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03.03.2015 Verantwortliche Behörde der Hansestadt weist Kritik der Schura an Moschee-Durchsuchung zurück

Dementi der Bremer Polizei

Bremen (iz/ots). Am Nachmittag des gestrigen Tages (2. Februar 2015) hat die Pressestelle der Polizei Bremen die gemeinsame Kritik von Schura Bremen und lokalen DITIB-Vertretern zurückgewiesen. Die Stellungnahme der muslimischen Vereine hatte den Behörden eine respektlose und unangemessene Durchführung der Aktion vorgeworfen.

Dem widersprach die Polizeierklärung: „Der Polizeieinsatz mit anschließenden Durchsuchungsmaßnahmen erfolgte aufgrund einer Gefahrensituation und nicht um religiöse Handlungen zu stören.  mehr ...
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03.03.2015 Bewertung des Positionspapiers „Für einen Islam mitteleuropäischer Prägung“ aus Sicht eines in Deutschland sozialisierten Muslims. Von Mehmet Alparslan Çelebi

Die „Unwissenheit der Politik“

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Unter der Leitung der CDU Bundestagsabgeordneten Jens Spahn und Günter Krings sowie der CDU Landtagsabgeordneten Serap Güler und Thomas Kufen hat sich die CDU Gedanken um die Zukunft Deutschlands gemacht und dabei die Themen „Einwanderung“ und in diesem Zusammenhang „Islam in Deutschland“ beleuchtet. Das Ergebnis ist ein gut gemeintes Positionspapier, welches Aufschluss über das verzerrtes Bild der Partei gegenüber den im eigenen Land lebenden Muslimen gibt.

(iz).  mehr ...
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02.03.2015 Pressemitteilung der Islamischen Religionsgemeinschaften zur Terrorwarnung in Bremen und der Durchsuchung des Islamischen Kulturzentrums im Breitenweg

Mit Hunden gestürmt

Bremen. „Die Islamischen Religionsgemeinschaften sind bestürzt über die jüngsten Vorkommnisse im Lande Bremen. Nach der gestrigen Razzia im IKZ Bremen herrscht Verwirrung unter den Bürgern und Verwüstung in der betroffenen Gemeinde und Gebetsstätte. Die Polizisten hatten die Moschee mit Schuhen betreten und mit einer Hundestaffel gestürmt.

Wir lehnen es strikt ab, dass sakrale Orte derart respektlos behandelt werden.  mehr ...

02.03.2015 Integrationsminister Schneider hält Islamgesetz für entbehrlich

Zuerst ein „breiter Dialog“

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Berlin (KNA). Der nordrhein-westfälische Integrationsminister Guntram Schneider (SPD) hält ein Islamgesetz nach österreichischem Vorbild in Deutschland für entbehrlich. Zunächst müsse ein breiter Dialog mit den islamischen Spitzenverbänden geführt werden, sagte er am Montag im „Deutschlandradio Kultur“.

Das österreichische Gesetz soll eine Radikalisierung junger Menschen verhindern.  mehr ...

28.02.2015 DRK fordert sicheren Zugang für humanitäre Helfer in Syrien

Keine Lebensmittel mehr für Eingeschlossene

Osnabrück (KNA). Angesichts der katastrophalen Lage in Syrien hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) die Kriegsparteien aufgefordert, humanitäre Hilfe zu notleidenden Menschen durchzulassen. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte DRK-Präsident Rudolf Seiters: „Wir appellieren an alle Konfliktparteien, die Arbeit des Roten Kreuzes und des Roten Halbmondes zu respektieren, die Sicherheit der freiwilligen Helfer zu garantieren und für Hilfslieferungen den Zugang zu allen Konfliktregionen zu gewährleisten.  mehr ...

28.02.2015 Die IZ-Blogger: Was auch in Deutschland eine Möglichkeit sein könnte. Rijad Dautović kommentiert das österreichische Islamgesetz

2015, oder doch eher 1815?

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„Zusammenfassend gesagt schafft es die Grundlagen für eine vom Ausland isolierte, von der Regierung (eigentlich fast ausschließlich vom Bundeskanzler) zutiefst abhängige und beaufsichtigte islamische Staatskirche. Der Eindruck drängt sich auf, dass die IGGiÖ zu einem Kontrollinstrument über Muslime und ihr Oberhaupt zu einem postkolonialen Statthalter des Bundeskanzlers degradiert wird.“

(iz). 2015 wiederholt sich zum 200.  mehr ...

27.02.2015 Interreligiöse Woche zu Naturschutz und Artenvielfalt geplant

„Große Begeisterung“

Bonn (KNA) Vertreter von neun Religionsgemeinschaften haben ein stärkeres Engagement zum Schutz der Umwelt und der biologischen Vielfalt vereinbart. Zum Abschluss des zweitägigen Dialogforums «Religionen und Naturschutz» einigten sich die rund 90 Teilnehmer am Donnerstag in Bonn auf vier Eckpunkte als Basis für die weitere Zusammenarbeit, wie das Bundesamt für Naturschutz (BfN) als Mitveranstalter mitteilte.

Freiflächen um religiöse Gebäude wie Synagogen, Tempel, Kirchen und Moscheen sowie Friedhöfe sollen noch stärker als bisher Orte der biologischen Vielfalt werden.  mehr ...

27.02.2015 Vorsitzender des Zentralrats der Muslime für Islamgesetz nach österreichischem Vorbild

Innenpolitiker Beck lehnt Idee ab

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Foto: greenythekid|CCL 3.0
BONN (KNA). Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) unterstützt ein Islamgesetz nach österreichischem Vorbild, um den Umgang mit Muslimen umfassend zu regeln. „Wir brauchen so eine Richtung in Deutschland, um wieder Normalität und Selbstverständlichkeit in der muslimischen Community herzustellen“, sagte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek in einem Phoenix-Interview. Der Fernsehsender strahlt das Gespräch am Sonntag um 13.00 Uhr aus.

Mazyek nannte es legitim, dass sich Religionsgemeinschaften selbst finanzieren und Imame im Inland ausgebildet werden sollen.  mehr ...

26.02.2015 Beck: Österreichisches Islam-Gesetz kein Vorbild

"Nicht vorstellbar"

Berlin (KNA) Der innenpolitische Sprecher der Grünen, Volker Beck, lehnt ein Islam-Gesetz für Deutschland ab. Da es in Deutschland keine Amtskirche gebe und gleichzeitig die Religionsfreiheit unabänderlichen Verfassungsrang habe, sei ein solches Gesetz nach österreichischem Vorbild «nicht vorstellbar», sagte der Politiker am Donnerstag in Berlin. «Die Absurdität eines solchen Sondergesetzes wird einem vielleicht klarer, würde man auch ein 'Juden-Gesetz' oder 'Christen-Gesetz' fordern», so Beck.  mehr ...

25.02.2015 Helfer müssen dringend Zugang zu Konfliktgebiet bekommen: Nigerias Streitkräfte brüsten sich mit massiven Luftangriffen auf von Boko Haram kontrollierte Städte

Menschenrechtler in tiefer Sorge

Göttingen (GfbV). Nach massiven Luftangriffen der nigerianischen Streitkräfte auf von Boko Haram kontrollierte Städte und Dörfer im Nordosten Nigerias hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ihre Sorge über das Schicksal von zehntausenden in dem Gebiet lebenden Zivilisten geäußert. „Dringend müssen Hilfsorganisationen Zugang zu der Konfliktregion bekommen, um die Not leidende Zivilbevölkerung zu unterstützen“, erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Mittwoch in Göttingen.  mehr ...

25.02.2015 Hintergrund: Anarchie bestimmt den Alltag in Zentralafrika. Ein Bericht von Markus Schönherr

„Es kann keine freien Wahlen geben“

Kapstadt/Bangui (KNA). Die Zentralafrikanische Republik kommt nicht zur Ruhe. Knapp zwei Jahre nach dem Regierungssturz und der Schaffung einer Übergangsregierung herrscht in weiten Teilen des Landes immer noch Gewalt. Die von den Vereinten Nationen unterstützten Interimsführer versuchen, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Allerdings fehlt es außerhalb der Hauptstadt Bangui an jeglichen staatlichen Strukturen.

„Es ist schwierig für die Regierung, alle Teile des Landes zu kontrollieren, wenn die Armee einfach nicht funktioniert“, sagt Georgette Florence Deballe Koyt.  mehr ...

24.02.2015 Europaweite Straßenaktion 'Gestatten, Muslim'

Vorurteile und Ängste abbauen, Empathie schaffen

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An diesem Samstag gehen tausende Muslime europaweit auf die Straße. Unter dem Motto "Gestatten, Muslim." wollen sie das Gespräch mit ihren Mitbürgern suchen, sich ihnen vorstellen und durch diesen ersten Kontakt Fremdheit und Vorurteile abbauen. Initiator der Aktion ist die Islamische Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG).

Der persönliche Kontakt zu Menschen ist die natürlichste und beste Art, Verständigung und Empathie zu fördern. Das belegen zahlreiche Studien. Da wo Begegnungen fehlen, sind Vorurteile eher ausgeprägt.  mehr ...

23.02.2015 SPD und Grüne fordern hauptamtliche Imame in NRW-Haftanstalten

"Ganzheitliches Handlungskonzept"

Düsseldorf (KNA) Angesichts einer Ausbreitung islamistischer Netzwerke haben SPD und Grüne im Düsseldorfer Landtag ein «ganzheitliches Handlungskonzept» zur Bekämpfung des gewaltbereiten Salafismus verlangt. «Wir sehen weiteren Handlungsbedarf, um die Radikalisierung von Jugendlichen zu verhindern und ihre Demokratiebindung zu stärken», erklärte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Hans-Willi Körfges, am Montag vor Journalisten in Düsseldorf.  mehr ...

23.02.2015 Neues Islamgesetz in Österreich. Von Alkimos Sartoros

Integration oder Diskriminierung?

Österreich bekommt ein neues Islamgesetz. Es soll einen „Islam österreichischer Prägung“ ermöglichen und die Integration erleichtern. Doch Kritiker sehen einen Generalverdacht gegen Muslime.

Wien (dpa). Am Mittwoch (25. Februar) soll ein neues Islamgesetz der rot-schwarzen Regierung in Wien das Parlament passieren. Darin soll muslimisches Leben in der Alpenrepublik umfassend geregelt werden. Kritiker sprechen jedoch von Diskriminierung.  mehr ...

21.02.2015 50. Todestag von Malcolm X: Die etwas andere Erinnerung. Von Tarek Bärliner

"Wir müssen der Welt erzählen von Malcolm, dem Muslim!"

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Zu den Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, deren Wirken heute noch viele Menschen begeistert, gehört zweifelsfrei Malcolm X. Zu seinem 50. Todestag wird überall auf der Welt an ihn erinnert, doch was konnte man wirklich von ihm lernen?

Der charismatische Redner war als Kind nie wirklich irgendwo beheimatet. Der sonderbare Malcolm Little galt unter Schwarzen als eher hellhäutig, was er von seiner Mutter hatte. Auch seine rötlichen Haare machten sein Erscheinungsbild besonders.  mehr ...

20.02.2015 Cemil Şahinöz setzt sich für Meinungs- und Pressefreiheit ein. Dafür erfährt er Gegenwind. Bericht von Yasin Baş

Heute schon einen Muslim gebasht?

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(iz). Bashing“ nennt man die wörtliche oder auch körperliche Attacke gegen etwas oder jemanden. Eine öffentliche Schmähung von Muslimen, sei es nun verbal oder physisch, wird als Muslim-bashing bezeichnet. Muslim-bashing scheint in letzter Zeit ein neuer Volkssport oder Freizeitbeschäftigung – teilweise auch unter Muslimen und Türken – geworden zu sein. Wir müssen also nicht nur nach Dresden zu den so genannten Patriotischen Europäern gegen die Islamisierung des Abendlandes“(Pegida) schauen.  mehr ...

20.02.2015 Kampf gegen Boko Haram: Luftangriff auf Moschee muss von Vereinten Nationen untersucht werden

Zivilbevölkerung besser schützen

„Der tragische Tod der unschuldigen Gläubigen muss eine Mahnung sein, zukünftig endlich die Belange der Zivilbevölkerung ernster zu nehmen.“

Göttingen (GfbV). Nach der tragischen Bombardierung einer Moschee, bei der 36 Gläubige starben, hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen besseren Schutz der Zivilbevölkerung im Kampf gegen die Terrorgruppe Boko Haram in Westafrika gefordert. „Militärs dürfen nicht rücksichtslos eine Politik der verbrannten Erde in einer Region betreiben, in der sich noch immer hunderttausende Zivilisten aufhalten.  mehr ...

19.02.2015 Das andere Ostdeutschland existiert. Abu Bakr Rieger reflektiert eine Autorenlesung mit André Brie

„Die Mär vom bösen Osten“

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Foto: Autor
„Hin und wieder erscheint der Osten nun als grundsätzlich provinziell und rückständig. Meinen eigenen, persönlichen Erfahrungen sind allerdings andere. (…) Es kommt heute durchaus vor, dass die eigene minderjährige Tochter - in der Schule als einzige Muslima weit und breit bekannt – plötzlich hochkomplizierte Fragen als Vertreterin des Weltislam vor Ort zu beantworten hat.“

(iz). Hin und wieder erscheint der „Osten“ Deutschlands als eine Art „no go area“ für Muslime.  mehr ...

19.02.2015 Obama: "Wir sind nicht im Krieg mit dem Islam"

"Keine religiösen Führer"

Washington (KNA) US-Präsident Barack Obama streitet Anführern islamistischer Terrororganisationen wie Al-Kaida und «Islamischer Staat» eine religiöse Legitimation ab. «Das sind keine religiösen Führer, das sind Terroristen», sagte er bei einer Konferenz zu Terrorismusbekämpfung am Mittwoch in Washington. Der Westen dürfe nicht auf den Versuch dieser Gruppen hereinfallen, einen Konflikt mit der islamischen Welt heraufzubeschwören. «Wir sind nicht im Krieg mit dem Islam», so Obama.  mehr ...
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Anfang nächster Woche ist die neue IZ bei Ihren Lesern. Khalil Breuer erinnert daran, dass es natürlich vor allem auch um das Lob des Schöpfers geht. Nach Chapel werfen wir in vier Texten einen genaueren Blick auf Muslime in den USA und stellen dabei auch das beeindruckende Ta’Leef Collective vor. Abu Bakr Rieger untersucht das Verhältnis von Staat, Technik und Wissenschaft und wir machen uns auf die Suche danach, was Muslime über „Identität“ denken.
Außerdem: 60 Jahre Deutsche Muslim-Liga sind Grund für Stolz, Nachholbedarf bei Medien, Tarek Bärliner über Malcolm X, Interview mit den Machern des Narrabila Verlags sowie viele andere spannende Themen.
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IZ erklärt Deutschland: Die Salaf
Egal, ob angezählte Ex-Boser oder ehema­lige Bonner Musterschüler, die in den Bergen Afghanistans ums Leben kommen, Der „Salafismus“ ist trotz der zahlenmäßig geringen Menge der Anhänger zum Synonym einer amorphen Bedrohung geworden. Diese neuzeitliche Ideologie, die lange unter Muslimen und unse­ren Gelehrten als „Wahhabismus“ [nach ihrem Begründer Ibn ‘Abdulwahhab] bezeichnet wurde, hat sich lange dieses Tarnbegriffs bedient, um der Klassifi­zierung als Sekte zu entgehen. Phänome­nologisch ähnelt sie den Khawaridsch. Zum Leidwesen der muslimischen Welt ist der „Salafismus“ in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Nicht nur, weil er ungenau ist, sondern mehr noch, weil die Generationen (die Salaf As-Salihin), auf die sich die ­Wahhabiten gerne beziehen, um sich deren Legitima­tion anzueignen, von allen praktizierenden Muslimen der Ahl As-Sunna wa’l-Dschama’a geachtet und geliebt werden. Wie bei anderen Begriffen muss man auch hier erst einmal der zeitgenössische Schutt der Missverständnisse weggeräumt werden, um verstehen zu können. Qadi ‘Ijad aus Ceuta, früherer andalusischer Gelehrter und Autor des monumen­talen „Kitab Asch-Schifa“ beschrieb den Charakter dieser Generation unter ande­rem wie folgt: „(…) Es wurde überliefert, dass es eine Gruppe der Salaf, oder besser alle von ihnen, verabscheute, über etwas zu diskutieren, welches nicht zu Handlungen führte. (…)“ Der Imam schließt an anderer Stelle mit dem Gebet: „Möge Allah unseren gottesfürchtigen Salaf barmherzig sein, die ihren Din beschützt haben!“
Zitat der Woche
„Wir wissen derzeit nicht, was wirklich in Paris passiert ist. Die Massenmedien erklären zwar seit Tagen, es sei sicher und erwiesen, dass der Anschlag durch radikale Islamisten durchgeführt worden sei. Das stimmt aber nicht. Nichts ist erwiesen. (…) Meine Fazit ist klar: Erstens ist der Anschlag nicht geklärt, das braucht mehr Zeit. Vielleicht waren es radikale Islamisten. Vielleicht aber auch nicht. Zweitens muss man bei jedem Terroranschlag immer auch untersuchen, ob es nicht eine False-Flag-Operation war, welche man in diesem Fall den Muslimen nur in die Schuhe schiebt (…) Natürlich gibt es eine Radikalisierung, wir stecken Mitten in einer riesigen Gewaltspirale und das ist alles andere als gut. In den nächsten 10 oder 20 Jahren müssen wir daher versuchen, aus dieser Gewaltspirale rauszukommen.“

Daniele Ganser, Nachdenkseiten, 20.01.2016
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Bild der Woche
Staatsministerin Aydan Özoğuz zu Gast beim “Speisen für Waisen”-Essen muslimischer Poetry-Slammer
Buchtipp
„Die Ehe ist die Hälfte des Dins“, lautet eine der Überlieferungen des Propheten Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben. Daran ändern auch die neuen Verhältnisse unserer Zeit wie Internet oder wie die stellenweise Auflösung traditioneller Familienverhältnisse nicht. Was allerdings im Wandel begriffen ist, ist die Art und Weise, wie insbesondere junge Muslime heute zur Ehe finden beziehungsweise finden können. In seinem Band „Jung & Suchend“ hat Murat Demiryürek einen schematischen Ratgeber verfasst, der diejenigen, die sich auf der Suche nach einem potenziellen Ehepartner befinden oder diesen schon gefunden haben, theoretisch und praktisch mit Rat und Hilfe zur Seite steht. „Gott sei Dank ist es immer noch so, dass das Heiraten ein verdeckter oder offensichtlicher Wunsch ist und ab einem gewissen Lebensabschnitt als eine Normalität gilt. Deshalb drängt das Umfeld einem das Thema Heirat früher oder später auf. Obwohl dieses es vielleicht gut meint, kann es einen gewaltig nerven. (…) Ob nun freiwillig oder nicht, das Thema Heirat wird kommen“, leitet Demiryürek seinen Ratgeber ein. Grob gesprochen besteht „Jung & Suchend“ aus zwei Abschnitten. Der erste widmet sich dem Suchen nach einem Ehepartner, und den damit verbundenen Fallstricken. Dabei schreibt der Autor alles andere als rückwärtsgewandt. So bezieht er die sozialen Netzwerke wie Facebook, oder Twitter in die Möglichkeiten des Suchens ein. Im zweiten Teil, nach einem geglückten Finden, beschreibt Murat Demiryürek entscheidende Schritte bis zu einer geglückten Heirat. Dabei macht er auch vor bekannten Problemen möglichen Klippen, die es zu umschiffen gilt, nicht Halt. So wird beispielsweise die ambivalente Rolle von Eltern reflektiert oder auch die Frage, was es mit multikulturellen Ehen auf sich hat beziehungsweise wo deren Probleme liegen können. Trotz einer gelegentlich zu schematischen Beschreibung des Sachverhalts lohnt sich „Jung & Suchend“ für alle, die sich mit dem Thema beschäftigen wollen – oder müssen. (sw)

Murat Demiryürek, Jung & Suchend, Hayy Verlag, Dezember 2014, Taschenbuch, 117 Seiten, ISBN 978-3981699418, Preis: EUR 7,50
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Eurasia News
Das Nachrichtenportal Eurasia News ist medial auf der Seidenstraße unterwegs und will ­Klischees aufbrechen. Eurasia News will die alten Blöcke überwinden und den Fokus auf künftige neue, aufstrebende Regionen setzen, die ihren Platz in der Welt suchen und sich als Wirtschaftsstandorte und politische Akteure in Szene setzen wollen und werden.

Serdar Günes' Verzeichnis
Nützliches Verzeichnis von Grundlagentexten zu Themen der islamischen Debatte. Nach Themen sortiert

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