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„Ein starkes Autoritätsdefizit“
(iz). In den letzten Monaten häuften sich Meldungen und Stellungnahmen über Meinungsverschiedenheiten zwischen Mitgliedern des Koordinationsrates der Muslime. Dabei ging es nicht nur um Personalien oder Einzelinteressen, sondern auch um Grundfragen der zukünftigen Ausrichtung. mehr ...
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21.05.2015 Der Schaban: Monat des Fastens und der Lailat al-Baraa

Über eine segensreiche Zeit vor dem Ramadan

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arabworld.nl
(iz). Der Schaban ist der Monat, der dem Ramadan vorausgeht. Es ist Sunna, im Schaban möglichst viel zu fasten. ‘A’ischa, die Frau des Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, berichtete, „Nie sah ich den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, einen ganzen Monat hindurch fasten, außer im Ramadan; und nie habe ich ihn in irgendeinem Monat mehr fasten gesehen als im Schaban.  mehr ...
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21.05.2015 Überblick nach einem Jahr Regierungszeit von Narendra Modi: „Religionsfreiheit in Indien gefährdet“

Hindunationalismus bedroht die Gesellschaft

Aachen (KNA). Rund ein Jahr nach dem Regierungsantritt von Narendra Modi sieht das katholische Hilfswerk missio die Religionsfreiheit in Indien als gefährdet an. Der Hindu-Nationalismus bedrohe durch seine totalitäre Struktur mittlerweile die Demokratie und Zivilgesellschaft in Indien, erklärte der Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerks, Klaus Krämer, am 20. Mai in Aachen. Der hinduistische Politiker von der Partei BJP war am 26. Mai 2014 zum indischen Premierminister vereidigt worden.  mehr ...
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20.05.2015 Nermina Zolj-Sabanovic erinnert an den 20. Jahrestag des Massakers von Srebrenica

Einer von 8.372 Gründen

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Foto: Samir Karic | Potocari
(iz). Mit Zahlen konnte ich noch nie gut umgehen. Kopfrechnen habe ich gehasst. Telefonnummern habe ich mir nie merken können und auf meinem Kontoauszug schaue ich nur ob ein Plus oder Minus vor den Zahlen steht.

Doch eine Zahl beschäftigt, verfolgt mich geradezu und das ist diese 8.372. 8.372 Kinder, Jugendliche und Männer waren es nämlich, die in jenem schwarzen Juli 1995, in Srebrenica unschuldig ermordet wurden. 8.372 stehen für Srebrenica, Tod, Völkermord, Krieg.

20 Jahre sind seither vergangen, gemessen an einem Menschenleben eine lange Zeit.  mehr ...
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19.05.2015 Bundespolizei gerät wegen Misshandlungsvorwürfen unter Druck

Erste Beamte wurden suspendiert

Berlin (KNA). Die Bundespolizei will die Misshandlungsvorwürfe gegen Beamte bei der Aufnahme von Flüchtlingen genau prüfen. „Sollten sich die zum Teil erheblichen Vorwürfe gegen den oder die Beamten einer bestimmten Dienstgruppe der Inspektion Hannover auch nur ansatzweise bestätigen, wird die Bundespolizei gegen den oder die betreffenden Beamten mit aller Konsequenz vorgehen“, sagte Bundespolizeipräsident Dieter Romann der „Bild“-Zeitung (Dienstag).

In Hannover sollen mehrere Flüchtlinge in Polizeigewahrsam schwer misshandelt worden sein.  mehr ...

19.05.2015 Pressemitteilung: Islamische Bestattungen in Berlin

Einrichtung eines muslimischen Gräberfeldes auf dem Neuen Zwölf-Apostel-Kirchhof

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wikimedia commons
Der amtierende Superintentendent des Kirchenkreises Schöneberg, Burkhard Bornemann, und der Staatssekretär der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Christan Gaebler, luden heute anlässlich der für den 10. Juni geplanten Eröffnung eines muslimischen Gräberfeldes auf dem Neuen Zwölf-Apostel-Kirchhof zu einer Pressekonferenz in das Gemeindehaus, an der Apostelkirche 1 in Berlin ein. Mit anwesend waren Ferit Caliskan, Mitglied des Vorstands der Semerkand Moscheegemeinde sowie ein islamischer Bestatter (Markaz).  mehr ...

19.05.2015 Außenminister Südostasiens beraten über Flüchtlingsdrama: Boot mit 300 Flüchtlingen wird vermisst

Flucht vor Verfolgung endet für viele im Tod

Göttingen (GfbV). Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die Außenminister Malaysias, Thailands und Indonesiens dringend dazu aufgefordert, das Schicksal von 300 Rohingya-Boatpeople aufzuklären, die in den vergangenen Tagen von der Marine ihrer Staaten wieder auf hohe See geschickt wurden und nun als vermisst gelten.

Nachdrücklich forderte die GfbV außerdem eine internationale Rettungsmission für die insgesamt vermutlich mehr als 5.000 Flüchtlinge aus Burma (Myanmar), die sich noch auf dem Meer befinden.  mehr ...

18.05.2015 Debatte über Misshandlungen von Flüchtlingen: Polizeibehörden beklagen unzulängliche Abschiebepraxis

Muslimische Vertreter reagieren entsetzt

Berlin/Hannover (KNA). Nach dem Vorwurf der Misshandlung von Flüchtlingen durch einen Bundespolizisten in Hannover läuft die Debatte über Konsequenzen. „Wenn es zutrifft, dass ein Beamter Flüchtlinge gequält, sich damit gebrüstet und die Misshandlungen sogar noch dokumentiert hat, muss die Bundespolizei über den Einzelfall hinaus Konsequenzen ziehen“, forderte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), am Montag in Berlin.

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) drängte laut einem Sprecher bereits auf eine schnelle Aufklärung des Vorgangs.  mehr ...

17.05.2015 Zur Zukunft der muslimischen Selbstorganisation: Muslimische Zusammenschlüsse auf der Landesebene tragen wichtige Elemente der Gemeindearbeit. Interview mit Norbert Müller von der SCHURA Hamburg

„Es geht nicht um persönliche Animositäten“

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(iz). „Der Islam ist Teil Deutschlands, sagen die Muslime und sagt inzwischen auch die Bundeskanzlerin. Nur leisten sich die Muslime eine Selbstorganisationsstruktur, die in vielerlei Hinsicht weiterhin nicht wirklich in Deutschland angekommen scheint.“ Das ist eine der Quintessenzen von Norbert Müller, mit dem wir über verschiedene Aspekte der muslimischen Selbstorganisation sprachen. Das Thema ist auch deshalb von Brisanz, weil sich auf Ebene mehrerer Bundesländer derzeit Parallelstrukturen zu bestehenden, funktionierenden Zusammenschlüssen organisieren.  mehr ...

16.05.2015 Fragwürdige Anklage: Todesurteil für Ägyptens Ex-Präsident Mursi. Menschenrechtler nennen Entscheidung eine „Farce“

Kairos instrumentalisierte Justiz

Zum ersten Mal in der Geschichte des modernen Ägyptens soll ein Ex-Präsident am Strang enden. Das umstrittene Urteil wird allerdings noch in die Berufung gehen. Die Vorwürfe gegen Mursi und 100 andere politische Weggefährten riechen nach Verschwörungstheorie.

Kairo (dpa). Ein Gericht in Kairo hat den ehemaligen ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi wegen Verschwörung zu einem Gefängnisausbruch zum Tode verurteilt. Das Urteil vom 16. Mai muss der ägyptische Mufti, die höchste staatliche Glaubensautorität im Land, noch bestätigen. Das Gericht setzte dafür den 2. Juni fest.  mehr ...

15.05.2015 Tausende Flüchtlinge auf dem Meer in Südostasien in Gefahr

Rohingya: Konsequenz des Desinteresses

Hauptbild
Friend: FCO | flickr | CCL 3.0
Flüchtlingskrise in Südostasien: Tausende Menschen driften in teils kaum seetüchtigen Booten auf dem Meer. Niemand will sie aufnehmen. Eine Rettungsaktion gibt es nicht.

Bangkok (dpa). In Südostasien driften nach Angaben von Menschenrechtlern Tausende Flüchtlinge hilflos im Meer. Es handelt sich überwiegend um Angehörige der muslimischen Rohingya, die in ihrer Heimat Myanmar verfolgt werden, berichtete die zwischenstaatliche Organisation für Migration (IOM) am Dienstag.  mehr ...

15.05.2015 Suspendiert: UMP-Bürgermeister fordert Verbot des Islam

Absurde Vorschläge aus der Provinz

Paris (KNA). Ein französischer Bürgermeister der bürgerlichen UMP hat via Twitter ein Verbot des Islam im Land gefordert. Er wurde noch am Freitag vom Amt suspendiert, wie die Tageszeitung „Ouest France“ (Onlineausgabe) berichtete. Seine Partei leitete zudem ein Ausschlussverfahren ein.

Praktizierende Muslime sollten zum Stichtag 18. Oktober 2017 ihre Bürgerrechte verlieren und bei Verstößen gegen das Islamverbot „per Boot oder Flugzeug“ das Land verlassen, twitterte Robert Chardon, Bürgermeister der 8.000-Einwohner-Gemeinde Venelles bei Aix im südöstlichen Departement Bouche-du-Rhone.  mehr ...
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Der Fastenmonat Ramadan wirft langsam seinen Schatten auf uns. In zwei Beiträgen beschäftigen wir uns mit den beiden Monaten vor ihm sowie mit der Spiritualität des Fastens. Aber es gibt noch viel mehr: Wir lassen wir den renommierten Ökonomen Thomas Mayer über das Schuldgeldsystem zu Wort kommen, reflektieren über die Islamberichterstattung, kommentieren die Geschlechterfrage im Islam und erinnern an Günter Grass
Außerdem: Irans Stellvertreter in Syrien, Folterland Usbekistan, die Tradition islamischer Nachschlagewerke, das Versagen der Medien im NSU-Komplex, das deutsche Kopftuch, Rezension des neuen Ludin-Buch, Einsamkeit unter jungen Muslimen sowie die Last teurer Hochzeiten im schönen Kaschmir.
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IZ erklärt Deutschland: Die Salaf
Egal, ob angezählte Ex-Boser oder ehema­lige Bonner Musterschüler, die in den Bergen Afghanistans ums Leben kommen, Der „Salafismus“ ist trotz der zahlenmäßig geringen Menge der Anhänger zum Synonym einer amorphen Bedrohung geworden. Diese neuzeitliche Ideologie, die lange unter Muslimen und unse­ren Gelehrten als „Wahhabismus“ [nach ihrem Begründer Ibn ‘Abdulwahhab] bezeichnet wurde, hat sich lange dieses Tarnbegriffs bedient, um der Klassifi­zierung als Sekte zu entgehen. Phänome­nologisch ähnelt sie den Khawaridsch. Zum Leidwesen der muslimischen Welt ist der „Salafismus“ in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Nicht nur, weil er ungenau ist, sondern mehr noch, weil die Generationen (die Salaf As-Salihin), auf die sich die ­Wahhabiten gerne beziehen, um sich deren Legitima­tion anzueignen, von allen praktizierenden Muslimen der Ahl As-Sunna wa’l-Dschama’a geachtet und geliebt werden. Wie bei anderen Begriffen muss man auch hier erst einmal der zeitgenössische Schutt der Missverständnisse weggeräumt werden, um verstehen zu können. Qadi ‘Ijad aus Ceuta, früherer andalusischer Gelehrter und Autor des monumen­talen „Kitab Asch-Schifa“ beschrieb den Charakter dieser Generation unter ande­rem wie folgt: „(…) Es wurde überliefert, dass es eine Gruppe der Salaf, oder besser alle von ihnen, verabscheute, über etwas zu diskutieren, welches nicht zu Handlungen führte. (…)“ Der Imam schließt an anderer Stelle mit dem Gebet: „Möge Allah unseren gottesfürchtigen Salaf barmherzig sein, die ihren Din beschützt haben!“
Zitat der Woche
„Die Regierung Islands plant offenbar der privaten Geldschöpfung der Geschäftsbanken den Kampf anzusagen. Einen entsprechenden Bericht veröffentlichten Abgeordnete der regierenden isländischen Fortschrittspartei. Damit steht Island im marktwirtschaftlich geordneten Teil der Welt vollkommen alleine da. Diese Idee ist revolutionär. (…) Man wolle das Schuldgeldsystem zumindest auf staatlicher Ebene begrenzen und privaten Geschäftsbanken die Möglichkeit zur Geldschöpfung entziehen. (…). In dem Bericht mit dem Titel ‘Ein besseres Geldsystem für Island’ offenbaren die Volksvertreter einen Plan zur Verhinderung privater Geldschöpfung. In den meisten modernen Ökonomien bestimmt die nationale Zentralbank zwar die Bargeldproduktion, über so genanntes Fiatgeld produzieren private Geschäftsbanken aber den meisten Teil des Geldes.“

Wilhelm von Pax, neopresse.com, 04.04.2015
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Bild der Woche
Staatsministerin Aydan Özoğuz zu Gast beim “Speisen für Waisen”-Essen muslimischer Poetry-Slammer
Buchtipp
Eine Rezension über das neue Buch Fereshta Ludins zu schreiben, gleicht dem Auftrag einer Hommage. „Enthüllung der Fereshta Ludin“, heißt die Biografie über „Die mit dem Kopftuch“. Im Frühjahr 2015, kurz vor der Erscheinung des Buches, ging eine bahnbrechende Meldung durch die Medien. Das Verfassungsgericht Karlsruhe ur­teilte, dass ein Kopftuchverbot für ­Lehrerinnen nicht mit den freiheitlichen Grundwerten der Bundesrepublik Deutschland vereinbar wäre. Viele Muslime, vor allem Lehramt-Studenten, feierten die Entscheidung als längst überflüssige Einsicht. Warm und vertraut wirken ihre Worte über ihre Familie. Als Leser bekommt man das Gefühl, diese Menschen seit Langem zu kennen. Die wiedergegebenen Lehren ihrer Mutter spiegelt die Autorin lebendig wieder. Standhaft zu sein und trotz äußerer Stürme innere Ruhe zu bewahren, lernte sie von ihr. Aufrichtig und selbstbewusst zu sein bekam sie von ihrem Vater mit auf den Weg. Als waschechte Migrantin erzählt sie original von den schwierigen Erfahrungen als Schülerin. In dieser Zeit begann bereits ihre vorverurteilte Identität als „Türkin“. Mit dem tief gehegten Wunsch, Lehrerin zu werden, begann ihr wahrer Kampf. Mit der Lektüre ihres Buches begleiten wir die junge Fereshta durch ihr Studium, das Referendariat und ihre erste Anstellung. Ihre Erfahrungen sind persönlich, aber doch wirken sie wie ein Abriss aus dem Leben eines jeden Migranten und Kind derer, die es waren. Die Geschichte liest sich flüssig. Für einen Lesebegeisterten ist das Buch in wenigen Stunden durchgelesen. Mitgenommen durch Höhen und Tiefen offenbaren sich eigene innerste Sorgen, aber auch Hoffnungen. Teilweise fürchtet man um ein Happy-End. Doch Fereshta Ludin hat ihren Weg gefunden und ihre unermüdlichen Mühen bewiesen sich zum Ende doch als Pionierarbeit für ein Menschenrecht. Für viele Musliminnen ist sie heute eine Heldin. Durch alle Generationen ist ihr Name bekannt, und eher noch ihre Geschichte. Ihre Biografie kann in vielleicht nicht allzu ferner Zeit als Teil einer jungen, revolutionären Kulturgeschichte verstanden werden. Lange bevor die Frage nach Identität zu einem breiteren Thema wurde, verstand sich Fereshta Ludin als Deutsche. Unaufgeregt und authentisch legt sie diese Feststellung über sich dar. Die „Enthüllung der Fereshta Ludin“ legt den Finger auf gegenwärtige Wunden und enthüllt Intoleranz, Kleingeistigkeit und Muslimenfeindlichkeit in der Politik und im Bildungssystem.

Fereshta Ludin, „Enthüllung der Fereshta Ludin: Die mit dem Kopftuch“, Deutscher Levante Verlag, April 2015, broschiert, 376 Seiten, ISBN 978-3943737219, Preis: EUR 15,90 (Kindle Edition 11,99)
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Das Nachrichtenportal Eurasia News ist medial auf der Seidenstraße unterwegs und will ­Klischees aufbrechen. Eurasia News will die alten Blöcke überwinden und den Fokus auf künftige neue, aufstrebende Regionen setzen, die ihren Platz in der Welt suchen und sich als Wirtschaftsstandorte und politische Akteure in Szene setzen wollen und werden.

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