Wolfgang Moser aus Fichtenau schrieb am 27.03.2008
Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" nennt Todenhöfer "einen Mann der Zahlen"? Die Wahrheit ist, daß "der gepflegte ewige Student" mit Zahlen entlarvend auf Kriegsfuß steht. So behauptet er, seit Beginn des Irakkrieges seien "1,2 Millionen Zivilisten" getötet worden (fr-online, 19.03.2008) und nennt als Quelle für seine alle bisherigen Hochrechnungen ums Vielfache übersteigende Horrorzahl "das unabhängige britische Forschungsinstitut ORB". Abgesehen davon, daß sich das angebliche Forschungsinstitut als stinknormale Marketingfirma entpuppt ("Cinema Advertising", "Financial Services") -, in seinem antiamerikanische Furor hat Zahlenakrobat T. geflissentlich darüber hinweggesehen, daß die Londoner Marketingleute ihre wissenschaftlich mehr als fragwürdige Hochrechnung mittlerweile um fast 200 000 Tote nach unten korrigiert haben.
Schlimmer noch: Während die Londoner jeden zweiten Toten terroristischen Anschlägen bzw. unklaren Ursachen zurechnen, schiebt Todenhöfer, wie er jüngst auf dem "Blauen Sofa" der Leipziger Buchmesse offenbarte, seine 1,2 Millionen Ziviltoten komplett den "150 000 amerikanischen offiziellen Soldaten" sowie "150 00 outgesourcten privaten Soldaten" in die Schuhe. Denn merke: Diese "300 000 Mann kämpfen nach wie vor gegen die irakische Bevölkerung".