Der Weg zur Einheit
(iz). An einem Donnerstagabend vor vielen Jahren nahm ich an einer wöchentlichen Versammlung in der Zawijja von Sidi Ali Al-Dschamal in Fes teil. Als sie sich auflöste, blieb ich mit einem der alten Faqire von Sidi Muhammad ibn Al-Habib zurück. ...
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Mittwoch, 23. Juli 2014
 
   
 

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Gericht macht Niederlande haftbar für 300 Srebrenica-Opfer
Ein später Erfolg für die Mütter der Opfer

Australischer Historiker Christopher Clark: Beunruhigende Parallelen zur heutigen Zeit
Die Erinnerung kommt als Welle

Die IZ-Blogger: ein Text von Caner Yusuf Keskingöz
Die Heimat des Muslims

Steinmeier zum Fastenbrechen bei syrischer Flüchtlingsfamilie
47.000 Flüchtlinge bisher

IZ-Gespräch mit Yvonne Maffei von MyHalalKitchen.com über Kochen, Essen und Schönheit im Leben der Muslime
„Ramadan ist so wunderschön, nicht wahr?“
 
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23.07.2014 UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat die «systematische Verfolgung von Minderheiten im Irak» durch die Terrorgruppe «Islamischer Staat» (IS) als mögliches «Verbrechen gegen die Menschlichkeit» bezeichnet

«Wir hören keinen Aufschrei»

(KNA). Der 9. Juni markiert eine Zäsur. Nur einen Monat später haben die Dschihadisten aus dem nordirakischen Mossul, einst das «Rom des Orients», auch die letzten Christen vertrieben.

Als Ende voriger Woche Abu Bakr al Baghdadi und seine Terrorgruppe «Islamischer Staat» (IS) ein Ultimatum stellten, konnten die verbliebenen Christen in der zweitgrößten Stadt des Irak - laut UNO etwa 3.000 - dem nichts mehr entgegensetzen.   ...

23.07.2014 Forderungen mehren sich: Die israelische Regierung könnte bald dem Vorwurf der Kriegsverbrechen ausgesetzt sein

UN-Appell: Zivilisten im Gazastreifen schützen

Genf (dpa). Die Vereinten Nationen haben Israel und die radikal-islamische Hamas nachdrücklich aufgerufen, die Zivilbevölkerung bei den Kämpfen im Gazastreifen zu schützen. Wer sich nicht an diese internationalen Menschenrechte halte, laufe Gefahr, «Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit» zu begehen, sagte die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay.

Bei einer Sondersitzung des UN-Menschenrechtsrats am Mittwoch in Genf zweifelte Pillay an, dass Israel alles tue, um zivile Opfer zu vermeiden.   ...

23.07.2014 Die innere Bedeutung des Fastens - Auszüge aus einer Khutba. Von Hadsch ‘Abdalhaqq Bewley

Die Spiritualität des Ramadan

(iz). Hier sind wir wieder - ein weiteres Jahr ist vergangen und wir stehen wieder einmal vor der Schwelle des Monats Ramadan. Allah ta’ala sagt uns, dass die Neumonde Zeitmarkierungen für uns sind und es ist sicherlich der Fall, dass viele von uns das Jahr von einem Ramadan zum nächsten bemessen und jedesmal scheint es so zu sein, dass der Ramadan schneller kommt als im nächsten Jahr.   ...

23.07.2014 Lailatu’l-Qadr - Wenn die Engel herabsteigen. Von Malik Sezgin.

Von einer Nacht, die besser ist als tausend Monate

(iz) Lailatu’l-Qadr, die Nacht der Macht und Bestimmung, ist eines der größten Geschenke Allahs, des Erhabenen, an die Muslime. Allah der Erhabene sagt in Seinem Buch: „Herabgesandt haben Wir ihn in der Nacht der Macht und Bestimmung. Und was lehrt dich wissen, was die Nacht von Al-Qadr ist? Die Nacht der Macht und Bestimmung ist besser als tausend Monate. In ihr kommen die Engel herab und der Ruh (Geist) mit der Erlaubnis ihres Herrn und Seinem Befehl. Friede ist sie bis zum Anbruch der Morgendämmerung.   ...

22.07.2014 Israel/Gaza: Mindestens 72.000 Kinder traumatisiert

Der dritte Krieg innerhalb von sechs Jahren

(Save the Children). Kinder tragen die Hauptlast der kriegerischen Auseinandersetzungen im Israel/Gaza Konflikt, darauf weist die internationale Kinderrechtsorganisation Save the Children hin. Fast ein Drittel der verletzten Palästinenser sind Kinder. Mehr als 72.000 Kinder benötigen psychologische Unterstützung, nachdem sie selbst verletzt wurden, Familienmitglieder verloren haben und mit ansehen mussten, wie ihr Zuhause zerstört wurde.   ...

22.07.2014 Muslime verurteilen Judenhass und Antisemitismus

«Außerhalb der Gemeinden»

Köln (KNA). Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) hat antisemitische Parolen bei Demonstrationen gegen die Politik Israels verurteilt. «Wer Judenhass predigt oder meint, im Zuge des Gaza-Krieges Antisemitismus verbreiten zu müssen, bewegt sich außerhalb unserer Gemeinden», sagte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek am Dienstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Köln.

«Selbstverständlich darf und muss Kritik am kriegerischen Vorgehen Israels weiter möglich sein», betonte Mazyek.   ...

22.07.2014 IZ-Leser schreiben: Abdellah Mechati über die Chronologie der Ereignisse im Nahen Osten

Grauenhafte Eskalation

(iz). Die grauenhafte Eskalation der Gewalt im Nahen Osten veranlassen mich zur chronologischen Rekonstruktion der jüngsten Ereignisse in der Region.

Allein die Vorstellung, dass ca. zwei Millionen Menschen in Gazastreifen (kleiner als Bremen) eingepfercht werden, raubt einem den Atem. Furchterregend und panisch wird es dann, wenn man in Erfahrung bringt, dass dieses dicht besiedelte Gebiet der Welt vollends abgeschnitten und hermetisch abgeriegelt ist.   ...

22.07.2014 Deutsch-palästinensische Familie bei Angriff in Gaza getötet

«Die israelische Armee kennt keine Gnade»

Mehr als 600 Menschen wurden bei den israelischen Angriffen im Gazastreifen bereits getötet. Unter den Opfern ist auch ein Deutsch-Palästinenser mit seiner Frau und fünf Kindern.

Gaza/Berlin (dpa). Bei den israelischen Angriffen im Gazastreifen ist auch eine siebenköpfige deutsch-palästinensische Familie getötet worden. «Wir müssen aufgrund mehrfacher Hinweise davon ausgehen, dass es sich bei den Toten um diese Familie handelt», sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Dienstag in Berlin.   ...

22.07.2014 Gaza: Israel muss Beschuss eingeschlossener Zivilisten stoppen. Schockierende Pressemitteilung der Organisation Ärzte ohne Grenzen

Die meisten Opfer sind Frauen und Kinder

Foto: Ärzte ohne Grenzen
Gaza Stadt/Wien (MSF). Die medizinische Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Frontières (MSF) berichtet, dass der Großteil der Toten und Verletzten des israelischen Militäreinsatzes „Fels in der Brandung“ Zivilisten sind, und warnt, dass auch medizinische Helfer immer mehr unter Beschuss kommen. Die Organisation fordert Israel auf, den Beschuss von Zivilisten zu stoppen, die im abgeriegelten Gaza-Streifen gefangen sind, und medizinisches Personal und Gesundheitseinrichtungen zu respektieren.   ...

21.07.2014 Angriffe auf Gaza: Kaum Fluchtmöglichkeiten für rund 200.000 Menschen. Selbst Krankenhäuser geraten ins Visier

Mehr als 500 Tote

Israels Streitkräfte kämpfen im dicht besiedelten Gazastreifen mit militanten Palästinensern. Für Zivilisten ist es die Hölle. Flucht ist kaum möglich.

Gaza/Tel Aviv (dpa). Dieser Gaza-Krieg hat in zwei Wochen schon mehr als 500 Menschenleben gefordert und droht noch blutiger zu werden. Die israelische Bodenoffensive gegen den Gazastreifen entwickelt sich immer mehr zu einem verlustreichen Häuserkampf. Mehr als 3.300 Menschen wurden bereits verletzt. Bis zu 200.000 sind nach palästinensischen Angaben in dem abgeriegelten Küstenstreifen auf der Flucht.   ...

21.07.2014 Ramadan 2014: Fastenbrechen für Obdachlose in Bielefeld war ein voller Erfolg. Ein Bericht aus dem Ostwestfälischen

Auf eine Suppe

(iz). Der Dachverein der muslimischen Einrichtungen in Bielefeld BIG veranstaltete ein Fastenbrechen für Obdachlose mitten auf dem Jahnplatz. Mehr als 50 Obdachlose kamen pünktlich um 21.45 Uhr an das große Zelt, das von BIG aufgestellt wurde.

Nach Sonnenuntergang wurde der Gebetsruf ausgerufen und das Essen verteilt. Sowohl für die Obdachlosen als auch für die Verteiler der BIG war dies ein wichtiges Ereignis. Viele Obdachlose gaben zum Ausdruck, dass sie leider bisher nicht die Gelegenheit hatten, diese Seite des Islams kennenzulernen.   ...

21.07.2014 Zentralrat schockiert und bestürzt über Judenhass

"Primitiv"

Berlin (KNA) Der Zentralrat der Juden hat Politik, Medien, Zivilgesellschaft und die muslimischen Verbände zu einem klaren Bekenntnis gegen Antisemitismus aufgerufen. «Wir erleben hierzulande gerade eine Explosion an bösem und gewaltbereiten Judenhass, die uns alle schockiert und bestürzt», erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, am Montag in Berlin. «Dass auf deutschen Straßen antisemitische Aufrufe der übelsten und primitivsten Art skandiert werden können, hätten wir niemals im Leben mehr für möglich gehalten», heißt es in der Erklärung weiter.   ...

21.07.2014 Massive Völkerrechtsverletzungen: Dr. Khouloud Daibes, palästinensische Botschafterin in Berlin, zur aktuellen Lage in ihrer Heimat

„Dieser Krieg muss schnellstmöglich gestoppt werden“

(iz). Seit 2013 ist die Stadtplanerin Dr. Khouloud Daibes palästinensische Botschafterin in Deutschland. Wir befragten sie zur aktuellen Lage in ihrer Heimst sowie zu Aussichten für eine Wiederbelebung des so genannten Friedensprozesses.

Islamische Zeitung: Sehr geehrte Frau Botschafterin Dr. Daibes, gibt es schon eine Bilanz der menschlichen und materiellen Verluste im Gazastreifen und der Westbank, seit die israelischen Armee mit der Suche nach den Entführten in der Westbank bzw.   ...

20.07.2014 Islam-Konferenz sollte Brücke zwischen Konfessionen schlagen. Ein Tagungsbericht von Bettina Dittenberger

Versöhnungsversuche in Istanbul

Foto: bbm.gov.tr
Istanbul (KNA) Der Rahmen war ehrwürdig-historisch, die Appelle klangen eindringlich bis verzweifelt: Bei einer dreitägigen Konferenz im ehemaligen Sultanspalast Dolmabahce in Istanbul haben Politiker und muslimische Geistliche nach einem Weg gesucht, einen innerislamischen Bruderkrieg zwischen Sunniten und Schiiten zu verhindern. Nur wenige Flugstunden vom Verhandlungsort entfernt gingen unterdessen im Irak und in Syrien die Gefechte zwischen sunnitischen und schiitischen Gruppen weiter. Die Radikalen, an die sich die Appelle von Istanbul richteten, waren bei der Konferenz nicht vertreten.   ...

20.07.2014 Die israelische Armee setzt ihre Angriffe im Gazastreifen unerbittlich fort

Dramatische Szenen

Gaza/Tel Aviv (dpa). Blutiges Wochenende in Nahost: Bei israelischen Angriffen in einem dicht besiedelten Wohngebiet in Gaza sind mehr als 60 Menschen getötet und Hunderte verletzt worden. Palästinensische Rettungsdienste zählten unter den Opfern im Stadtteil Sadschaija 14 Frauen und 17 Kinder. Augenzeugen sprachen von Dutzenden Leichen, die auf den Straßen lagen. Ein israelischer Militärsprecher bezeichnete Sadschaija als «Hochburg der Hamas». «Die israelischen Truppen wurden beim Vorrücken von allen Seiten mit Maschinengewehren und Panzerfäusten beschossen», sagte er.   ...

19.07.2014 Islamkonferenz verurteilt Terror im Namen des Glaubens

"Ungerechtfertigte Gewalt"

Foto: bbm.gov.tr
Istanbul (KNA) Mit einer entschiedenen Absage an die religiöse Verbrämung des Terrorismus ist in Istanbul eine dreitägige Konferenz von rund hundert muslimischen Geistlichen aus mehr als 30 Ländern zu Ende gegangen. Terrorismus könne nicht als Form eines Heiligen Krieges der Gläubigen akzeptiert werden, hieß es in dem am Samstag verabschiedeten Schlussdokument. Mit Blick auf die Konflikte zwischen sunnitischen und schiitischen Gruppen im Irak und in Syrien rief die Konferenz die verschiedenen islamischen Konfessionen zu gegenseitigem Respekt auf. Alle Muslime seien Brüder.   ...

19.07.2014 Israel rückt im Gazastreifen vor. Viele Hamas-Tunnel zerstört

Israel zieht Personal aus Ankara ab

Mit Panzern und Bodentruppen geht Israel vor. Hamas-Tunnel und -Raketenlager sollen zerstört werden. Die Kämpfe im dicht besiedelten Mittelmeerstreifen wecken international Sorgen - Zivilisten könnten verstärkt zu Opfern werden.

Gaza/Tel Aviv (dpa). Nach Beginn ihrer Bodenoffensive ist die israelische Armee am Freitag weiter im palästinensischen Gazastreifen vorgerückt. Sie zerstörte nach eigenen Angaben mindestens 13 Tunnel, die die Hamas angelegt hatte, um Israel anzugreifen oder Waffen zu schmuggeln. Die Offensive hatte in der Nacht zuvor begonnen.   ...

19.07.2014 Linke-Jugend demonstriert gegen Gaza-Krieg - Festnahmen in Essen

Geteilte Meinungen in Deutschland

Foto: Zoriah|CCL 3.0
Hier israelische Fahnen, da die Farben der Palästinenser. In Essen gehen junge Menschen gegen den Gaza-Krieg auf die Straße.

Essen (dpa). Mehr als 1000 Menschen haben am Freitag in Essen gegen den Gaza-Krieg demonstriert. Die «Friedensdemonstration für Nahost» wurde von der Jugendorganisation der Partei Die Linke organisiert. Teilnehmer trugen Transparente mit dem Wort «Frieden» auch in arabischer und hebräischer Schrift, es wurden viele palästinensische Fahnen gezeigt. Redner forderten eine friedliche Lösung des Konflikts im Nahen Osten.   ...

18.07.2014 In Malaysia Kritik an Fluggesellschaft

Route nicht geändert

Kuala Lumpur (KNA). Entsetzen und Trauer, aber auch Kritik an der Fluggesellschaft Malaysia Airlines bestimmen die Reaktionen in Malaysia auf den Absturz der Passagiermaschine. Die Jugendorganisation der islamischen Partei PAS wirft Malaysia Airlines vor, sie habe, um Treibstoff zu sparen, auch nach dem Abschuss einer Transportmaschine zu Wochenbeginn ihre Maschinen weiter die gefährliche Route über die Ukraine fliegen lassen.   ...

16.07.2014 Die Zakat ist Pflichtelement des Islam, dessen Bedingungen und ­Bedeutungen seit Längerem in Vergessenheit gerieten. Schaikh Habib ­Bewley erinnert an eine gefallene Säule unseres Dins

Reinigung des Reichtums

(iz). Zakat ist die Säule des Islam, die am stärksten verändert wurde – in einem derartigen Maße, dass die Leute nicht länger wissen, was Zakat ist. Sie wurde reduziert auf einen persön­lichen Akt des Spendens (arab. Sadaqa), wenn er auch noch als verpflichtend gilt. Solange wir, so die heutige Meinung, 2,5 Prozent unseres ­überschüssigen Eigentums nehmen und es an die Bedürf­tigen oder eine wohltätige Organisation überweisen, hätten wir unsere Pflicht erfüllt. Aber dies ist nicht wirklich Zakat.

Diese Säule ging verloren, weil das Ver­s­tänd­nis ihrer Grundlagen verloren ging.   ...
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Die aktuelle Ausgabe (pünktlich zu Ramadan im Briefkasten) steht natürlich im Schatten des Fastenmonats. Auf mehreren Seiten führen wir in die äußeren Regeln, die Alltäglichkeit und die innere Landschaft des Fastens ein sowie geben Praktische Hinweise und Tipps.

Ansonsten: Interview mit dem großen syrischen Erzähler Rafik Schami, eine Analyse der Irakkrise, die Moderne und ihre Suche nach Spiritualität, der Sufismus als Stifter von Einheit, Deutungen Abdurrahman Arslans Position zur Säkularisierung des islamischen Denkens sowie Ibn Khaldun und die Mission der Muslime Europas.
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IZ erklärt Deutschland: Die Salaf
Egal, ob angezählte Ex-Boser oder ehema­lige Bonner Musterschüler, die in den Bergen Afghanistans ums Leben kommen, Der „Salafismus“ ist trotz der zahlenmäßig geringen Menge der Anhänger zum Synonym einer amorphen Bedrohung geworden. Diese neuzeitliche Ideologie, die lange unter Muslimen und unse­ren Gelehrten als „Wahhabismus“ [nach ihrem Begründer Ibn ‘Abdulwahhab] bezeichnet wurde, hat sich lange dieses Tarnbegriffs bedient, um der Klassifi­zierung als Sekte zu entgehen. Phänome­nologisch ähnelt sie den Khawaridsch. Zum Leidwesen der muslimischen Welt ist der „Salafismus“ in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Nicht nur, weil er ungenau ist, sondern mehr noch, weil die Generationen (die Salaf As-Salihin), auf die sich die ­Wahhabiten gerne beziehen, um sich deren Legitima­tion anzueignen, von allen praktizierenden Muslimen der Ahl As-Sunna wa’l-Dschama’a geachtet und geliebt werden. Wie bei anderen Begriffen muss man auch hier erst einmal der zeitgenössische Schutt der Missverständnisse weggeräumt werden, um verstehen zu können. Qadi ‘Ijad aus Ceuta, früherer andalusischer Gelehrter und Autor des monumen­talen „Kitab Asch-Schifa“ beschrieb den Charakter dieser Generation unter ande­rem wie folgt: „(…) Es wurde überliefert, dass es eine Gruppe der Salaf, oder besser alle von ihnen, verabscheute, über etwas zu diskutieren, welches nicht zu Handlungen führte. (…)“ Der Imam schließt an anderer Stelle mit dem Gebet: „Möge Allah unseren gottesfürchtigen Salaf barmherzig sein, die ihren Din beschützt haben!“
Zitat der Woche
«Zum dritten Mal in fünf Jahren hat die viertgrößte Militärmacht der Welt eine volle Attacke auf eines ihrer sozial am meisten benachteiligten Gebiete gestartet. Seit Israels Bombardement des Gazastreifens begann, vor etwas mehr als einer Woche, wurden über 200 Palästinenser getötet. Fast 80 Prozent der Opfer sind Zivilisten, mehr als 20 Prozent Kinder. Um die 1400 wurden verwundet und 1255 Palästinenser-Wohnungen zerstört. Bisher hat palästinensisches Feuer einen Israeli auf der anderen Seite der Grenze getötet, die das abgeschottete Gaza zum größten Freiluft-Gefängnis der Welt macht.

Aber statt einen Stopp zu fordern für Israels kollektive Bestrafung gegen ein Gebiet, das (von Israel) noch immer illegal okkupiert ist, geben die westlichen Mächte den Opfern die Schuld, weil sie sich verteidigen. Wenn die Hamas nicht Raketen aus Gaza abschießen würde, beharren sie, würde all das Blutvergießen enden.

(...) Die Vorstellung, dass Israel auf einen Raketenhagel antwortet, der aus dem schönen blauen Himmel kommt, bedarf eines romanartigen Rahmens, der über den Bereich der Fantasie hinausgeht. Tatsächlich ist der Raketenbeschuss aus Gaza seit dem vergangenen Angriff im Jahr 2012 auf sein niedrigstes Niveau seit zwölf Jahren gefallen.»

The Guardian, 17.07.2014
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Solidarität mit bedrängter Minderheit BERLIN. Europäische Muslime luden zu einem Berliner Hearing über die Lage in der Ukraine und auf der Krim
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Machen wir ein gedankliches Experiment: Würde heute jemand seine Begeisterung – und sei sie noch so verhalten – für die Monarchie äußern, würde er von den meisten erheblich weniger ernstgenommen als solche Zeitgenossen, die an UFOs oder die heilende Kraft von Steinen glauben. Wenn wir uns dem vorliegenden Erstlingswerk von Rasim Marz nähern, gilt es im Hinterkopf zu behalten, dass diese Form der Herrschaft durchaus eine legitime Ordnungsform sein kann beziehungsweise sich im Verlauf der Menschheitsgeschichte oft als segensreich erwiesen hat.
Der junge Autor hat kein leichtes Buch geschrieben. Es liegt schwer im Magen, was seine inhaltliche Qualität und seinen Wert nicht schmälert. Seine Chronik des „Osmanischen Reiches auf dem Weg nach Europa“ ist nicht die landesübliche Beschreibung eines unausweichlichen Niederganges, wie man sie von vielen Titeln zum Thema „Osmanen“ kennt. Am Ende ist es eben auch der Text eines Liebenden, der – jenseits von Verdammung oder blinder Verehrung – sich diesem faszinierenden Phänomen widmet.
Vielmehr beschreibt Rasim Marz das Zusammenspiel von innen- und außenpolitischen Faktoren, die zu einem Ende der osmanischen Herrschaft in Europa, Afrika und dem Nahen Osten geführt hatte. Unter den Folgen dieses Endes beziehungsweise den blutigen Konsequenzen der Abwesenheit des osmanischen Ordnungsprinzips im Nahen Osten und auf dem Balkan leiden die betroffenen Bevölkerungen auch heute noch. Ein Blick auf die jetzige Lage in Syrien sollte das ausreichend bestätigen. Es ist von Belang, dass Marz unter anderem auch auf die Verschuldungs- und Finanzierungsmechanismen verwies, die zu einem Abbröckeln des osmanischen Staatsgefüges geführt hatten. Die Endphase der osma­nischen Geschichte ist untrennbar mit der Entwicklung der Finanztechnik verbunden.
Auf Nachfrage beschrieb Rasim Marz seine Absicht und Motivation für das Buch: „Da es im deutschsprachigem Raum nur sehr wenig Fachliteratur zum Osmanischen Reich gab, wollte ich einen kleinen Beitrag dazu leisten und eine vorurteilsfreie Aufklärungsarbeit. In der ganzen Weltgeschichte gab es keine Herrscherfamilie, die ununterbrochen 36 männliche Monarchen für ein Großreich hervorbrachte und das in einem Zeitraum von über 600 Jahren. Dies ist mehr als bemerkenswert.“ Bisher seien die ersten Reaktionen auf das Buch „durchweg positiv“ gewesen“. „Der alternative Blick auf die Geschichte unseres Volkes hat auch vielen die Augen geöffnet.“

Marz, Rasim. Das Osmanische Reich auf dem Weg nach Europa. Neue osmanische Geschichtsschreibung: Books on Demand, Dezember 2013, Gebunden, 260 Seiten, ISBN 978-3732292738, Preis: EUR 29,99 (23,99 für Kindle)
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