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Vor und nach der Nation
(iz). Gibt es eine künftige Ordnung, ein Nomos, jenseits der Existenz von Nationalstaaten? Für uns Muslime stellt sich diese Frage angesichts des andauernden Zusammenbruches zahlreicher Nationalstaaten dringender denn je. mehr ...
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31.07.2015 Hintergrund: Psychologin plädiert für besseres Miteinander in Deutschland. Ein Bericht von Leticia Witte

„Irgendwann einfach dazugehören“

Sie kümmert sich um traumatisierte Flüchtlinge, die von schrecklichen Erinnerungen heimgesucht werden. Eine Psychologin aus dem Rhein-Main-Gebiet wünscht sich, dass diese Menschen schneller Hilfe erhalten – auch, damit Integration besser funktioniert.

Rüsselsheim (KNA). Die junge Frau aus dem Irak erinnert sich immer wieder an die Bombenanschläge und ihre niedergemetzelten Nachbarn. Sie selber wird bedroht und entschließt sich schließlich zur Flucht. Irgendwann landet sie in Deutschland – und steht vor der Tür von Malika Laabdallaoui. Die 50-Jährige ist Diplompsychologin.  mehr ...
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31.07.2015 Radikale Siedler: Kind bei Terroranschlag getötet

Suche nach Tätern

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Foto: Wikimedia Commons | CCL 3.0
Vermutlich jüdische Extremisten haben im Westjordanland zwei Häuser von Palästinensern angezündet. Eine Familie konnte sich nicht schnell genug retten: Der 18 Monate alte Sohn starb, die anderen Mitglieder wurden schwer verletzt. Israels Armee "jage" die Täter.

Nablus (dpa). Vermutlich radikale Siedler haben im Westjordanland einen Brandanschlag verübt, bei dem ein Kleinkind einer palästinensischen Familie ums Leben gekommen ist. Nach Angaben der israelischen Armee kamen mindestens zwei Vermummte am frühen Morgen in das Dorf Duma zwischen Nablus und Ramallah.  mehr ...
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29.07.2015 Falsches Spiel mit „guten“ und „bösen Terroristen“. Ein Kommentar von Yasin Baş

Türken und Kurden sind Geschwister

(iz). Im Osten und Südosten der Türkei eskaliert dieser Tage der Kampf zwischen dem türkischen Militär und der Terrorgruppe PKK. Unsere Medien betonen dabei stets, dass die PKK von den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft wird. In Deutschland ist die Gruppierung seit 1993 verboten und wird nach wie vor vom Inlandsgeheimdienst beobachtet. Wenn der tägliche Medienkonsument jedoch die Zeitungen aufschlägt, Radio hört oder die Nachrichtensendungen im TV verfolgt, kann er einen ganz anderen Eindruck von der PKK bekommen.  mehr ...
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29.07.2015 Khalil Breuer erinnert an ein lebenswichtiges Element für die menschliche Existenz

Freundschaft

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Foto: aidosnet | pixabay.com
(iz). Die Philosophen verstehen unter Freundschaft, den jeweiligen Anderen an seine höchsten Möglichkeiten zu erinnern. Echte Freundschaft ermöglicht und fördert gegenseitiges Wachstum und Fortentwicklung. Sie beruht nicht auf Stillstand und Zufriedenheit mit der Stagnation. Der gute Freund will nicht nur sich selbst in einem Spiegel sehen. Deswegen kann es auch vorkommen, dass auf jeder Stufe, die wir erklimmen, auch neue Freunde erscheinen. „Freundschaft, nicht Geburt macht uns zu Brüdern“, heißt es bei Schiller.  mehr ...

28.07.2015 Hintergrund: Die Türkei und die Sorgen über einen Kampf an vielen Fronten. Von Mirjam Schmitt und Kristina Dunz

„Generell sind viele besorgt“

Lange hatte die Türkei Angriffe gegen die IS-Terrormiliz vermieden. Nun bombardiert sie aber nicht nur deren Stellungen, sondern auch Lager der PKK. Nato-Partner wie Deutschland begrüßen den Kampf gegen den IS, fürchten aber um den Friedensprozess mit den Kurden.

Istanbul/Berlin/Brüssel (dpa). Die Türkei kämpft an mehreren Fronten. Nach den Luftschlägen auf die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) greift die Armee auch Stellungen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK im Nordirak an.  mehr ...

28.07.2015 Nigeria: Buhari muss Boko Haram bekämpfen. Von Jürgen Bätz

Über 800 Tote seit Amtsübernahme

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Foto: flickr | CCL 3.0
Abuja (dpa). Der blutige Terrorfeldzug von Boko Haram geht in Nigeria auch unter dem neuen Präsidenten Muhammadu Buhari ungehindert weiter. Knapp zwei Monate nach seiner Amtsübernahme sind rund 850 weitere Opfer zu beklagen. Das weckt Zweifel an der Strategie des früheren Militärdiktators für Afrikas bevölkerungsreichsten Staat, zugleich die größte Volkswirtschaft des Kontinents.

Der 72 Jahre alte Muslim hat große Ziele: Er will Korruption und Terrorismus in Afrikas Staat der Superlative schnell ein Ende bereiten. Doch bisher hat Buhari noch nicht einmal Minister ernannt.  mehr ...

25.07.2015 Nach Ausschreitungen im „Freistaat“: Erste Flüchtlinge beziehen Dresdner Zeltstadt

Demonstranten gegen Rassisten

Dresden (dpa). Die ersten Flüchtlinge haben eine eilig errichtete Zeltstadt in Dresden bezogen. Etwa 200 Menschen empfingen die Flüchtlinge bei ihrer Ankunft am Freitag mit Applaus. Zuvor war es bei einer NPD-Demonstration gegen Asylbewerber zu gewalttätigen Ausschreitungen mit Verletzten gekommen.

Rechtsextreme griffen Gegendemonstranten an. Knallkörper explodierten, es flogen Wurfgeschosse. Drei Menschen wurden verletzt. Etwa 200 Asylgegnern standen 350 Gegendemonstranten gegenüber. Polizisten gingen dazwischen.

Die Ankunft der Flüchtlinge verlief zunächst ohne Störungen.  mehr ...

24.07.2015 Das Kartenhaus aus Lügen der Ayaan Hirsi Ali. Von Emran Feroz

Mehr von Luther als einem lieb ist

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flickr.com
(Emran Feroz). Ayaan Hirsi Ali hat vor Kurzem auch in Deutschland ihr neues Buch “Reformiert euch!” vorgestellt. Dabei wurde sie von deutschen Medien hofiert, gar als “weiblicher Luther” gefeiert. Mit diesem hat sie wahrscheinlich mehr gemeinsam, als vielen lieb ist.

Seit dem Aufstieg des IS sowie den Anschlägen auf “Charlie Hebdo” boomt es vor allem auf dem Buchmarkt.  mehr ...

24.07.2015 Türkische Kehrtwende: Ankara erklärt IS den Krieg

Regierung Davutoglu beschließt neues Vorgehen

Ankara (dpa). Die Türkei hat am 24. Juli 2015 erstmals Stellungen der IS-Terrormiliz in Syrien mit Kampfflugzeugen angegriffen und damit eine Kehrtwende in ihrer jahrelang abwartenden Politik vollzogen. Zudem gab Ankara dem Drängen Washingtons nach und gestattet jetzt die Nutzung des türkischen Luftwaffenstützpunktes Incirlik für US-Kampfeinsätze gegen den IS.

Damit können die USA die Hochburgen des so genannten Islamischen Staates im Norden Syriens wesentlich schneller und effektiver angreifen, als bisher von Jordanien, vom Irak oder von den Golfstaaten aus.  mehr ...

24.07.2015 Halal-Schlachterei erhält Drohungen von Pegida

Bachmann hetzt gegen legitimes Unternehmen

Hannover (KNA). Eine Landmetzgerei im niedersächsischen Elsfleth erhält einem Zeitungsbericht zufolge wegen ihrer Schlachtungen nach den Regeln des Koran Drohungen der islamfeindlichen Pegida-Bewegung. Das im Oldenburger Land ansässige Unternehmen werde derzeit im Internet beschimpft und der Tierquälerei bezichtigt, berichtet die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (Freitag). Die verbalen Attacken reichten bis zu Bedrohungen.

Ursache sei ein „Aufruf“ des Pegida-Gründers Lutz Bachmann bei Facebook, berichtet die Zeitung.  mehr ...

23.07.2015 Europarat und Norwegen wollen Gedenktag gegen Hassverbrechen

Kein Platz „in unserer Gesellschaft“

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Straßburg/Oslo (KNA). Vier Jahre nach den Terroranschlägen in Oslo haben der Europarat und Norwegen zu einem Europäischen Gedenktag für die Opfer von Hassverbrechen aufgerufen. „Die Realität mit der wir heute konfrontiert sind, ist noch viel besorgniserregender, als wir vor vier Jahren gedacht haben“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme der Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung des Europarats (PACE), Anne Brasseur, und dem Parlamentspräsidenten von Norwegen, Olemic Thommessen, am Mittwoch in Straßburg.

Brasseur und Thommessen schlugen vor, den 22.  mehr ...

21.07.2015 Wird Türkei zur Kampfzone? Mindestens 32 Tote bei mutmaßlichem IS-Anschlag im türkischen Suruc

Druck auf Regierung steigt

Nach dem verheerenden Attentat im türkischen Suruc wächst der Druck auf die AKP-Regierung. Demonstranten machen sie für den Anschlag an der Grenze zu Syrien mitverantwortlich.

Istanbul (dpa). Nach dem schwersten Terroranschlag seit mehr als zwei Jahren in der Türkei ist die Zahl der Todesopfer auf 32 gestiegen. Wie die Nachrichtenagentur DHA am Dienstag berichtete, starb nach dem Anschlag in Suruc nahe der Grenze zu Syrien in der Nacht ein weiteres Opfer. Rund 100 Menschen wurden verletzt. Inzwischen steigt der Druck auf die türkische Regierung.  mehr ...

19.07.2015 Der erhobene Zeigefinger als IS-Symbol? Warum das falsch ist. Kommentar von Tarek Bärliner

ARD leistet sich groben Schnitzer

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Screenshots: tagesschau.de
Der „IS-Finger“ ist wieder da. Egal ob Mittelfinger, Peace-Zeichen oder nun der Zeigefinger - Fotos zwingen viele Menschen scheinbar zu Posen. Junge Muslime entdeckten im Laufe der letzten 2-3 Jahre den gehobenen Zeigefinger für sich.

Es soll die Schahada, das muslimische Glaubensbekenntnis symbolisieren. Im Gebet hebt man den Finger leicht an, wenn man Allahs Einheit und Prophetie Muhammeds bezeugt. Man möchte meinen, der Finger gehöre somit auch ins Gebet, und nicht auf Fotos.  mehr ...

18.07.2015 Deutlich mehr islamfeindliche Vorfälle in Frankreich

"Explosion"

Paris (dpa) Übergriffe und Drohungen gegen Muslime in Frankreich haben sich nach dem Anschlag auf das Satiremagazin «Charlie Hebdo» im ersten Halbjahr fast vervierfacht. Die Beobachtungsstelle gegen Islamophobie verzeichnete für die ersten sechs Monate 274 gemeldete Vorfälle, im vergangenen Jahr waren es im gleichen Zeitraum nur 72.  mehr ...

18.07.2015 Skandalöse Vorurteile: Europas Osten tut sich schwer mit Flüchtlingen

"Bitte nur Christen"

Warschau/Vilnius/Bratislava (dpa) - Die Bilder aus den Krisengebieten des Nahen Ostens, das Drama der Bootsflüchtlinge im Mittelmeer, das Drängen der südeuropäischen Staaten um Entlastung bei der Aufnahme von Flüchtlingen verfehlen im Osten der EU weitgehend die Wirkung. Einig wie selten wehrten sich die Regierungen in Warschau und Prag, Riga und Vilnius, Bratislava und Tallinn gegen Flüchtlingsquoten. Die Zahl der Menschen, die im Osten der EU Aufnahme finden, dürfte deutlich niedriger ausfallen als von der EU-Kommission zunächst vorgeschlagen.  mehr ...
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In der 242. Ausgabe der Islamischen Zeitung kündigen wir die kommende „Islamische Erklärung zum Klimaschutz an“. Der Jurist Engin Karahan geht auf die rechtlichen und strukturellen Herausforderungen muslimischer Gemeinschaften ein und Eren Güvercin berichtet aus dem alltäglichen Umgang deutscher Muslime mit dem Qur’an. Wir erinnern daran, dass die heute verfolgten Uiguren gute Kontakte zu den Osmanen erhielten und lassen Nasreen Ahmadi zu Wort kommen, die über Afghanistan als Reiseland schreibt.
Außerdem: das Problem Hypermoral, die Zukunft der Muslime Russlands, Gedanken zur Welt des Klanges, Hamza Yusuf über die Sprache der Araber, das Muslimische SeelsorgeTelefon und Interview mit einer geflohenen Syrerin, die Dubai lebt.
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IZ erklärt Deutschland: Die Salaf
Egal, ob angezählte Ex-Boxer oder ehema­lige Bonner Musterschüler, die in den Bergen Afghanistans ums Leben kommen, Der „Salafismus“ ist trotz der zahlenmäßig geringen Menge der Anhänger zum Synonym einer amorphen Bedrohung geworden. Diese neuzeitliche Ideologie, die lange unter Muslimen und unse­ren Gelehrten als „Wahhabismus“ [nach ihrem Begründer Ibn ‘Abdulwahhab] bezeichnet wurde, hat sich lange dieses Tarnbegriffs bedient, um der Klassifi­zierung als Sekte zu entgehen. Phänome­nologisch ähnelt sie den Khawaridsch. Zum Leidwesen der muslimischen Welt ist der „Salafismus“ in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Nicht nur, weil er ungenau ist, sondern mehr noch, weil die Generationen (die Salaf As-Salihin), auf die sich die ­Wahhabiten gerne beziehen, um sich deren Legitima­tion anzueignen, von allen praktizierenden Muslimen der Ahl As-Sunna wa’l-Dschama’a geachtet und geliebt werden. Wie bei anderen Begriffen muss man auch hier erst einmal der zeitgenössische Schutt der Missverständnisse weggeräumt werden, um verstehen zu können. Qadi ‘Ijad aus Ceuta, früherer andalusischer Gelehrter und Autor des monumen­talen „Kitab Asch-Schifa“ beschrieb den Charakter dieser Generation unter ande­rem wie folgt: „(…) Es wurde überliefert, dass es eine Gruppe der Salaf, oder besser alle von ihnen, verabscheute, über etwas zu diskutieren, welches nicht zu Handlungen führte. (…)“ Der Imam schließt an anderer Stelle mit dem Gebet: „Möge Allah unseren gottesfürchtigen Salaf barmherzig sein, die ihren Din beschützt haben!“
Zitat der Woche
«Nur selten wird das Hochamt des Verfassungsschutzes auch vom deutschen Journalismus in Sachen Islam einmal in Frage gestellt. Mangels Lobby war dies bisher kaum der Fall, trotz der herben Grundrechtseingriffe, die von VS-Berichten nach wie vor ausgehen. Andrea Dernbachs Kommentar im Tagesspiegel ist ein so mutiger wie seltener Versuch, das Desinteresse an diesem wichtigen Thema zu durchbrechen. Der Begriff des ‘Islamismus’ ist als unbestimmter, politisch beliebig deutbarer Begriff nach wie vor auch geeignet, ‘Andersdenkende’ in Deutschland ‘legalistisch’ zu verfolgen. (…) Ein weiterer Trend macht aber ebenso Sorgen. Es gibt inzwischen den begründbaren Verdacht, dass ein eingebetteter Journalismus und eine gesponserte Geisteswissenschaft Aufgaben des VS übernimmt: der sogenannte private Verfassungsschutz. Vorteil: Behörden müssen nicht mehr mühsam begründen, warum sie eigentlich Menschen ins Visier nehmen. Sie privatisieren einfach(!)die Markierung von angeblichen ‘Staatsfeinden’. Hierzu dienen auch einige ‘Markierer’(Denunzianten) in sozialen Medien. (…) Die Wirkung und das Ziel – die Verbannung aus dem öffentlichen Diskurs durch die Verbreitung negativer Algorithmen – ist dabei die Gleiche. Es ist also für uns Muslime wichtig, diese Phänomene im Blick zu halten.»

Andreas Rieger, Facebook, 30.06.2015
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Bild der Woche
Jubiläumsjahr für die IZ BERLIN. Ab Juli tritt die Islamische Zeitung in das 20. Jahr ihres Bestehen. Anbei das Cover der entsprechenden Ausgabe.
Buchtipp
Eine Rezension über das neue Buch Fereshta Ludins zu schreiben, gleicht dem Auftrag einer Hommage. „Enthüllung der Fereshta Ludin“, heißt die Biografie über „Die mit dem Kopftuch“. Im Frühjahr 2015, kurz vor der Erscheinung des Buches, ging eine bahnbrechende Meldung durch die Medien. Das Verfassungsgericht Karlsruhe ur­teilte, dass ein Kopftuchverbot für ­Lehrerinnen nicht mit den freiheitlichen Grundwerten der Bundesrepublik Deutschland vereinbar wäre. Viele Muslime, vor allem Lehramt-Studenten, feierten die Entscheidung als längst überflüssige Einsicht. Warm und vertraut wirken ihre Worte über ihre Familie. Als Leser bekommt man das Gefühl, diese Menschen seit Langem zu kennen. Die wiedergegebenen Lehren ihrer Mutter spiegelt die Autorin lebendig wieder. Standhaft zu sein und trotz äußerer Stürme innere Ruhe zu bewahren, lernte sie von ihr. Aufrichtig und selbstbewusst zu sein bekam sie von ihrem Vater mit auf den Weg. Als waschechte Migrantin erzählt sie original von den schwierigen Erfahrungen als Schülerin. In dieser Zeit begann bereits ihre vorverurteilte Identität als „Türkin“. Mit dem tief gehegten Wunsch, Lehrerin zu werden, begann ihr wahrer Kampf. Mit der Lektüre ihres Buches begleiten wir die junge Fereshta durch ihr Studium, das Referendariat und ihre erste Anstellung. Ihre Erfahrungen sind persönlich, aber doch wirken sie wie ein Abriss aus dem Leben eines jeden Migranten und Kind derer, die es waren. Die Geschichte liest sich flüssig. Für einen Lesebegeisterten ist das Buch in wenigen Stunden durchgelesen. Mitgenommen durch Höhen und Tiefen offenbaren sich eigene innerste Sorgen, aber auch Hoffnungen. Teilweise fürchtet man um ein Happy-End. Doch Fereshta Ludin hat ihren Weg gefunden und ihre unermüdlichen Mühen bewiesen sich zum Ende doch als Pionierarbeit für ein Menschenrecht. Für viele Musliminnen ist sie heute eine Heldin. Durch alle Generationen ist ihr Name bekannt, und eher noch ihre Geschichte. Ihre Biografie kann in vielleicht nicht allzu ferner Zeit als Teil einer jungen, revolutionären Kulturgeschichte verstanden werden. Lange bevor die Frage nach Identität zu einem breiteren Thema wurde, verstand sich Fereshta Ludin als Deutsche. Unaufgeregt und authentisch legt sie diese Feststellung über sich dar. Die „Enthüllung der Fereshta Ludin“ legt den Finger auf gegenwärtige Wunden und enthüllt Intoleranz, Kleingeistigkeit und Muslimenfeindlichkeit in der Politik und im Bildungssystem.

Fereshta Ludin, „Enthüllung der Fereshta Ludin: Die mit dem Kopftuch“, Deutscher Levante Verlag, April 2015, broschiert, 376 Seiten, ISBN 978-3943737219, Preis: EUR 15,90 (Kindle Edition 11,99)
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Das Nachrichtenportal Eurasia News ist medial auf der Seidenstraße unterwegs und will ­Klischees aufbrechen. Eurasia News will die alten Blöcke überwinden und den Fokus auf künftige neue, aufstrebende Regionen setzen, die ihren Platz in der Welt suchen und sich als Wirtschaftsstandorte und politische Akteure in Szene setzen wollen und werden.

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