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Sie sind hier: Home >> >> Wer koordiniert die Position der Muslime wirklich, will Khalil Breuer wissen
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08.10.2008 Wer koordiniert die Position der Muslime wirklich, will Khalil Breuer wissen

Einheit durch den KRM - Illusion oder Chance?

(iz). Als ich vor einigen Jahren Muslim wurde, war die innerislamische Debatte in Deutschland stark von Fragen wie „gibt es in diesen Keksen Gelatine?“ geprägt. Einige Zeit später wurde dann die „Kopftuchfrage“ aktuell. Heute wiederum geht es um den „Religionsunterricht“. Das sind natürlich alles wichtige Fragen - nur, sind es auch die wirklich drängenden Fragen, die Fragen mit der höchsten Priorität?
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Meine Meinung war klar: Ich war im „Zeitalter der Globalisierung“ um einiges mehr an ökonomischen und sozialen Fragestellungen interessiert.

[Den gesamten Artikel können Sie mit einem Online-Abo lesen.]



Engin Karahan aus Köln schrieb am 06.10.2008
Ich kann diesem Klagen über das, was die Verbände oder der KRM machen muss, soll, kann usw nicht viel abgewinnen. Ja, die Verbände und der KRM haben viele Defizite. Und das größte Defizit ist wohl das fehlende Personal, um neue Arbeitsfelder abzudenken. Statt sich permanent über die Verbände zu beschweren (damit meine ich jetzt nicht den Autor, sondern eine weit verbreitete Attitüde in der muslimischen Community) kann man doch versuchen, das Heft in die Hand zu nehmen und die eigenen Fertigkeiten für die Community einzubringen. Dazu bedarf es aber, egal ob man sich bei den größeren Verbänden oder bei kleineren Initiativen einbringt, eines Mindestmaß an Konsensfähigkeit und der Bereitschaft, eigene Ansprüche auch mal zurückzunehmen. Nur so funktionieren soziale Systeme. Gerade als Seiteneinsteiger muss man sich aber auch bewusst sein, dass man sich seine/ihre Sporen erst einmal verdienen muss. Eine Anspruch auf Autorität aufgrund der eigenen Selbstwahrnehmung sollte man nicht erwarten.
Dies sehe ich aber leider sehr oft bei vielen Schwestern und Brüdern, die zwar sehr eifrig darin sind, die Verbände zu kritisieren, selbst aber kaum in der Lage sind, in einer Drei-Personen-Gruppe zu einem Konsens zu kommen. Wenn dann auch noch die Selbstüberschätzung dazukommt, man würde ja eigentlich für alle Muslime sprechen (auch wenn die davon keine Ahnung haben) ist der Frust fürs Leben eigentlich schon vorprogrammiert.
Khalil Breuer aus Berlin schrieb am 03.10.2008
Zakat ist die absolut einfachste Verpflichtung im Islam! Es braucht nur einen Muslim, der seine Zakat an einen lokalen Amir bezahlt. Mit den Verbänden hat das eigentlich nichts zu tun. Ein zakatloser Muslim ist wie ein vegetarischer Löwe....
Anes Sabitovic aus Berlin schrieb am 02.10.2008
Solange die Moscheen auf nationaler Basis (un)organisiert sind, werden auch erwähnten Fragen im Artikel schwer Beachtung und noch schwieriger konkrete Lösung finden.
Imame in Deutschland sind nicht mal in der Lage unter sich Bajram ('Id) zu beglückwünschen.

Wie soll es dann mit Zakat gehen? Also eher Illusion.
Ali Kardelen aus Dortmund schrieb am 01.10.2008
Der KRM muss in der nächsten Zeit schnell eine gemeinsame Plattform gründen und diese Gemeinsamkeit in alle ihrer Moscheevereine hineinkommunizieren, um einen starken Rückhalt von den Gemeinden zu bekommen. Dies kann ohne Scheu erfolgen, denn die Basis ist in dieser Hinsicht seit langem Bereit so etwas zu akzeptieren. Aus der materiellen Gemeinsamkeit wird man immaterielle Kraft schöpfen, mittels der man inschaallah noch viele Gute Werke in Deutschland ins Leben rufen werden. Dieser innerer Halt muss gleichzeitig nach außen kommuniziert werden, damit man mögliche Bedenken von Nichtmuslimen abbaut.

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