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Berlin: Edathy sieht "beispielloses Versagen" deutscher Sicherheitsbehörden
Absicht? - "Das wird offen bleiben müssen" mehr
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14.05.2013 Berlin: Edathy sieht "beispielloses Versagen" deutscher Sicherheitsbehörden

Absicht? - "Das wird offen bleiben müssen"

(dpa). Der Vorsitzende des NSU-Untersuchungsausschusses des Bundestages, Sebastian Edathy, hat ein verheerendes Zwischenfazit über die Arbeit der Sicherheitsbehörden gezogen. Man habe es mit einem «beispiellosen Versagen» zu tun, «einem beschämenden Versagen mit ganz verschiedenen Ursachen», sagte der SPD-Politiker am Montag in Berlin. Darauf, dass das Treiben des «Nationalsozialistischen Untergrunds» (NSU) von staatlichen Stellen gedeckt oder sogar unterstützt worden sei, gebe es jedoch keine Hinweise. Der Ausschuss hatte vor gut einem Jahr seine Untersuchungen aufgenommen.  mehr ...
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14.05.2013 NSU-Nebenkläger: Kreuz im Gerichtssaal abhängen

Symbole

(dpa). Im Münchner NSU-Prozess hat ein erster Nebenkläger gefordert, das Kreuz im Gerichtssaal abzuhängen. Der deutsche Staat und seine Institutionen hätten eine religiöse Neutralitätspflicht, heißt es in dem am Montag bekanntgewordenen Antrag unter Berufung auf den sogenannten Kruzifixbeschluss des Bundesverfassungsgerichts. Das Kreuz im Gerichtssaal verletze den Nebenkläger Talar T. in seinem Recht auf Religionsfreiheit, argumentiert sein Rechtsanwalt Adnan Menderes Erdal in einem Schriftsatz. Er habe einen Anspruch darauf, «nicht vom deutschen Staat [...  mehr ...
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13.05.2013 Tod am Alexanderplatz - Prozess gegen sechs Angeklagte

Verfahren im Fall Jonny K.

Berlin (dpa). Sieben Monate nach der tödlichen Prügelattacke auf Jonny K. in der Nähe des Berliner Alexanderplatzes hat am Montag der Prozess gegen sechs Verdächtige begonnen. Die Angeklagten im Alter zwischen 19 und 24 Jahren müssen sich vor einer Jugendkammer des Landgerichts in der Hauptstadt wegen Körperverletzung mit Todesfolge oder gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Jonny K. war im Oktober 2012 mit Tritten und Schlägen so heftig attackiert worden, dass er wenig später an Gehirnblutungen starb.  mehr ...
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10.05.2013 Kommentar: Die Islamkonferenz ist gescheitert. Auch, weil sie „heiße“ Begriffe nicht abrüsten will. Von Khalil Breuer

Schwierige Debatte

(iz). In schwierigen Debatten kann man sich auch schwer verheben. So liest man heute sogar in der ehrwürdigen FAZ diese bemerkenswert abstruse Logik: „Extremismus und Terror gehören zu den Gründen, warum eine Minderheit der Muslime nicht integrationswillig ist; das wiederum ist einer der Gründe für islamfeindlichen Extremismus und Terror.“ Das Zitat weist nur auf das eigentliche Dilemma um die Rolle der Muslime in Deutschland hin. Von Beginn an ist die nüchterne Auseinandersetzung um den Islam in Deutschland auch zum Bürgerkrieg der Begriffe mutiert.  mehr ...
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10.05.2013 Das offizielle Märchen in der Kurzfassung: Debattenbeitrag von KenFM zum NSU-Prozess München

The Farce must go on

(KenFM). Drei Schulabbrecher, aus dem idyllischen Zwickau, Uwe, Uwe und Beate, schaffen es zehn Jahre lang, in Deutschland unterzutauchen. Ab und an überfallen sie Banken, um an Cash zu kommen. Wenn die Zeit da ist, ermorden das Trio Menschen mit Migrationshintergrund. Im großen Stil.

http://www.stern.de/politik/deutschland/kaltbluetig-ermordet-die-zehn-opfer-der-terrorzelle-nsu-1972669.  mehr ...

08.05.2013 BND-Chef Gerhard Schindler traf angeblich in Syrien Geheimdienstchef

Schlapphüte dementierten

stanbul (dpa). Der Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND), Gerhard Schindler, soll in der vergangenen Woche angeblich zu einem geheimen Treffen nach Damaskus gereist sein. Die Nachrichtenwebsite «Syria Truth» berichtete am Mittwoch unter Berufung auf einen britischen Informanten, Schindler habe mit Ali Mamluk, dem Chef der Nationalen Sicherheitsbehörde, gesprochen. Ein Sprecher des BND sagte der Nachrichtenagentur dpa, «zu Dienstreisen des BND-Präsidenten machen wir aus grundsätzlichen Erwägungen keine Angaben». Zugleich gab der Geheimdienst zu erkennen, dass die Angaben nicht zuträfen.  mehr ...

07.05.2013 Friedrich zieht positive Bilanz der Islamkonferenz

SPD kritisiert den Innenminister

Berlin (KNA/dpa). Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat eine positive Bilanz der Deutschen Islamkonferenz (DIK) gezogen. Der Dialog zwischen Staat und Islam habe sich positiv entwickelt, sagte Friedrich am 7. Mai bei der vierten und letzten Plenarsitzung der DIK vor den Bundestagswahlen. Dabei beschloss das Dialogforum aus Vertretern von Staat und Muslimen, den Islamismus und Antisemitismus bei Jugendlichen stärker zu bekämpfen und zugleich gegen Muslimfeindlichkeit vorzugehen. Ein weiteres Thema war die Geschlechtergerechtigkeit.  mehr ...

07.05.2013 Tochter eines NSU-Mordopfers: «Zschäpe ist feige» Von Özlem Yilmazer

Enttäuschung über Behördenversagen

Angehörige der NSU-Mordopfer sind erleichtert über den Prozessbeginn am Montag in München. Er war für viele aber emotional nur schwer zu verkraften. Die Unterbrechung des Prozesses strapaziert nun weiter die Nerven.

München (dpa). Der von den Familien der NSU-Mordopfer langersehnte Prozess gegen die Hauptangeklagte Beate Zschäpe kostet die Angehörigen viel Kraft. «Der Prozessbeginn war für mich anstrengend und sehr belastend», sagt die Tochter eines Mordopfers, Gamze Kubasik, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Dass die Verhandlung am Montag bis 14.  mehr ...

07.05.2013 Kolat fordert gleichberechtigten Dialog in der Islamkonferenz

„Dialog auf Augenhöhe“?

Berlin (dpa). Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, fordert in der Deutschen Islamkonferenz einen Dialog auf Augenhöhe. «Die Tagesordnungen werden in der Regel vom Ministerium bestimmt», sagte Kolat am Dienstag im ARD-Morgenmagazin. Zudem sei es wichtig, dass sich Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) bei bedeutenden Themen zeige. «Bei der Fachtagung zur Islamfeindlichkeit hat er zum Beispiel seinen Staatssekretär geschickt. Wenn das Thema für ihn und für uns alle so wichtig ist, hätte er selbst kommen und ein Zeichen setzen können.  mehr ...

06.05.2013 Deutsche Islamkonferenz 2013: Sprecher muslimischer Organisationen sehen in jetziger Form „keinen Sinn mehr“

Späte Einsichten

Berlin (iz). Kurz bevor sich das diesjährige Plenum der Deutschen Islamkonferenz (DIK) morgen, am 07. Mai, erneut in Berlin treffen wird, haben Sprecher das Projekt in seiner bisherigen Form für überholt erklärt. „Die Islamkonferenz ist in diesem Rahmen ungeeignet“, zitierte die „Süddeutsche Zeitung“ Erol Pürlü, Dialogbeauftragter des Verbands für Islamische Kulturzentren (VIKZ) und mehrfacher Sprecher des Koordinationsrates der Muslime in Deutschland. Trotz dieser Erklärung werde sein Verband aber, so die Zeitung, am Treffen in Berlin teilnehmen.  mehr ...

06.05.2013 Die Deutsche Islamkonferenz (DIK) in der öffentlichen Wahrnehmung. Eine Analyse von Yasin Baş

Zwischen „Diktat“ und Abwesenheit

(iz). Die Deutsche Islamkonferenz (DIK), die vom damaligen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) ins Leben gerufen wurde, hatte zum Ziel, die Eingliederung der etwa viereinhalb Millionen Muslime in Deutschland zu verstärken und „anstatt über die Muslime mit ihnen“ zu sprechen.  mehr ...

02.05.2013 Überlegungen von Hassan Mohsen

Zur rechtlichen Situation des Islam in Deutschland

(iz). Die rechtliche Situation des Islam in Deutschland ist unbefriedigend. Nach § 21 PstG soll bei der Geburt eines Kindes unter anderem der Vorname, Familienname der Eltern sowie auf Wunsch eines Elternteils seine rechtliche Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft, die Körperschaft des öffentlichen Rechts ist, eingetragen werden. Nun als Muslim musste ich mein Kind unter „Sonstige“ eintragen, da der Islam nicht als Religionsgemeinschaft, also als Körperschaft des öffentlichen Rechts, anerkannt ist.  mehr ...

30.04.2013 Der Verfassungsschutz auf „islamistischen“ Abwegen. Wenn Behörden Muslime stigmatisieren. Von Eren Güvercin

Die Herrschaft des Verdachts

(Deutschlandradio). Das Bundesamt für Verfassungsschutz soll seine Arbeits­weisen überdenken. So will es der neue Präsident Hans-Georg Maaßen. Die deutschen Muslime hören diese Ankündigung wohl, aber nehmen sie mit Skepsis auf. Denn sie haben die Erfahrung machen müssen, dass Verfassungsschützer nicht etwa aufklären, sondern das muslimische Leben in Deutschland beeinflussen – einseitig und überhaupt nicht positiv.  mehr ...

29.04.2013 Mehrheit der Deutschen empfindet Islam als Bedrohung

Am stärksten in Ost-Deutschland

Eine Mehrheit der Deutschen sieht im Islam eine Bedrohung. Der Zentralrat der Muslime sieht die schlimmsten Befürchtungen bestätigt, die evangelische Kirche spricht von einem verzerrten Islam-Bild.

Gütersloh/Berlin (dpa) - Die meisten Deutschen sehen ihr Leben durch die Vielfalt der Religionen bereichert. In einer Umfrage der Bertelsmann Stiftung sagten aber auch 51 Prozent, sie sähen im Islam eine Bedrohung. In Ostdeutschland, wo es kaum Muslime gibt, sind es sogar 57 Prozent, heißt es im «Religionsmonitor» der Stiftung, der am Sonntag veröffentlicht wurde.  mehr ...

26.04.2013 Thema geht über Aggressiv-Rapper hinaus: Drogen, Schutzgeld, Prostitution. Von dpa-Korrespondenten

Ermittler machtlos gegen Clans?

Sie akzeptieren die deutschen Gesetze nicht, obwohl sie hier leben. Kriminelle Machenschaften von Großfamilien rufen immer wieder Ermittler auf den Plan. Doch was ändert sich?

Berlin (dpa). Es geht um das große Geschäft - zu holen im Rotlichtmilieu, Drogenhandel oder beim Schutzgeld. Kriminelle Großfamilien machen Polizei und Justiz in der Hauptstadt seit langem zu schaffen. Die sichtbaren Zeichen dieser abgeschottet lebenden Clans sind bedrohlich: Männer pöbeln dreist und offen im Gericht, in manchen Vierteln der Hauptstadt wird die Polizei umringt oder abgedrängt.  mehr ...

17.04.2013 Beitrag: Das Umfeld des NSU im Untergrund ist nach aktuellem Recherchestand von mindestens zwei Dutzend Kontaktpersonen staatlicher Stellen durchsetzt gewesen

Von Spitzeln umstellt

Erstaunliche Entwicklungen sind vor allem aus dem zuständigen NRW-Innenministerium bekannt. Berichten zufolge meldete das Landeskriminalamt kurz nach dem Anschlag, dieser sei als "terroristische Gewaltkriminalität" einzustufen. Keine 30 Minuten später wies das Ministerium das Landeskriminalamt an, den Begriff "terroristischer Anschlag" aus dem Schriftverkehr zu streichen.

(GFP.com). Eineinhalb Jahre nach dem Auffliegen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) bleibt die Aufklärung über die Position staatlicher Stellen gegenüber der Nazi-Terrorgruppe weiterhin aus.  mehr ...

03.04.2013 Ein Essay von Yasin Baş

Die Waage der Justitia und ein Kommunikationsdesaster

(iz). Am 17. April 2013 beginnt einer der wichtigsten und brisantesten Gerichtsprozesse der deutschen Nachkriegszeit. Es geht um den Mord an zehn Menschen, darunter acht Türken, einen Grieche sowie einer deutsche Polizeikommissarin. Bei diesem Prozess steht Deutschland national wie international unter besonderer Beobachtung. Das, was oftmals euphemistisch als „Versagen der Sicherheitsbehörden“ genannt wird, lenkt in den nächsten Wochen die Blicke der Welt nach Deutschland. Diese historische Gerichtsverhandlung ist zugleich eine Chance.  mehr ...

31.03.2013 BND: Al Kaida gewinnt Einfluss unter syrischen Rebellen

Opposition unterwandert?

(dpa). Die Regime-Gegner in Syrien stehen nach Erkenntnissen des deutschen Auslandsgeheimdienstes BND zunehmend unter Einfluss des Terrornetzwerks Al Kaida. «In Syrien gibt es Terrorstrukturen, die zum Netzwerk Al Kaida gehören und die starken Zulauf haben. Es geht inzwischen um mehrere tausend Kämpfer der Jebhat al-Nusra. Im bewaffneten Widerstand gegen Assad spielt diese Organisation eine immer größere Rolle», sagte der Präsident des Bundesnachrichtendiensts, Gerhard Schindler, der «Bild am Sonntag».  mehr ...

27.03.2013 Justiz muss Vorurteile abbauen. Kommentar von Cemil Sahinöz

Keine türkische Presse im NSU-Verfahren

(iz). Am 17. April beginnt in München das Verfahren gegen die NSU-Terrorzelle (Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Unterstützer), die am Tod von 10 Menschen, darunter acht Türken, verantwortlich sind. Sowohl die Türken in Deutschland als auch in der Türkei erhoffen sich Gerechtigkeit von der deutschen Justiz. Doch schon jetzt gibt es große Zweifel am Verfahren. Wer am Prozess als Journalist teilnehmen wollte, musste sich vom 5.3.-14.3. akkreditieren lassen. Dies taten Pressevertreter aus aller Welt. Der Knackpunkt: Nur die ersten 50 Anträge wurden genommen. Der Rest bleibt draußen.  mehr ...

22.03.2013 Zeitung: Ausländische Mitarbeiter beim Verfassungsschutz beleidigt

Wie rassistisch sind die verbeamteten Experten?

Köln (dpa). Ausländische Mitarbeiter beim Bundesverfassungsschutz in Köln sollen einem Medienbericht zufolge jahrelang von Kollegen wegen ihrer Herkunft verspottet worden sein. Wie die «Süddeutsche Zeitung» am Freitag berichtet, gibt es beim Inlandsgeheimdienst massive interne Spannungen «wegen islamfeindlicher und rassistischer Äußerungen». Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) sprach in einer schriftlichen Stellungnahme von einem Einzelfall, der einige Jahre zurückliege. Nach intensiver Aufklärung seien auch disziplinarrechtliche Konsequenzen gezogen worden.  mehr ...

11.03.2013 Bundeswehr betreibt die Einbindung von Muslimen

Migranten an die Front

Berlin/Koblenz (GFP.com). Die Bundeswehr forciert die Rekrutierung junger Muslime. Integraler Bestandteil der dazu in Gang gesetzten Propagandamaßnahmen ist es, die deutschen Streitkräfte als "bunte Truppe" darzustellen, die rigoros gegen jede Form von Rassismus und Diskriminierung vorgeht. In einem offiziellen "Arbeitspapier" der Bundeswehr findet sich zudem der "Hinweis an Vorgesetzte", mit den Angehörigen islamischer Religionsgemeinschaften "angemessen" umzugehen und etwa von ihnen vorgebrachte Wünsche nach Gebetsräumen soweit wie möglich zu erfüllen.  mehr ...

11.03.2013 Bauherr Ditib gewinnt Rechtsstreit um Kölner Zentralmoschee

«Wir begrüßen das Urteil»

Im Streit um Baumängel an der Kölner Zentralmoschee ist zumindest eine Frage juristisch geklärt: Ein Gericht entscheidet pro Bauherr Ditib und weist Millionenforderungen einer Baufirma ab. Der Zoff um den größten Moscheekomplex in Deutschland geht aber weiter.

Köln (dpa). Im Streit um Baumängel an der Kölner Zentralmoschee hat der Bauherr Ditib einen juristischen Sieg erzielt. Das Kölner Landgericht wies eine Klage der Rohbaufirma Nuha am Freitag ab. Das Unternehmen hatte von der türkisch-islamischen Ditib zwei Millionen Euro ausstehenden Werklohn verlangt.  mehr ...

09.03.2013 Berlin: Gauck wirbt für respektvollen Dialog zwischen den Religionen. JIK besucht Bundespräsidenten

"Neues Wir-Gefühl"

(dpa). Bundespräsident Joachim Gauck hat sich für einen neugierigen, vorurteilsfreien und respektvollen Dialog zwischen den Religionen und Kulturen in Deutschland ausgesprochen. Es müsse «offen über die Chancen, aber auch über die Schwierigkeiten» gesprochen werden, sagte Gauck am Freitag bei einem Treffen mit Vertretern der «Jungen Islam Konferenz» (JIK) im Berliner Schloss Bellevue. Den vorhandenen Vorurteilen und Pauschalisierungen müsse Aufklärung entgegengesetzt werden. Die JIK ist ein Dialogforum für junge Menschen zum Thema Islam und Muslime in Deutschland.  mehr ...

09.03.2013 Maaßen: Zahl der "Salafisten" in Deutschland 2012 stark gestiegen

Starker Zulauf

(dpa) - Der starke Zulauf für potenziell bedrohliche Salafisten in Deutschland beunruhigt die Sicherheitsbehörden. Ihre Zahl hat sich laut Verfassungsschutz im vergangenen Jahr von 3800 auf 4500 erhöht. Zusammen mit etwa 1000 gewaltbereiten Islamisten stellten sie «eine ernst zu nehmende Gefahr» dar, sagte Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen dem Nachrichtenmagazin «Focus». «Wenn der Staat gegenüber salafistischen Bestrebungen nicht klare Kante zeigt, besteht die Gefahr, dass diese Gruppen weiter wachsen. Es ist denkbar, dass die Bereitschaft zur Gewalt, auch zu Anschlägen, zunimmt.  mehr ...

03.03.2013 Debatte über Zuwanderung wird schärfer: Integrtionsforscher Bade warnt vor „Panikmache“

Erosion des Sozialstaates?

Die meisten Deutschen denken so: Die Zuwanderung vor allem von Sinti und Roma soll begrenzt werden. Dazu müssten aber die Regeln in der EU geändert werden. Experten warnen vor Hysterie.

Berlin (dpa). Die Diskussion über den Zustrom sogenannter Armutsflüchtlinge aus Südosteuropa nach Deutschland wird schärfer. Der Präsident des Ifo-Wirtschaftsinstituts, Hans Werner Sinn, forderte, der Zuwanderung „einen Riegel vorzuschieben”. Dagegen warnte der Migrationsforscher Prof. Klaus J. Bade vor „Panikmache“.  mehr ...

01.03.2013 IZ-Debatte Doppelpass: Nicht der Doppelpass ist das Problem, sondern der Geist hinter der Kampagne. Von Sulaiman Wilms

Contra: Wissen, wo man hingehört

(iz). Wie bei so vielen Diskussionen geht es auch beim The­ma der doppelten Staatsbürgerschaft nicht um den Gegenstand der Debatte, sondern um das, was unausgesprochen bleibt. In Zeiten der grassierenden Pawlowschen Reiz-Reaktions-Kultur muss das Selbstverständliche ­leider immer betont werden. Eine kritische Haltung ist per se noch kein Hinweis auf eine „weiß-“ oder „bio-deutsche“ Einstellung (wie ein eher einfach begabter Geist meinte).  mehr ...

27.02.2013 Hintergrund über die deutsch-türkischen Beziehungen

Freunde, kommt zu uns!

Ankara/Berlin (GFP.com). Vor den Gesprächen der deutschen Kanzlerin in Ankara plädierten Berliner Außenpolitiker für eine neue Öffnung gegenüber der Türkei. Das Land erstarke immer mehr und habe sich mittlerweile außenpolitische Potenziale geschaffen, die ihm bald eine eigenständige Nahost-Politik auch gegen deutsch-europäische Interessen ermöglichen könnten, warnt der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Deutschen Bundestag, Ruprecht Polenz (CDU). Berlin und Brüssel müssten dies verhindern und deshalb ihre bisherige Ablehnung eines türkischen EU-Beitritts überdenken.  mehr ...

24.02.2013 Ein Kommentar von Khalil Breuer über die Debatte und muslimische Hintergründe zur Doppelten Staatsbürgerschaft

Doppelte Identität?

„Es ist für die Gemeinschaft der in Deutschland lebenden Muslime wichtig, das die islamischen Grundlagen nicht von kultureller Romantik verdrängt werden.“

(iz). Der SPD-Vorsitzende Gabriel hat ein feines Gespür für Stimmungen. Mit seinem Plädoyer für die Ermöglichung doppelter Staatsbürgerschaft in Deutschland sichert er sich klug die Zustimmung einer bedeutenden Minderheit bei den nächsten Wahlen.

Türkischstämmige MitbürgerInnen fordern schon lange die doppelte Staatsbürgerschaft. Die Motivationen für diese Position sind sehr unterschiedlich.  mehr ...

22.02.2013 Friedrich sieht sich durch NPD-Veröffentlichung bestätig

Eine unattraktiv gewordene Partei?

Düsseldorf (dpa). Nach der Offenlegung vertraulicher Belege zum NPD-Verbotsverfahren auf der Homepage der rechtsextremen Partei sieht sich Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich in seinen Warnungen bestätigt. «Die Veröffentlichung der Materialsammlung durch die NPD zeigt, dass der Verbotsantrag der Länder der Partei eine öffentliche Bühne gibt», sagte der CSU-Politiker der «Rheinischen Post» (Freitag). Genau dies habe er immer befürchtet. «Die absterbende, für ihre eigenen Anhänger unattraktiv gewordene Partei nutzt das Verbotsverfahren für eigene Werbezwecke.  mehr ...

19.02.2013 Hamburg: Leutheusser will mehr doppelte Staatsbürgerschaften ermöglichen

"Optionslösung"

(dpa). Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Scharrenberger (FDP) will mehr doppelte Staatsbürgerschaften für Ausländer in Deutschland ermöglichen. «Integration kann auch durch doppelte Staatsbürgerschaft gefördert werden, wie die vielen Fälle von gut integrierten Bürgern mit Doppelstaatsbürgerschaft zeigen», sagte sie «Spiegel online». Dazu solle das Staatsangehörigkeitsrecht entsprechend reformiert werden. «Die Optionslösung gehört auf den Prüfstand, wenn es dazu führt, dass sich Menschen von Deutschland abwenden.  mehr ...

18.02.2013 Berlin: Bundespräsident Gauck hat klare Botschaften für die Angehörigen der Neonazi-Opfer: Deutschland darf nicht vergessen.

"Fehler werden Konsequenzen haben"

(dpa) Bundespräsident Joachim Gauck hat den Angehörigen der Neonazi-Mordopfer umfassende Aufklärung und Unterstützung zugesichert. Bei einem Treffen am Montag im Schloss Bellevue sagte Gauck, Deutschland dürfe nicht vergessen, was geschehen ist. Er versprach den Familien: «Ich will mithelfen, dass Ihr Leid weiter wahrgenommen und anerkannt wird. Und dass aufgeklärt wird, wo es Fehler und Versäumnisse gegeben hat, dass darüber gesprochen und wenn nötig auch gestritten wird, was wir daraus lernen müssen!»

Dem Neonazi-Trio werden zehn Morde zwischen den Jahren 2000 und 2007 zugerechnet.  mehr ...

18.02.2013 Vom Widerstand zum Niedergang ins Chaos? Gemetzel in syrischer Kleinstadt

DRK für Aufnahme von Flüchtlingen

Immer mehr Syrer sind auf der Flucht. Allein 40.000 Menschen sollen jetzt eine Kleinstadt im Nordosten verlassen haben. Das Rote Kreuz schlägt eine begrenzte Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland vor.

Damaskus/Istanbul (dpa). Nach der Eroberung der syrischen Kleinstadt Al-Schadadi sollen Rebellen dort Dutzende von Angestellten einer staatlichen Öl-Firma getötet haben. Das berichtete am Freitag das syrische Nachrichtenportal «Al-Hakika», das dem Regime von Präsident Baschar al-Assad nahesteht.  mehr ...

17.02.2013 Zentralrat: „Enge Verwandtschaft ist der Grund für Liebe“

Muslime begrüßen Urteil des OHG Hamm

Hamm/Köln (islam.de). Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) begrüßte das Urteil des Oberlandesgerichts Hamm, wonach jeder Mensch das Recht hat zu erfahren, wer sein leiblicher Vater ist. Es gehöre zum Menschenrecht und zur UN-Kinderrechtskonvention, dass niemandem die Kenntnisse über seine Abstammung vorenthalten werden dürfe.

Der Islam rufe die Menschen dazu auf, seine Verwandtschaft genau zu studieren, denn, so heiße es in einem Ausspruch des Gesandten Gottes, „enge Verwandtschaft ist der Grund für Liebe in der Familie und Gesellschaft“.  mehr ...

15.02.2013 Istanbul: Die Aufklärung der Neonazi-Morde in Deutschland ist auch durch ausländerfeindliche Vorurteile behindert worden

Untersuchungsausschuss hat die Türkei besucht.

(dpa) Der Untersuchungsausschuss zu den Morden der Neonazi-Terrorzelle hat bei einem Besuch in der Türkei zugesichert, dass die rechtsterroristischen Gewalttaten aufgearbeitet werden. «Ich glaube, dass man uns die Ernsthaftigkeit unserer Untersuchung abnimmt», sagte der Ausschussvorsitzende Sebastian Edathy (SPD) am Freitag der Nachrichtenagentur dpa zum Abschluss einer zweitägigen Türkei-Reise. «Das waren sehr ernsthafte Gespräche. Es waren aber auch sehr freundschaftliche Gespräche», sagte er.  mehr ...

11.02.2013 Kommentar: Der Papst geht, die Kirche bleibt. Von Abu Bakr Rieger

„Unter Spannung“

(iz). „Wir“ sind bald nicht mehr Papst. Diese Nachricht beherrschte heute den Tag, denn der Papst fühlt sich wohl endgültig nicht mehr als Herr der Lage. Im fortgeschrittenen Alter konnte der „einfache Arbeiter im Weinberg des Herrn“ auf Dauer dem gnadenlosen Programm eines Staatsoberhauptes und Kirchenführer nicht mehr standhalten. Verständlich, denn wie kein Zweiter musste der Papst sich nicht nur einem Berg von Aufgaben stellen, sondern er hatte auch mit Intrigen und Skandalen – immer unter den verschärften Bedingungen unseres Medienzeitalters – umzugehen.  mehr ...

07.02.2013 Die Debatte um das Begriffs-Monster „Islamismus“ hält an

Es gibt präzisere Worte

Berlin (iz.) Die Debatte über die Terminologie des „Islamismus“ wurde durch einen Beitrag von Frau Professorin Ingrid Thurner in der österreichischen Tageszeitung „Die Presse“ neu entfacht. „Islamismus“ sei ein zu undefinierter Begriff, der teilweise völlig unterschiedliche Gruppierungen und Strömungen zusammen lege und damit eine negative Konnotation hervorruft.

Weiterhin bezieht sich Prof. Thurner auf die Demokratiefähigkeit der arabisch-muslimischen Gesellschaften, welche auch ohne westliches Gedankengut „religiös geprägte Demokratiemodelle“ entwickeln könnten.  mehr ...

31.01.2013 Reporter ohne Grenzen sorgen sich um deutsche Medienlandschaft. Von Joachim Heinz

Patentrezepte nicht in Sicht

Berlin (KNA). Auf den letzten Plätzen stehen die üblichen Verdächtigen: Eritrea, Nordkorea und Turkmenistan. Hier sieht die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ die Pressefreiheit in besonderem Maße bedroht. Zum zwölften Mal legten die Menschenrechtler ihre Rangliste zur Lage der Medien in den Ländern der Welt vor; 179 Staaten und Regionen wurden diesmal erfasst. Dabei, das zeigt die Studie, muss der Blick nicht unbedingt in die Ferne schweifen. Viele Probleme liegen direkt vor der eigenen Haustür.

So ist Ungarn, immerhin EU-Mitglied, auf Platz 56 abgerutscht.  mehr ...

26.01.2013 Berlin: Chef des NSU-Untersuchungsausschusses mit Arbeit zufrieden

"Gemeinsame Sprache finden"

(dpa) - Nach einem Jahr Neonazi-Untersuchungsausschuss ist der Vorsitzende des Bundestagsgremiums, Sebastian Edathy, mit der bisher geleisteten Arbeit zufrieden. «Dies ist mein fünfter Untersuchungsausschuss und zugleich der effizienteste, den ich bisher erlebt habe», sagte der SPD-Politiker der «Mitteldeutschen Zeitung» (Samstag). «Seine Stärke ist die überfraktionelle Gemeinsamkeit, was den Willen zur Aufklärung betrifft.» Die rechtsextreme Terrorzelle NSU, die zwischen 2000 und 2007 zehn Menschen umgebracht haben soll, war in dieser ganzen Zeit unentdeckt geblieben.  mehr ...

25.01.2013 Spannend: Waren Niedersachsens Muslime wahlentscheidend?

Bis zu 100.000 WählerInnen

Hannover (iz). In einer aktuellen Pressemitteilung stellte die Schura Niedersachsen, ein Zusammenschluss regionaler Gemeinschaften und Verbände, eine interessante Spekulation an. Die Schura-Erklärung zog einen spannenden Vergleich zwischen den 12.000 Stimmen, die der CDU/FDP-Koalition zum erneuten Wahlsieg fehlten, und den „bis zu 100.000 muslimische Bürgerinnen und Bürger“ die wahlberechtigt waren.  mehr ...

22.01.2013 Gremium der Bonner Muslime wendet sich gegen die Berichterstattung in der Bundesstadt

Bombenfunde und vermeintliche Gewalt

Bonn (iz/RMB). In den letzten Monaten wurde die muslimische Community in der Bundesstadt Bonn erneut in den Blickpunkt einer negativen Berichterstattung von lokalen und überregionalen Medien gerückt.

Vor einiger Zeit kam es zum Fund einer funktionsuntüchtigen Bombenattrappe an einem der Bonner Bahnhöfe. Schnell wurden „gewaltbereite Islamisten“ für den mutmaßlichen Anschlagversuch verantwortlich gemacht. Mittlerweile aber mussten die verantwortlichen Ermittlungsbehörden und Staatsanwaltschaften einräumen, dass es nicht ausreichend Indizien für diese Mutmaßung gebe.  mehr ...

18.01.2013 Kommentar: In den Konflikten Afrikas sind längst nicht nur Staaten beteiligt. Von Abu Bakr Rieger

Mali und die Räuber

(iz). Es ist der Beginn einer literarischen Karriere. Schiller schreibt die „Räuber“ und kehrt dabei geläufige moralische Bilder um. Die Guten sind auch böse, die Bösen auch gut. Die Lehre aus dem Meisterwerk, das in seiner Zeit einen Skandal auslöst, fällt mit dem Beginn einer neuen Epoche zusammen. Sie entzieht sich dem alten Schwarz-Weiß. In jedem Moment offenbart sich eine neue Wirklichkeit, die man immer neu und mit höheren Maßstäben beurteilen muss; fixe Ideologie und feste Parteiungen trüben dagegen den Blick.

Seit 1961 hat Frankreich Dutzende Male in Afrika interveniert.  mehr ...

16.01.2013 Deutschland: Debatte um Kampfeinsatz. GfbV fordert langfristige Einigung mit unzufriedenen Tuareg

NGO's fordern „gewaltfreien Dialog“

Bamako/Paris/Berlin (dpa/KNA). Französische Bodentruppen sind auf dem Vormarsch in den Norden Malis. „Die französischen Landstreitkräfte sind dabei, sich in Richtung Norden zu bewegen“, sagte Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian am Mittwochmorgen dem französischen Sender RTL. Bisher hätten die Bodentruppen die Hauptstadt Bamako gesichert, die Menschen dort, Franzosen und EU-Bürger, sagte Le Drian. Derzeit befinden sich etwa 800 französische Soldaten in Mali.  [ABO] mehr ...

15.01.2013 Hansestädte haben die Nase vorn bei Verhandlungen mit Muslimen. Ein Kommentar von Yasin Bas

Den Islam „eingebürgert“

Bremen/Köln (iz). Nach der Hansestadt Hamburg ist es wieder eine Hansestadt, die einen Staatsvertrag mit den islamischen Religionsgemeinschaften unterzeichnet hat. In Bremen und Bremerhaven sind von nun an islamische Feiertage, die Besetzung einiger, öffentlich-rechtlicher Gremien, Bestattungsrituale oder der Bau von Moscheen vertraglich geregelt.

Mit diesem Staatsvertrag gehört der Islam nun auch zu Bremen. Zuvor hatte Hamburgs erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) den Islam in die Hansestadt „eingebürgert“.  mehr ...

14.01.2013 «Spiegel»: Ermittler suchen Bonner Bombenleger auch in rechter Szene

«Weniger gefährlich?»

Hamburg (dpa/islam.de/Agenturen). Nach dem versuchten Bombenschlag von Bonn suchen die Ermittler einem Medienbericht zufolge jetzt auch nach Spuren in die rechtsextreme Szene. Die Bundesanwaltschaft habe deshalb das neugegründete Abwehrzentrum gegen Rechtsextremismus eingeschaltet, berichtet der «Spiegel». Die Ermittler gehen bislang offiziell von einem versuchten Anschlag einer terroristischen Vereinigung radikal- islamistischer Prägung aus.  mehr ...

13.01.2013 Vorwurf Unregelmäßigkeit: Bekommt die junge Integrations-Branche ihre ersten Skandale?

Druck auf Integrations-Staatssekretärin steigt

Düsseldorf (KNA). Der Druck auf die nordrhein-westfälische Integrations-Staatssekretärin Zülfiye Kaykin (SPD) wächst. Nach neuen Vorwürfen bekräftigte die CDU am Mittwoch ihre Rücktrittsforderung an die Politikerin. «Frau Kaykin ist definitiv nicht mehr zu halten», erklärte der CDU-Sozialexperte Peter Preuß in Düsseldorf. Die dubiosen Vorgänge müssten umgehend durch den Landtag untersucht werden.  mehr ...

07.01.2013 Experten warnen vor wachsender Islamfeindlichkeit

„Es heißt nicht mehr ‘die Türken’, sondern ‘die Muslime’“

Osnabrück (KNA). Sozialwissenschaftler warnen vor einer neuen Form von Rassismus in Deutschland. Statt allgemeiner Fremdenfeindlichkeit verlagerten sich Ressentiments mehr und mehr auf den Islam, sagte Sozialwissenschaftler Wilhelm Heitmeyer der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Montag). „Es heißt nicht mehr ‘die Türken’, sondern ‘die Muslime’“, erläuterte der Leiter des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld.

Solche Pauschalurteile führten zu einer immer größeren Ablehnung der Muslime innerhalb der Bevölkerung, so Heitmeyer weiter.  mehr ...

17.12.2012 Studie zeigt Zwiespalt der Deutschen

Streitpunkt Zuwanderung

Die Deutschen werden immer weniger. Schon jetzt herrscht in manchen Branchen Fachkräftemangel. Die Zukunft der Sozialsysteme schaut düster aus. Zuwanderung aus dem Ausland könnte helfen. Doch viele Deutsche sehen diese immer noch kritisch.

Gütersloh (dpa). Die Deutschen haben nach wie vor ein zwiespältiges Verhältnis zur Zuwanderung: Einer Studie zufolge hält die Mehrheit einerseits Deutschland für ein attraktives Einwanderungsland. Zugleich überwiegt andererseits die Skepsis gegenüber der Zuwanderung.  mehr ...

11.12.2012 NSU-Mörderkartell: Der Koordinationsrat der Muslime lädt zur Presseeinladung und stellt sein neues Pressedossier vor

„Aufdeckung des Rechtsterrorismus“

(KRM). Die Aufdeckung des Rechtsterrorismus durch den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) hat in schockierender Weise vor Augen geführt, wie es stellenweise um die Sicherheitslage von Minderheiten bestellt ist. Über ein Jahrzehnt konnten Rechtsterroristen eine breite Blutspur durch die gesamte Republik ziehen, zehn Menschen kaltblütig erschießen.

Der Fall ist auch ein Jahr nach Bekanntwerden der Täter und Taten nicht aufgeklärt.  mehr ...

04.12.2012 Schura Niedersachsen hat Vorsitzenden Avni Altiner einstimmig wiedergewählt

Muslime in Niedersachsen im Dialog mit der Politik

(Schura Niedersachsen). Mit 120 Gästen war die Jahreshauptversammlung der Schura Niedersachsen, Landesverband der Muslime, so gut besucht wie nie zuvor. Die 97 Mitgliedsgemeinden waren am vergangenen Sonntag durch ihre Delegierten vollzählig vertreten und ließen damit ein solides Maß an Einvernehmen deutlich werden.  mehr ...

28.11.2012 Kommentar: Deutschland soll nun auch in Timbuktu verteidigt werden. Angeblich. Von Rupert Neudeck

Was wollen deutsche Soldaten in Mali?

(iz). Wenn der Politik nichts mehr einfällt, hat sie noch zwei Lösungsworte, die sie wie eine Monstranz vor sich herträgt: Soldaten und Wahlen. Genau das hatte der deutsche Außenminister Westerwelle auch ­gesagt, als er sich in ­einem Militärflugzeug beim Landeanflug auf Bamako, der Hauptstadt Malis, filmen ließ. Was würden deutsche Soldaten besser machen als in Belet Huen im Westen Somalias, wo wir sie damals 1991 zu ihrem ersten außereuropäischen Einsatz hinschickten?

Da gibt es das Nachbarland Malis, Mauretanien, das ohne Umschweife einfach mal in den letzten Wochen und Monaten 120.  [ABO] mehr ...
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In der Mai-Ausgabe der Islamischen Zeitung (Nr. 215) beschäftigen wir uns mit den Schwerpunkten „Muslimische Frau“ und dem Bürgerkrieg in Syrien. Parvez Asad Sheikh beschreibt in einem Interview die Grundzüge der Geopolitik, wir gehen mit der IZ-Redaktion auf die Umra (kleine Pilgerreise) und denken über das Wesen der Freiheit nach. Außerdem: Beten während der Freitagsansprache, Großzügigkeit, Verfassungsschutz und der „Salafismus“, eine neue Moschee für Hamburg, eine Replik von Avni Altiner sowie die neue CD des Berliner Rappers Musa.
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IZ erklärt Deutschland: Die Salaf
Egal, ob angezählte Ex-Boser oder ehema­lige Bonner Musterschüler, die in den Bergen Afghanistans ums Leben kommen, Der „Salafismus“ ist trotz der zahlenmäßig geringen Menge der Anhänger zum Synonym einer amorphen Bedrohung geworden. Diese neuzeitliche Ideologie, die lange unter Muslimen und unse­ren Gelehrten als „Wahhabismus“ [nach ihrem Begründer Ibn ‘Abdulwahhab] bezeichnet wurde, hat sich lange dieses Tarnbegriffs bedient, um der Klassifi­zierung als Sekte zu entgehen. Phänome­nologisch ähnelt sie den Khawaridsch. Zum Leidwesen der muslimischen Welt ist der „Salafismus“ in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Nicht nur, weil er ungenau ist, sondern mehr noch, weil die Generationen (die Salaf As-Salihin), auf die sich die ­Wahhabiten gerne beziehen, um sich deren Legitima­tion anzueignen, von allen praktizierenden Muslimen der Ahl As-Sunna wa’l-Dschama’a geachtet und geliebt werden. Wie bei anderen Begriffen muss man auch hier erst einmal der zeitgenössische Schutt der Missverständnisse weggeräumt werden, um verstehen zu können. Qadi ‘Ijad aus Ceuta, früherer andalusischer Gelehrter und Autor des monumen­talen „Kitab Asch-Schifa“ beschrieb den Charakter dieser Generation unter ande­rem wie folgt: „(…) Es wurde überliefert, dass es eine Gruppe der Salaf, oder besser alle von ihnen, verabscheute, über etwas zu diskutieren, welches nicht zu Handlungen führte. (…)“ Der Imam schließt an anderer Stelle mit dem Gebet: „Möge Allah unseren gottesfürchtigen Salaf barmherzig sein, die ihren Din beschützt haben!“
Bild der Woche
"Neues Wir-Gefühl" BERLIN. Gauck wirbt für respektvollen Dialog zwischen den Religionen. JIK besucht Bundespräsidenten (Foto: Dirk Enters).
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Zitat der Woche
„ Mit der letzten Auflage in dieser Legislaturperiode hat die Islamkonferenz ihren Tiefpunkt erreicht: Das Treffen zwischen Islamverbänden, Muslimen und dem Staat ist zu einer sinnlosen Pflichtveranstaltung verkommen. Aufbruchstimmung und Zuversicht begleiteten 2006 den Start des Dialogforums. Geblieben sind Enttäuschung, Misstrauen und Streit. Viele Muslime kommen nur aus Höflichkeit oder gar nicht mehr. So hat die Konferenz keine Zukunft. Das liegt zum einen an Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, der seit Jahren Sicherheitsthemen in den Mittelpunkt rückt. Aber auch die Verbände sind für das Scheitern mitverantwortlich. Zwar wollen sie den Islam als Religionsgemeinschaft anerkannt sehen. Doch sie tun viel zu wenig dafür, den rechtlichen Vorgaben zu genügen.“

Neue Osnabrücker Zeitung, 08. Mai 2013
Linkliste
Serdar Günes' Verzeichnis
Nützliches Verzeichnis von Grundlagentexten zu Themen der islamischen Debatte. Nach Themen sortiert

Geopoliticus
Geopolitische Analysen von Dawud Stewart Hurrell, einem der weltweit führenden muslimischen Experten

The Majalla
Internationales, englisch sprachiges Magazin über die Arabische Welt

Emran Feroz
Blog über Politik, Naher & Mittlerer Osten, Migration, Europa & die islamische Welt

Russia Today
Englischsprachige Webseite des russischen Senders mit einer frischen Berichterstattung

Union Europäischer Muslime
Webseite der

www.abubakrrieger.de
Private Webseite des Herausgebers der IZ

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