Die Besonderheiten des Ramadans
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Sie sind hier: Home >> >> Kommentar: Spannung(en) um Verbleib in der Islamkonferenz. Von Khalil Breuer
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11.03.2010 Kommentar: Spannung(en) um Verbleib in der Islamkonferenz. Von Khalil Breuer

"Von oben"

(iz) Die 2. Runde der Islamkonferenz beginnt mit den gleichen Grundsatzfragen: Wer nimmt teil, wer nicht und kann das Innenministerium die Agenda und die Teilnehmer einfach "von oben" festsetzen? Die Antwort ist klar: Ja, man kann von staatlicher Seite und im Sinne der Mehrheitsgesellschaft natürlich so vorgehen, nur ob dies für den gewünschten Prozess "weise" ist, ist eine ganz andere Frage. Die Konferenz wirkt jedenfalls sehr stark auf die Interessen des Innenministeriums ausgerichtet; die Auswahl der "Experten" und die "Gestaltung" der zu erwartenden Mehrheitsverhältnisse in der Konferenz wirkt schlicht einseitig.
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Die erfolgreichen lokalen Zusammenschlüsse vieler Muslime und wichtige unabhängige NGOs bleiben auch diesmal ausgegrenzt. Schlimmer noch, mit der de facto Ausladung des Islamrates und der wichtigen Integrationsfigur Ali Kizilkaya wird nicht nur eine legitime Position, sondern auch tausende Muslime und hunderte Moscheegemeinden in die Parallelgesellschaft verabschiedet. Es wäre sicher besser und auch glaubwürdiger gewesen, den Muslimen auch ein Vorschlagsrecht über ihre - aus muslimischer Sicht - "unbequemen" Teilnehmer zuzubilligen und auch ihre Themenwünsche stärker aufzunehmen. Jetzt stellt sich für alle Teilnehmer die Sinnfrage.

Aber auch der KRM ist nicht schuldlos; er hat es ebenso versäumt, frühzeitig eine offene Debatte über mögliche Teilnehmer und neue Inhalte anzustoßen. Jetzt will man endlich öffentlich debattieren, erwägt sogar den Auszug. Es wird spannend sein, wie sich die Gremien am Freitag entscheiden. Das Sinnvollste wären wohl Neuverhandlungen mit dem Innenminister persönlich.


Serdar Günes aus Frankfurt schrieb am 10.03.2010
Ich frage mich, warum die Muslime und ihre Organisationen selbst keine Islamkonferenz in Deutschland veranstalten? Dann könnte auch jeder kommen und es würde frei diskutiert werden. So könnte man sich unabhängig von der Politik auf Inhalte und Konzepte einigen. Die auch später gegenüber dem Staat vorgebracht würden.

Außerdem wäre es auch nicht schlecht, gleich den christlichen Kirchentagen ähnliche Zusammenkünfte der Muslime zu organisieren. Eine Art islamischen "Kirchen"(!)Tag sozusagen. Ein Tag der Begegnung wäre das. Das würde die innerislamischen Beziehungen sehr fördern. Aber leider ist man nur auf die Politik fixiert, so das jegliche Anstrenung ziviler Natur vernachlässigt wirde.
Ich finde diesen Vorschlag sollte man in der IZ diskutieren und eventuell gegenüber Verbänden propagieren.

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