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Gut leben ist mehr als nur Mode
(iz). Zu jeder Zeit und an jedem Ort ist die Frage nach Identität eine wichtige. Gefühlte neun von zehn meiner Artikel drehen sich um die leidige Suche nach sich selbst. Ein The­ma, zu dem ich die wichtigsten Stichworte bereits genannt habe: Zeit und Ort. mehr ...
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15.09.2014 Tarek Bärliner erinnert an den persischen Mathematiker, Gelehrten und Dichter Omar al-Khayyam

Ein weltbewegendes Genie

(iz). Mathematik war nie meine Stärke und so kam ich nur mit einer Menge Glück durch die Prüfungen. Mein fehlendes Verständnis für Stochastik, Vektoren und co. begründete meine Deutschlehrerin mal leicht rassistisch, aber doch wohlwollend, damit, dass ich als „Araber“ doch eher sprachlich begabt sei, als wissenschaftlich.

Mein Mathematiklehrer widersprach dem umgehend und drückte mir eine Auseinandersetzung mit all den großartigen Mathematikern und Physikern aus der islamischen Welt auf. Einer von ihnen war Omar al-Khayyam.

Khorasan im 11. Jahrhundert.  mehr ...
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15.09.2014 Koranexpertin Angelika Neuwirth zur islamischen Theologie. Interview von Claudia Zeisel

„Der ‘andere’ Orient ist eine Konstruktion“

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Foto: Universität Paderborn
Berlin (KNA). Nach Einschätzung der Berliner Arabistin Angelika Neuwirth ist die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) mit ihrer Gewalt gegen Andersgläubige einmalig in der Geschichte der islamischen Welt. Mit ihrem Projekt „Corpus Coranicum“ forscht sie an den historischen Wurzeln des Koran.

Sie sprach mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) über die unterschiedlichen wissenschaftlichen Ansätze, den Koran zu deuten und  über die Aufgabe westlicher Wissenschaft und islamischer Theologie, darüber in den Dialog zu treten.  mehr ...

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15.09.2014 Neuer Kopftuchstreit in Irland

Identitäten respektieren

Dublin (KNA) In Irland ist ein erneuter Streit über Kopftücher an Schulen entbrannt. Laut einem Bericht der Sonntagszeitung «Sunday Independent» hat der Dubliner Islamwissenschaftler Ali Selim katholische Schulen aufgefordert, muslimischen Schülerinnen das Tragen des so genannten Hidschab zu erlauben und deren «religiöse Identität» zu respektieren.

Es handle sich bei dem Kleidungsstück um eine «göttliche Verpflichtung». Zudem sollten religiöse Abzeichen von den Schuluniformen entfernt werden, forderte der Hochschullehrer, dessen fünf Kinder katholische Schulen besuchen.  mehr ...
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12.09.2014 Syriens Rebellen in der Klemme. Gemäßigten Kräften droht das Aus. Ein Bericht von Jan Kuhlmann

Dilemma der bewaffneten Opposition.

In Nordsyrien werden die Regimegegner gleichzeitig von der Regierung und der IS-Terrormiliz attackiert. Sie könnten bald Aleppo und das Umland verlieren. Der Westen müsse schnell handeln, fordern Experten.

Damaskus (dpa). Marea ist keine Stadt, die es in der syrischen Geschichte bislang zu Berühmtheit gebracht hätte. Ein unscheinbarer Ort im Norden Syriens, in dem die Menschen von Landwirtschaft und Handel leben. Mehr als 40.000 Einwohner zählte Marea einst - doch das ist lange vorbei. Der Bürgerkrieg hat große Schäden in dem Ort hinterlassen.  mehr ...
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12.09.2014 Bundesregierung verbietet in Deutschland alle Aktivitäten des „Islamischen Staates“ (IS)

Verbot ersetzt keine Auseinandersetzung

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Foto: Martin Rulsch,
Wikimedia Commons|CCL 3.0
Ganz offen und straflos konnten Anhänger des „Islamischen Staats“ (IS) bisher in Deutschland dessen Symbole zeigen und Kämpfer werben. Das ist nun vorbei.

Berlin (dpa. Die Bundesregierung hat Anhängern des „Islamischen Staates“ (IS) jede Propaganda und das Anwerben von Kämpfern in Deutschland verboten. „Die Terrororganisation Islamischer Staat ist eine Bedrohung - auch für die öffentliche Sicherheit in Deutschland“, begründete Innenminister Thomas de Maizière (CDU) am Freitag die Entscheidung in Berlin. Verstöße können mit bis zu zwei Jahren Haft geahndet werden.  mehr ...

12.09.2014 Muslime während des 2. Weltkriegs: Während der Nazizeit halfen auch Muslime vielen Verfolgten. Von Fauzia Lewandowski

Gerechte unter den Völkern

(IZ/Missing Pages). Vor einiger Zeit äußerte sich der bekannte US-amerikanische Rabbiner Shmuley Boteach gegenüber Al Jazeera über das heutige Missverständnis, wonach Muslime und Juden Gegner seien. „Die jüdische Gemeinschaft steht in der Schuld der muslimischen Gemeinschaft. Als die Juden aus Spanien und aus Portugal vertrieben wurden, waren es die Muslime, die uns aufnahmen. (...) Es gab ­keinen Holocaust in den muslimischen Ländern“, beschrieb Rabbi Boteach eine viel älte­re Tradition als die, die heute im Nahen Osten die Norm zu sein scheint.  mehr ...

12.09.2014 Die Welt verändert sich - Wie Staaten kommen und gehen. Ein historischer Abriss von Christoph Sator

Die Highlander sind nicht die einzigen

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Wenn es bei der Volksabstimmung nächste Woche eine Mehrheit gibt, wird Schottland neuester Staat der Welt. Aktuell haben die Vereinten Nationen 193 Mitglieder. Das wird nicht so bleiben. Die Geschichte zeigt: Auch Staaten kommen und gehen.

Berlin (dpa). Am 15. März 1939 hielt sich der britische Reiseschriftsteller Michael Winch tief im Osten Europas auf. In Uschhorod, einem Städtchen in den Karpaten, mit schönster k.u.k.-Architektur und einer ewig langen Linden-Allee. Winch war an jenem Tag viel unterwegs.  mehr ...

11.09.2014 Regionalwahlen auf der Krim: Krimtataren und religiöse Gemeinschaften unter Druck

Memorandum dokumentiert Schikanen

Göttingen (GfbV). Kurz vor den Regionalwahlen auf der Halbinsel Krim am 14. September beklagt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in einem neuen 25-seitigen Memorandum über die Menschenrechtssituation auf der von Russland annektierten Halbinsel Schikanen gegen die Krimtataren und eine zunehmende Beschneidung der Religionsfreiheit.  mehr ...

10.09.2014 Schweiz: Widerspruch gegen bischöflichen Appell

Muslime wehren sich

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Foto: FIDS
BERN (KNA). Die islamischen Verbände hätten sich wiederholt gegen Gewalt und Terror ausgesprochen, reagierte der Präsident der Föderation Islamischer Dachorganisationen (FIDS), Hisham Maizar irritiert auf einen Appell der Bischöfe. Er habe er sich oft klar und unmissverständlich von den Gräueltaten distanziert, die im Namen des Islam begangen werden. Die FIDS organisiere keine Demonstrationen, auch nicht gegen den Gaza-Krieg. Maizar: «Die katholische Kirche geht auch nicht auf die Straße.  mehr ...

09.09.2014 Zwei Wochen nach der Feuerpause ist in Gaza keine Entspannung spürbar. Ein Bericht von Gregor Mayer

„Kein Sieger“

Der Krieg im Gazastreifen ist vorerst zu Ende. Doch ein dauerhafter Waffenstillstand zeichnet sich noch nicht ab. Die Menschen befürchten, dass der Nicht-Frieden zum Dauerzustand wird – und damit Wirtschaftsblockade und Elend unbegrenzt verlängert werden.

Gaza/Tel Aviv (dpa). Nach dem 50-tägigen Krieg ist in Gaza scheinbar wieder Normalität eingekehrt. Die Märkte bieten erneut lokale Waren feil. Aus jenen Werkstätten, die nicht zerstört sind, dringt Arbeitslärm. Die ersten Kommissionen schwärmen aus, um die massiven Schäden der israelischen Bombardements zu erfassen.  mehr ...

08.09.2014 Die IZ-Blogger: Fünf brennende Moscheen oder fünf Möchtegern-Sheriffs? Von Tarek Bärliner

Die üblichen Verdächtigen

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(iz). Es ist ein neuer Sheriff in der Stadt und mischt die Gesellschaft ordentlich auf. Gefundenes Fressen. Mit Mühe vermied man eine breite Thematisierung der jüngsten Anschläge auf Moscheen und freut sich nun umso mehr, wenn man über den Islamischen Staat und die so genannte Scharia-Polizei berichten kann. Ein interessanter Kommentar eines Lesers dazu: „Das haben die Geheimdienste aber wieder schlau eingefädelt.“ Und man bekommt tatsächlich das Gefühl, dass da genau zum richtigen Zeitpunkt die nötige Ablenkung herbeigeführt wurde.

Die üblichen Verdächtigen.  mehr ...

08.09.2014 Interview mit dem Frankfurter Professor Bekim Agai über den gerade abgeschlossenen Kongress „Horizonte der Islamischen Theologie“

„Auch eigene Antworten“

(iz). Das Studienfach Islamische Theologie, das derzeit an fünf universitären Standorten in Deutschland aufgebaut und gleichzeitig gelehrt wird, gehört zu den Topthemen sowohl der innermuslimischen Debatte wie auch der Kooperation zwischen muslimischen Verbänden, Institutionen und Vertretern des Staates. Auf gerade zu Ende gegangenen Kongress „Horizonte der Islamischen Theologie“ trafen sich muslimische Akademiker mit ausländischen Kollegen zu einer mehrtägigen Fachtagung.

Über sie, aber auch über den allgemeinen Stand des Projektes, sprachen wir mit Prof. Bekim Agai.  mehr ...

07.09.2014 Muslime in Deutschland wollen Zeichen setzen gegen Gewalt

Aktion nach dem Freitagsgebet

Köln (KNA) Bundesweit wollen Muslime am 19. September ein Zeichen gegen «gegen Hass und Unrecht» setzen. Die Aktion ist im Anschluss an das Freitagsgebet in den über 2.000 Moscheen geplant, die einem der vier im Koordinationsrat der Muslime (KRM) vertretenen Verbände angehören, wie KRM-Sprecher Ali Kizilkaya am Sonntag in Köln ankündigte. In Berlin, Hamburg, Mölln, Bielefeld, Oldenburg, Frankfurt und Stuttgart sollen darüber hinaus Mahnwachen und Friedenskundgebungen stattfinden.  mehr ...

06.09.2014 Zentralrat der Muslime: „Scharia-Polizei“ schadet Islam

Halbstarke haben negative Wirkung

Berlin (KNA). Der Zentralrat der Muslime hat die «Scharia-Polizei» von Salafisten in Wuppertal scharf verurteilt. «Diese paar Halbstarken sprechen nicht in unserem Namen», sagte der Zentralrats-Vorsitzende Aiman A. Mazyek dem Berliner «Tagesspiegel am Sonntag».

«Diese Leute betreiben eine Zweckentfremdung unserer Religion», erklärte Mazyek. «Sie schaden mit dieser schrillen und völlig unsinnigen Aktion den Muslimen ungemein.» Der Zentralrats-Vorsitzende forderte zugleich, der Aktion nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken.  mehr ...

05.09.2014 Pressemitteilung: Europas Muslime verurteilen unisono den so genannten Islamischen Staat in Syrien und im Irak

„Eine der drängendsten Herausforderungen“

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Straßburg (EMU). Zweifelsohne besteht eine der drängendsten Herausforderungen der muslimischen Welt heute in den Verbrechen und der Ideologie der Gruppe, die sich Islamischer Staat (IS) nennt. Während die lokale Bevölkerung – die den Taten des selbst erklärten „Khalifats“ ausgesetzt ist – natürlich am meisten leidet, sind Europas Muslime sehr besorgt, aber auch von seinen Taten und Worten beeinträchtigt.

Erstens haben sich junge Männer in mehreren europäischen Ländern motivieren lassen, sich der Terrorgruppe in Syrien und im Irak anzuschließen.  mehr ...

05.09.2014 Moschee in Oldenburg Ziel von Molotowcocktails: Yasin Baş beleuchtet einen beunruhigenden Trend

Anschläge auf Moscheen gehen weiter

(iz). Die Übergriffe auf Moscheen haben in den letzten Jahren signifikant zugelegt. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor. Lagen die Übergriffe zwischen den Jahren 2001 und 2011 noch im Schnitt bei jährlich 22, stiegen die im Jahr 2012 auf durchschnittlich 35 bzw. im Jahr 2013 auf 36. Ferner kann man der Antwort entnehmen, dass von Anfang 2012 bis März 2014 78 Anschläge verübt wurden, davon allein 13 in dem Bundesland Niedersachsen.  mehr ...

04.09.2014 Türkisches Religionsamt gewinnt mehr Einfluss

Gibt es Effekte in Deutschland?

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Foto: haberturk.com
Istanbul (KNA). Das türkische Religionsamt ist künftig dem neuen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu unterstellt. Dies spiegele die wachsende Verantwortung der Behörde, sagte deren Leiter Mehmet Görmez laut türkischen Medienberichten vom Mittwoch. Bisher war das Religionsamt, das die 80.000 Moscheen in der Türkei verwaltet und für eine staatstreue Auslegung des Islam zuständig ist, einem der mehreren Stellvertreter des Regierungschefs zugeordnet.  mehr ...

04.09.2014 Wahlkommission befürchtet politische Katastrophe in Afghanistan

Blockade nütze allein radikalen Kräften

Kabul (KNA.) Angesichts der seit Monaten andauernden politischen Blockade nach der Präsidentenwahl in Afghanistan zeichnet sich aus Sicht der Unabhängigen Wahlkommission des Landes (IEC) eine erneute politische Katastrophe am Hindukusch ab. Der Sprecher der Kommission, Ahmadullah Archiwal, sagte in Kabul, die gegenseitige Blockade der beiden Spitzenkandidaten nütze allein den radikalen Kräften innerhalb und außerhalb des Landes.

Die Sicherheitslage und die Wirtschaft seien bereits jetzt schwer betroffen.  mehr ...
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IZ erklärt Deutschland: Die Salaf
Egal, ob angezählte Ex-Boser oder ehema­lige Bonner Musterschüler, die in den Bergen Afghanistans ums Leben kommen, Der „Salafismus“ ist trotz der zahlenmäßig geringen Menge der Anhänger zum Synonym einer amorphen Bedrohung geworden. Diese neuzeitliche Ideologie, die lange unter Muslimen und unse­ren Gelehrten als „Wahhabismus“ [nach ihrem Begründer Ibn ‘Abdulwahhab] bezeichnet wurde, hat sich lange dieses Tarnbegriffs bedient, um der Klassifi­zierung als Sekte zu entgehen. Phänome­nologisch ähnelt sie den Khawaridsch. Zum Leidwesen der muslimischen Welt ist der „Salafismus“ in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Nicht nur, weil er ungenau ist, sondern mehr noch, weil die Generationen (die Salaf As-Salihin), auf die sich die ­Wahhabiten gerne beziehen, um sich deren Legitima­tion anzueignen, von allen praktizierenden Muslimen der Ahl As-Sunna wa’l-Dschama’a geachtet und geliebt werden. Wie bei anderen Begriffen muss man auch hier erst einmal der zeitgenössische Schutt der Missverständnisse weggeräumt werden, um verstehen zu können. Qadi ‘Ijad aus Ceuta, früherer andalusischer Gelehrter und Autor des monumen­talen „Kitab Asch-Schifa“ beschrieb den Charakter dieser Generation unter ande­rem wie folgt: „(…) Es wurde überliefert, dass es eine Gruppe der Salaf, oder besser alle von ihnen, verabscheute, über etwas zu diskutieren, welches nicht zu Handlungen führte. (…)“ Der Imam schließt an anderer Stelle mit dem Gebet: „Möge Allah unseren gottesfürchtigen Salaf barmherzig sein, die ihren Din beschützt haben!“
Zitat der Woche
«Zum dritten Mal in fünf Jahren hat die viertgrößte Militärmacht der Welt eine volle Attacke auf eines ihrer sozial am meisten benachteiligten Gebiete gestartet. Seit Israels Bombardement des Gazastreifens begann, vor etwas mehr als einer Woche, wurden über 200 Palästinenser getötet. Fast 80 Prozent der Opfer sind Zivilisten, mehr als 20 Prozent Kinder. Um die 1400 wurden verwundet und 1255 Palästinenser-Wohnungen zerstört. Bisher hat palästinensisches Feuer einen Israeli auf der anderen Seite der Grenze getötet, die das abgeschottete Gaza zum größten Freiluft-Gefängnis der Welt macht.

Aber statt einen Stopp zu fordern für Israels kollektive Bestrafung gegen ein Gebiet, das (von Israel) noch immer illegal okkupiert ist, geben die westlichen Mächte den Opfern die Schuld, weil sie sich verteidigen. Wenn die Hamas nicht Raketen aus Gaza abschießen würde, beharren sie, würde all das Blutvergießen enden.

(...) Die Vorstellung, dass Israel auf einen Raketenhagel antwortet, der aus dem schönen blauen Himmel kommt, bedarf eines romanartigen Rahmens, der über den Bereich der Fantasie hinausgeht. Tatsächlich ist der Raketenbeschuss aus Gaza seit dem vergangenen Angriff im Jahr 2012 auf sein niedrigstes Niveau seit zwölf Jahren gefallen.»

The Guardian, 17.07.2014
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Bild der Woche
Solidarität vor Ort BIELEFELD. Der turnusgemäße Sprecher des KRM und Vorsitzende des Islamrates für die Bundesrepublik, nimmt Moscheen in Bielefeld (Bild) und Berlin in Augenschein. Diese wurden durch mutmaßliche Brandanschläge angegriffen. (Foto: Twitter@KizilkayaAli
Buchtipp
Machen wir ein gedankliches Experiment: Würde heute jemand seine Begeisterung – und sei sie noch so verhalten – für die Monarchie äußern, würde er von den meisten erheblich weniger ernstgenommen als solche Zeitgenossen, die an UFOs oder die heilende Kraft von Steinen glauben. Wenn wir uns dem vorliegenden Erstlingswerk von Rasim Marz nähern, gilt es im Hinterkopf zu behalten, dass diese Form der Herrschaft durchaus eine legitime Ordnungsform sein kann beziehungsweise sich im Verlauf der Menschheitsgeschichte oft als segensreich erwiesen hat.
Der junge Autor hat kein leichtes Buch geschrieben. Es liegt schwer im Magen, was seine inhaltliche Qualität und seinen Wert nicht schmälert. Seine Chronik des „Osmanischen Reiches auf dem Weg nach Europa“ ist nicht die landesübliche Beschreibung eines unausweichlichen Niederganges, wie man sie von vielen Titeln zum Thema „Osmanen“ kennt. Am Ende ist es eben auch der Text eines Liebenden, der – jenseits von Verdammung oder blinder Verehrung – sich diesem faszinierenden Phänomen widmet.
Vielmehr beschreibt Rasim Marz das Zusammenspiel von innen- und außenpolitischen Faktoren, die zu einem Ende der osmanischen Herrschaft in Europa, Afrika und dem Nahen Osten geführt hatte. Unter den Folgen dieses Endes beziehungsweise den blutigen Konsequenzen der Abwesenheit des osmanischen Ordnungsprinzips im Nahen Osten und auf dem Balkan leiden die betroffenen Bevölkerungen auch heute noch. Ein Blick auf die jetzige Lage in Syrien sollte das ausreichend bestätigen. Es ist von Belang, dass Marz unter anderem auch auf die Verschuldungs- und Finanzierungsmechanismen verwies, die zu einem Abbröckeln des osmanischen Staatsgefüges geführt hatten. Die Endphase der osma­nischen Geschichte ist untrennbar mit der Entwicklung der Finanztechnik verbunden.
Auf Nachfrage beschrieb Rasim Marz seine Absicht und Motivation für das Buch: „Da es im deutschsprachigem Raum nur sehr wenig Fachliteratur zum Osmanischen Reich gab, wollte ich einen kleinen Beitrag dazu leisten und eine vorurteilsfreie Aufklärungsarbeit. In der ganzen Weltgeschichte gab es keine Herrscherfamilie, die ununterbrochen 36 männliche Monarchen für ein Großreich hervorbrachte und das in einem Zeitraum von über 600 Jahren. Dies ist mehr als bemerkenswert.“ Bisher seien die ersten Reaktionen auf das Buch „durchweg positiv“ gewesen“. „Der alternative Blick auf die Geschichte unseres Volkes hat auch vielen die Augen geöffnet.“

Marz, Rasim. Das Osmanische Reich auf dem Weg nach Europa. Neue osmanische Geschichtsschreibung: Books on Demand, Dezember 2013, Gebunden, 260 Seiten, ISBN 978-3732292738, Preis: EUR 29,99 (23,99 für Kindle)
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