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Sie sind hier: Home >> >> Geld, Lobbyismus, Terror - Die undurchdringliche Schattenwelt des Terrorismus. Von Khalil Breuer

19.08.2008 Geld, Lobbyismus, Terror - Die undurchdringliche Schattenwelt des Terrorismus. Von Khalil Breuer

Höhlenforschung

(iz). Im Licht der dramatischen Ereignisse im Kaukaus wirkt der “Kampf gegen den Terror” langsam etwas antiquiert. Dies schließt nicht aus, dass von Hundertschaften fanatisierter Muslime Gefahren ausgehen können, nur: Es wachseln die Zweifel an der angeblichen welthistorischen Bedeutung dieses Kampfes.
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Der sogenannte internationale Kampf gegen den Terrorismus ist nach wie vor kein einfach zu durchschauendes Geflecht. Die versplitterten Gruppen sind nicht nur schwer zu verfolgen, sie sind auch einfach zu erfinden. Bis heute ist es eine Art ulltimative Glaubensfrage in Sicherheitskreisen: Lebt der sagenumwobene alte Mann in der Höhle, oder dient er nur noch dazu einer komplexen Fiktion einen einfachen Namen zu geben? Bewiesen ist hier nichts und wahrscheinlicher ist, dass Bin Ladin längst tot ist.

Echte Quellen über die unklare Struktur des internationalen Terrorismus sind nur schwer anzuzapfen, geschweige denn auf ihre Authenzität nachzuvollziehen. Spiegel-Sicherheitsfachmann Yassin Musbarash beispielsweise surft gerne im Internet und berichtet dann immer wieder aufgeregt von “geheimen” – wenn auch zumeist recht banalen Botschaften. Manchmal wird auch direkt aus der “Höhle” zitiert. Die dubiosen Internetseiten, die als Quellen dienen, sind – auch wenn dies Musbarash ungern zugibt – oft zweifelhafter Herkunft.

Auf Spiegel-Online berichtete Musbarash vor einigen Tagen, wenn auch eher kleinlaut, von einer Entdeckung die er auf einer USA-Reise machen musste: Die Vertreibung dieser Botschaften wird von einer handvoll Profis in den USA organisiert. Mit dem Online-Journalisten Mubarash wollten diese “Tracker” aber wohl nicht nur aus Zeitgründen nur aus der Ferne und per Mail kommunizieren. Auf Spiegel-Online erscheinen kurz nach der Enttäuschung wieder flotte Beiträge, mit Titeln wie “Die Legende von den Terror-Tomaten”.

Weniger naiv geht der Journalist Jürgen Elsässer ans Werk. In seinem im September erscheinenden Buch geht er beispielsweise der Frage nach, warum bei so vielen terroristischen Aktivitäten V-Männer diverser Dienste beteiligt waren. Solche Fragestellungen werden sich zwar nicht massenhaft verkaufen lassen, sind aber durch einen, sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigenden Journalismus, wohl unabdingbar nachzugehen. Bisher – so der streitbare Journalist - ist kaum eine Terrorgruppe bekannt, die nicht durch V-Leute unterwandert war. Die Massenmedien blenden solche Fragen eher aus.

Die funktionale Bedeutung des “Kampfes gegen den Terror” hat heute beinahe staatstragenden Charakter und überlagert die eher spärlichen Fahndungserfolge. Ins Netz gehen eher verwirrte Einzeltäter. Die Existenz einer angeblichen weltweiten Verschwörung des Bösen rechtfertigt, in den Köpfen der Massen, nebenbei steigende Zahlen ziviler Opfer, legitimiert Bombenteppiche, provoziert neue Sicherheitsgesetze und belebt nebenbei eine ausufernde Sicherheits- und Rüstungsindustrie.

Gleichzeitig verändert die “Terrorhype” schleichend unser Land. Neue Gesetze werden nach Auffassung des Mannheimer Politikwissenschaftlers Thomas König zunehmend mit Terror-Gefahr begründet. «Wir stehen an einem Scheideweg zwischen kollektiver Sicherheit und individueller Freiheit», sagte König. In einer Studie will der Wissenschaftler vom Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES) erstmals die Sicherheitsgesetze in Europa über einen langen Zeitraum untersuchen. «Wir wollen wissen, in welchem Maße andere Politikfelder inhaltlich mit der Terrorabwehr verknüpft werden, um eine höhere Akzeptanz für umstrittene Gesetzesinitiativen zu erreichen», erklärte der 47-Jährige eine zentrale Forschungsfrage.

So geht die Jagd nach den Netzwerken weiter. Natürlich gehört dazu auch eine ganze Reihe spannender Fragen: Wer finanziert Terroristen – wo, wann und wie? Dabei geht es darum erst einmal eine Binsenweisheit zur Kenntnis zu nehmen: Auch Terroristen – sogar die religiösen Steinzeitbomber – benutzen ohne Ausnahme und ohne entsprechende religiöse Hemmnisse oder Vorbehalte die globale Leitwährung, den Dollar.

Die Journalistin Loretta Napoleoni hat in einem Bestseller die ökonomischen Strategien von Terrroristen aus aller Welt nachgezeichnet. Die Schurkenwirtschaft der Terroristen – so Napoleoni – ist längst integrierter Bestandteil des Finanzsystems.

In den USA sind bisher aber nur Goldtransfersysteme wie E-Gold oder Goldmoney ins Visier von Fahndern geraten. Der Betreiber der erfolgreichen Seite E-Gold wurde sogar verhaftet und angeklagt. Die Seite wurde offensichtlich – vor allem wegen mangelnder Idenitifikationsprüfung, einige Zeit von Kriminellen zur Geldwäsche benutzt. In der neuesten Ausgabe des Online-Magazin DGC wird allerdings nachgewiesen, dass es keinen einzigen bekannten Fall gibt, wo etwa Terroristen diese goldbasierten Systeme nutzten.

Nach Ansicht der Goldexperten scheuen sich die Fahnder vor der ganz anderen Art der effektiven Terrorismusbekämpfung: dem Verbot von Kreditkarten. Der Diebstahl von Kreditkarten ist - wie viele Fachleute bestätigen – nämlich die eigentliche Finanzierunsgsstrategie der Bösewichte. In zahlreichen Fällen beruhte die Finanzierung von Terrorattacken auf dem banalen Diebstahl von Kreditkarten.

Dagegen mutet heute der Kampf gegen die Geldquellen und Geldströme der Bösewichte sogar wie eine Episode aus einem Science Fiction Roman an. Was Realität, Fiktion, oder einfach nur Panikmache ist verschwimmt dabei typischerweise.

Der EU-Koordinator für die Terrorismusbekämpfung warnt inzwischen sogar vor den Gefahren einer Geldwäsche in virtuellen Welten. In seinem jüngsten Vermerk zur Strategie gegen die Finanzierung von Terrortaten stellt der EU-Beauftragte Gilles de Kerchove fest, neue Zahlungsmethoden und alternative Überweisungssysteme seien anfällig für die Finanzierung terroristischer Aktivitäten.

Die Fakten sind allerdings eher nebulös. “2006”, so der Experte in einem 19-seitigem Papier, “seien schätzungsweise über eine Milliarde US-Dollar für Waren und Dienstleistungen in digitalen beziehungsweise virtuellen Gemeinschaften (z.B. secondlife.com) ausgegeben worden». “Da diese Gemeinschaften eine noch größere Anonymität bieten können und Gewinne in die reale Welt zurückübertragen werden können, zum Beispiel durch elektronische Geldtransfers, könnten sich aus dem Missbrauch dieser Webseiten Gefahren der Terrorismusfinanzierung ergeben.”

Zweifel an der manchmal bizarren “Wirklichkeit” des Kampfes gegen den Terror bleiben - so oder so - bestehen. Muslimische Terroristen sind nicht nur eine profitable Wiederbelebung des alten Freund-Feind-Schemas und Auslöser einer ganzen neuen Branche, sondern auch – ironischerweise - die Gewähr einer im Grunde nachhaltig oberflächlichen Behandlung des Islam selbst. Auch die Beschäftigung mit dem eigentlichen Sinngehalt des Islam wird ja vom allgegenwärtigen “Terrorismus” nachdrücklich verhindert.


Vorname Mohamad Ali Nachname Hein aus Ort Würzburg/Ufr. schrieb am 17.01.2009
السلام عليكم‎ as-salāmu ʿalaikum

Die Geschichte des Terorrismus reicht bis in die zeit der Kreuzzüge(1080-1270) zurück als ein fanatischer ismailitischer Sektierer(siehe bin Laden)von den Burgen Masyaf & Alamut aus seine dogmatisierten und unter Drogen stehenden Anhänger zu Attentaten auf Muslime und "Franken" gleichermaßen aussandte.Sein Spitzname, der Alte vom Berg findet ja auch gern Verwendung für den Terroristen bin Laden! Betrachtet man die Geschichte Hassan-i-Sabbah´s und bin Laden´s werden einem noch mehr Gemeinsamkeiten auffallen !Der prägnanteste ist jedoch der Mißbrauch des Islam zum Ziele eigener Machterlangung und die Rücksichtslosigkeit im Umgang mit menschlichen Leben -- das anderer ebenso wie der eigenen Anhänger ! Beide nutzten die Gläubigkeit der Muslime, aber auch ihre Naivität aus,unterzogen sie Gehirnwäschen bis diese sie als den "Heilsbringer" sahen.In Wahrheit lag weder Hassan-i-Sabah noch bin Laden jemals an den Menschen oder gar der Umma ! Sie sind/waren egozentrische Psychopathen die nur am eigenen Vorteil und Macht interessiert sind.Bin Laden ist ein Geschöpf des kalten Krieges,geschaffen von der CIA, doch dann außer Kontrolle geraten.Er hat nichts,aber wirklich nichts,mit den Ansar gemein die für den Glauben kämpften,denn ihnen waren Greuel wie sie seine Anhänger verüben zuwider!!! Zudem steht es zu vermuten das nur noch der Mythos lebt,bin Laden jedoch schon tot ist.Diesen Mythos am Leben zu erhalten nutzt nicht nur seinen Anhängern sondern auch all jenen die mit den "Islamistischen Terror" ihre Interessen & Maßnahmen rechtfertigen.Wie im Artikel bereits beschrieben gibt es ja genug "Trittbrett-Fahrer"die dies zu ihren eigenen Vorteil nutzen.Bedenkt man wie unsere Welt aussähe ohne diese Terror-Drohung, versteht man warum Millitärs,Waffen-Lobbyisten,Waffen-Produzenten,Sicherheitsdienste,Regierungen etc. gar kein Interesse haben diese Bedrohung zu beenden !!! Sie dient als Druckmittel und Rechtfertigung und schuf eine zig-milliardenschwere Wirtschaft!!! Mit dem Ende dieser Bedrohung würde ein ebensolches Machtvakuum wie nach dem Zusammenbruch der SU und dem Ende des kalten Krieges entstehen!!! Daran haben weder die Millitärs, noch die Waffenindustrie, die besonders in den USA ein starke Lobby hat,Interesse.Mich erinnern diese "Auftritte" bin Ladens immer an den Cantigas del Cid, des spanischen Nationalhelden, dem man, bereits tot, in voller Rüstung auf seinen Roß in die Schlacht führte !
Möge Allah(swt) uns vor solchen Fanatikern etc. Bewahren undder Welt Frieden schenken !!!

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Egal, ob angezählte Ex-Boser oder ehema­lige Bonner Musterschüler, die in den Bergen Afghanistans ums Leben kommen, Der „Salafismus“ ist trotz der zahlenmäßig geringen Menge der Anhänger zum Synonym einer amorphen Bedrohung geworden. Diese neuzeitliche Ideologie, die lange unter Muslimen und unse­ren Gelehrten als „Wahhabismus“ [nach ihrem Begründer Ibn ‘Abdulwahhab] bezeichnet wurde, hat sich lange dieses Tarnbegriffs bedient, um der Klassifi­zierung als Sekte zu entgehen. Phänome­nologisch ähnelt sie den Khawaridsch. Zum Leidwesen der muslimischen Welt ist der „Salafismus“ in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Nicht nur, weil er ungenau ist, sondern mehr noch, weil die Generationen (die Salaf As-Salihin), auf die sich die ­Wahhabiten gerne beziehen, um sich deren Legitima­tion anzueignen, von allen praktizierenden Muslimen der Ahl As-Sunna wa’l-Dschama’a geachtet und geliebt werden. Wie bei anderen Begriffen muss man auch hier erst einmal der zeitgenössische Schutt der Missverständnisse weggeräumt werden, um verstehen zu können. Qadi ‘Ijad aus Ceuta, früherer andalusischer Gelehrter und Autor des monumen­talen „Kitab Asch-Schifa“ beschrieb den Charakter dieser Generation unter ande­rem wie folgt: „(…) Es wurde überliefert, dass es eine Gruppe der Salaf, oder besser alle von ihnen, verabscheute, über etwas zu diskutieren, welches nicht zu Handlungen führte. (…)“ Der Imam schließt an anderer Stelle mit dem Gebet: „Möge Allah unseren gottesfürchtigen Salaf barmherzig sein, die ihren Din beschützt haben!“
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