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Assoziieren und De-Assoziieren
„Natürlich wird es von muslimischer Seite nicht genügen, sich medial als ‘die Guten’ zu inszenieren. Auch innermuslimisch gilt es, die Debatte über die unheimliche Hochzeit von Muslimen mit den Abgründen moderner Ideologie weiter fortzuführen. mehr ...
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19.09.2014 Tarek Bärliner berichtet von der Berliner Kundgebung im Rahmen der Aktion „Muslime stehen auf“

„Schockiert von den Gräueltaten“

Berlin (IZ). Das war sie also, die vielmals erwartete Aktion gegen Hass und Unrecht. Über die sozialen Netzwerke sowie zahlreiche kleine bis große Medien hatten Funktionäre der im Koordinationsrat der Muslime organisierten Verbände, allen voran der Vorsitzende des Zentralrats Aiman Mazyek, die Muslime mit dem Hashtag #MuslimeStehenAuf zu einer Friedensaktion gegen Gewalt aufgerufen.  mehr ...
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19.09.2014 Deutsche Muslime: Kein Terror im Namen des Islam. Bundespolitiker zu Gast

Kundgebungen in acht Städten

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(KNA) Die zahlenstärksten muslimischen Verbände in Deutschland haben am Freitag mit einer bundesweiten Aktion gegen Rassismus und Terrorismus demonstriert. «Wir erleben, wie Menschen im Namen Allahs Grausamkeiten begehen, andere Menschen quälen, sie aus ihren Häusern vertreiben und ermorden. Sie handeln unter dem Banner des Propheten, zeigen mit ihren Verbrechen aber, dass sie kein Wort davon verstanden haben, was Allah uns offenbart hat», erklärte der Koordinationsrat der Muslime (KRM) in einer Botschaft, die bundesweit verlesen wurde.  mehr ...
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19.09.2014 Nach Wahlboykott eskalieren Schikanen gegen Krimtataren: Bundesregierung soll gegen erzwungene Räumung der krimtatarischen Selbstvertretung protestieren

Protest gegen Repressalien gefordert

Göttingen (GfbV). Alarmiert von Menschenrechtsorganisationen auf der Krim hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Donnerstag dringend an die deutsche Bundesregierung appelliert, sofort gegen eine erzwungene Räumung der krimtatarischen Selbstvertretung, des Medschlis, zu protestieren.  mehr ...
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18.09.2014 Interview: DML-Vorsitzender Mohammed Belal El-Mogaddedi reflektiert über Extremismus und Distanzierungsversuche

„Die Diskussion wird verengt geführt“

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„Viel wichtiger ist jedoch, wie wir Muslime in der Zukunft als integraler Teil Deutschlands nach innen und in Kooperation mit unseren Partnern in der Politik nach außen den Herausforderungen der unterschiedlichen Facetten des Extremismus begegnen.“

(iz). Morgen, den 19. September, findet eine bundesweite Aktion der muslimischen Mehrheitsverbände statt, auf der unzählige Gemeinden Stellung gegen Extremismus und Radikalismus seitens von Muslimen beziehen werden. Neben vielen Moscheen finden in acht Schwerpunnktorten auch Kundgebungen mit hochrangigen öffentlichen Vertretern statt.  mehr ...

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18.09.2014 Saudische Islam-Gelehrte erlassen Fatwa gegen IS-Extremisten

Gemeinsames Vorgehen

Riad (dpa) - Hochrangige saudi-arabische Religionsgelehrte haben in einer Fatwa (Rechtsgutachten) den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gutgeheißen. Terrorismus sei ein «abscheuliches Verbrechen» und das Gegenteil dessen, was der Islam verkörpere, begründete der Rat der Höchsten Religionsgelehrten nach Angaben der saudi-arabischen Nachrichtenagentur Spa am Mittwoch seine Entscheidung. Demnach gab der Rat auch den Plänen der saudischen Regierung seinen Segen, die USA im Kampf gegen die IS-Milizen zu unterstützen.  mehr ...

17.09.2014 Die deutschen Islam-Verbände wollen die Deutungshoheit nicht den Extremisten überlassen

KRM benennt Schwerpunktveranstaltungen

Berlin (dpa) - Die islamischen Verbände in Deutschland wollen am Freitag mit einem bundesweiten Aktionstag öffentlich Position gegen Rassismus und Fanatismus beziehen. Auslöser dafür sind die Verbrechen islamistischer Terrorgruppen im Irak und in Syrien, aber auch die jüngsten Angriffe auf Moscheen in Deutschland. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, betonte jedoch am Dienstag in Berlin: «Unsere Aktion ist keine Distanzierungsorgie.» Die Muslime wollten jedoch nicht schweigen, «wenn der Islam gekidnappt wird von Terroristen und Verbrechern».  mehr ...

16.09.2014 Türkei will ranghohe ägyptische Muslimbrüder aufnehmen

Ankaras Wagnis?

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Foto: Wikimedia Commmons
Istanbul (KNA). Die Türkei will den unter Druck geratenen ägyptischen Muslimbrüdern im Exil in Katar gegebenenfalls Zuflucht gewähren. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sagte laut türkischen Medien (Dienstag), sein Land werde Aufenthaltsgesuche Fall für Fall prüfen. Wenn es keinen Hinderungsgrund gebe, seien Muslimbrüder ebenso wie andere ausländische Gäste in der Türkei willkommen, sagte Erdogan auf dem Rückflug von einem zweitägigen Staatsbesuch in Katar vor Journalisten.  mehr ...

15.09.2014 Tarek Bärliner erinnert an den persischen Mathematiker, Gelehrten und Dichter Omar al-Khayyam

Ein weltbewegendes Genie

(iz). Mathematik war nie meine Stärke und so kam ich nur mit einer Menge Glück durch die Prüfungen. Mein fehlendes Verständnis für Stochastik, Vektoren und co. begründete meine Deutschlehrerin mal leicht rassistisch, aber doch wohlwollend, damit, dass ich als „Araber“ doch eher sprachlich begabt sei, als wissenschaftlich.

Mein Mathematiklehrer widersprach dem umgehend und drückte mir eine Auseinandersetzung mit all den großartigen Mathematikern und Physikern aus der islamischen Welt auf. Einer von ihnen war Omar al-Khayyam.

Khorasan im 11. Jahrhundert.  mehr ...

15.09.2014 Koranexpertin Angelika Neuwirth zur islamischen Theologie. Interview von Claudia Zeisel

„Der ‘andere’ Orient ist eine Konstruktion“

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Foto: Universität Paderborn
Berlin (KNA). Nach Einschätzung der Berliner Arabistin Angelika Neuwirth ist die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) mit ihrer Gewalt gegen Andersgläubige einmalig in der Geschichte der islamischen Welt. Mit ihrem Projekt „Corpus Coranicum“ forscht sie an den historischen Wurzeln des Koran.

Sie sprach mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) über die unterschiedlichen wissenschaftlichen Ansätze, den Koran zu deuten und  über die Aufgabe westlicher Wissenschaft und islamischer Theologie, darüber in den Dialog zu treten.  mehr ...

15.09.2014 Neuer Kopftuchstreit in Irland

Identitäten respektieren

Dublin (KNA) In Irland ist ein erneuter Streit über Kopftücher an Schulen entbrannt. Laut einem Bericht der Sonntagszeitung «Sunday Independent» hat der Dubliner Islamwissenschaftler Ali Selim katholische Schulen aufgefordert, muslimischen Schülerinnen das Tragen des so genannten Hidschab zu erlauben und deren «religiöse Identität» zu respektieren.

Es handle sich bei dem Kleidungsstück um eine «göttliche Verpflichtung». Zudem sollten religiöse Abzeichen von den Schuluniformen entfernt werden, forderte der Hochschullehrer, dessen fünf Kinder katholische Schulen besuchen.  mehr ...

12.09.2014 Syriens Rebellen in der Klemme. Gemäßigten Kräften droht das Aus. Ein Bericht von Jan Kuhlmann

Dilemma der bewaffneten Opposition.

In Nordsyrien werden die Regimegegner gleichzeitig von der Regierung und der IS-Terrormiliz attackiert. Sie könnten bald Aleppo und das Umland verlieren. Der Westen müsse schnell handeln, fordern Experten.

Damaskus (dpa). Marea ist keine Stadt, die es in der syrischen Geschichte bislang zu Berühmtheit gebracht hätte. Ein unscheinbarer Ort im Norden Syriens, in dem die Menschen von Landwirtschaft und Handel leben. Mehr als 40.000 Einwohner zählte Marea einst - doch das ist lange vorbei. Der Bürgerkrieg hat große Schäden in dem Ort hinterlassen.  mehr ...

12.09.2014 Bundesregierung verbietet in Deutschland alle Aktivitäten des „Islamischen Staates“ (IS)

Verbot ersetzt keine Auseinandersetzung

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Foto: Martin Rulsch,
Wikimedia Commons|CCL 3.0
Ganz offen und straflos konnten Anhänger des „Islamischen Staats“ (IS) bisher in Deutschland dessen Symbole zeigen und Kämpfer werben. Das ist nun vorbei.

Berlin (dpa. Die Bundesregierung hat Anhängern des „Islamischen Staates“ (IS) jede Propaganda und das Anwerben von Kämpfern in Deutschland verboten. „Die Terrororganisation Islamischer Staat ist eine Bedrohung - auch für die öffentliche Sicherheit in Deutschland“, begründete Innenminister Thomas de Maizière (CDU) am Freitag die Entscheidung in Berlin. Verstöße können mit bis zu zwei Jahren Haft geahndet werden.  mehr ...

12.09.2014 Muslime während des 2. Weltkriegs: Während der Nazizeit halfen auch Muslime vielen Verfolgten. Von Fauzia Lewandowski

Gerechte unter den Völkern

(IZ/Missing Pages). Vor einiger Zeit äußerte sich der bekannte US-amerikanische Rabbiner Shmuley Boteach gegenüber Al Jazeera über das heutige Missverständnis, wonach Muslime und Juden Gegner seien. „Die jüdische Gemeinschaft steht in der Schuld der muslimischen Gemeinschaft. Als die Juden aus Spanien und aus Portugal vertrieben wurden, waren es die Muslime, die uns aufnahmen. (...) Es gab ­keinen Holocaust in den muslimischen Ländern“, beschrieb Rabbi Boteach eine viel älte­re Tradition als die, die heute im Nahen Osten die Norm zu sein scheint.  mehr ...

12.09.2014 Die Welt verändert sich - Wie Staaten kommen und gehen. Ein historischer Abriss von Christoph Sator

Die Highlander sind nicht die einzigen

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Wenn es bei der Volksabstimmung nächste Woche eine Mehrheit gibt, wird Schottland neuester Staat der Welt. Aktuell haben die Vereinten Nationen 193 Mitglieder. Das wird nicht so bleiben. Die Geschichte zeigt: Auch Staaten kommen und gehen.

Berlin (dpa). Am 15. März 1939 hielt sich der britische Reiseschriftsteller Michael Winch tief im Osten Europas auf. In Uschhorod, einem Städtchen in den Karpaten, mit schönster k.u.k.-Architektur und einer ewig langen Linden-Allee. Winch war an jenem Tag viel unterwegs.  mehr ...

11.09.2014 Regionalwahlen auf der Krim: Krimtataren und religiöse Gemeinschaften unter Druck

Memorandum dokumentiert Schikanen

Göttingen (GfbV). Kurz vor den Regionalwahlen auf der Halbinsel Krim am 14. September beklagt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in einem neuen 25-seitigen Memorandum über die Menschenrechtssituation auf der von Russland annektierten Halbinsel Schikanen gegen die Krimtataren und eine zunehmende Beschneidung der Religionsfreiheit.  mehr ...

10.09.2014 Schweiz: Widerspruch gegen bischöflichen Appell

Muslime wehren sich

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Foto: FIDS
BERN (KNA). Die islamischen Verbände hätten sich wiederholt gegen Gewalt und Terror ausgesprochen, reagierte der Präsident der Föderation Islamischer Dachorganisationen (FIDS), Hisham Maizar irritiert auf einen Appell der Bischöfe. Er habe er sich oft klar und unmissverständlich von den Gräueltaten distanziert, die im Namen des Islam begangen werden. Die FIDS organisiere keine Demonstrationen, auch nicht gegen den Gaza-Krieg. Maizar: «Die katholische Kirche geht auch nicht auf die Straße.  mehr ...

09.09.2014 Zwei Wochen nach der Feuerpause ist in Gaza keine Entspannung spürbar. Ein Bericht von Gregor Mayer

„Kein Sieger“

Der Krieg im Gazastreifen ist vorerst zu Ende. Doch ein dauerhafter Waffenstillstand zeichnet sich noch nicht ab. Die Menschen befürchten, dass der Nicht-Frieden zum Dauerzustand wird – und damit Wirtschaftsblockade und Elend unbegrenzt verlängert werden.

Gaza/Tel Aviv (dpa). Nach dem 50-tägigen Krieg ist in Gaza scheinbar wieder Normalität eingekehrt. Die Märkte bieten erneut lokale Waren feil. Aus jenen Werkstätten, die nicht zerstört sind, dringt Arbeitslärm. Die ersten Kommissionen schwärmen aus, um die massiven Schäden der israelischen Bombardements zu erfassen.  mehr ...

05.09.2014 Pressemitteilung: Europas Muslime verurteilen unisono den so genannten Islamischen Staat in Syrien und im Irak

„Eine der drängendsten Herausforderungen“

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Straßburg (EMU). Zweifelsohne besteht eine der drängendsten Herausforderungen der muslimischen Welt heute in den Verbrechen und der Ideologie der Gruppe, die sich Islamischer Staat (IS) nennt. Während die lokale Bevölkerung – die den Taten des selbst erklärten „Khalifats“ ausgesetzt ist – natürlich am meisten leidet, sind Europas Muslime sehr besorgt, aber auch von seinen Taten und Worten beeinträchtigt.

Erstens haben sich junge Männer in mehreren europäischen Ländern motivieren lassen, sich der Terrorgruppe in Syrien und im Irak anzuschließen.  mehr ...
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IZ erklärt Deutschland: Die Salaf
Egal, ob angezählte Ex-Boser oder ehema­lige Bonner Musterschüler, die in den Bergen Afghanistans ums Leben kommen, Der „Salafismus“ ist trotz der zahlenmäßig geringen Menge der Anhänger zum Synonym einer amorphen Bedrohung geworden. Diese neuzeitliche Ideologie, die lange unter Muslimen und unse­ren Gelehrten als „Wahhabismus“ [nach ihrem Begründer Ibn ‘Abdulwahhab] bezeichnet wurde, hat sich lange dieses Tarnbegriffs bedient, um der Klassifi­zierung als Sekte zu entgehen. Phänome­nologisch ähnelt sie den Khawaridsch. Zum Leidwesen der muslimischen Welt ist der „Salafismus“ in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Nicht nur, weil er ungenau ist, sondern mehr noch, weil die Generationen (die Salaf As-Salihin), auf die sich die ­Wahhabiten gerne beziehen, um sich deren Legitima­tion anzueignen, von allen praktizierenden Muslimen der Ahl As-Sunna wa’l-Dschama’a geachtet und geliebt werden. Wie bei anderen Begriffen muss man auch hier erst einmal der zeitgenössische Schutt der Missverständnisse weggeräumt werden, um verstehen zu können. Qadi ‘Ijad aus Ceuta, früherer andalusischer Gelehrter und Autor des monumen­talen „Kitab Asch-Schifa“ beschrieb den Charakter dieser Generation unter ande­rem wie folgt: „(…) Es wurde überliefert, dass es eine Gruppe der Salaf, oder besser alle von ihnen, verabscheute, über etwas zu diskutieren, welches nicht zu Handlungen führte. (…)“ Der Imam schließt an anderer Stelle mit dem Gebet: „Möge Allah unseren gottesfürchtigen Salaf barmherzig sein, die ihren Din beschützt haben!“
Zitat der Woche
«Zum dritten Mal in fünf Jahren hat die viertgrößte Militärmacht der Welt eine volle Attacke auf eines ihrer sozial am meisten benachteiligten Gebiete gestartet. Seit Israels Bombardement des Gazastreifens begann, vor etwas mehr als einer Woche, wurden über 200 Palästinenser getötet. Fast 80 Prozent der Opfer sind Zivilisten, mehr als 20 Prozent Kinder. Um die 1400 wurden verwundet und 1255 Palästinenser-Wohnungen zerstört. Bisher hat palästinensisches Feuer einen Israeli auf der anderen Seite der Grenze getötet, die das abgeschottete Gaza zum größten Freiluft-Gefängnis der Welt macht.

Aber statt einen Stopp zu fordern für Israels kollektive Bestrafung gegen ein Gebiet, das (von Israel) noch immer illegal okkupiert ist, geben die westlichen Mächte den Opfern die Schuld, weil sie sich verteidigen. Wenn die Hamas nicht Raketen aus Gaza abschießen würde, beharren sie, würde all das Blutvergießen enden.

(...) Die Vorstellung, dass Israel auf einen Raketenhagel antwortet, der aus dem schönen blauen Himmel kommt, bedarf eines romanartigen Rahmens, der über den Bereich der Fantasie hinausgeht. Tatsächlich ist der Raketenbeschuss aus Gaza seit dem vergangenen Angriff im Jahr 2012 auf sein niedrigstes Niveau seit zwölf Jahren gefallen.»

The Guardian, 17.07.2014
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Bild der Woche
Solidarität vor Ort BIELEFELD. Der turnusgemäße Sprecher des KRM und Vorsitzende des Islamrates für die Bundesrepublik, nimmt Moscheen in Bielefeld (Bild) und Berlin in Augenschein. Diese wurden durch mutmaßliche Brandanschläge angegriffen. (Foto: Twitter@KizilkayaAli
Buchtipp
Machen wir ein gedankliches Experiment: Würde heute jemand seine Begeisterung – und sei sie noch so verhalten – für die Monarchie äußern, würde er von den meisten erheblich weniger ernstgenommen als solche Zeitgenossen, die an UFOs oder die heilende Kraft von Steinen glauben. Wenn wir uns dem vorliegenden Erstlingswerk von Rasim Marz nähern, gilt es im Hinterkopf zu behalten, dass diese Form der Herrschaft durchaus eine legitime Ordnungsform sein kann beziehungsweise sich im Verlauf der Menschheitsgeschichte oft als segensreich erwiesen hat.
Der junge Autor hat kein leichtes Buch geschrieben. Es liegt schwer im Magen, was seine inhaltliche Qualität und seinen Wert nicht schmälert. Seine Chronik des „Osmanischen Reiches auf dem Weg nach Europa“ ist nicht die landesübliche Beschreibung eines unausweichlichen Niederganges, wie man sie von vielen Titeln zum Thema „Osmanen“ kennt. Am Ende ist es eben auch der Text eines Liebenden, der – jenseits von Verdammung oder blinder Verehrung – sich diesem faszinierenden Phänomen widmet.
Vielmehr beschreibt Rasim Marz das Zusammenspiel von innen- und außenpolitischen Faktoren, die zu einem Ende der osmanischen Herrschaft in Europa, Afrika und dem Nahen Osten geführt hatte. Unter den Folgen dieses Endes beziehungsweise den blutigen Konsequenzen der Abwesenheit des osmanischen Ordnungsprinzips im Nahen Osten und auf dem Balkan leiden die betroffenen Bevölkerungen auch heute noch. Ein Blick auf die jetzige Lage in Syrien sollte das ausreichend bestätigen. Es ist von Belang, dass Marz unter anderem auch auf die Verschuldungs- und Finanzierungsmechanismen verwies, die zu einem Abbröckeln des osmanischen Staatsgefüges geführt hatten. Die Endphase der osma­nischen Geschichte ist untrennbar mit der Entwicklung der Finanztechnik verbunden.
Auf Nachfrage beschrieb Rasim Marz seine Absicht und Motivation für das Buch: „Da es im deutschsprachigem Raum nur sehr wenig Fachliteratur zum Osmanischen Reich gab, wollte ich einen kleinen Beitrag dazu leisten und eine vorurteilsfreie Aufklärungsarbeit. In der ganzen Weltgeschichte gab es keine Herrscherfamilie, die ununterbrochen 36 männliche Monarchen für ein Großreich hervorbrachte und das in einem Zeitraum von über 600 Jahren. Dies ist mehr als bemerkenswert.“ Bisher seien die ersten Reaktionen auf das Buch „durchweg positiv“ gewesen“. „Der alternative Blick auf die Geschichte unseres Volkes hat auch vielen die Augen geöffnet.“

Marz, Rasim. Das Osmanische Reich auf dem Weg nach Europa. Neue osmanische Geschichtsschreibung: Books on Demand, Dezember 2013, Gebunden, 260 Seiten, ISBN 978-3732292738, Preis: EUR 29,99 (23,99 für Kindle)
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Nützliches Verzeichnis von Grundlagentexten zu Themen der islamischen Debatte. Nach Themen sortiert

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