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Widersprüche zwischen Theorie und Praxis
„In Deutschland diskutieren Muslime in diesen Tagen über die Inklusion von Gehörlosen und praktizieren sie mancherorts auch schon. mehr ...
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Anfang nächster Woche ist die neue IZ bei ihren Lesern. Einer unserer Schwerpunkte ist das heiß debattierte Thema der Frauen im Islam. Zwei Autorinnen diskutieren die stellenweise fehlende Präsenz von Frauen in den Moscheen und wir geben Tipps für eine erfolgreiche Ehe. Ebenso reflektieren wir in drei Beiträgen die an die Öffentlichkeit getretene Debatte zwischen verschiedenen muslimischen Dachverbänden und das mögliche Ende des Koordinationsrates.
Außerdem: Der Kalte Krieg im Nahen Osten wird heißer, Gedanken zu Musik, zur Geschichte muslimischer Bildungseinrichtungen, aus der Anfangszeit muslimischer Gemeinschaften in Deutschland, Rezension des neuen Buches von Michael Lüders, Interview mit der Autorin Esther Fouzi sowie ein Porträt des Comicmachers Sulaiman Bakhit.
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IZ erklärt Deutschland: Die Salaf
Egal, ob angezählte Ex-Boser oder ehema­lige Bonner Musterschüler, die in den Bergen Afghanistans ums Leben kommen, Der „Salafismus“ ist trotz der zahlenmäßig geringen Menge der Anhänger zum Synonym einer amorphen Bedrohung geworden. Diese neuzeitliche Ideologie, die lange unter Muslimen und unse­ren Gelehrten als „Wahhabismus“ [nach ihrem Begründer Ibn ‘Abdulwahhab] bezeichnet wurde, hat sich lange dieses Tarnbegriffs bedient, um der Klassifi­zierung als Sekte zu entgehen. Phänome­nologisch ähnelt sie den Khawaridsch. Zum Leidwesen der muslimischen Welt ist der „Salafismus“ in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Nicht nur, weil er ungenau ist, sondern mehr noch, weil die Generationen (die Salaf As-Salihin), auf die sich die ­Wahhabiten gerne beziehen, um sich deren Legitima­tion anzueignen, von allen praktizierenden Muslimen der Ahl As-Sunna wa’l-Dschama’a geachtet und geliebt werden. Wie bei anderen Begriffen muss man auch hier erst einmal der zeitgenössische Schutt der Missverständnisse weggeräumt werden, um verstehen zu können. Qadi ‘Ijad aus Ceuta, früherer andalusischer Gelehrter und Autor des monumen­talen „Kitab Asch-Schifa“ beschrieb den Charakter dieser Generation unter ande­rem wie folgt: „(…) Es wurde überliefert, dass es eine Gruppe der Salaf, oder besser alle von ihnen, verabscheute, über etwas zu diskutieren, welches nicht zu Handlungen führte. (…)“ Der Imam schließt an anderer Stelle mit dem Gebet: „Möge Allah unseren gottesfürchtigen Salaf barmherzig sein, die ihren Din beschützt haben!“
Bild der Woche
Staatsministerin Aydan Özoğuz zu Gast beim “Speisen für Waisen”-Essen muslimischer Poetry-Slammer
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