgruppen im Irak und in Syrien, aber auch die jüngsten Angriffe auf Moscheen in Deutschland. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, betonte jedoch am Dienstag in Berlin: «Unsere Aktion ist keine Distanzierungsorgie.» Die Muslime wollten jedoch nicht schweigen, «wenn der Islam gekidnappt wird von Terroristen und Verbrechern».  mehr ...

16.09.2014 Türkei will ranghohe ägyptische Muslimbrüder aufnehmen

Ankaras Wagnis?

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Foto: Wikimedia Commmons
Istanbul (KNA). Die Türkei will den unter Druck geratenen ägyptischen Muslimbrüdern im Exil in Katar gegebenenfalls Zuflucht gewähren. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sagte laut türkischen Medien (Dienstag), sein Land werde Aufenthaltsgesuche Fall für Fall prüfen. Wenn es keinen Hinderungsgrund gebe, seien Muslimbrüder ebenso wie andere ausländische Gäste in der Türkei willkommen, sagte Erdogan auf dem Rückflug von einem zweitägigen Staatsbesuch in Katar vor Journalisten.  mehr ...

15.09.2014 Tarek Bärliner erinnert an den persischen Mathematiker, Gelehrten und Dichter Omar al-Khayyam

Ein weltbewegendes Genie

(iz). Mathematik war nie meine Stärke und so kam ich nur mit einer Menge Glück durch die Prüfungen. Mein fehlendes Verständnis für Stochastik, Vektoren und co. begründete meine Deutschlehrerin mal leicht rassistisch, aber doch wohlwollend, damit, dass ich als „Araber“ doch eher sprachlich begabt sei, als wissenschaftlich.

Mein Mathematiklehrer widersprach dem umgehend und drückte mir eine Auseinandersetzung mit all den großartigen Mathematikern und Physikern aus der islamischen Welt auf. Einer von ihnen war Omar al-Khayyam.

Khorasan im 11. Jahrhundert.  mehr ...

15.09.2014 Koranexpertin Angelika Neuwirth zur islamischen Theologie. Interview von Claudia Zeisel

„Der ‘andere’ Orient ist eine Konstruktion“

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Foto: Universität Paderborn
Berlin (KNA). Nach Einschätzung der Berliner Arabistin Angelika Neuwirth ist die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) mit ihrer Gewalt gegen Andersgläubige einmalig in der Geschichte der islamischen Welt. Mit ihrem Projekt „Corpus Coranicum“ forscht sie an den historischen Wurzeln des Koran.

Sie sprach mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) über die unterschiedlichen wissenschaftlichen Ansätze, den Koran zu deuten und  über die Aufgabe westlicher Wissenschaft und islamischer Theologie, darüber in den Dialog zu treten.  mehr ...

15.09.2014 Neuer Kopftuchstreit in Irland

Identitäten respektieren

Dublin (KNA) In Irland ist ein erneuter Streit über Kopftücher an Schulen entbrannt. Laut einem Bericht der Sonntagszeitung «Sunday Independent» hat der Dubliner Islamwissenschaftler Ali Selim katholische Schulen aufgefordert, muslimischen Schülerinnen das Tragen des so genannten Hidschab zu erlauben und deren «religiöse Identität» zu respektieren.

Es handle sich bei dem Kleidungsstück um eine «göttliche Verpflichtung». Zudem sollten religiöse Abzeichen von den Schuluniformen entfernt werden, forderte der Hochschullehrer, dessen fünf Kinder katholische Schulen besuchen.  mehr ...
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Unsere neue Ausgabe orientiert sich inhaltlich am jüngst zu Ende gegangenen IZ-Symposium in Weimar, das einer Standortbestimmung europäischer und deutscher Muslime gewidmet. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Themen Islamkritik, die längerfristigen Auswirkungen der mörderischen Bewegung „Islamischer Staat sowie die bundesweite Anti-Extremismus-Aktion deutscher Moscheen. Außerdem: Annäherungen an die Literatur, Überlegungen zu lebendigen Moscheegemeinden, Mediennutzung bei Muslimen in Deutschland, Interview mit dem Frankfurter EIHW e.V. sowie Einführung in die Unani-Medizin.
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IZ erklärt Deutschland: Die Salaf
Egal, ob angezählte Ex-Boser oder ehema­lige Bonner Musterschüler, die in den Bergen Afghanistans ums Leben kommen, Der „Salafismus“ ist trotz der zahlenmäßig geringen Menge der Anhänger zum Synonym einer amorphen Bedrohung geworden. Diese neuzeitliche Ideologie, die lange unter Muslimen und unse­ren Gelehrten als „Wahhabismus“ [nach ihrem Begründer Ibn ‘Abdulwahhab] bezeichnet wurde, hat sich lange dieses Tarnbegriffs bedient, um der Klassifi­zierung als Sekte zu entgehen. Phänome­nologisch ähnelt sie den Khawaridsch. Zum Leidwesen der muslimischen Welt ist der „Salafismus“ in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Nicht nur, weil er ungenau ist, sondern mehr noch, weil die Generationen (die Salaf As-Salihin), auf die sich die ­Wahhabiten gerne beziehen, um sich deren Legitima­tion anzueignen, von allen praktizierenden Muslimen der Ahl As-Sunna wa’l-Dschama’a geachtet und geliebt werden. Wie bei anderen Begriffen muss man auch hier erst einmal der zeitgenössische Schutt der Missverständnisse weggeräumt werden, um verstehen zu können. Qadi ‘Ijad aus Ceuta, früherer andalusischer Gelehrter und Autor des monumen­talen „Kitab Asch-Schifa“ beschrieb den Charakter dieser Generation unter ande­rem wie folgt: „(…) Es wurde überliefert, dass es eine Gruppe der Salaf, oder besser alle von ihnen, verabscheute, über etwas zu diskutieren, welches nicht zu Handlungen führte. (…)“ Der Imam schließt an anderer Stelle mit dem Gebet: „Möge Allah unseren gottesfürchtigen Salaf barmherzig sein, die ihren Din beschützt haben!“
Zitat der Woche
„Vielleicht irre ich mich. Ich hoffe es sehr. Doch das, was ich wahrnehme, bestärkt mich eher in meiner Meinung. Oft heißt es von muslimischer Seite, die Medien seien schuld an der einseitigen Berichterstattung über uns. Gleichzeitig sind wir aber in der Lage, jene Medien bewusst zu ignorieren, denen differenzierte Berichterstattung gelingt. Als beispielsweise die "Frankfurter Rundschau" vor zwei Jahren strauchelte, gab es keine Mobilisierung innerhalb der vier Millionen Muslime. Selbst die "Islamische Zeitung" kämpft um ihre Existenz. Offenbar endet die muslimische Umma am Kioskstand. Immerzu wird geklagt, dass Geld in den Gemeinden fehlt.

Viele muslimische Ehrenamtliche leisten unentbehrliche Arbeit. Ihre Anerkennung kann nicht hoch genug gewürdigt werden. Andererseits stelle ich mit Erstaunen fest, dass salafistische Gruppen keine Probleme haben, Spenden zu akquirieren. Damit sind sie in der Lage, ihre Prediger mitsamt technischem Equipment zu bezahlen. Obendrein eine hohe Auflage an Koranen zu drucken, um sie dann mit Autos, kostspieligen Werbeaufstellern und Spritgeld in Einkaufspassagen kostenlos zu verteilen. Irgendwas machen die Verbände eindeutig falsch. Dass die staatliche Seite von den losen Verbänden einfordert, sich langsam verbindlich und verbandsübergreifend zu organisieren, ist deshalb nur eine notwendige Forderung.“


Sineb El Masrar, Die Welt, 23.09.2013
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Bild der Woche
Solidarität vor Ort BIELEFELD. Der turnusgemäße Sprecher des KRM und Vorsitzende des Islamrates für die Bundesrepublik, nimmt Moscheen in Bielefeld (Bild) und Berlin in Augenschein. Diese wurden durch mutmaßliche Brandanschläge angegriffen. (Foto: Twitter@KizilkayaAli
Buchtipp
Als der große Gelehrte Abu Hamid Muhammad al-Ghazali um das 12. Jahrhundert sein Meisterwerk „Ihya Ulum ad-Din“ (Wiederbelebungen der islamischen Wissenschaften) schrieb, das später zur Pflichtlektüre für Muslime in etlichen Universitäten und Madrassen wurde, tat er es aus der Notwendigkeit seiner Zeit und seines Ortes heraus. Nicht dass die aufgegriffenen Themen, welche man auf so ziemlich alles begrenzen kann, stets aktuell sind, er sah sich dennoch neuen Herausforderungen gegenüber, wie dem Reiz der Araber und Perser an einer, seines Erachtens nach, fragwürdigen Philosophie aus westlicheren Hemisphären.
Der literarische Koloss besteht aus 40 Büchern zu Teilgebieten der verschiedenen islamischen Wissenschaften. Kürzlich gab der Spohr-Verlag den letzten Band als Übersetzung von Radhia Shukrullah heraus. „Erinnerung an den Tod und das Leben danach“ gibt her, was es verspricht. Es ist kein Buch, das man verschlingt, eher eine Herausforderung, die man häppchenweise aufnimmt. Unterteilt ist der Band in zwei Teile. Der erste Teil, wiederum untergliedert in acht Kapitel, ist eine Mischung aus mentaler Vorbereitung auf das Thema und gnadenloser Überwältigung durch klare Worte.
Die Beschreibungen des Todes und seiner Bedeutung für das eigene Wesen und der Menschheit im Allgemeinen sind präzise und lassen gleichzeitig eigene Gedankengänge zu. Seine psychologisch scheinbar geschickt gewählte Herangehensweise erlaubt es, sich wieder zu finden in einem Gebilde aus aufgelesenem Verständnis und Versuchen der Erkenntnis. Der persische Gelehrte, auch Hudschatul Islam (Beweis des Islam) genannt, spart nicht an Primärquellen und wählt eigene Worte oft nur ergänzend zum Kontext.
Die Sprache liest sich flüssig, das Buch ist in ein angenehmes, aber ausreichend umfangreiches Deutsch übersetzt worden. Der Inhalt macht dem Titel alle Ehre, als ständige Erinnerung im Haushalt kann dieses Buch nicht schaden. Vorausgesetzt man traut sich, dem Tod so tief in die Augen zu schauen. Danach wird jeder ohne zu zögern seinen Liebsten Blumen kaufen gehen.

Imam Abu Hamid Muhammad al-Ghazali, Erinnerung an den Tod und das Leben danach (Kitâb dhikr al-mawt wa-mâ ba’dahu Das 40. Buch der Ihyâ’ ‘ulûm ad-dîn), übersetzt von Radhia Shukrullah, eingeleitet von Salim Spohr, Spohr Publishers Limited, Auflage 2014 , broschiert, 352 Seiten, ISBN 978-9963400508, Preis: EUR 19,50
Linkliste
Serdar Günes' Verzeichnis
Nützliches Verzeichnis von Grundlagentexten zu Themen der islamischen Debatte. Nach Themen sortiert

Geopoliticus
Geopolitische Analysen von Dawud Stewart Hurrell, einem der weltweit führenden muslimischen Experten

The Majalla
Internationales, englisch sprachiges Magazin über die Arabische Welt

Emran Feroz
Blog über Politik, Naher & Mittlerer Osten, Migration, Europa & die islamische Welt

Russia Today
Englischsprachige Webseite des russischen Senders mit einer frischen Berichterstattung

Union Europäischer Muslime
Webseite der

www.abubakrrieger.de
Private Webseite des Herausgebers der IZ

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