Wo die Scharia erlaubt ist
(iz). Muslime und Ökonomie, geht das zusammen? Darauf sind zwei Antworten möglich. Einerseits muss man dies bejahen: Muslime sind auch Verbraucher, Kunden, Unternehmer und Investoren. Außerdem - was oft unterschlagen wird - besteht das islamische Recht erheblich aus ökonomischen Bestimmungen [arab. mehr ...
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Kultur
Straßburg erhält ersten muslimischen Friedhof Frankreichs. Von Christoph Lennert
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Berlin
Die Organisatoren der Münchner Sicherheitskonferenz schwören Nachwuchseliten aus strategisch relevanten Weltregionen auf die deutsche Außenpolitik ein
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03.02.2012 Prophetengeburtstag: Auch in Deutschland erinnern sich die Muslime. Von Sulaiman Wilms

„Der Maulud ist ein Beginn“

Köln (iz). Der Islam hat ein Geheimnis und die Muslime einen spirituellen Kern, der die Umstände eines bestimmten Ortes oder einer spezifischen Zeit transzendiert. Trotz heftiger Debatten oder schwieriger Situationen erinnern sich auch in diesem Jahr wieder viele Muslime in Deutschland an den Geburtstag - und damit an sein Leben und seine Botschaft - des Propheten Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben.  mehr ...
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03.02.2012 Maulud: Muslime feiern in aller Welt

Erinnerung an den Propheten

(iz). Jährlich (am 12. Rabi’ Al-Awwal islamischer Zeitrechnung) gedenkt die muslimische Welt der Geburt des Gesandten Allahs, Muhammad, Allahs Segen und Friede auf ihm, dem Siegel der Propheten. Er wurde als Barmherzigkeit für alle Welten gesandt, als Rufer zu Allah und als eine strahlende Leuchte, Allah segne ihn und schenke ihm Frieden. Seine Geburt war mit großen Zeichen und besonderen Ereignissen verbunden. Die Gedenkveranstaltungen zum Geburtstag des Propheten entstanden wenige Jahrhunderte nach der Etablierung des Islam.  mehr ...
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03.02.2012 Keine Entschädigung für zerstörte Moscheen in Bosnien

Fortsetzung des Unrechts

Banja Luka (dpa). Die Serben in Bosnien-Herzegowina müssen keine Entschädigung für die von ihnen während des Krieges (1992-1995) zerstörten 16 Moscheen zahlen. Das entschied das Oberste Gericht der serbischen Landeshälfte Bosniens in Banja Luka, berichteten die lokalen Medien am Donnerstag übereinstimmend. Serbische Verbände hatten die Gotteshäuser 1993 systematisch demoliert. Darunter befand sich auch die Ferhat-Pasina-Moschee aus dem 16. Jahrhundert.

In erster Instanz hatte ein Gericht den Muslimen eine Entschädigung von umgerechnet 32 Millionen Euro zugesprochen.  mehr ...
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03.02.2012 Zeitung: Israel könnte Iran im April angreifen

Realität oder Psyop?

Washington (dpa). Israel könnte nach einem Bericht der «Washington Post» im Frühjahr einen Militäraufgriff auf iranische Atomanlagen starten. US-Verteidigungsminister Leon Panetta gehe davon aus, dass es eine «starke Wahrscheinlichkeit» für eine solche Operation im April, Mai oder Juni gebe, berichtet das Blatt ohne konkrete Quelle in seiner Online-Ausgabe.

Israel fürchte, dass Teheran bereits sehr bald über genügend angereichertes Uran verfüge, um eine Atombombe zu bauen. Israel gehe davon aus, dass es sich um einen begrenzten Militäreinsatz handeln könnte.  mehr ...

31.01.2012 Integrationsgipfel hat Nationalen Aktionsplan verabschiedet

IGMG: Rechtsterrorismus wird ausgeblendet

Berlin (KNA)- Ein Nationaler Aktionsplan Integration ist das Ergebnis des 5. Integrationsgipfels im Bundeskanzleramt. Der nun verabschiedete Plan solle wegführen von Modellprojekten hin zur Etablierung von dauerhaften Angeboten, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum Abschluss des Gipfels am Dienstag in Berlin. Der Aktionsplan soll die Teilhabe der 16 Millionen Menschen mit ausländischen Wurzeln in Deutschland verbessern und die Integration verbindlicher machen.  mehr ...

30.01.2012 Heftige Kämpfe nahe Syriens Hauptstadt

Gerüchte über Fluchtversuch

In Syrien wird es für das Assad-Regime eng. Angeblich wollte die Familie des Präsidenten schon fliehen. Während Arabische Liga und Weltsicherheitsrat noch über die Krise beraten, wird am Stadtrand von Damaskus schon heftig gekämpft.

Kairo/Beirut (dpa) - Kurz vor der Sitzung des UN-Sicherheitsrats zu Syrien ist der Aufstand gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad immer näher an die Hauptstadt Damaskus herangerückt.  mehr ...

28.01.2012 Menschenrechtler: Frankreichs Polizei kontrolliert nach Rasse

Beleidigungen sind nicht ungewöhnlich

Paris (KNA) Junge Männer arabischer oder afrikanischer Herkunft werden in Frankreich nach Angaben der Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ (HRW) übermäßig oft von der Polizei kontrolliert. Die willkürlichen Kontrollen mit Durchsuchungen der mitgeführten Gegenstände und langen Verhören seien geeignet, ein Gefühl der Herabwürdigung auszulösen, heißt es in dem am Donnerstag in Paris veröffentlichten Bericht. Beleidigungen und rassistische Bemerkungen seien dabei nicht ungewöhnlich. Zum Teil würden schon 13-jährige Kinder auf diese Weise kontrolliert.  mehr ...

28.01.2012 Kleine Zeitungen haben es schwer. Gut, dass es sie noch gibt. Von Abu Bakr Rieger

Jubiläum: klein, aber oho

(iz). Was wäre unsere Medienlandschaft ohne all die ­kleinen Zeitungen, ungewöhnlichen Magazine und abseitigen Nischenprodukte? Was wäre die Meinungs­freiheit wert, wenn Minderheiten nicht mehr die Möglichkeiten hätten, sich selbst öffentlich und möglichst professionell darzustellen? Na klar, dann ­würde nicht nur das Salz in der Suppe fehlen, sondern wir hätten bald auch einen ziemlich faden Einheitsbrei. So sehen es zumindest die kleinen Verlage selbst.  mehr ...

25.01.2012 Berlin: Wulff lobt tolerante Zuwanderungspolitik Friedrich des Großen

Ein Vorbild ohne Folgen?

(KNA). Bundespräsident Christian Wulff hat die „tolerante Zuwanderungspolitik“ von Friedrich dem Großen gewürdigt. „Tausende durften sich in Preußen niederlassen: ob in Salzburg oder Sachsen geboren, ob Hugenotten, Katholiken oder Muslime“, sagte Wulff am Dienstag in Berlin bei einem Festakt zum 300. Geburtstag des Preußenkönigs. Im Konzerthaus am Gendarmenmarkt räumte der Bundespräsident ein, diese Offenheit habe in den späten Regierungsjahren Friedrich II. vor allem wirtschaftspolitische Motive gehabt.  mehr ...

24.01.2012 Ein Beitrag von Ali Aslan Gümüsay

Gemeinschaft & Gesellschaft

(iz). In einer Gemeinschaft sollte man einander kennen, einander helfen und gemeinsam Gutes schaffen. Doch wir leben in unseren Städten und Dörfern, Ländern und Staaten häufig aneinander vorbei. Wie können wir ein neues Miteinander schaffen, um an der Gestaltung unserer Gesellschaft mitwirken zu können?

Eine Lösung könnte ein Zweiphasen-Modell sein. In der Theorie heißt das auf der Mikro-Ebene: Wenn man jemanden trifft, soll man sich zwei Mal drei Fragen stellen.  mehr ...

24.01.2012 Hintergrund: Deutschlands geheime Interessen in Pakistan

Agenten als Entwicklungshelfer?

Islamabad/Pullach (GFP.com). Der deutsche Auslandsgeheimdienst tarnt seine Agenten selbst in Kriegsgebieten als Entwicklungshelfer. Dies geht aus übereinstimmenden Berichten über die Festnahme dreier Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan am vergangenen Wochenende hervor. Demnach gaben die drei Mitarbeiter an, in der so genannten Entwicklungspolitik tätig zu sein, und nutzten Fahrzeuge und Visitenkarten mit dem Logo der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).  [ABO] mehr ...

23.01.2012 Auswärtiges Amt bestellt pakistanischen Diplomaten ein

Wurden BND-Mitarbeiter eingesackt?

Berlin (dpa). Das Auswärtige Amt in Berlin hat den pakistanischen Geschäftsträger in Deutschland einbestellt, um gegen die vorübergehende Festsetzung dreier Bundesbürger im pakistanischen Peshawar zu protestieren. Das berichtete «Spiegel Online» am Montag. Bei den drei Deutschen handelt es sich nach pakistanischen Angaben um Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes BND.

Aus dem Auswärtigen Amt hieß es dazu: «Der Vorfall ist aus unserer Sicht weiter aufklärungsbedürftig.» Das Amt spricht von «diplomatisch angemeldeten Mitarbeitern der Botschaft in Islamabad».  mehr ...

23.01.2012 EU beschließt «beispiellose» Iran-Sanktionen

Ölembargo ab Juli

Im Atomstreit mit dem Iran greift die EU zu schmerzhaften Mitteln. Erstmals ist auch die Wirtschaft betroffen. Für den Ölboykott gibt es allerdings eine Schonfrist. Die US-Marine zeigt vor der iranischen Küste Flagge.

Brüssel (dpa) - Mit einem Ölembargo und dem Einfrieren der Konten der iranischen Zentralbank hat die Europäische Union die Gangart im Atomstreit mit dem Iran deutlich verschärft. Spätestens ab 1. Juli sollen die Öleinfuhren aus dem Iran gestoppt werden. Bis dahin können noch laufende Öl-Bezugsverträge von den EU-Staaten abgewickelt werden.  [ABO] mehr ...

23.01.2012 Ein Essay Youssef Zemhoute

"Der Beitrag": Die Gemeinschaft (1)

(iz). Die muslimische Gemeinschaft auf der ganzen Welt ist kein monolithischer Block. In ihr selbst finden sich heterogene Gesellschaften. Dabei spielt es keine Rolle, ob man die muslimischen Länder betrachtet oder muslimische Minderheiten im westlichen Ausland berücksichtigt. Konzentrieren wir uns jedoch auf die europäischen Muslime und, mehr noch, auf die deutschsprachigen Muslime.

Hierzulande ist eine Pluralität unter den Muslimen nicht unbedingt als Hindernis zu behandeln.  mehr ...

21.01.2012 Dachverbände drängen auf Anerkennung als Religionsgemeinschaft

Nur noch die juristische Anerkennung

Köln (KNA). Angesichts immer mehr islamischer Lehrangebote an Schulen und Universitäten drängen die muslimischen Dachverbände in Deutschland auf die staatliche Anerkennung als Religionsgemeinschaft. „Faktisch sind die vier Islamverbände, die im Koordinierungsrat der Muslime (KRM) zusammengeschlossen sind, längst Religionsgemeinschaften“, sagte der Sprecher des Rates, Bekir Alboga. „Der Staat sitzt beim Thema Bildung mit uns am Tisch.“ Es fehle nur noch die juristische Anerkennung.  mehr ...
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IZ erklärt Deutschland: Denunziation
Unter Denunziation (lat. denuntiare „absprechend berichten, Anzeige/Meldung machen“) versteht man die häufig anonyme Beschuldigung einer Person hinter deren Rücken durch jemanden, dessen Dienst- oder Rechtspflicht dies nicht ist. Im ethischen Sinn wird allgemein von Denunziation gesprochen, wenn in einem nicht freiheitlichen System Menschen bei staatlichen Vollzugsbehörden angezeigt werden, obwohl dem Anzeigenden klar sein muss, dass er sie damit der Gefahr der politisch motivierten Verfolgung aussetzt. Eine Denunziation unter Kindern oder Schülern wird umgangssprachlich als Petzen bezeichnet.
Bild der Woche
Es ist geschafft: Wir haben - Al-Hamdullillah - 200 Ausgaben produziert! In der neuen Ausgaben widmen wir uns neben einem Rückblick auf die Arbeit der IZ insbesondere zwei Themenfeldern: Islam und Ökonomie beziehungsweise geopolitische Fragen rund um den Persischen Golf und den Mittleren Osten. Außerdem finden sich in der neuen Ausgabe: Besuch in den USA, Orientierung im Mediendschungel, Katar investiert in Frankreichs Elendsquartieren, schwierige Partnersuche, sowie Tipps rund ums Abnehmen.
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Zitat der Woche
«Zum 'Unwort des Jahres 2011' wurde der Begriff 'Döner-Morde' gewählt; auf Platz zwei landete die Formulierung 'Gutmensch'. Rang drei erarbeitete sich die aktuelle deutsche Bundeskanzlerin Merkel, der eine 'marktkonforme Demokratie' vorschwebte und die damit erklärte, eine Staatsverfassung habe sich dem Diktat des Profits zu unterwerfen. Eine 'marktkonforme Demokratie' ist keine, dies mit dem häßlichen Wort 'Unwort' zu ahnden, entspricht der Logik des 'Unwort'-Gremiums ebenso wie die Ächtung der flapsigen Formulierung 'Döner-Morde', die nicht nur Polizistenjargon ist, sondern auch massenmedial Verwendung findet. Eine solche Sprachregelung ist zweifelsohne so 'verharmlosend' und 'unangemessen', wie die 'Unwort'-Juroren das geltend machen. Es handelt sich um die Ermordung von zehn Menschen durch eine vom deutschen Verfassungsschutz gedeckte Neonazibande. (…)
Dass die 'Unwort'-Jury aber auch die Invektive 'Gutmensch' als Ausdruck falschen Bewusstseins kritisierte, sprengt den eher engen Rahmen ihrer Empörung über die sprachliche Dokumentation gesellschaftlicher Tendenzen auf erfreuliche Weise. Es gab in den 1990er Jahren Gründe, das Wort 'Gutmensch' abwertend zu verwenden. (…) Die Vokabel 'Gutmensch' richtete sich gegen die Gratismoral von Leuten, die danach trachteten, jede vernünftige Debatte mit der Behauptung ihrer eigenen angeblichen moralischen Höherwertigkeit zu ersticken, für die sie allerdings jeden Beweis schuldig blieben. Sie waren einfach die guten und also die besseren Menschen, basta!
Mittlerweile aber ist 'Gutmensch' ein Gratisanwurf geworden gegen jeden, der sich nicht der 'normativen Kraft des Faktischen' unterwirft, wie man das früher formuliert hätte. Wer beispielsweise Bild nicht für ein durch die Pressefreiheit legitimiertes Medium hält, sondern für das Zentralorgan veröffentlichender und veröffentlichter Niedertracht und Gemeinheit, darf mit dem Etikett 'Gutmensch' rechnen. Wer überhaupt der Ansicht ist, dass es für alles, was ihm und anderen als Realität zugemutet wird, eine Alternative gibt, ist angeblich ein verächtlicher 'Gutmensch'. Dabei macht er nur von seinem Kopf und von seiner Phantasie Gebrauch; beide sagen ihm, dass schlechte Verhältnisse nicht unabdingbar sind und keineswegs 'alternativlos' – so hieß das 'Unwort des Jahres 2010'.»


Wiglaf Droste, junge Welt, 18.1.2012
Linkliste
telepolis
Unabhängiges und kritisches online-Medium des renommierten Heise Verlags

Russia Today
Englischsprachige Webseite des russischen Senders mit einer frischen Berichterstattung

BIRN Balkan Investigative Reporting Network
Recherche- und Publikationsnetzwerk von Journalisten aus Südosteuropa

Musafira
Webseite und Blog der Islamwissenschaftlerin Kathrin Klausing

Union Europäischer Muslime
Webseite der

www.abubakrrieger.de
Private Webseite des Herausgebers der IZ

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