Islamische Zeitung
StartseiteWirtschaft&RechtKulturBildungBerlinInterviewKleinanzeigenProbeexemplarAbo
Srebrenica geschah vor 20 Jahren
(iz). Srebrenica. Die meisten von uns haben schon einmal diesen Namen gehört. Es ist der Name einer Stadt im Osten von Bosnien und Herzegowina, der um die Welt ging. mehr ...
Bild
RSS
RSS
3 Minuten
3 min.
Newsletter bestellen
Newsletter abbestellen
Unabhängiges Forum für Europa
Freitag, 3. Juli 2015
 
Registrieren   Passwort vergessen
 

Alle IZ Verkaufsstellen in Deutschland
Wählen Sie aus unseren Kategorien:

 
  Erweiterte Suche

Wirtschaft und Recht
Ramadan treibt Stromverbrauch an: Mahnung an Imame
Ressourcennutzung im Monat des Verzichts mehr
Kultur
Ramadan – wenn du deine Gefühle nicht mehr essen kannst. Ein Beitrag von Tijana Sarac
Wenn das Innenleben dominant wird mehr
Bildung
Die IZ-Blogger: Der Mensch verliert sich in „-ismen“. Auch der Muslim? Von Tijana Sarac
Das Gute nicht zurückweisen mehr
Berlin
Migrationsbeauftragte verurteilt Terror im Namen von Religionen
Özoguz setzt auf Begegnung mehr
Interview
Interview: Fagr El Adly hat lautstark gegen den PR-Auftritt des Putschisten Al-Sisi protestiert
„Die Unterdrückung trifft alle“ mehr
 
Werbung
Bücher Studium:
Günstige Bücher für das Studium und die Ausbildung.

 
Werbung
 
Werbung
Sie sind hier: Home >> Home

02.07.2015 Muslimisches Studienwerk weitet Stipendien-Programm aus

Ausweitung

Osnabrück (KNA) Das muslimische Studienwerk Avicenna weitet sein Stipendien-Programm aus. Ab 2016 führt es zwei Bewerbungsphasen für Stipendien durch, wie das Studienwerk am Donnerstag in Osnabrück bekanntgab. Damit könnten islamische Studenten und Promovierende künftig auch zum Sommer aufgenommen werden. Im kommenden Jahr sollen zum Winter- und Sommersemester dann insgesamt 120 Stipendien vergeben werden. Abiturienten, Studenten und Promovierende müssen sich bis 1. Oktober 2015 für ein Stipendium zum Sommersemester 2016 bewerben.  mehr ...
Werbung

01.07.2015 Türkei und Katar: eine Zweckgemeinschaft oder Partnerschaft mit Zukunft?

Ambitionen am Persischen Golf

Hauptbild
Foto: YouTube | Türk Silahlı Kuvvetleri Tanıtım Videosu
Das Militärabkommen, das die Türkei und Katar im vergangenen Dezember unterzeichnet haben, birgt hinsichtlich seiner Konstitution bedeutungsschwere Implikationen symbolischer, aber auch handfester politischer Art in der Golfregion.

(Eurasianews). Einige Experten glauben, dass die in den letzten Jahren aufflammenden Konflikte in Syrien, Irak, Libyen und Jemen als auch der Aufstieg der Extremistenmiliz „Islamischer Staat“ die Türkei und die Golfmonarchie zu einem Aneinanderrücken veranlassten.  mehr ...
Werbung

01.07.2015 Wikileaks: NSA forschte nicht nur Kanzlerin Merkel aus

Überwachungsliste

Berlin (dpa) Der US-Geheimdienst NSA hat nach Informationen der Enthüllungsplattform Wikileaks nicht nur Kanzlerin Angela Merkel (CDU), sondern weite Teile der Bundesregierung ausgespäht. Aus den Unterlagen, die der «Süddeutschen Zeitung» sowie NDR und WDR zugänglich gemacht wurden, gehe hervor, das sich die NSA vor allem für die deutsche Währungs- und Handelspolitik interessierte. Zu den Spionagezielen der National Security Agency (NSA) gehörten demnach nicht nur das Wirtschafts-, sondern auch das Finanz- sowie das Landwirtschaftsministerium.  mehr ...
Werbung

01.07.2015 Die humanitäre Hilfsorganisation Caritas beklagt Zuspitzung der humanitären Situation in Syrien. Von Anna Mertens

„Ausweglose Lage“

Hauptbild
Foto: Freedom House | flickr | CCL 3.0
Nach Angaben von Caritas international war 2014 das blutigste Jahr im Syrien-Konflikt. Doch die Aufmerksamkeit sinke – es entstehe der „völlig falsche“ Eindruck, es gebe nichts Neues zum Konflikt zu sagen.

Berlin (KNA). Weitere Tote, viele Verletzte und immer mehr Flüchtlinge: Rund vier Jahre nach Beginn des Syrien-Konflikts spitzt sich die Lage laut Caritas international zu. „Allein im letzten Jahr sind in Syrien noch einmal mehr als 70.000 Menschen gestorben“, beklagte der Präsident des Deutschen Caritasverbands, Peter Neher, am Mittwoch in Berlin.  mehr ...

30.06.2015 Migrationsbeauftragte verurteilt Terror im Namen von Religionen

Mehr Nachbarschaft

Berlin (KNA) Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), hat Terror im Namen von Religionen verurteilt. Dazu gehöre im Jahr 2015 zur «traurigen Realität, dass Synagogen, Moscheen und Kirchen Ziel von Anschlägen wurden», sagte die Staatsministerin am Dienstagabend in Berlin. Vor allem Phänomene wie Antisemitismus und Islamfeindlichkeit nähmen zu. «Daher müssen wir stärker auf die Begegnung und den Austausch setzen», so Özoguz.  mehr ...

29.06.2015 Hotelangestellte stellten sich mit ihrem Leben schützend vor Touristen

"Du musst zuerst uns töten"

Hauptbild
Sky News
(iz). Augenzeugenberichten zufolge haben tunesische Angestellte des Hotel Bellevue am Strand von Sousse ihre Gäste vor einem Massaker bewahrt. Fotos zeigen den Attentäter auf seinem Weg zum Strandabschnitt des Hotels. Prompt bildeten die jungen Arbeiter einen menschlichen Schutzschild und zwangen den mutmaßlichen Angreifer damit zum Umdrehen.

Die "Dayli Mail" berichtet unter Berufung auf Augenzeugen, dass sie ihm zuriefen: "Du musst zuerst uns töten. Aber wir sind Muslime!" Der mit einer AK-47 bewaffnete Attentäter hatte wohl zuvor gerufen, dass er es auf Touristen abgesehen habe.  mehr ...

29.06.2015 Attentäter von Lyon streitet religiösen Hintergrund ab

Offenbar Eheprobleme als Auslöser

Lyon/Paris (dpa) - Der Attentäter des jüngsten Anschlags in Frankreich leugnet einen religiösen Hintergrund seiner Tat. Während der Befragung in Paris habe Yassin S. einen entsprechenden Zusammenhang verneint, berichteten französische Medien am Montag übereinstimmend unter Berufung auf Ermittler.

Yassin S. war auf dem Gelände eines Werks für Industriegase in Saint-Quentin-Fallavier bei Lyon bei dem Versuch überwältigt worden, eine Explosion herbeizuführen. Zuvor soll er seinen Chef getötet und enthauptet haben.  mehr ...

29.06.2015 Davutoglu warnt vor Verletzung türkisch-syrischer Grenze

Vorzeichen einer bevorstehenden Operation?

Hauptbild
Foto: flickr | CCL 3.0
Istanbul (dpa). Nach dem tödlichen Angriff der Terrormiliz IS auf die nordsyrische Stadt Kobane hat der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu vor einer Verletzung der Grenze zu Syrien gewarnt. Man habe „alle nötigen Vorbereitungen“ getroffen, um die Grenzregion zu schützen und die damit verbundenen Risiken zu mindern, sagte Davutoglu nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntagabend bei einer Ausstellungseröffnung in Istanbul. Details nannte er nicht.  mehr ...

29.06.2015 Fasten ist ein Prozess, und der Weg ist das Ziel. Nur Hajjir hat sich mit der Gelehrten Mariem Dhouib unterhalten

Ein weiblicher Blick auf den Ramadan

(iz). Seit einigen Jahren fällt der Ramadan auf die Sommermonate – mit langen und manchmal heißen Tagen. Als ich alt genug war und zu fasten begann, ging die Sonne gegen 16.00 Uhr unter. Man könnte sagen, das war Fasten de luxe. Trotzdem habe ich damals meine Mutter alle zehn Minuten aufgesucht, um meinen Hunger zu beklagen. Irgendwann hatte sie genug: Ich faste ja freiwillig. Also, wenn ich jammern wolle, solle ich lieber mein Fasten brechen. Und wenn ich es für sie täte, anstatt für Allah, könne ich immer noch heimlich etwas essen.  mehr ...

28.06.2015 Mögliche Interventionspläne: Das Militär rät zu politischen und diplomatischen Bemühungen vor Einmarsch in Syrien

Stehen die Zeichen auf Sturm?

Hauptbild
Foto: flickr | CCL 3.0
(TZ/IZ). Wie die englischsprachige Tageszeitung „Today’s Zaman“ am 28. Juni unter Berufung auf türkische Medien, Insider und Regierungsvertreter in einem Hintergrundartikel schrieb, konkretisierten sich Ankaras Interventionspläne südlich der Grenze. Dabei gehe es der Regierung, so der englischsprachige „Zaman“-Ableger, sowohl um die Schwächung von IS-Einheiten, um die Sicherung grenznaher Gebiete und darum, dass sich nicht zu viel Macht in den Händen PKK-naher Verbände bündle.  mehr ...

28.06.2015 Durch das Fasten im Monat Ramadan erhalten Muslime eine Chance zum Nachdenken. Von Sulaiman Wilms

Der Verzicht nimmt nicht

(iz). Zu den Dingen, die uns zeitgenössische Muslime von früheren unterscheidet, gehört wohl die Aufgabe, wie Archäologen die Substanz unserer spirituellen Lebensweise von Schutt befreien zu müssen. Ansonsten führen die Mutationen des heutigen Diskurses zum Absinken von notwendigem Wissen über unsere Religion.

Die vielleicht beste Gelegenheit dafür ist der Ramadan. Jenseits der vermeintlichen „Hungerübung“ und vieler, individueller spiritueller Aspekte bietet diese Zeit den perfekten Rahmen für Reflexion.  mehr ...

28.06.2015 Wie Flüchtlinge Ramadan feiern. Von Gioia Forster

Fasten in der Fremde

Hauptbild
Foto: flickr | CCL 3.0
Zwei Drittel der Flüchtlinge, die 2014 nach Deutschland kamen, sind Muslime. Während des Fastenmonats ist für viele die Sehnsucht nach der Heimat besonders stark. Mit viel Aufwand ermöglichen Einrichtungen Muslimen, Ramadan zu feiern.

Meßstetten (dpa). Die Flüchtlinge trudeln in die Moschee ein. Einige haben eine Flasche Wasser oder eine Tasse mitgebracht, noch dürfen sie aber nicht trinken. Kurz vor Sonnenuntergang herrscht komplette Stille. Dann ertönt der Gebetsruf, und eine Tasse Wasser wird herumgereicht: der erste Schluck nach einem langen Tag des Fastens.  mehr ...

26.06.2015 Tote bei Anschlägen in Kuwait und Tunesien

Terror im Fastenmonat

Doha/Tunis (KNA). Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Moschee in Kuwait City sind mindestens acht Menschen getötet worden. Weitere Menschen wurden bei dem Attentat verwundet, das sich während des Freitagsgebets in der Imam Sadiq-Moschee im Osten der kuwaitischen Hauptstadt ereignete, wie der Sender Al Jazeera berichtete.

Hinter dem Anschlag sollen laut BBC Sympathisanten des «Islamischen Staats» stecken. Die Terrorgruppe wird für ähnliche Anschläge in jüngster Zeit in Saudi-Arabien und im Jemen verantwortlich gemacht.  mehr ...

26.06.2015 Bundeskanzlerin will Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt geben

Merkel nimmt erstmals an Fastenbrechen teil

Hauptbild
Foto: Sicherheitskonferenz München 2015 | CCL 3.0 | Wikimedia Commons
Berlin (KNA) Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will erstmals an einem muslimischen Fastenbrechen teilnehmen. Wie Vize-Regierungssprecherin Christiane Wirtz am Freitag mitteilte, soll dies am Dienstagabend in der Berliner Villa Borsig stattfinden, dem Gästehaus des Auswärtigen Amtes. Die Kanzlerin wolle damit ein Zeichen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt geben.  mehr ...

26.06.2015 Im Ramadan tranformiert das Iftar Gast und Gastgeber. Von Hatice Aygül

Essen als soziale Funktion

(iz). Eigentlich kommt jetzt die Zeit der Übung, für eine begrenzte Dauer pro Tag mit nichts von dieser Welt auszukommen. Obwohl vielerorts in der muslimischen Welt die Nacht zum Tage gemacht wird, und Haushalte – ironischerweise – mehr Geld für Lebensmittel als sonst ausgeben, bleibt ein Ratschlag von Imam Al-Ghazali gültig. Wir sollten im Ramadan so wenig wie möglich zu uns nehmen und einen möglichst geringen Aufwand mit dem Essen betreiben.

Die Einladung: Eine Ausnahme dazu – auch in spiritueller Hinsicht – stellt das gemeinschaftliche Fastenbrechen und die Einladung anderer dar.  mehr ...

26.06.2015 Eine Einführung in die grundlegenden ­Vorbedingungen und Elemente des Fastens im Monat Ramadan

Bis der weiße ­Faden sich vom schwarzen ­unterscheidet

Hauptbild
Foto: flickr | CCL 3.0
(iz). „Oh, die ihr Iman [Vertrauen in Allah] habt! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren, damit ihr Taqwa [Furcht und Respekt vor Allah in jedem Augenblick, die das gesamte Verhalten beeinflussen] habt. Es sind nur abgezählte Tage.“ (Al-Baqara, 183)

Der Monat Ramadan steht nun kurz bevor. In wenigen Tagen werden Muslime in aller Welt in den Nachthimmel blicken und nach dem Neumond Ausschau halten, der seinen Beginn ankündigt.  mehr ...

25.06.2015 Zentralrat sagt für Flüchtlinge traditionelles Fastenbrechen ab

Hilfe für die Gemeinden

Berlin (KNA). Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) verzichtet in diesem Jahr zugunsten einer bundesweiten Flüchtlingsaktion auf das traditionelle Fastenbrechen mit Politik und Gesellschaft. Stattdessen sollen muslimische Gemeinden unterstützt werden, damit sie Flüchtlinge zum Fastenbrechen einladen können, wie der ZMD am Donnerstag in Berlin bekanntgab.  mehr ...

25.06.2015 Selbsternannte Islamexperten haben nicht selten fragwürdige Hintergründe und Methoden. Von Tarek Bärliner

Wenn Assoziationen aus dem öffentlichen Diskurs ausschließen

Hauptbild
(iz). Betrachtet man das Feld der so genannten "Islamexperten", muss man sich klar machen, dass nicht wenige von ihnen gesponserte Meinungsmacher aus fragwürdigen Milieus sind. Seien es Evangelikale, orientalisch-stämmige Sektierer oder zwielichtige Journalisten, die im Verdacht stehen stellvertretend für den Verfassungsschutz unter dem Deckmantel der Pressefreiheit Menschen, Ideen und Orte anhaltend zu diskreditieren und aus dem öffentlichen Diskurs fernzuhalten.  mehr ...

24.06.2015 „Agitieren mit Tatsachen“? Lancierte Angriffe gegen die Islamische Zeitung sind meist subtil konstruiert, meint Khalil Breuer

Deutschlandfunk greift Pressefreiheit an

(iz). Der liberale Deutschlandfunk greift die Pressefreiheit an? Aber nein, natürlich nicht. Thomas Klatt, der vielbeschäftigte Autor eines verschwörungstheoretischen Features über die kleine „Islamische Zeitung“ würde dergleichen gewiss nie tun.

Sein Beitrag funktioniert subtiler: Er folgt der Logik, die wir in der Redaktion gerne als Assoziationstechnik bezeichnen. Bei der Anwendung dieser Technik geht es darum, die Zeitungsmacher, Autoren und Leser mit möglichst vielen bösen Dingen zu assoziieren. Das ist zwar im Ergebnis auch ein Angriff auf die Pressefreiheit, aber eben subtiler.  mehr ...
Dafür zahl' ich
gefällt Ihnen die Arbeit der IZ? Dann freuen wir uns über Ihre finanzielle Unterstützung:
oder

per Überweisung
Werbung
Werbung
Werbung
Spezial "Wie...?"
Wie gründe ich einen Verein? Wie kommt man an Halal-Fleisch? Wie kommt man am Arbeitsplatz zurecht? 19 Fragen auf 82 Seiten beantwortet.
IZ Abo
Druckfrische IZ einmal im Monat im Briefkasten!
jetzt abonieren
Aktuelle Ausgabe
Dein unabhängiges Medium. Noch kein Abonnent? Gar kein Problem, wir schicken sie nach! Abonniere sie noch jetzt und unterstütze dein unabhängiges Medium http://islamische-zeitung.de/?cat=abo
In der zweiten IZ-Ausgabe im Ramadan 2015 beschäftigen wir uns natürlich intensiv mit dem Fastenmonat und greifen verschiedene, seiner Aspekte auf. Hierzu gehört nötige Elemente für seinen Abschluss, eine weibliche Sicht auf den Ramadan sowie neue Traditionen für die bevorstehenden Festtage. Darüber drängt sich das Thema Ägypten und der Sisi-Besuch in den Vordergrund. Ein langer Hintergrundartikel widmet sich den Herausforderungen und Unwägbarkeiten des Drohnenkrieges. Auch der 20. Jahrestag des Massakers von Srebrenicas wird auf eineinhalb Seiten behandelt.
Außerdem: die Türkei nach den Parlamentswahlen, Chinas Hass gegen die Muslime und ihre Religion, die ständigen Enthüllungen zur Beteiligung von V-Leuten im NSU-Komplex, Möglichkeiten zur innermuslimischen Kooperation, muslimische Blogger, Foto-Essay über die Berliner Sehitlik-Moschee sowie islamische Aspekt der Karriereentwicklung.
Downloads für Online-Abonnenten
Hier finden Sie zusätzliche Informationen und Dokumente, die nur den Online-Abonnenten zur Verfügung stehen.
IZ erklärt Deutschland: Die Salaf
Egal, ob angezählte Ex-Boser oder ehema­lige Bonner Musterschüler, die in den Bergen Afghanistans ums Leben kommen, Der „Salafismus“ ist trotz der zahlenmäßig geringen Menge der Anhänger zum Synonym einer amorphen Bedrohung geworden. Diese neuzeitliche Ideologie, die lange unter Muslimen und unse­ren Gelehrten als „Wahhabismus“ [nach ihrem Begründer Ibn ‘Abdulwahhab] bezeichnet wurde, hat sich lange dieses Tarnbegriffs bedient, um der Klassifi­zierung als Sekte zu entgehen. Phänome­nologisch ähnelt sie den Khawaridsch. Zum Leidwesen der muslimischen Welt ist der „Salafismus“ in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Nicht nur, weil er ungenau ist, sondern mehr noch, weil die Generationen (die Salaf As-Salihin), auf die sich die ­Wahhabiten gerne beziehen, um sich deren Legitima­tion anzueignen, von allen praktizierenden Muslimen der Ahl As-Sunna wa’l-Dschama’a geachtet und geliebt werden. Wie bei anderen Begriffen muss man auch hier erst einmal der zeitgenössische Schutt der Missverständnisse weggeräumt werden, um verstehen zu können. Qadi ‘Ijad aus Ceuta, früherer andalusischer Gelehrter und Autor des monumen­talen „Kitab Asch-Schifa“ beschrieb den Charakter dieser Generation unter ande­rem wie folgt: „(…) Es wurde überliefert, dass es eine Gruppe der Salaf, oder besser alle von ihnen, verabscheute, über etwas zu diskutieren, welches nicht zu Handlungen führte. (…)“ Der Imam schließt an anderer Stelle mit dem Gebet: „Möge Allah unseren gottesfürchtigen Salaf barmherzig sein, die ihren Din beschützt haben!“
Zitat der Woche
„Wie viele das sind, bleibt vorerst zwar offen. Doch zeigt die Provokation schon jetzt Wir- kung. Zu Wort melden sich Muslime, die sich durch die Gründungserklärung als „das Gegenteil von humanistisch“ abgestempelt sehen. So würden „bereits vorhandene Res- sentiments“ bedient, meint der Publizist Eren Güvercin. „Der eigentliche Skandal“ sei aber, dass die neue muslimische Initiative von der Konrad-Adenauer-Stiftung unter- stützt wird. Da habe sich ein politischer Akteur seinen Ansprechpartner für die so genannte schweigende Mehrheit selbst gebacken. Tatsächlich behauptet die CDU- nahe Stiftung, das Muslimische Forum habe sich auf ihre Initiative hin gegründet. In einem Anfall von Übereifer hat sie zudem die Gründungserklärung veröffentlicht. Kurz darauf hat Franz-Josef Jung, Beauftragter für Kirche und Religionsgemeinschaften bei der CDU-Bundestagsfraktion, eins drauf gesetzt und das neue Forum als „Gewinn“ bezeichnet.“

Usinger Anzeiger, 11.6.2015
IZ Online Abo
weitere Hintergrundbeiträge, Analysen und Interviews voller Zugang zum Archiv >> bestellen
Bild der Woche
Jubiläumsjahr für die IZ BERLIN. Ab Juli tritt die Islamische Zeitung in das 20. Jahr ihres Bestehen. Anbei das Cover der entsprechenden Ausgabe.
Buchtipp
Eine Rezension über das neue Buch Fereshta Ludins zu schreiben, gleicht dem Auftrag einer Hommage. „Enthüllung der Fereshta Ludin“, heißt die Biografie über „Die mit dem Kopftuch“. Im Frühjahr 2015, kurz vor der Erscheinung des Buches, ging eine bahnbrechende Meldung durch die Medien. Das Verfassungsgericht Karlsruhe ur­teilte, dass ein Kopftuchverbot für ­Lehrerinnen nicht mit den freiheitlichen Grundwerten der Bundesrepublik Deutschland vereinbar wäre. Viele Muslime, vor allem Lehramt-Studenten, feierten die Entscheidung als längst überflüssige Einsicht. Warm und vertraut wirken ihre Worte über ihre Familie. Als Leser bekommt man das Gefühl, diese Menschen seit Langem zu kennen. Die wiedergegebenen Lehren ihrer Mutter spiegelt die Autorin lebendig wieder. Standhaft zu sein und trotz äußerer Stürme innere Ruhe zu bewahren, lernte sie von ihr. Aufrichtig und selbstbewusst zu sein bekam sie von ihrem Vater mit auf den Weg. Als waschechte Migrantin erzählt sie original von den schwierigen Erfahrungen als Schülerin. In dieser Zeit begann bereits ihre vorverurteilte Identität als „Türkin“. Mit dem tief gehegten Wunsch, Lehrerin zu werden, begann ihr wahrer Kampf. Mit der Lektüre ihres Buches begleiten wir die junge Fereshta durch ihr Studium, das Referendariat und ihre erste Anstellung. Ihre Erfahrungen sind persönlich, aber doch wirken sie wie ein Abriss aus dem Leben eines jeden Migranten und Kind derer, die es waren. Die Geschichte liest sich flüssig. Für einen Lesebegeisterten ist das Buch in wenigen Stunden durchgelesen. Mitgenommen durch Höhen und Tiefen offenbaren sich eigene innerste Sorgen, aber auch Hoffnungen. Teilweise fürchtet man um ein Happy-End. Doch Fereshta Ludin hat ihren Weg gefunden und ihre unermüdlichen Mühen bewiesen sich zum Ende doch als Pionierarbeit für ein Menschenrecht. Für viele Musliminnen ist sie heute eine Heldin. Durch alle Generationen ist ihr Name bekannt, und eher noch ihre Geschichte. Ihre Biografie kann in vielleicht nicht allzu ferner Zeit als Teil einer jungen, revolutionären Kulturgeschichte verstanden werden. Lange bevor die Frage nach Identität zu einem breiteren Thema wurde, verstand sich Fereshta Ludin als Deutsche. Unaufgeregt und authentisch legt sie diese Feststellung über sich dar. Die „Enthüllung der Fereshta Ludin“ legt den Finger auf gegenwärtige Wunden und enthüllt Intoleranz, Kleingeistigkeit und Muslimenfeindlichkeit in der Politik und im Bildungssystem.

Fereshta Ludin, „Enthüllung der Fereshta Ludin: Die mit dem Kopftuch“, Deutscher Levante Verlag, April 2015, broschiert, 376 Seiten, ISBN 978-3943737219, Preis: EUR 15,90 (Kindle Edition 11,99)
Linkliste
Eurasia News
Das Nachrichtenportal Eurasia News ist medial auf der Seidenstraße unterwegs und will ­Klischees aufbrechen. Eurasia News will die alten Blöcke überwinden und den Fokus auf künftige neue, aufstrebende Regionen setzen, die ihren Platz in der Welt suchen und sich als Wirtschaftsstandorte und politische Akteure in Szene setzen wollen und werden.

Serdar Günes' Verzeichnis
Nützliches Verzeichnis von Grundlagentexten zu Themen der islamischen Debatte. Nach Themen sortiert

The Majalla
Internationales, englisch sprachiges Magazin über die Arabische Welt

Emran Feroz
Blog über Politik, Naher & Mittlerer Osten, Migration, Europa & die islamische Welt

Union Europäischer Muslime
Webseite der European Muslim Union (EMU)

www.abubakrrieger.de
Private Webseite des Herausgebers der IZ

Disclaimer: Die vorliegenden Links dienen nur zur Informationsbeschaffung. Dies gilt für alle hier abrufbaren Seiten. Wir übernehmen keinerlei Verantwortung für die Inhalte der angegebenen Seiten.

© Islamische Zeitung    Impressum    Haftungsausschluss    AGB