Auf Schusters Rappen zu den heiligen Stätten
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19.06.2013 „Zentrum für Islamische Studien“ an Uni Frankfurt eröffnet

Ein „nachgefragtes“ Studienfach

Frankfurt (KNA). Das von den Universitäten Frankfurt und Gießen begründete Zentrum für Islamische Studien ist am Mittwoch mit einem Festakt in Frankfurt offiziell eröffnet worden. Ähnliche Zentren gibt es seit kurzem an den Universitäten Tübingen, Münster/Osnabrück und Erlangen/Nürnberg. Sie dienen vor allem der Ausbildung von Religionslehrern für das Fach Islamische Religion. Wegen einer bei der Universität eingegangenen Bombendrohung wurde die Festveranstaltung in eine andere als die zunächst vorgesehene Räumlichkeit verlegt.  mehr ...
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18.06.2013 Paris: Schwangere Muslimin verliert ihr Baby nach einem anti-muslimischen Überfall

Folgen eines Angriffs

(Zaman/IZ). Trotz aller Anstrengungen erlitt eine schwangere Muslimin in Paris, die am 18. Juni von zwei muslimfeindlichen Männern im Vorort Argenteuil angegriffen wurde, eine Fehlgeburt und verlor in Folge ihr Baby.

Die 21-jährige Frau, die im vierten Monat schwanger war, wurde von beiden Tätern körperlich angegriffen. Zuerst versuchten die Verbrecher, ihr das Kopftuch herunter zu reißen. Später schnitten sie ihr die Haare ab und rissen ihr auch Teile der Kleidung ab. Als sie schrie, dass sie schwanger sei, begann einer der Männer, ihr in den Bauch zu treten.  mehr ...
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18.06.2013 UN verurteilt Gewalt gegen Kinder in Syrien und Mali

Beide Seiten brechen die Grundregeln

New York (dpa). Der UN-Sicherheitsrat hat Gewalt gegen Kinder in den Konflikten in Mali und Syrien verurteilt. Beide Konfliktnationen wurden in einem am Montag (Ortszeit) von dem UN-Gremium diskutierten Bericht der UN-Beauftragten für Kinder in Konfliktgebieten, Leila Zerrougui, als besonders negativ hervorgehoben.

In Syrien seien Kinder durch beide Konfliktparteien gefährdet. Die Rebellen verpflichteten Kinder für den Kampf gegen das Regime und Kinder würden immer wieder Opfer von Angriffen von Regierungstruppen, auch auf Schulen und Krankenhäuser, hieß es in dem Bericht.  mehr ...
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17.06.2013 SCHURA zieht Bilanz und wählt neuen Vorstand. Ein Bericht von Norbert Müller

„Beispielgebend“ für andere Bundesländer

(iz). Am 9. Juni führte SCHURA in der Belal-Moschee die zweijährliche Hauptversammlung mit Neuwahl des Vorstandes durch. Fast alle Mitgliedsgemeinden und -vereine waren mit Delegierten vertreten. Zwei weitere islamische Vereine – Emin e.V. Engagierte Menschen in Norddeutschland und Muslimisches Integrationszentrum Hamburg e.V. – wurden als Mitglieder aufgenommen.   Für den Vorstand trug sodann der Vorsitzende Mustafa Yoldas den Tätigkeitsbericht der letzten zwei Jahre vor. Als wichtigstes Ereignis würdigte er den Abschluss des Staatsvertrages mit dem Hamburger Senat.  mehr ...
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17.06.2013 Zweierlei Maß in Burma: Gewalttäter werden bestraft, buddhistische Agitatoren bleiben straflos

Faschismus in unserer Zeit?

Göttingen (GfbV). Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wirft den Sicherheitsbehörden und der Justiz in Burma vor, nicht konsequent gegen buddhistische Agitatoren vorzugehen und so der Gewalt zwischen Buddhisten und Muslimen Vorschub zu leisten. "Burma bestraft zwar die Täter, doch buddhistische Extremisten, die den Hass säen, bleiben straflos", kritisierte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius am Donnerstag in Göttingen. "Wir sind besonders besorgt über das gezielte Schüren von Hass in den sozialen Netzwerken.  mehr ...
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17.06.2013 Facebook-Debatte zur Türkei: Freunde der IZ diskutieren engagiert über die aktuellen Unruhen und ihre Hintergründe

Hier scheiden sich die Geister

(iz). Über die anhaltenden Krawallen in türkischen Großstädten – und ihre Hintergründe – wird allerorten gestritten. Wenn nicht, dann herrschen – gerade in vielen westlichen Medien – recht eindeutige Meinungen. Auch auf der Facebook-Präsentation der IZ gehört die Türkei zum derzeit am stärksten diskutieren Thema.

Im Gegensatz zu den Massenmedien differenzieren viele FB-Nutzer durchaus und nehmen gelegentlich überraschende Positionen ein. Von einem erheblichen Teil der Stimmen wird das Vorgehen der jetzigen Regierung nicht selten auch kritisch gesehen.  mehr ...

16.06.2013 Salafisten-Prediger: Elf Jahre Haft für Bibelverbrennung

Verunglimpfung des Christentums

(KNA) Wegen Verunglimpfung des Christentums hat ein Gericht in Kairo am Sonntag einen islamistischen Prediger zu insgesamt elf Jahren Haft und einer Geldstrafe von umgerechnet 319 Euro verurteilt. Fünf Jahre Gefängnisstrafe erhielt der Salafisten-Scheich Ahmed Abdullah laut dem Nachrichten-Portal «Aswat Masriya» für das Zerreißen einer Bibel, drei Jahre für Verunglimpfung eines religiösen Bekenntnisses und weitere drei Jahre für die Erregung öffentlichen Ärgernisses und Störung der öffentlichen Ordnung.  mehr ...

16.06.2013 Dschidda: Saudi-Arabien rät von Wallfahrten nach Mekka ab

"Aufschub wegen Bauarbeiten"

(KNA) In einem beispiellosen Schritt hat Saudi-Arabien muslimische Pilger zu einer Verschiebung ihrer Wallfahrten nach Mekka aufgerufen. Grund sind Erweiterungsarbeiten an der Großen Moschee in der heiligen Stadt des Islam. Die Regierung wolle daher in diesem Jahr die Zahl der ausländischen Pilger um 20 Prozent und die der inländischen um 50 Prozent senken, berichtete die Zeitung «Arab News» (Sonntag). Großmufti Scheich Abdul Aziz Al-Asheikh unterstütze die Maßnahme, da sie in allgemeinem Interesse sei.  mehr ...

13.06.2013 Hamburg: Verträge mit muslimischen Verbänden verabschiedet

"Keine Stimmungsmache gegen Verträge"

(KNA) Nach Bremen hat Hamburg als zweites Bundesland Verträge mit muslimischen Verbänden geschlossen. Die Bürgerschaft der Hansestadt stimmte am Donnerstag den beiden Abkommen mit großer Mehrheit zu, die der Senat im vergangenen November unterzeichnet hatte. Zudem verabschiedete das Landesparlament eine Neufassung des Feiertagsgesetzes.  mehr ...

13.06.2013 Hintergrund: Neue Diskussion um Körperschaftrechte und Islam entbrannt

"Im letzten Jahrhundert beantragt"

(pm). Der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland, ein im Jahre 2007 von den vier großen Dachverbänden DITIB, VIKZ, Islamrat und ZMD gegründeter Zusammenschluss, hat sich zur „Ahmadiyya Muslim Jamaat“ und deren heute erlangten Körperschaftsstatus in Hessen geäussert. In der heute herausgegebenen Pressemitteilung heisst es: "Bei der „Ahmadiyya Muslim Jamaat“ handelt es sich um eine eigenständige Religionsgemeinschaft mit muslimischen Elementen.  mehr ...

13.06.2013 Muslime verurteilen Angriff auf Fernsehteam

Auch Moscheen sind im Visier

Mainz (KNA). Der Landesverband der Muslime in Rheinland-Pfalz (Schura) hat den tätlichen Angriff auf ein Fernsehteams des Südwestrundfunks (SWR) durch eine Gruppe mutmaßlicher, so genannter „Salafisten“ verurteilt. Der „feige Angriff“ sei mit nichts zu entschuldigen, erklärte der Schura-Vorsitzende Mustafa Cimsit am Donnerstag in Mainz. Grundlage des Islam sei Toleranz und Frieden. Cimsit wertete die Übergriffe als „politisch motivierte Hasskriminalität“, die strafrechtlich verfolgt werden müsse.  mehr ...

13.06.2013 „Niedersächsische Muslime: Spendet für Flutopfer!“ In Deutschlands Moscheen sollen Spenden gesammelt werden

Moscheen sollen Betroffenen helfen

Hannover (iz/KNA). In einer Presseerklärung von Donnerstag, den 13. Juni, die Schura Niedersachsen, ein Zusammenschluss von Muslimen des Flächenstaates, die Muslime zur Hilfe für die betroffenen Flutopfer in Deutschland auf.

„Großes Leid und großer Schaden hat Tausende von Menschen in den deutschen Flusstälern befallen. Manche haben ihr Hab und Gut, manche ihr Haus, manche ihre ganze Existenz verloren.“

Daher seien die Muslime während des Freitagsgebet am 14. Juni aufgefordert, in ihren Moscheegemeinden Spenden für die Betroffenen zu sammeln. „Spenden leiten die www.  mehr ...

13.06.2013 Die große Überschwemmung als Symbol und Wirklichkeit. Von Muhsin Hennig

Gedanken zum Hochwasser

(iz). Der Reiz der Stadtansicht von Dresden ersteht aus dem Zusammenwirken der feierlichen Kuppeln und Türme mit den ruhigen Horizontale der Elbe und ihrer natürlichen Auen. Wie die Messingstadt in Tausendundeiner Nacht erstrahlt das berühmte Panorama über der Brühlschen Terrasse. Doch in diesem Frühsommer waren die Elbwiesen völlig in den Fluten verschwunden.

Und die anmutige Elbschleife der Dresdner Talweitung verschwamm zwischen Pirna und Meißen zu einem braunen Amazonas. Doch „Bedrängnisse sind Teppiche voller Gnaden.  mehr ...
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IZ erklärt Deutschland: Die Salaf
Egal, ob angezählte Ex-Boser oder ehema­lige Bonner Musterschüler, die in den Bergen Afghanistans ums Leben kommen, Der „Salafismus“ ist trotz der zahlenmäßig geringen Menge der Anhänger zum Synonym einer amorphen Bedrohung geworden. Diese neuzeitliche Ideologie, die lange unter Muslimen und unse­ren Gelehrten als „Wahhabismus“ [nach ihrem Begründer Ibn ‘Abdulwahhab] bezeichnet wurde, hat sich lange dieses Tarnbegriffs bedient, um der Klassifi­zierung als Sekte zu entgehen. Phänome­nologisch ähnelt sie den Khawaridsch. Zum Leidwesen der muslimischen Welt ist der „Salafismus“ in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Nicht nur, weil er ungenau ist, sondern mehr noch, weil die Generationen (die Salaf As-Salihin), auf die sich die ­Wahhabiten gerne beziehen, um sich deren Legitima­tion anzueignen, von allen praktizierenden Muslimen der Ahl As-Sunna wa’l-Dschama’a geachtet und geliebt werden. Wie bei anderen Begriffen muss man auch hier erst einmal der zeitgenössische Schutt der Missverständnisse weggeräumt werden, um verstehen zu können. Qadi ‘Ijad aus Ceuta, früherer andalusischer Gelehrter und Autor des monumen­talen „Kitab Asch-Schifa“ beschrieb den Charakter dieser Generation unter ande­rem wie folgt: „(…) Es wurde überliefert, dass es eine Gruppe der Salaf, oder besser alle von ihnen, verabscheute, über etwas zu diskutieren, welches nicht zu Handlungen führte. (…)“ Der Imam schließt an anderer Stelle mit dem Gebet: „Möge Allah unseren gottesfürchtigen Salaf barmherzig sein, die ihren Din beschützt haben!“
Zitat der Woche
„ Mit der letzten Auflage in dieser Legislaturperiode hat die Islamkonferenz ihren Tiefpunkt erreicht: Das Treffen zwischen Islamverbänden, Muslimen und dem Staat ist zu einer sinnlosen Pflichtveranstaltung verkommen. Aufbruchstimmung und Zuversicht begleiteten 2006 den Start des Dialogforums. Geblieben sind Enttäuschung, Misstrauen und Streit. Viele Muslime kommen nur aus Höflichkeit oder gar nicht mehr. So hat die Konferenz keine Zukunft. Das liegt zum einen an Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, der seit Jahren Sicherheitsthemen in den Mittelpunkt rückt. Aber auch die Verbände sind für das Scheitern mitverantwortlich. Zwar wollen sie den Islam als Religionsgemeinschaft anerkannt sehen. Doch sie tun viel zu wenig dafür, den rechtlichen Vorgaben zu genügen.“

Neue Osnabrücker Zeitung, 08. Mai 2013
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Bild der Woche
"Neues Wir-Gefühl" BERLIN. Gauck wirbt für respektvollen Dialog zwischen den Religionen. JIK besucht Bundespräsidenten (Foto: Dirk Enters).
Buchtipp
In der bereits Anfang der 1990er Jahre in der Türkei erschienenen historischen Studie beschäftigt sich Riza Savas, Professor an der theologischen Fakultät der Dokuz Eylül Universität ­Izmir (der bereits ähnliche Titel über andere historische Phasen veröffentlichte) mit der Lage der Frauen vor und während der Lebenszeit des Propheten Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben. Savas führt zu Beginn in die Lage der Frauen in der vorislamischen arabischen Gesellschaft ein. Nicht nur aus Gründen der Chronistenpflicht ist diese Einführung wichtig, weil sie den Hintergrund für die wichtigen Veränderungen darstellt. Sie stellt auch den notwendigen Kontrast zur Verfügung, anhand dessen der große Unterschied bezüglich der Stellung der Frau vor und während des Gesandten Allahs verstanden werden kann. In vier Kapiteln referiert der türkische Autor den „Den Propheten und die Frauen“, „Die Frauen und Bildung“, ­“Frauen im Familienleben“ und „Die Frau in der Gesellschaft“. Der Wert des Buches ist Savas’ enorme historische Gründlichkeit und sein gewissenhafter Gebrauch der Quellenverweise. Dank seiner historischer Basis nimmt der Autor vielen Vorurteilen den Wind aus den Segeln, die heute existierende Diskriminierung von Frauen in Teilen der muslimischen Welt sei dem islamischen Modell geschuldet.

Riza Savas, Die Frau zur Zeit des Propheten Muhammad, astec Verlag, Taschenbuch, 307 Seiten, Preis: Eur 9.-, ISBN 978-605-87525-0-8
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Serdar Günes' Verzeichnis
Nützliches Verzeichnis von Grundlagentexten zu Themen der islamischen Debatte. Nach Themen sortiert

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Geopolitische Analysen von Dawud Stewart Hurrell, einem der weltweit führenden muslimischen Experten

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Internationales, englisch sprachiges Magazin über die Arabische Welt

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Blog über Politik, Naher & Mittlerer Osten, Migration, Europa & die islamische Welt

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Union Europäischer Muslime
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