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Wie sieht die ­Position zum ­Extremismus aus?
(iz). Allah sagt in Seinem mächtigen Buch: „Und so haben Wir euch zu einer Gemeinschaft der Mitte gemacht. mehr ...
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23.11.2014 Afghanisches Parlament macht Weg für Nato-Einsatz ab 2015 frei

Der Abzug, der keiner war

Kabul/New York (dpa). Das Parlament in Afghanistan hat den Weg für einen internationalen Militäreinsatz über das Jahresende hinaus freigemacht. Die Abgeordneten billigten am Sonntag mehrheitlich die notwendigen Sicherheitsabkommen mit den USA und der Nato. Es gab lediglich fünf Neinstimmen. US-Präsident Barack Obama erlaubt einem Bericht zufolge weitere US-Kampfeinsätze in Afghanistan auch nach dem angekündigten Abzug aller Nato-Kampftruppen Ende Dezember.  mehr ...
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20.11.2014 Union: Muslim-Deklaration gegen «IS» ist wichtiges Signal

Eindeutige Absage

Berlin (KNA) Die Union hat die eindeutige Absage hochrangiger Vertreter islamischer Religionsgemeinschaften an die Gewalt der Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS) begrüßt. Die Erklärung führender Religionsvertreter aus Ägypten, Jordanien, Libanon und Saudi-Arabien sei «ein ganz wichtiges Signal in den Bemühungen, den Einfluss der IS-Terroristen zurückzudrängen», sagte der Unions-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder (CDU) am Donnerstag in Berlin.  mehr ...
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19.11.2014 Ex-Präsident Wulff: Trotz IS-Terror an der Seite der Muslime stehen

Vor Pauschalisierung gewarnt

Berlin (dpa). Ex-Bundespräsident Christian Wulff hat bei seinem ersten Auftritt als Präsident des Euro-Mediterran-Arabischen Ländervereins (Ema) vor einer Pauschalverurteilung der Muslime gewarnt. Die Bedrohung durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) richte sich auch gegen die Mehrheit der Muslime, erklärte Wulff am Dienstag vor Unternehmern und arabischen Diplomaten in Berlin. „Wir müssen gerade in dieser Situation an der Seite der Muslime stehen.“

Der Länderverein will den Boden für deutsche Firmen in der arabischen Welt bereiten und kulturelle Kontakte knüpfen.  mehr ...
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19.11.2014 „Islamische Theologie und ihre Didaktik“: Prof. Dr. Yasar Sarikaya hielt Antrittsvorlesung zu Beginn seiner Professur in Gießen. Bericht von Elif Gömleksiz

Ein zentrales Element des Denkens

Hauptbild
Foto: Autor
Gießen (iz). „Islamische Religionspädagogik als Medium der Erneuerung islamisch-religiösen Wissens“ war der Titel der Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Yasar Sarikaya, die am 13.11.2014 in Gießen stattfand. Die Vorlesung, die große Resonanz bei den zahlreich erschienenen Gästen aus Politik, Wissenschaft und den Theologien fand, wurde mit einer kurzen Rede des Dekans, Prof. Dr. Stefan Tebruck eingeleitet.  mehr ...
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18.11.2014 Scharfe Kritik am Platzeck-Vorstoß zur möglichen Anerkennung des Status der Krim

"Pro-russisches Unrechtssystem auf der Krim"

(GfbV) Scharf kritisiert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Forderung des Vorsitzenden des Deutsch-Russischen Forums und früheren Ministerpräsidenten Brandenburgs, Matthias Platzeck (SPD), der einen Weg zur Anerkennung der annektierten Krim gefordert hatte. „Platzeck fällt damit nicht nur Bundeskanzlerin Angela Merkel in den Rücken und stellt sich gegen die deutsche Außenpolitik.  mehr ...

18.11.2014 Anschlag auf Jerusalemer Synagoge - Gegenseitige Beschuldigungen

Provokationen und Gewalt

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Foto: Godot13|CCL 3.0
Jerusalem (KNA). Nach einem tödlichen Anschlag auf eine Synagoge in Jerusalem hat die israelische Polizei die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Unterdessen kam es nach Angaben von Polizeisprecher Micky Rosenfeld am Dienstag zu Ausschreitungen im arabischen Stadtteil Jabel Mukaber im Südosten Jerusalems. Neun Personen seien festgenommen worden. Zu der Tat bekannten sich die «Ali Abu Mustafa Brigaden», ein militanter Arm der linken «Volksfront zur Befreiung Palästinas».

Israels Regierungssprecher Mark Regev beschuldigte «extremistische» Islamisten der jüngsten Eskalation.  mehr ...

17.11.2014 Erste Stipendiaten in muslimisches Studienwerk aufgenommen

Bis zu 670 Euro im Monat

Berlin (KNA). Die ersten 65 Stipendiaten des muslimischen Studienwerkes Avicenna sind am Montag in Berlin offiziell durch das Begabtenförderungswerk aufgenommen worden. „Begabte und engagierte muslimische Studierende und Promovierende sollen, wie andere auch, die Chance haben, sich um eine Förderung durch ein Begabtenförderungswerk zu bewerben, das ihrer Religion nahesteht“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, Thomas Rachel, bei der Feier. Von den neuen Stipendiaten sind den Angaben zufolge zwei Drittel Frauen.  mehr ...

16.11.2014 Kommentar zu den Reaktionen der Presse auf Erdogan-Aussage

Erdogan: Muslime haben Amerika entdeckt. Hat er wirklich Unrecht?

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(iz) Liest man die Reaktionen der deutschen Medien auf die Äußerungen des türkischen Präsidenten, Muslime hätten noch vor Kolumbus Amerika 'entdeckt', scheint es doch beinahe so, als wäre die Kolumbus-Theorie ohne Zweifel alternativlos. Erwähnenswert ist in dabei aber eigentlich auch, dass nachweislich Wikinger zuvor die Ostküste Nordamerikas bereisten. Nur ist selbst das nicht die einzige Theorie.

Der Journalist Eren Güvercin macht darauf auferksam, dass der Gedanke der 'Entdeckung' Amerikas durch muslimische Seefahrer gar nicht so abwegig ist.  mehr ...

14.11.2014 Aleppos Rebellen stemmen sich gegen Assad. Von Jan Kuhlmann

In der „Stadt des Todes“

Was Kobane für die Kurden, ist Aleppo für die arabischen Rebellen in Syrien: ein Symbol für ihren Widerstand. Das Regime zieht die Schlinge um die Stadt immer enger. Doch die Rebellen kämpfen weiter.

Aleppo/Gaziantep (dpa). Wer dem Bombenterror in Aleppo auf schnellem Weg entkommen will, braucht ein Taxi, 100 US-Dollar und starke Nerven. Eine einzige Route führt noch aus den Rebellenvierteln der nordsyrischen Stadt hinaus, sie geht nach Norden Richtung Türkei. Die Taxis jagen die Strecke entlang, um Angreifern kein Ziel zu bieten.  mehr ...

13.11.2014 Ein beeindruckendes Beispiel für den Frieden zwischen den Religionen. Von Tarek Bärliner

Wer bewacht die heiligste Stätte des Christentums? Zwei Muslime

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inquistr.com
(iz). Für Muslime, Juden und Christen ist Jerusalem von ungeheurer Bedeutung. In den Geschichten der Propheten spielten sich an diesem Ort besondere Ereignisse ab. Die meisten Christen glauben daran, dass dort, wo heute die, 325 errichtete, Grabeskirche steht, der Prophet Jesus, Allahs Segen auf ihm, gekreuzigt und begraben wurde , und dann auferstanden ist. Aber nur wenige wissen, dass es ein Muslim ist, der die Tür zu dieser Pilgerstätte bewacht, öffnet und schließt.

Nach der Eroberung Jerusalems 637 versprach der Kalif Umar, Allahs Wohlgefallen auf ihm, den Juden und Christen Schutz.  mehr ...

13.11.2014 Vor Staatsbesuch: Verfolgte Rohingya in Myanmar sehen in US-Präsident Obama als letzte Rettung. Ein Bericht von Simon Lewis

„Bis zur Vernichtung“

Die muslimischen Rohingya werden im buddhistischen Myanmar gehasst und verfolgt. Sie setzen alle Hoffnung auf US-Präsident Obama. Setzt er als Fürsprecher der Entrechteten andere US-Interessen aufs Spiel?

Rangun (dpa). Für US-Präsident Barack Obama ist Myanmar nur eine Durchgangsstation von einem Gipfel zum anderen. Doch in dem südostasiatischen Land wird ihn ein von der Welt vergessener Konflikt einholen: Die von Staats wegen verfolgte muslimische Minderheit der Rohingya fürchtet um ihr Leben. Seit Mitte Oktober seien bis zu 16.  mehr ...

13.11.2014 Gericht kippt Verbot der Anti-Islamismus-Demo in Hannover

Richter widersprechen Polizei

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Nun also doch? Die umstrittene HoGeSa-Demo in Hannover ist trotz des Verbotes der Polizei doch wieder zugelassen worden – zumindest unter Auflagen. Das Urteil des Verwaltungsgerichtes muss aber nicht das letzte Wort bleiben.

Hannover (dpa). Das Verwaltungsgericht in Hannover hat das Verbot der umstrittenen Anti-Islamismus-Demonstration an diesem Samstag gekippt. Die Veranstaltung unter dem Motto „Europa gegen den Terror des Islamismus“, hinter der die Gruppierung „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) steht, darf unter Auflagen stattfinden, urteilte das Gericht am Donnerstag.  mehr ...

12.11.2014 Wiener Religionsgipfel gegen IS-Terror

Gemeinsame Aktion

Wien (KNA) Hochrangige Religionsführer und politische Entscheidungsträger versammeln sich in der kommenden Woche in Wien zu einem internationalen Gipfel gegen den IS-Terror im Nahen Osten. Das Wiener «König-Abdullah-Zentrum für Interreligiösen und Interkulturellen Dialog» als Veranstalterin veröffentlichte am Mittwoch eine erste Liste mit Teilnehmern der zweitägigen englischsprachigen Konferenz «Vereinigt gegen Gewalt im Namen der Religion».

Angekündigt haben sich demnach für den 18. und 19.  mehr ...

12.11.2014 Dutchbat-Vergangenheit von Srebrenica: Blauhelm-Offiziere sollen für Srebrenica-Tote persönlich gerade stehen

Menschenrechtler fordern Ermittlungen

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Foto: US-Armee|gemeinfrei
Göttingen (GfbV). Die niederländische Staatsanwaltschaft muss endlich Ermittlungen gegen drei Offiziere aufnehmen, die 1995 in Srebrenica stationiert waren. Diese Forderung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich der Anhörung von Überlebenden des Völkermordverbrechens und ehemaligen niederländischen Blauhelmen am Donnerstag vor dem Berufungsgericht in Arnhem erhoben.  mehr ...

11.11.2014 Seit 2012 über 50 Übergriffe auf Religionsgemeinschaften in Berlin

Gefährdungslage

Berlin (KNA) Auf die drei großen Religionsgemeinschaften sind seit 2012 in Berlin 52 Anschläge und Übergriffe erfolgt. Es waren unter anderem Brandstiftungen, Sachbeschädigungen durch Schriftzüge oder mündliche Beleidigungen, wie die Senatsverwaltung für Inneres nach einer Anfrage aus dem Abgeordnetenhaus bekannt gab. Davon sind bislang 11 aufgeklärt. Laut der am Dienstag veröffentlichten Antwort wurden 23 Fälle bei kirchlichen, 17 bei muslimischen und 12 bei jüdischen Einrichtungen gemeldet.  mehr ...

10.11.2014 Spaziergang durch eine der wichtigsten muslimische Städte und das Scharnier Eurasiens. Ein Reisebericht von Alexander Brüggemann

Abenteuer Istanbul

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Foto: Chr. Briggs|GNFDL
„Das schönste an Ankara ist die Autobahn nach Istanbul.“ (türkisches Sprichwort)

Istanbul (KNA). Nein, Istanbul kann eigentlich keine anderen Hauptstädte neben sich haben! Die Hauptstadt zweier Weltreiche. Schauplatz der muslimischer Größe. Brückenkopf zwischen zwei Erdteilen, Europa und Asien. Brodelnde Metropole für 10, 12, 15 Millionen Bewohner – wer will die Zahl kennen? Istanbul ist nominell die zweite Stadt der Türkei hinter Ankara, der 1923 verordneten Hauptstadt der neuen Republik. Und doch sagt ein türkisches Spottwort: „Das schönste an Ankara ist die Autobahn nach Istanbul.  mehr ...

10.11.2014 Kalte ethnische Säuberung? Myanmar verweigert Rohingya-Flüchtlingen Rückkehr aus Bangladesch

Rangun macht weiter wie bisher

Rangun (dpa). Die in Lagern in Bangladesch ausharrenden muslimischen Flüchtlinge aus Myanmar, die Rohingya, können nicht in ihre einstige Heimat zurück. "Präsident Thein Sein hat gesagt, wir nehmen Flüchtlinge nur unter vier Bedingungen auf", schrieb der Sprecher des Präsidenten, Ye Htut, am Montag auf seiner Facebook-Seite. Zu den Bedingungen gehört der Nachweis, dass beide Elternteile Staatsbürger von Myanmar waren – eine Vorschrift, der viele mangels Papieren nicht nachkommen können.

Rohingyas werden im überwiegend buddhistischen Myanmar – früher: Birma – verfolgt.  mehr ...

07.11.2014 Islamwissenschaftlerin Katajun Amirpur: Muslimische Gewaltdebatte wird nicht wahrgenommen

Wenn „angebliche Islamexperten“ schwadronieren

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Foto: R. Spekking|CC BY-SA-3.0
Berlin (KNA). Die Hamburger Islamwissenschaftlerin Katajun Amirpur hat die Kritik des scheidenden EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider zurückgewiesen, dass muslimische Verbände sich nicht genügend mit der Legitimation von Gewalt durch den Koran auseinandersetzten. Das Problem sei „weniger die fehlende Auseinandersetzung von Muslimen“ sondern dass diese Auseinandersetzung hier nicht wahrgenommen wird – und stattdessen mantraartig wiederholt wird, „was angebliche Islamexperten im Feuilleton schwadronieren“, sagte Amirpur dem Berliner „Tagesspiegel“.  mehr ...

06.11.2014 Konflikt zwischen Juden und Arabern in Jerusalem wird schärfer. Bericht von Andrea Krogmann

Wieder in der Spirale der Gewalt

Jerusalem (KNA). Jerusalem brodelt. Seit im Sommer Jugendliche beider Seiten durch Radikale ermordet wurden, kommt die Stadt nicht zur Ruhe. Fast täglich kommt es zu Zusammenstößen zwischen jungen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften. Beim dritten Attentat binnen zwei Wochen starb am Mittwoch ein israelischer Polizist. Die vorläufige Bilanz der jüngsten Gewaltwelle: 3 getötete Israelis, mehr als 20 Verletzte, 188 verhaftete Palästinenser.  mehr ...
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In der aktuellen Ausgabe (Anfang nächster Woche in Ihren Briefkästen) spielen die anhaltenden Fragen nach Extremismus und Gewalt, die Relevanz des österreichischen Islamgesetzes für die Debatte in Deutschland sowie die Themen Medien und Jugend eine wichtige Rolle.
Wir haben aber noch viele weitere interessante Themen zu bieten: Interview mit den Autor und Naturwissenschaftler Ernst Peter Fischer, die Politik der Türkei im Nahen Osten, Bosnien hat gewählt, der Autor Sadakat Kadri, Halal-Tourismus, der Adab des Propheten, Kurzserie mit einem wichtigen Talk von Hamza Yusuf, Rückblick auf das NSU-Desaster, viele Buchtipps sowie ein Besuch in dem Berliner Duftladen Mekkanische Rose.
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IZ erklärt Deutschland: Die Salaf
Egal, ob angezählte Ex-Boser oder ehema­lige Bonner Musterschüler, die in den Bergen Afghanistans ums Leben kommen, Der „Salafismus“ ist trotz der zahlenmäßig geringen Menge der Anhänger zum Synonym einer amorphen Bedrohung geworden. Diese neuzeitliche Ideologie, die lange unter Muslimen und unse­ren Gelehrten als „Wahhabismus“ [nach ihrem Begründer Ibn ‘Abdulwahhab] bezeichnet wurde, hat sich lange dieses Tarnbegriffs bedient, um der Klassifi­zierung als Sekte zu entgehen. Phänome­nologisch ähnelt sie den Khawaridsch. Zum Leidwesen der muslimischen Welt ist der „Salafismus“ in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Nicht nur, weil er ungenau ist, sondern mehr noch, weil die Generationen (die Salaf As-Salihin), auf die sich die ­Wahhabiten gerne beziehen, um sich deren Legitima­tion anzueignen, von allen praktizierenden Muslimen der Ahl As-Sunna wa’l-Dschama’a geachtet und geliebt werden. Wie bei anderen Begriffen muss man auch hier erst einmal der zeitgenössische Schutt der Missverständnisse weggeräumt werden, um verstehen zu können. Qadi ‘Ijad aus Ceuta, früherer andalusischer Gelehrter und Autor des monumen­talen „Kitab Asch-Schifa“ beschrieb den Charakter dieser Generation unter ande­rem wie folgt: „(…) Es wurde überliefert, dass es eine Gruppe der Salaf, oder besser alle von ihnen, verabscheute, über etwas zu diskutieren, welches nicht zu Handlungen führte. (…)“ Der Imam schließt an anderer Stelle mit dem Gebet: „Möge Allah unseren gottesfürchtigen Salaf barmherzig sein, die ihren Din beschützt haben!“
Zitat der Woche
„Die Auflösung des Adabs, eine Folge der Verfälschung von Wissen, schafft eine Situation, in der falsche Führer in allen Lebensbereichen erscheinen. Denn das setzt nicht nur einen Verfall des Wissens voraus, sondern bedeutet auch den Verlust der Fähigkeit und der Kompetenz zum Erkennen und Anerkennen von wahrer Führung. Durch die intellektuelle Anarchie, die eine solche Lage kennzeichnet, werden die einfachen Leute zu bestimmenden Faktoren für intellektuelle Entscheidungen und im Bereich des Wissens auf die Ebene von Autorität erhoben.
Authentische Begriffsbestimmungen werden aufgelöst. Stattdessen bleiben uns Binsenweisheiten und wage Slogans, die als profunde Konzepte dargeboten werden. Die Unfähigkeit zur Definition, zum Erkennen und Eingrenzen von Problemen und damit der Bereitstellung richtiger Lösung, die Schaffung von Pseudoproblemen sowie die Reduktion der Schwierigkeiten auf bloße politische, sozio-ökonomische und rechtliche Faktoren werden erkennbar. Es ist nicht überraschend, wenn eine solche Lage einen fruchtbaren Untergrund für die Entstehung von Abweichenden und unterschiedlichsten Extremisten schafft, die ihre Unwissenheit zum Kapital gemacht haben.“


Naquib al-Attas
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Bild der Woche
Solidarität vor Ort BIELEFELD. Der turnusgemäße Sprecher des KRM und Vorsitzende des Islamrates für die Bundesrepublik, nimmt Moscheen in Bielefeld (Bild) und Berlin in Augenschein. Diese wurden durch mutmaßliche Brandanschläge angegriffen. (Foto: Twitter@KizilkayaAli
Buchtipp
Als der große Gelehrte Abu Hamid Muhammad al-Ghazali um das 12. Jahrhundert sein Meisterwerk „Ihya Ulum ad-Din“ (Wiederbelebungen der islamischen Wissenschaften) schrieb, das später zur Pflichtlektüre für Muslime in etlichen Universitäten und Madrassen wurde, tat er es aus der Notwendigkeit seiner Zeit und seines Ortes heraus. Nicht dass die aufgegriffenen Themen, welche man auf so ziemlich alles begrenzen kann, stets aktuell sind, er sah sich dennoch neuen Herausforderungen gegenüber, wie dem Reiz der Araber und Perser an einer, seines Erachtens nach, fragwürdigen Philosophie aus westlicheren Hemisphären.
Der literarische Koloss besteht aus 40 Büchern zu Teilgebieten der verschiedenen islamischen Wissenschaften. Kürzlich gab der Spohr-Verlag den letzten Band als Übersetzung von Radhia Shukrullah heraus. „Erinnerung an den Tod und das Leben danach“ gibt her, was es verspricht. Es ist kein Buch, das man verschlingt, eher eine Herausforderung, die man häppchenweise aufnimmt. Unterteilt ist der Band in zwei Teile. Der erste Teil, wiederum untergliedert in acht Kapitel, ist eine Mischung aus mentaler Vorbereitung auf das Thema und gnadenloser Überwältigung durch klare Worte.
Die Beschreibungen des Todes und seiner Bedeutung für das eigene Wesen und der Menschheit im Allgemeinen sind präzise und lassen gleichzeitig eigene Gedankengänge zu. Seine psychologisch scheinbar geschickt gewählte Herangehensweise erlaubt es, sich wieder zu finden in einem Gebilde aus aufgelesenem Verständnis und Versuchen der Erkenntnis. Der persische Gelehrte, auch Hudschatul Islam (Beweis des Islam) genannt, spart nicht an Primärquellen und wählt eigene Worte oft nur ergänzend zum Kontext.
Die Sprache liest sich flüssig, das Buch ist in ein angenehmes, aber ausreichend umfangreiches Deutsch übersetzt worden. Der Inhalt macht dem Titel alle Ehre, als ständige Erinnerung im Haushalt kann dieses Buch nicht schaden. Vorausgesetzt man traut sich, dem Tod so tief in die Augen zu schauen. Danach wird jeder ohne zu zögern seinen Liebsten Blumen kaufen gehen.

Imam Abu Hamid Muhammad al-Ghazali, Erinnerung an den Tod und das Leben danach (Kitâb dhikr al-mawt wa-mâ ba’dahu Das 40. Buch der Ihyâ’ ‘ulûm ad-dîn), übersetzt von Radhia Shukrullah, eingeleitet von Salim Spohr, Spohr Publishers Limited, Auflage 2014 , broschiert, 352 Seiten, ISBN 978-9963400508, Preis: EUR 19,50
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Eurasia News
Das Nachrichtenportal Eurasia News ist medial auf der Seidenstraße unterwegs und will ­Klischees aufbrechen. Eurasia News will die alten Blöcke überwinden und den Fokus auf künftige neue, aufstrebende Regionen setzen, die ihren Platz in der Welt suchen und sich als Wirtschaftsstandorte und politische Akteure in Szene setzen wollen und werden.

Serdar Günes' Verzeichnis
Nützliches Verzeichnis von Grundlagentexten zu Themen der islamischen Debatte. Nach Themen sortiert

The Majalla
Internationales, englisch sprachiges Magazin über die Arabische Welt

Emran Feroz
Blog über Politik, Naher & Mittlerer Osten, Migration, Europa & die islamische Welt

Union Europäischer Muslime
Webseite der European Muslim Union (EMU)

www.abubakrrieger.de
Private Webseite des Herausgebers der IZ

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