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Ein Spiegel unserer Selbst?
(iz). In den letzten Jahren weitete sich die Debatte um dieses – im Grunde archaische – Phänomen enorm aus. Regelmäßig geben sich Fachpublikationen, Symposien und Debatten hier die Klinke in die Hand; langsam entwickelt sich sogar ein akademischer Berufszweig, der dem Ganzen gewidmet ist. mehr ...
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24.10.2014 Moscheebrände offenbar ohne religiöse oder politische Motive

Bielefelder Polizei gibt Aufklärung bekannt

Bielefeld (KNA). Die Brände, die im August in zwei Bielefelder Moscheen gelegt wurden, gehen offenbar auf einen Einbrecher zurück, der es auf Geld und Wertgegenstände abgesehen hatte. Laut Polizeiangaben sei ein politischer oder religiöser Hintergrund auszuschließen, berichtet die Online-Ausgabe des in Bielefeld erscheinenden „Westfalen-Blatt“ (Freitag).

Tatverdächtig ist demnach ein 32-jähriger, einschlägig vorbestrafter Mann, der derzeit wegen Einbruchs in Untersuchungshaft sitzt. Er habe die Einbrüche in die muslimischen Gotteshäuser eingeräumt.  mehr ...
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23.10.2014 Blackwater-Söldner wegen Mordes und Totschlags im Irak verurteilt

Die Kosten der privatisierten (Un)Sicherheit

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Foto: US-Gov|Public Domain
Mehr als sieben Jahre nach dem Tod 17 irakischer Zivilisten hat ein US-Gericht vier Ex-Söldner der privaten Sicherheitsfirma Blackwater schuldig gesprochen. Der Fall hatte weltweit für Empörung gesorgt.

Washington (dpa). Wegen Mordes und Totschlag hat ein Gericht in Washington vier frühere Söldner der Sicherheitsfirma Blackwater für schuldig erklärt. Die Wachmänner hatten im September 2007 am belebten Nissur-Platz in Bagdad das Feuer auf eine Menschenmenge eröffnet. Dabei waren insgesamt 17 Iraker getötet und weitere 18 verletzt worden.  mehr ...
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22.10.2014 „Die Debatte“ – Was könnten also die Motive hinter dieser spektakulären Maßnahme der kosovarischen Staatsanwaltschaft sein? Ein Leserkommentar von Burim El

Eigennütziger Antiterrorkampf in Prishtina

(iz). Die Regierung um den Ministerpräsidenten Hashim Thaqi ist seit jeher bemüht, auf der internationalen Bühne dem Kosovo ein liberales und demokratisch orientiertes Image zu verschaffen. In diesem Sinne soll auch die politische Agenda des jungen und unabhängigen Staates an jene der EU und der USA angepasst werden. Wenn also die USA und die EU zur internationalen Terrorbekämpfung aufrufen, dann ist die Regierung Thaqi faktisch zum Handeln verdammt.  mehr ...
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22.10.2014 Pop-Legende Yusuf im Interview: „Ich träume noch immer.“ Ein Interview von Christopher Weckwerth

„Der Schlüssel ist die Bildung“

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Foto: VelvetGoldmine82|CCL 3.0
Als Cat Stevens erlangte Yusuf Weltruhm, dann wurde er Muslim und trat jahrelang nicht öffentlich auf. Im Interview spricht der Sänger über sein neues Album, die Hoffnung auf Frieden und den Islam.

Berlin (dpa). Frieden und Freiheit – das waren die Schlüsselworte von Cat Stevens, und es sind die von Yusuf. Im dpa-Interview spricht der 66 Jahre alte Sänger über sein neues Blues-Album „Tell 'Em I'm Gone“, das am Freitag erscheint, und seine Religion: „Auch viele Muslime müssen noch viel lernen.  mehr ...

21.10.2014 Gefechte um die belagerte Stadt Kobane gehen weiter. Islamischer Staat soll neue Einheiten zuführen

Korridor wurde bisher noch nicht genutzt

Im Kampf um Kobane geben sich die IS-Terrorkrieger auch nach den Waffenlieferungen an die kurdischen Verteidiger nicht geschlagen. Sie verstärken ihre Reihen – und greifen erneut an.

Beirut/Istanbul (dpa). Nach den US-Waffenlieferungen für die Kurden in Kobane haben sich die Angreifer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) mit Kämpfern aus anderen Regionen verstärkt. In der seit Wochen belagerten nordsyrischen Grenzstadt lieferten sie sich am Dienstag neue Gefechte mit den kurdischen Verteidigern.  mehr ...

20.10.2014 Nach Waffenruhe: Neue Gewalt zwischen Huthis und Stämmen im Südjemen

Einstellung der Kämpfe gescheitert

Sanaa (dpa). Mit dem Ausbruch neuer Gefechte zwischen Stammeskämpfern und schiitischen Huthi-Rebellen ist ein vor zwei Tagen im Südjemen vereinbarter Waffenstillstand hinfällig. Nach Angaben der jemenitischen Nachrichtenseite Al-Masdar Online gab es in der Nacht zu Montag Zusammenstöße in der Stadt Radaa in der südjemenitischen Provinz Al-Baida sowie in einem Gebirgstal nördlich von Radaa. Die Huthis hätten «schwere Verluste» erlitten, zitierte Al-Masdar Online einen Augenzeugen.  mehr ...

20.10.2014 Die Türkei schafft Korridore für militärischen Nachschub kurdischer Einheiten

„Wir unterstützen Peshmerga-Truppen dabei nach Kobane zu gelangen“

(iz/anadolu). Der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu bestätigt, dass die Türkei ab sofort Korridore für paramilitärische Verbände kurdischer Milizen aus dem Irak schaffen werde, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtet. So solle eine militärische Versorgung der eingekesselten Stadt Kobane (Ain al-Arab) im Norden Syriens gesichert werden. Massoud Barzani, Präsident der Autonomen Region Kurdistans, hatte zuvor um Erlaubnis zur Passierung der Türkei durch Peshmerga-Einheiten gebeten.  mehr ...

19.10.2014 Hooligans machen Front gegen Salafisten. Die Sicherheitsbehörden reagieren besorgt

Wenn sich die Extreme anstacheln

Hamburg (dpa). Die Sicherheitsbehörden beobachten mit Sorge die Mobilisierung von gewaltbereiten Fußballfans gegen „radikalislamische Salafisten“. Im Blick haben sie unter anderem die Aktivitäten der Gruppe „Hooligans gegen Salafisten“, bei der neben Fußballhooligans auch Rechtsextreme mitmischen, wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ am Wochenende berichtete.

Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums bestätigte auf Anfrage, angesichts der hohen Gewaltbereitschaft beider Spektren hätten die Sicherheitsbehörden in Bund und Ländern die Entwicklung verstärkt im Auge.  mehr ...

19.10.2014 Die Muslima Aida Hadzialic ist jüngste und erste muslimische Bildungsministerin im neuen schwedischen Kabinett

Karriere wie aus dem Bilderbuch

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(iz) Mit fünf Jahren kam Aida Hadzialic als Tochter von Flüchtlingen vor dem Bosnienkrieg nach Schweden. Es folgte eine Karriere wie aus dem Bilderbuch. In der Oberstufe stets Klassenbeste, machte sie ihren Jura-Abschluss an der University of Lund. Mit 23 Jahren wurde sie stellvertretende Bürgermeisterin von Halmstadt. 2013 wurde sie zur 10. einflussreichsten Persönlichkeit Schwedens gewählt.

Nun ist die, 1987 in Foča (Bosnien) geborene, Aida Hadzialic mit gerade einmal 27 Jahren das jüngste Regierungsmitglied in der parlamentarischen Geschichte Schwedens.  mehr ...

17.10.2014 Eine Khutba von Hafiz Malik del Pozo über die Khawaridsch, die historischen Vorläufer der IS-Bewegung

Die Abweichungen vom Din

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(iz). Es liegt in der Natur des Menschen, dass er sich entweder auf einem richtigen oder einem falschen Weg befindet. Für den Muslim ist es notwendig, dass er herausfindet, was die Wahrheit und das Richtige ist. Und wenn er sie findet, muss er ihnen entsprechen. So, wie der Gesandte Allahs zu Harisa sagte: „Oh Harisa, da du nun Bescheid weißt, erfülle.“

Wir können nicht die Wahrheit und das Richtige erkennen, wenn wir sie nicht in den Gründen suchen – das heißt, ihren Quellen suchen. Und wie finden wir das Richtige? Man könnte die Sache als zwei Schneiden eines Schwertes beschreiben.  mehr ...

17.10.2014 Muhammad Alis Tochter: «Er hasste Hass.» Ein Interview von Friederike Frantz

«Viele Jahre zu kämpfen»

Als Kind wollte sie nicht, dass ihr Vater in den Boxring steigt. Die Tochter von Box-Legende Muhammad Ali spricht jetzt über ihren prominenten Vater und dessen Erkrankung.

New York (dpa). Muhammad Ali war einer der erfolgreichsten Boxer des 20. Jahrhunderts, mit seinem politischen und religiösen Engagement war er nicht immer unumstritten. Regisseurin Clare Lewins hat nun ein Porträt gedreht, das nicht nur den Sportler, sondern auch den Familienmenschen Ali zeigen soll. Wegen seiner Parkinson-Erkrankung kann der 72-Jährige inzwischen kaum mehr sprechen.  mehr ...

17.10.2014 Die Muslimische Jugend in Deutschland e.V (MJD) feiert mit Kooperationspartnern und Freunden 20-jähriges Bestehen des Jugendverbands

„Mit den verschiedensten Hintergründen“

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Foto: MJD e.V. 2014
Berlin (MJD e.V.). Die Muslimische Jugend in Deutschland (MJD) lud am vergangenen Donnerstag, 9.10.2014, anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens ihre langjährigen Kooperationspartner und Freunde nach Berlin ein um gemeinsam dieses besondere Erlebnis zu feiern.

Bei der Begrüßung der Gäste auf dem MJD-Jubiläumsempfang vom Vorstandsvorsitzenden Amin Naggar betonte er besonders die wichtige Aufgabe des Vereins, eine verbandsunabhängige und – übergreifende muslimische Jugendarbeit mit der Verortung in Deutschland zu leisten.  mehr ...

15.10.2014 Wie der NSU-Skandal immer wieder Vertrauen zerstört. Yasin Bas erinnert an den Stand einer schier unendlichen Ermittlung

Verschleiert, Vergessen, Versagt

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Foto: Jan Hrdonka|Wikimedia
Die Pannen und Schlampereien bei der Aufarbeitung der Mordserie, welche dem Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zugerechnet werden, sorgen in Deutschland weiterhin für Furore. Obwohl der Nachrichtenwert im Gegensatz zu Beginn der Aufdeckung des peinlichen Skandals immer mehr abnimmt, kommen weiterhin hochgradig dubiose Einzelheiten ans Tageslicht. Es bleibt nach wie vor offen, in wessen Auftrag die Lynchmorde ausgeführt wurden. Das mutmaßliche NSU-Mitglied Beate Zschäpe hüllt sich immer noch in Schweigen.  mehr ...

14.10.2014 Gewalttätige Demonstrationen sorgen für Sicherheits-Debatte

Die Politik ist besorgt

Hamburg (KNA/dpa). Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) will weitere Ausschreitungen zwischen Salafisten und Kurden in Deutschland verhindern. «Niemand darf die Situation in Syrien und im Irak für seine Zwecke instrumentalisieren», sagte de Maiziere dem «Spiegel» (Montag). Ähnlich äußerte sich der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). «Wir werden einen Stellvertreterkrieg nicht dulden», sagte Kretschmann der «Welt».  mehr ...

14.10.2014 Debatte zum islamischen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen: Replik auf den Ourghi-Artikel in der FAZ vom 09. Oktober 2014 von Dr. des. Jörg Imran Schröter (M.A.)

Hahnenkämpfe und andere Peinlichkeiten

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(iz) Am vergangenen Donnerstag erschien in der FAZ auf der Seite „Bildungswelten“ ein Artikel des aus Algerien stammenden promovierten Islamwissenschaftlers Abdel-Hakim Ourghi. Bereits der Titel „Der Islamunterricht ist eine sunnitische Veranstaltung“ zeigt beispielhaft das Grundkonzept des Artikels: durch begriffliche Unschärfen werden hier Tautologien zu scheinbar klugen Bemerkungen. Der Begriff „Islamunterricht“ ist nämlich völlig allgemein und kann auch Unterricht in der Moschee oder zuhause bezeichnen.  mehr ...

13.10.2014 Nacht der Gewalt auf Hamburgs Steindamm und die Folgen. Norbert Müller berichtet aus der Hansestadt

Kein Konflikt zwischen Kurden und Muslimen

(iz). Als „Konflikt zwischen Kurden und Muslimen“ waren die gewaltsamen Ausschreitungen in der Nacht vom 7. zum 8. Oktober auf dem Steindamm in Hamburg-St. Georg in den Medien bezeichnet worden. Dieser Darstellung traten am folgenden Tag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz Vertreter der SCHURA Hamburg, der Al-Nour-Moschee wie auch des Kurdischen Kulturzentrums entschieden entgegen. Die überwiegende Mehrheit der Kurden sind Muslime.

Zu den Mitgliedern von SCHURA gehören drei kurdische Moscheegemeinden. In St.  mehr ...

12.10.2014 Brandanschlag auf Moschee in Bad Salzuflen

Motivlage bleibt unklar

(iz). Die Übergriffe auf Moscheen haben in den letzten Jahren signifikant zugelegt. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor. Lagen die Übergriffe zwischen den Jahren 2001 und 2011 noch im Schnitt bei jährlich 22, stiegen die im Jahr 2012 auf durchschnittlich 35 bzw. im Jahr 2013 auf 36. Ferner kann man der Antwort entnehmen, dass von Anfang 2012 bis März 2014 78 Anschläge verübt wurden.

Nun kam es erneut zu einem Brandanschlag auf eine muslimische Gebetsstätte, diesmal traf es die Vahdet-Moschee in Bad Salfuflen (NRW).  mehr ...

12.10.2014 Präsidentenwahl im Libanon scheitert

Großmufti drängt

Beirut (KNA). Im Libanon ist zum 13. Mal in fünf Monaten die Wahl eines neuen Staatspräsidenten gescheitert. Unmittelbar im Anschluss rief Großmufti Abdel Latif Derian alle politischen Parteien zu einer raschen Einigung auf. Ein neues Staatsoberhaupt sei der erste Schritt, um Sicherheit und Stabilität im Libanon zu wahren, sagte der oberste Geistliche der libanesischen Sunniten laut der Zeitung «Daily Star» (Onlineausgabe) bei einer Begegnung mit Ministerpräsident Tamman Salam in Beirut. Den Posten des Staatspräsidenten bekleidet traditionell ein Christ.  mehr ...

11.10.2014 Kurdische Demonstranten fordern Hilfskorridor für Nordsyrien

Protest in Düsseldorf

Die schrecklichen Berichte aus der Stadt Kobane sind selbst im fernen Deutschland für viele Kurden kaum zu ertragen. In Düsseldorf sehen Zehntausende Demonstranten auch die Bundesregierung in der Pflicht.

Düsseldorf/Kobane (dpa). Angesichts der dramatischen Lage in der nordsyrischen Stadt Kobane haben tausende Kurden bei einer Kundgebung in Düsseldorf mehr Druck auf die Türkei gefordert.  mehr ...

10.10.2014 Ein Zwischenruf von Mohammed Belal el-Mogaddedi

Ich weigere mich

(iz). Kaum ein Tag vergeht, an dem Muslime nicht aufgefordert werden sich von X, Y oder Z zu distanzieren. Mal sind es die so genannten „Salafisten“, von denen Muslime Abstand nehmen sollen. Ein anderes Mal sind es irgendwelche obskure kriminelle Vereinigungen, getreu nach dem Motto, wo Islam draufsteht, muss Islam ja auch drin sein. Aktuell wird von einigen namhaften Kirchenvertretern und Politikern mit einem gewissen Hang zur Selbstgerechtigkeit die ISIS durch das muslimische Dorf getrieben.  mehr ...
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Unsere neue Ausgabe orientiert sich inhaltlich am jüngst zu Ende gegangenen IZ-Symposium in Weimar, das einer Standortbestimmung europäischer und deutscher Muslime gewidmet. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Themen Islamkritik, die längerfristigen Auswirkungen der mörderischen Bewegung „Islamischer Staat sowie die bundesweite Anti-Extremismus-Aktion deutscher Moscheen. Außerdem: Annäherungen an die Literatur, Überlegungen zu lebendigen Moscheegemeinden, Mediennutzung bei Muslimen in Deutschland, Interview mit dem Frankfurter EIHW e.V. sowie Einführung in die Unani-Medizin.
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IZ erklärt Deutschland: Die Salaf
Egal, ob angezählte Ex-Boser oder ehema­lige Bonner Musterschüler, die in den Bergen Afghanistans ums Leben kommen, Der „Salafismus“ ist trotz der zahlenmäßig geringen Menge der Anhänger zum Synonym einer amorphen Bedrohung geworden. Diese neuzeitliche Ideologie, die lange unter Muslimen und unse­ren Gelehrten als „Wahhabismus“ [nach ihrem Begründer Ibn ‘Abdulwahhab] bezeichnet wurde, hat sich lange dieses Tarnbegriffs bedient, um der Klassifi­zierung als Sekte zu entgehen. Phänome­nologisch ähnelt sie den Khawaridsch. Zum Leidwesen der muslimischen Welt ist der „Salafismus“ in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Nicht nur, weil er ungenau ist, sondern mehr noch, weil die Generationen (die Salaf As-Salihin), auf die sich die ­Wahhabiten gerne beziehen, um sich deren Legitima­tion anzueignen, von allen praktizierenden Muslimen der Ahl As-Sunna wa’l-Dschama’a geachtet und geliebt werden. Wie bei anderen Begriffen muss man auch hier erst einmal der zeitgenössische Schutt der Missverständnisse weggeräumt werden, um verstehen zu können. Qadi ‘Ijad aus Ceuta, früherer andalusischer Gelehrter und Autor des monumen­talen „Kitab Asch-Schifa“ beschrieb den Charakter dieser Generation unter ande­rem wie folgt: „(…) Es wurde überliefert, dass es eine Gruppe der Salaf, oder besser alle von ihnen, verabscheute, über etwas zu diskutieren, welches nicht zu Handlungen führte. (…)“ Der Imam schließt an anderer Stelle mit dem Gebet: „Möge Allah unseren gottesfürchtigen Salaf barmherzig sein, die ihren Din beschützt haben!“
Zitat der Woche
„Vielleicht irre ich mich. Ich hoffe es sehr. Doch das, was ich wahrnehme, bestärkt mich eher in meiner Meinung. Oft heißt es von muslimischer Seite, die Medien seien schuld an der einseitigen Berichterstattung über uns. Gleichzeitig sind wir aber in der Lage, jene Medien bewusst zu ignorieren, denen differenzierte Berichterstattung gelingt. Als beispielsweise die "Frankfurter Rundschau" vor zwei Jahren strauchelte, gab es keine Mobilisierung innerhalb der vier Millionen Muslime. Selbst die "Islamische Zeitung" kämpft um ihre Existenz. Offenbar endet die muslimische Umma am Kioskstand. Immerzu wird geklagt, dass Geld in den Gemeinden fehlt.

Viele muslimische Ehrenamtliche leisten unentbehrliche Arbeit. Ihre Anerkennung kann nicht hoch genug gewürdigt werden. Andererseits stelle ich mit Erstaunen fest, dass salafistische Gruppen keine Probleme haben, Spenden zu akquirieren. Damit sind sie in der Lage, ihre Prediger mitsamt technischem Equipment zu bezahlen. Obendrein eine hohe Auflage an Koranen zu drucken, um sie dann mit Autos, kostspieligen Werbeaufstellern und Spritgeld in Einkaufspassagen kostenlos zu verteilen. Irgendwas machen die Verbände eindeutig falsch. Dass die staatliche Seite von den losen Verbänden einfordert, sich langsam verbindlich und verbandsübergreifend zu organisieren, ist deshalb nur eine notwendige Forderung.“


Sineb El Masrar, Die Welt, 23.09.2013
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Bild der Woche
Solidarität vor Ort BIELEFELD. Der turnusgemäße Sprecher des KRM und Vorsitzende des Islamrates für die Bundesrepublik, nimmt Moscheen in Bielefeld (Bild) und Berlin in Augenschein. Diese wurden durch mutmaßliche Brandanschläge angegriffen. (Foto: Twitter@KizilkayaAli
Buchtipp
Als der große Gelehrte Abu Hamid Muhammad al-Ghazali um das 12. Jahrhundert sein Meisterwerk „Ihya Ulum ad-Din“ (Wiederbelebungen der islamischen Wissenschaften) schrieb, das später zur Pflichtlektüre für Muslime in etlichen Universitäten und Madrassen wurde, tat er es aus der Notwendigkeit seiner Zeit und seines Ortes heraus. Nicht dass die aufgegriffenen Themen, welche man auf so ziemlich alles begrenzen kann, stets aktuell sind, er sah sich dennoch neuen Herausforderungen gegenüber, wie dem Reiz der Araber und Perser an einer, seines Erachtens nach, fragwürdigen Philosophie aus westlicheren Hemisphären.
Der literarische Koloss besteht aus 40 Büchern zu Teilgebieten der verschiedenen islamischen Wissenschaften. Kürzlich gab der Spohr-Verlag den letzten Band als Übersetzung von Radhia Shukrullah heraus. „Erinnerung an den Tod und das Leben danach“ gibt her, was es verspricht. Es ist kein Buch, das man verschlingt, eher eine Herausforderung, die man häppchenweise aufnimmt. Unterteilt ist der Band in zwei Teile. Der erste Teil, wiederum untergliedert in acht Kapitel, ist eine Mischung aus mentaler Vorbereitung auf das Thema und gnadenloser Überwältigung durch klare Worte.
Die Beschreibungen des Todes und seiner Bedeutung für das eigene Wesen und der Menschheit im Allgemeinen sind präzise und lassen gleichzeitig eigene Gedankengänge zu. Seine psychologisch scheinbar geschickt gewählte Herangehensweise erlaubt es, sich wieder zu finden in einem Gebilde aus aufgelesenem Verständnis und Versuchen der Erkenntnis. Der persische Gelehrte, auch Hudschatul Islam (Beweis des Islam) genannt, spart nicht an Primärquellen und wählt eigene Worte oft nur ergänzend zum Kontext.
Die Sprache liest sich flüssig, das Buch ist in ein angenehmes, aber ausreichend umfangreiches Deutsch übersetzt worden. Der Inhalt macht dem Titel alle Ehre, als ständige Erinnerung im Haushalt kann dieses Buch nicht schaden. Vorausgesetzt man traut sich, dem Tod so tief in die Augen zu schauen. Danach wird jeder ohne zu zögern seinen Liebsten Blumen kaufen gehen.

Imam Abu Hamid Muhammad al-Ghazali, Erinnerung an den Tod und das Leben danach (Kitâb dhikr al-mawt wa-mâ ba’dahu Das 40. Buch der Ihyâ’ ‘ulûm ad-dîn), übersetzt von Radhia Shukrullah, eingeleitet von Salim Spohr, Spohr Publishers Limited, Auflage 2014 , broschiert, 352 Seiten, ISBN 978-9963400508, Preis: EUR 19,50
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Serdar Günes' Verzeichnis
Nützliches Verzeichnis von Grundlagentexten zu Themen der islamischen Debatte. Nach Themen sortiert

Geopoliticus
Geopolitische Analysen von Dawud Stewart Hurrell, einem der weltweit führenden muslimischen Experten

The Majalla
Internationales, englisch sprachiges Magazin über die Arabische Welt

Emran Feroz
Blog über Politik, Naher & Mittlerer Osten, Migration, Europa & die islamische Welt

Russia Today
Englischsprachige Webseite des russischen Senders mit einer frischen Berichterstattung

Union Europäischer Muslime
Webseite der

www.abubakrrieger.de
Private Webseite des Herausgebers der IZ

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