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Die Gegensätze berühren sich
(iz). „Les extrêmes se touchent“ – die äußersten Gegensätze berühren sich. An dieses Bonmot von Jean de la Bruyere erinnert man sich, angesichts der Randale von Hooligans und Nazis auf den Straßen Kölns. mehr ...
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„Muslime & Globalisierung“ – Muslimische Reisende bleiben ein interessantes Segment für die globale Reisebranche. Von Laila Massoudi
Was macht den Tourismus „halal“? mehr
Kultur
Eine Berliner Institution: Die Mekkanische Rose ist ein Muss für jeden, der gute Düfte genießen will. Von Tarek ­Bärliner
Wohlgerüche aus der Alhambra mehr
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Tarek Bärliner plädiert für mehr Verständnis zwischen den Generationen. Wer Respekt ­verlangt, muss diesen auch lehren können
Wer vermittelt zwischen Eltern und Kindern? mehr
Berlin
Berliner Syrienkonferenz will Aufnahmestaaten stärker unterstützen. Bericht von Christoph Scholz
Ein Hilferuf mehr
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„IZ-Begegnung“ mit dem Naturwissenschaftler Prof. Dr. Ernst Peter Fischer
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29.10.2014 Vorab aus der neuen Ausgabe: Eren Güvercin kommentiert die Relevanz des österreichischen Islamgesetzes für Deutschland

Gesponserter Staats­islam oder Mittelweg?

(iz). Seit der ersten vom damaligen Innenminister Schäuble initiierten Deutschen Islamkonferenz (DIK) hat sich viel getan. Mittlerweile sind Standorte der „Islamischen Theologie“ an verschiedenen Universitäten entstanden und in der aktuellen DIK laufen die Verhandlungen für einen Wohlfahrtsverband.  mehr ...
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29.10.2014 Die IZ-Blogger: das ewige Leid der Kommentarkultur im Netz. Deniz Elbir über den Social Community Day 2014

Keine Hemmschwellen für Pöbeleien?

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(iz). Es gibt eine Sache, die ich grundsätzlich nicht mehr mache: Bei Online-Artikeln rund um die Themen Islam und Einwanderung die Leserkommentare lesen. Warum? Das hat verschiedene Gründe. Einerseits möchte ich den Eindruck eines (selten) guten Artikels nicht durch den negativen Nachklang der Kommentatoren zunichte machen, andererseits fühle ich mich durchaus auch schon mal in meiner Person angegriffen. Nicht nur als Muslim, der vielmals Adressat der Kommentare ist, oft auch schon als Mensch, der genötigt wird, dieses scheinbare Stimmungsbild der Gesellschaft einfach so hinzunehmen.  mehr ...
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28.10.2014 Syriens Nachbarn bitten um Hilfe

Steinmeier verspricht Solidarität

Jeder zweite Syrer ist auf der Flucht. Die Nachbarländer haben Millionen Menschen aufgenommen, stoßen jetzt aber an ihre Grenzen. Die internationale Gemeinschaft will helfen. Aber wie?

Berlin (dpa). Syriens Nachbarländer haben die internationale Gemeinschaft eindringlich zu weiterer Unterstützung bei der Bewältigung des Flüchtlings-Dramas in der Region aufgefordert. Bei einer Konferenz mit Vertretern von 40 Ländern und Organisationen in Berlin sagte der libanesische Ministerpräsident Tammam Salam am Dienstag, sein Land habe die Grenze der Belastbarkeit erreicht.  mehr ...
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27.10.2014 Chaostage von Rechts? Tarek Bärliner kommentiert die Kölner Randale der rechten Holigan-Szene

Tanz der Extreme

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(iz). Hooligans gegen Salafisten … was für eine Schlagzeile! Am Sonntag, den 26. Oktober, kamen in der Kölner Innenstadt bis zu 4.000 Demonstranten, die der rechten Hooligan-Szene zugerechnet werden können, zusammen. Die Polizei hatte mit weitaus weniger Teilnehmern gerechnet und so war das Chaos nahe dem Hauptbahnhof vorprogrammiert.

Schon seit einigen Monaten gibt es die Initiative Hooligans gegen Salafisten, die letzten Endes aber auch als Sammelbecken für rechtsextremes Gedankengut auftritt. Nicht überraschend war also, dass „Ausländer raus“-Rufe zu hören waren.  mehr ...
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27.10.2014 Türkei baut größte Moschee auf dem Balkan

Großer Bedarf in Tirana

Istanbul (KNA). Die Türkei lässt in Albanien die größte Moschee auf dem Balkan errichten. Wie der Direktor der Stiftung des staatlichen türkischen Religionsamtes, Ismail Palakoglu, am Montag der Nachrichtenagentur Anadolu sagte, soll das Gotteshaus in Tirana vier Minarette erhalten und 4.500 Gläubigen Platz bieten. Bisher fasse die einzige Moschee im Zentrum von Tirana nur 60 Betende, obwohl die Bevölkerung der albanischen Hauptstadt zu 70 Prozent muslimisch sei.

Die Bauzeit des Gebäudes auf einer Fläche von zehn Hektar soll laut Palakoglu zwei bis drei Jahre betragen.  mehr ...

27.10.2014 Polizeigewerkschaft: Krawalle in Köln eine neue Qualität

„Man will Gewalt ausleben“

Köln (dpa). Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hält den Zusammenschluss von Hooligans und Rechtsextremen wie am Sonntag in Köln für eine äußert gefährliche Entwicklung. „Wenn sich diese Gruppe jetzt verfestigt und noch wächst, dann haben wir aus meiner Sicht eine neue Qualität der Gewalt“, sagte der nordrhein-westfälische GdP-Landesvorsitzende Arnold Plickert der Nachrichtenagentur dpa.

Mindestens 4000 gewaltbereite Fans von teils verfeindeten Fußballclubs hatten sich zusammen mit Rechtsextremen in Köln zu einer Kundgebung versammelt.  mehr ...

26.10.2014 Muslimische Rohingya-Flüchtlinge aus Burma in Not: Tausende Staatenlose in Südostasien werden Opfer von Menschenhändlern und Sklaverei

„Grausame Form“

Göttingen (GfbV). Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat ein entschiedeneres Vorgehen gegen Menschenhändler in Südostasien gefordert, die tausende muslimische Rohingya-Flüchtlinge aus Burma versklaven. „Mehr als 8.000 Rohingya-Flüchtlinge sind im Jahr 2014 bereits von skrupellosen Menschenhändlern aus Bangladesch verschleppt worden, um als Sklaven auf Plantagen oder in der Fischindustrie im Süden Thailands eingesetzt zu werden.  mehr ...

26.10.2014 Gegen Salafismus? Ausschreitungen bei Hooligan-Demo. Polizei muss Wasserwerfer einsetzen

Rassismus als „Islamkritik“

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Die Stimmung war von Anfang an aggressiv - dann flogen Steine und die Polizei setzte Wasserwerfer ein. In Köln ist eine Kundgebung von Hooligans eskaliert.

Köln (dpa). Bei einer Kundgebung von gewaltbereiten Hooligans in Köln ist es am Sonntag zu massiven Ausschreitungen gekommen. Die Polizei setzte mehrere Wasserwerfer ein und ging auch mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen Angreifer vor. Mindestens eine Person wurde bei den Auseinandersetzungen verletzt. Rund 2.500 als gewaltbereit geltende Hooligans hatten sich versammelt, um gegen Islamisten zu demonstrieren.  mehr ...

26.10.2014 PKK rekrutiert in Deutschland immer mehr Kämpfer gegen IS

Die Politik spielt Szenarien durch

Berlin (dpa/KNA). Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK rekrutiert nach Informationen des „Spiegels“ in Deutschland Kämpfer für die Auseinandersetzung mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Unter Berufung auf Sicherheitskreise meldet das Magazin, es seien bereits etwa 50 Freiwillige aus der Bundesrepublik in den Irak und nach Syrien gereist. Demnach sprechen speziell geschulte Rekrutierer die potenziellen Aktivisten an.  mehr ...

25.10.2014 Kommentar: Die Muslime und die ökonomischen Debatten um die AfD und den Euro. Von Abu Bakr Rieger

Augstein und die AfD

„Ist die Alternative für Deutschland (AfD) also eine, wie es Jakob Augstein in seinem SPIEGEL-Kommentar spektakulär formulierte, ‘Partei aus der Gruft der Geschichte’? Das mag durchaus sein. Die nationalistischen und islamophoben Tendenzen in der AfD sind zweifellos alarmierend und die Partei ist deswegen für Muslime schlicht nicht wählbar.“

(iz). Eigentlich ist es doch sinnvoll.  mehr ...

25.10.2014 Kalender: Was macht die Zeitrechnung der Muslime aus? Von Paul Lunde

Muster des Mondes

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Im Jahre 638 unserer Zeitrechnung, sechs Jahre nach dem Tod des Propheten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, erkannte der zweite Khalif des Islam, ‘Umar ibn Al-Khattab, die Notwendigkeit eines Kalenders zur Regelung der Angelegenheit der Muslime an. Dies war zuallererst eine praktische Frage. Der Austausch mit den zivilen und militärischen Vertretern in den neuen Gebieten des Islam musste datiert werden. Aber Persien benutzte einen anderen Kalender als Syrien, wo sich einer der Schwerpunkte des Khalifats befand. Und Ägypten wiederum verwendeten einen weiteren.  mehr ...

24.10.2014 Moscheebrände offenbar ohne religiöse oder politische Motive

Bielefelder Polizei gibt Aufklärung bekannt

Bielefeld (KNA). Die Brände, die im August in zwei Bielefelder Moscheen gelegt wurden, gehen offenbar auf einen Einbrecher zurück, der es auf Geld und Wertgegenstände abgesehen hatte. Laut Polizeiangaben sei ein politischer oder religiöser Hintergrund auszuschließen, berichtet die Online-Ausgabe des in Bielefeld erscheinenden „Westfalen-Blatt“ (Freitag).

Tatverdächtig ist demnach ein 32-jähriger, einschlägig vorbestrafter Mann, der derzeit wegen Einbruchs in Untersuchungshaft sitzt. Er habe die Einbrüche in die muslimischen Gotteshäuser eingeräumt.  mehr ...

23.10.2014 Blackwater-Söldner wegen Mordes und Totschlags im Irak verurteilt

Die Kosten der privatisierten (Un)Sicherheit

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Foto: US-Gov|Public Domain
Mehr als sieben Jahre nach dem Tod 17 irakischer Zivilisten hat ein US-Gericht vier Ex-Söldner der privaten Sicherheitsfirma Blackwater schuldig gesprochen. Der Fall hatte weltweit für Empörung gesorgt.

Washington (dpa). Wegen Mordes und Totschlag hat ein Gericht in Washington vier frühere Söldner der Sicherheitsfirma Blackwater für schuldig erklärt. Die Wachmänner hatten im September 2007 am belebten Nissur-Platz in Bagdad das Feuer auf eine Menschenmenge eröffnet. Dabei waren insgesamt 17 Iraker getötet und weitere 18 verletzt worden.  mehr ...

22.10.2014 „Die Debatte“ – Was könnten also die Motive hinter dieser spektakulären Maßnahme der kosovarischen Staatsanwaltschaft sein? Ein Leserkommentar von Burim El

Eigennütziger Antiterrorkampf in Prishtina

(iz). Die Regierung um den Ministerpräsidenten Hashim Thaqi ist seit jeher bemüht, auf der internationalen Bühne dem Kosovo ein liberales und demokratisch orientiertes Image zu verschaffen. In diesem Sinne soll auch die politische Agenda des jungen und unabhängigen Staates an jene der EU und der USA angepasst werden. Wenn also die USA und die EU zur internationalen Terrorbekämpfung aufrufen, dann ist die Regierung Thaqi faktisch zum Handeln verdammt.  mehr ...

22.10.2014 Pop-Legende Yusuf im Interview: „Ich träume noch immer.“ Ein Interview von Christopher Weckwerth

„Der Schlüssel ist die Bildung“

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Foto: VelvetGoldmine82|CCL 3.0
Als Cat Stevens erlangte Yusuf Weltruhm, dann wurde er Muslim und trat jahrelang nicht öffentlich auf. Im Interview spricht der Sänger über sein neues Album, die Hoffnung auf Frieden und den Islam.

Berlin (dpa). Frieden und Freiheit – das waren die Schlüsselworte von Cat Stevens, und es sind die von Yusuf. Im dpa-Interview spricht der 66 Jahre alte Sänger über sein neues Blues-Album „Tell 'Em I'm Gone“, das am Freitag erscheint, und seine Religion: „Auch viele Muslime müssen noch viel lernen.  mehr ...

21.10.2014 Gefechte um die belagerte Stadt Kobane gehen weiter. Islamischer Staat soll neue Einheiten zuführen

Korridor wurde bisher noch nicht genutzt

Im Kampf um Kobane geben sich die IS-Terrorkrieger auch nach den Waffenlieferungen an die kurdischen Verteidiger nicht geschlagen. Sie verstärken ihre Reihen – und greifen erneut an.

Beirut/Istanbul (dpa). Nach den US-Waffenlieferungen für die Kurden in Kobane haben sich die Angreifer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) mit Kämpfern aus anderen Regionen verstärkt. In der seit Wochen belagerten nordsyrischen Grenzstadt lieferten sie sich am Dienstag neue Gefechte mit den kurdischen Verteidigern.  mehr ...

20.10.2014 Nach Waffenruhe: Neue Gewalt zwischen Huthis und Stämmen im Südjemen

Einstellung der Kämpfe gescheitert

Sanaa (dpa). Mit dem Ausbruch neuer Gefechte zwischen Stammeskämpfern und schiitischen Huthi-Rebellen ist ein vor zwei Tagen im Südjemen vereinbarter Waffenstillstand hinfällig. Nach Angaben der jemenitischen Nachrichtenseite Al-Masdar Online gab es in der Nacht zu Montag Zusammenstöße in der Stadt Radaa in der südjemenitischen Provinz Al-Baida sowie in einem Gebirgstal nördlich von Radaa. Die Huthis hätten «schwere Verluste» erlitten, zitierte Al-Masdar Online einen Augenzeugen.  mehr ...

20.10.2014 Die Türkei schafft Korridore für militärischen Nachschub kurdischer Einheiten

„Wir unterstützen Peshmerga-Truppen dabei nach Kobane zu gelangen“

(iz/anadolu). Der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu bestätigt, dass die Türkei ab sofort Korridore für paramilitärische Verbände kurdischer Milizen aus dem Irak schaffen werde, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtet. So solle eine militärische Versorgung der eingekesselten Stadt Kobane (Ain al-Arab) im Norden Syriens gesichert werden. Massoud Barzani, Präsident der Autonomen Region Kurdistans, hatte zuvor um Erlaubnis zur Passierung der Türkei durch Peshmerga-Einheiten gebeten.  mehr ...

19.10.2014 Hooligans machen Front gegen Salafisten. Die Sicherheitsbehörden reagieren besorgt

Wenn sich die Extreme anstacheln

Hamburg (dpa). Die Sicherheitsbehörden beobachten mit Sorge die Mobilisierung von gewaltbereiten Fußballfans gegen „radikalislamische Salafisten“. Im Blick haben sie unter anderem die Aktivitäten der Gruppe „Hooligans gegen Salafisten“, bei der neben Fußballhooligans auch Rechtsextreme mitmischen, wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ am Wochenende berichtete.

Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums bestätigte auf Anfrage, angesichts der hohen Gewaltbereitschaft beider Spektren hätten die Sicherheitsbehörden in Bund und Ländern die Entwicklung verstärkt im Auge.  mehr ...
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In der aktuellen Ausgabe (Anfang nächster Woche in Ihren Briefkästen) spielen die anhaltenden Fragen nach Extremismus und Gewalt, die Relevanz des österreichischen Islamgesetzes für die Debatte in Deutschland sowie die Themen Medien und Jugend eine wichtige Rolle.
Wir haben aber noch viele weitere interessante Themen zu bieten: Interview mit den Autor und Naturwissenschaftler Ernst Peter Fischer, die Politik der Türkei im Nahen Osten, Bosnien hat gewählt, der Autor Sadakat Kadri, Halal-Tourismus, der Adab des Propheten, Kurzserie mit einem wichtigen Talk von Hamza Yusuf, Rückblick auf das NSU-Desaster, viele Buchtipps sowie ein Besuch in dem Berliner Duftladen Mekkanische Rose.
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IZ erklärt Deutschland: Die Salaf
Egal, ob angezählte Ex-Boser oder ehema­lige Bonner Musterschüler, die in den Bergen Afghanistans ums Leben kommen, Der „Salafismus“ ist trotz der zahlenmäßig geringen Menge der Anhänger zum Synonym einer amorphen Bedrohung geworden. Diese neuzeitliche Ideologie, die lange unter Muslimen und unse­ren Gelehrten als „Wahhabismus“ [nach ihrem Begründer Ibn ‘Abdulwahhab] bezeichnet wurde, hat sich lange dieses Tarnbegriffs bedient, um der Klassifi­zierung als Sekte zu entgehen. Phänome­nologisch ähnelt sie den Khawaridsch. Zum Leidwesen der muslimischen Welt ist der „Salafismus“ in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Nicht nur, weil er ungenau ist, sondern mehr noch, weil die Generationen (die Salaf As-Salihin), auf die sich die ­Wahhabiten gerne beziehen, um sich deren Legitima­tion anzueignen, von allen praktizierenden Muslimen der Ahl As-Sunna wa’l-Dschama’a geachtet und geliebt werden. Wie bei anderen Begriffen muss man auch hier erst einmal der zeitgenössische Schutt der Missverständnisse weggeräumt werden, um verstehen zu können. Qadi ‘Ijad aus Ceuta, früherer andalusischer Gelehrter und Autor des monumen­talen „Kitab Asch-Schifa“ beschrieb den Charakter dieser Generation unter ande­rem wie folgt: „(…) Es wurde überliefert, dass es eine Gruppe der Salaf, oder besser alle von ihnen, verabscheute, über etwas zu diskutieren, welches nicht zu Handlungen führte. (…)“ Der Imam schließt an anderer Stelle mit dem Gebet: „Möge Allah unseren gottesfürchtigen Salaf barmherzig sein, die ihren Din beschützt haben!“
Zitat der Woche
„Die Auflösung des Adabs, eine Folge der Verfälschung von Wissen, schafft eine Situation, in der falsche Führer in allen Lebensbereichen erscheinen. Denn das setzt nicht nur einen Verfall des Wissens voraus, sondern bedeutet auch den Verlust der Fähigkeit und der Kompetenz zum Erkennen und Anerkennen von wahrer Führung. Durch die intellektuelle Anarchie, die eine solche Lage kennzeichnet, werden die einfachen Leute zu bestimmenden Faktoren für intellektuelle Entscheidungen und im Bereich des Wissens auf die Ebene von Autorität erhoben.
Authentische Begriffsbestimmungen werden aufgelöst. Stattdessen bleiben uns Binsenweisheiten und wage Slogans, die als profunde Konzepte dargeboten werden. Die Unfähigkeit zur Definition, zum Erkennen und Eingrenzen von Problemen und damit der Bereitstellung richtiger Lösung, die Schaffung von Pseudoproblemen sowie die Reduktion der Schwierigkeiten auf bloße politische, sozio-ökonomische und rechtliche Faktoren werden erkennbar. Es ist nicht überraschend, wenn eine solche Lage einen fruchtbaren Untergrund für die Entstehung von Abweichenden und unterschiedlichsten Extremisten schafft, die ihre Unwissenheit zum Kapital gemacht haben.“


Naquib al-Attas
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Bild der Woche
Solidarität vor Ort BIELEFELD. Der turnusgemäße Sprecher des KRM und Vorsitzende des Islamrates für die Bundesrepublik, nimmt Moscheen in Bielefeld (Bild) und Berlin in Augenschein. Diese wurden durch mutmaßliche Brandanschläge angegriffen. (Foto: Twitter@KizilkayaAli
Buchtipp
Als der große Gelehrte Abu Hamid Muhammad al-Ghazali um das 12. Jahrhundert sein Meisterwerk „Ihya Ulum ad-Din“ (Wiederbelebungen der islamischen Wissenschaften) schrieb, das später zur Pflichtlektüre für Muslime in etlichen Universitäten und Madrassen wurde, tat er es aus der Notwendigkeit seiner Zeit und seines Ortes heraus. Nicht dass die aufgegriffenen Themen, welche man auf so ziemlich alles begrenzen kann, stets aktuell sind, er sah sich dennoch neuen Herausforderungen gegenüber, wie dem Reiz der Araber und Perser an einer, seines Erachtens nach, fragwürdigen Philosophie aus westlicheren Hemisphären.
Der literarische Koloss besteht aus 40 Büchern zu Teilgebieten der verschiedenen islamischen Wissenschaften. Kürzlich gab der Spohr-Verlag den letzten Band als Übersetzung von Radhia Shukrullah heraus. „Erinnerung an den Tod und das Leben danach“ gibt her, was es verspricht. Es ist kein Buch, das man verschlingt, eher eine Herausforderung, die man häppchenweise aufnimmt. Unterteilt ist der Band in zwei Teile. Der erste Teil, wiederum untergliedert in acht Kapitel, ist eine Mischung aus mentaler Vorbereitung auf das Thema und gnadenloser Überwältigung durch klare Worte.
Die Beschreibungen des Todes und seiner Bedeutung für das eigene Wesen und der Menschheit im Allgemeinen sind präzise und lassen gleichzeitig eigene Gedankengänge zu. Seine psychologisch scheinbar geschickt gewählte Herangehensweise erlaubt es, sich wieder zu finden in einem Gebilde aus aufgelesenem Verständnis und Versuchen der Erkenntnis. Der persische Gelehrte, auch Hudschatul Islam (Beweis des Islam) genannt, spart nicht an Primärquellen und wählt eigene Worte oft nur ergänzend zum Kontext.
Die Sprache liest sich flüssig, das Buch ist in ein angenehmes, aber ausreichend umfangreiches Deutsch übersetzt worden. Der Inhalt macht dem Titel alle Ehre, als ständige Erinnerung im Haushalt kann dieses Buch nicht schaden. Vorausgesetzt man traut sich, dem Tod so tief in die Augen zu schauen. Danach wird jeder ohne zu zögern seinen Liebsten Blumen kaufen gehen.

Imam Abu Hamid Muhammad al-Ghazali, Erinnerung an den Tod und das Leben danach (Kitâb dhikr al-mawt wa-mâ ba’dahu Das 40. Buch der Ihyâ’ ‘ulûm ad-dîn), übersetzt von Radhia Shukrullah, eingeleitet von Salim Spohr, Spohr Publishers Limited, Auflage 2014 , broschiert, 352 Seiten, ISBN 978-9963400508, Preis: EUR 19,50
Linkliste
Serdar Günes' Verzeichnis
Nützliches Verzeichnis von Grundlagentexten zu Themen der islamischen Debatte. Nach Themen sortiert

Geopoliticus
Geopolitische Analysen von Dawud Stewart Hurrell, einem der weltweit führenden muslimischen Experten

The Majalla
Internationales, englisch sprachiges Magazin über die Arabische Welt

Emran Feroz
Blog über Politik, Naher & Mittlerer Osten, Migration, Europa & die islamische Welt

Russia Today
Englischsprachige Webseite des russischen Senders mit einer frischen Berichterstattung

Union Europäischer Muslime
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Private Webseite des Herausgebers der IZ

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