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Teaser aus der kommenden IZ-Ausgabe – zum Jean-Paul-Festjahr 2013. Vorstellung eines deutschen Dichters von Muhsin Sebastian Hennig
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08.05.2013 Teaser aus der kommenden IZ-Ausgabe – zum Jean-Paul-Festjahr 2013. Vorstellung eines deutschen Dichters von Muhsin Sebastian Hennig

„Alle Kinder sind Orientalen“

(iz). In seinen „Noten und Abhandlungen zum westöstlichen Divan“ erläutert Johann Wolfgang von Goethe den geistigen und historischen Hintergrund der ihn zu den zwölf Versbüchern seines „Westöstlichen Divan“ bewegte. Er geht dabei weit zurück bis zur Flucht der Hebräer aus Ägypten.  mehr ...
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06.05.2013 Vom schwierigen Versuch, in dürftiger Zeit über die Freiheit zu schreiben. Ein Beitrag von Sulaiman Wilms

Die Realität eines Slogans

„Ich wuchs auf in Freiheit, mit dem Recht auf freie Rede. Ich kann mich in späteren Jahren nicht mehr ändern und mich an Sklaverei gewöhnen.“ (Cato)

(iz). Ein jedes Ding hat seinen ­Namen. Die richtige Bezeichnung (siehe Sura Al-Baqara im Qur’an) gehört zu den Anfängen der prophetischen, ja der menschlichen Geschichte überhaupt. Allah sagte über unseren Stammvater: „Und Er lehrte Adam alle Namen.“

Von Konfuzius können wir lernen, dass das richtige Benennen der Dinge den Anfang gerechten Handels darstellt.  mehr ...
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02.05.2013 Dresdner Sinfoniker: Konzertreise nach Israel und ins Westjordanland

Symphony for Palestine

Die Dresdner Sinfoniker führen vom 30. Mai bis 2. Juni 2013 die Symphony for Palestine des iranischen Komponisten Kayhan Kalhor unter Leitung des italienischen Dirigenten Andrea Molino zum ersten Mal in Ramallah, Jerusalem und Jenin auf. 

Musik eröffnet Welten und kann als universelle Sprache Grenzen leicht überwinden – nationale, kulturelle und soziale. Sie ist eine starke, Menschen verbindende Kraft, die unmittelbares Erleben, intensiven Austausch und Verständigung ermöglicht.  mehr ...
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30.04.2013 Riza Savas’ umfassende Studie „Die Frau zur Zeit des Propheten Mohammed“ liegt endlich auf Deusch vor. Von Laila Massoudi und Massouda Khan

Ein notwendiges Buch

„Die Hälfte des Islam ist von Aischa.“ (häufige Meinung islamischer Gelehrter)

(iz). „Es gibt ein großes Studienfeld, welches es noch zu erforschen gilt, wie sehr der augenblickliche Status der Frauen ­unter Muslimen den westlichen Einstellungen gegenüber der Weiblichkeit geschuldet ist, und insbesondere gegenüber muslimischen Frauen.  mehr ...
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25.04.2013 Eine spannende Debatte: Wovon und wofür ist man frei? Von Fauzia Lewandowski

Ich bin so frei

(iz). Ich bin so frei!“ – unter diesem Motto präsentieren sich immer mehr junge, gut gebildete Frauen mit Kopftuch der Gesellschaft und wehren sich gegen einschlägige Assoziationen von außen. Mehr noch: Es bilden sich Gruppen muslimischer Frauen, die selbst definieren wollen, was Freiheit für sie heißt. Ausgelöst wurde die Debatte durch eine Aktion der ukrainischen PR-Gruppe FEMEN, die den jungen Musliminnen in Deutschland unterstellte, nur unter Zwang sich zu verhüllen.  [ABO] mehr ...

15.04.2013 Passend zum Wagner-Jahr: Muhsin Hennig über Christoph Thielemann „Mein Leben mit Wagner“ und die umfassende Edition von Marek Janowski

„Ein steriles Mischwesen“

(iz). Ein kurzer Aufsatz eines Malers könne mehr Einsichten über die Kunst vermitteln als Bände voller kunsthistorischer Gelehrsamkeit, dass schrieb einst der englische Maler Joshua Reynolds. Mit der Musik ist es genauso. Das Buch des derzeit gefragtesten Dirigenten für das Werk von Richard Wagner, des Chefdirigenten der Sächsischen Staatskapelle Dresden Christian Thielemann ist erhellender als all die klugen theoretischen Deutungen zum Thema.  mehr ...

08.04.2013 Überlegungen von Emran Feroz

FEMEN und die Muslima

Femen sorgt spätestens seit der Thematik um Pussy Riot regelmäßig für Schlagzeilen. Mittlerweile hat sich die Gruppierung auch in der islamischen Welt „etabliert“. Während dort die meisten Menschen nicht viel von Nacktprotesten halten, nutzen religiöse Hardliner die Situation aus, um von wichtigen Problemen abzulenken.

(Emran Feroz). Vor einigen Wochen sorgte eine junge Tunesierin namens Amina für Aufmerksamkeit. Die 19-jährige hatte sich Anfang März der Femen-Bewegung angeschlossen.  mehr ...

03.04.2013 Bücher: Azizah Seise bespricht „Die Regenbogentruppe“ von Andrea Hirata

Ein Hauch von Indonesien

(iz). Indonesische Literatur ist dem deutschsprachigen Leser so gut wie unbekannt. Große Namen der modernen indonesischen Literatur wie Hamka (1908-1981) oder Pramoedya Ananta Toer (1925-2006) sind hier unbe­kannt. Nur kleine Spartenverlage haben bis vor kurzem deutschsprachige Übersetzungen aus dem Indonesischen verlegt. Dabei hat die moderne indonesische Literatur durchaus etwas zu bieten. Die Liebe für das Detail zum Beispiel findet sich in vielen literarischen Werken, blumige Beschreibungen und ein mehr oder weniger leichter oder schwerer Hauch Kritik am politischen System.  [ABO] mehr ...

03.04.2013 Ein Bericht aus Hamburg von Norbert Müller

Ehemalige Kirche wird Moschee

(iz). Das Ansinnen der Skandalisierer und erst recht der islamophoben Rechtsradikalen lief ins Leere: Die öffentliche Diskussion über die Umwandlung der ehemaligen Kapernaum-Kirche in Hamburg-Horn in eine Moschee gestaltete sich im Endeffekt recht sachlich und unaufgeregt. Mehr noch: Der Umstand, dass auch ein ehemals christliches Gotteshaus nun von Muslimen genutzt werden kann, erscheint nicht mehr als Islamisierung und Untergang des Abendlandes, sondern Teil einer multireligiösen Großstadt-Normalität.  mehr ...

30.03.2013 Hintergrund: Indiens Geißel – Vergewaltigungen und gezielte Abtreibungen. Anmerkungen von Sulaiman Wilms

Der Hass auf die Frauen

(iz). Es gehört zu den orthodoxen Grundannahmen unserer Erziehung, dass sich die Gattung Mensch im Zustand eines kontinuierlichen Fortschritts befände. Nicht nur der übel beleumdete Kultur­skeptiker dürfte dies grundsätzlich in Frage stellen. Ebenfalls zu den „No-Go-Areas“ unseres Weltverständnisses zählt, dass sich der Mensch im Laufe dieses Fortschritts endgültig von seiner natürlichen Umwelt befreit. Heute von „natürlichen Verhaltensweisen“ (wie in der Familien-Debatte) zu sprechen, dürfte auf jeden Fall belächelt werden.  mehr ...

25.03.2013 Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat eine „Handreichung“ zum Thema Sterbehilfe und Sterbebegleitung veröffentlicht

Alternativen zur direkten Sterbehilfe

(ZMD). Jeder Muslim glaubt daran fest, dass jeder Mensch sterben muss und der Sterbeprozess Bestandteil des Lebens ist, dennoch gilt es sein Leben und das Leben der anderen ernsthaft zu schützen. Er muss zudem seine Gesundheit pflegen und bewahren, und wenn er krank wird, muss er die mögliche und die erforderliche Behandlung suchen, soweit ihm eine mögliche kurative Therapie zur Verfügung steht. Bei schwerem Schicksal und bitterem Leiden, wie eine schwere unheilbare Krankheit, sollte er standhaft und geduldig bleiben und sein Vertrauen und seine Dankbarkeit gegenüber Gott beibehalten.  [ABO] mehr ...

25.03.2013 Kommentar: Welt ohne Gott denkbar, Welt ohne Banken nicht? Von Khalil Breuer

„Ein europäisches Paradox“

(iz). Es liegt in meiner – zugegeben – einfachen Natur, immer Alternativen zu suchen und auf neue Alternativen zu hoffen. Nur, in letzter Zeit droht mir die Zuversicht diesbezüglich abhanden zu kommen. Wir alle wissen, was in Zypern los war. Für die Zukunft sage ich nur „Luxemburg“ – ein Bankenstaat, inmitten der Europäischen Union, ein souveränes Ländchen, dessen Bankenumsatz um das 21-fache höher ist als das eigene Bruttosozialprodukt.  [ABO] mehr ...

21.03.2013 Exklusiv aus der neuen Ausgabe – Schwerpunkt "Wissen": Gesucht werden freie Orte echter Wissensvermittlung. Von Khalil Breuer

Über Moscheen und Marktplätze

(iz). Bekanntlich sollten Glauben und Handeln eins sein und Theorie und Praxis kein Gegensatz. Um so wichtiger ist es, heute die islamische Lehre und damit die Lebenspraxis selbst, nicht in eine Art der Weltfremdheit abgleiten zu lassen. Es geht uns als ­Muslime um das Hier und Jetzt, das Innen und Außen, das Materielle und Spirituelle.

Diese Einheit der Glaubensüberzeugungen symbolisiert von jeher der Zusammenhang von Moschee und Markt. Die erste Gemeinschaft ist um diesen Zusammenhang gebaut und ohne Kennt­nisse hierüber grundsätzlich missverstan­den.  mehr ...

19.03.2013 Islamkritik – getarnter Fremdenhass, Doppelmoral und Pauschalisierungen. Fernsehkritik von Emran Feroz

Ein Scheitern zur besten Sendezeit

(Emran Feroz). Die so genannte Islam-Debatte scheint eine unendliche Geschichte zu sein. Nachdem vergangene Woche wieder Razzien gegen „Salafisten“ stattgefunden haben und mehrere Personen verhaftet wurden, haben die deutschen Medien ein weiteres Mal ihr Fressen gefunden. Von objektiven und seriösen Diskussionen kann keine Rede sein. Zeuge eines neuen Tiefpunkts konnte man unter anderem bei Günther Jauch werden.  mehr ...

11.03.2013 Funda Dogan: Muslimin hilft bei Jobsuche. Bericht von Marco Krefting

Zwischen Arbeitsamt und Moschee

Sprachprobleme, veraltete Rollenbilder und unsichere Eltern: Eine Arbeitsagentur in der Nähe von Stuttgart engagiert eigens eine Muslimin als Berufsberaterin. Die Türkin hat sogar eine Liste mit Firmen, die Frauen mit Kopftuch einstellen.

Waiblingen (dpa). Wenn Funda Doghan Schüler bei der Berufswahl berät, fluchen die öfters mal auf Türkisch. «Sprache spielt bei der Jobsuche eine wichtige Rolle», sagt die 28-Jährige. Sie stammt selbst aus der Türkei und ist bei der Arbeitsagentur Waiblingen seit einem Jahr Beraterin speziell für junge Leute mit ausländischen Wurzeln.  mehr ...

04.03.2013 IZ-Debatte Doppelpass: Mehrstaatlichkeit im Einwanderungsland – Eigentlich kein Widerspruch. In Deutschland leider schon. Von Yasin Bas

Pro: Ankommen im 21. Jahrhundert

(iz). Einen „faulen Kompromiss“ nennen Beobachter die Optionspflicht zur doppelten Staatsbürgerschaft in Deutschland. Die 1999 beschlossene Regelung zwischen der damaligen rot-grünen Regierung unter Gerhard Schröder und der Opposition sieht vor, dass ein in Deutschland geborenes Kind ausländischer Eltern automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit neben der Staatsangehörigkeit der Eltern erhält, wenn sich ein Elternteil seit mindestens acht Jahren in Deutschland aufhält.  mehr ...

01.03.2013 „Die Debatte“: Unterscheidung, aber keine Diskriminierung. Notizen von Ali Kocaman

Kein Platz für Rassismus im Islam

(iz). In den letzten Tagen schaute Freund Mukhtar ein paar Mal vorbei. Mukhtar ist ein junger Südafrikaner, Muslim und ziemlich hipp. Wer ihn nicht kennt, mag kaum glauben, wie tief sein Wissen und wie prägend seine Erfahrungen in Sachen Islam sind. Dabei bricht er sämtliche Stereotypen, die viele von einem religiös gebildeten Muslim haben mögen. Der junge, professionelle Sportlehrer verbrachte neben seiner Karriere Jahre in der Gegenwart großer Gelehrter, in Zawijas und ist aktiv mit den Freunden Allahs.  mehr ...

01.03.2013 Ausdruck urtümlicher Lebensenergie: Ohne den Kulturimport aus Westafrika wäre die schwarze Kultur der USA ärmer. Von Sulaiman Wilms

Auch die Muslime kennen den Blues

„Ich bin die Wurzel und der Stamm. Ihnen bleiben Zweige und Blätter.“ (Der verstorbene Musiker Ali Farka Touré aus Mali)

(iz). Die seltene Gelegenheit nutzend, in Sachen Musik keine Rücksicht auf die Kinder nehmen zu müssen, legte ich eine CD des unvergleichlichen Otis Taylor ein. Inmitten des tief bewegenden Stückes „10 Million Slaves“ merkte meine Frau plötzlich an, dass ihr diese Art Musik seltsam bekannt vorkäme.  mehr ...

25.02.2013 Debatte: Überlegungen zum Islam und dem Problem des Nationalismus. Von Imam Zaid Shakir

"Damit ihr euch kennenlernt"

„O ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, Der euch aus einem einzigen Wesen schuf. Und aus ihm schuf Er seine Gattin und ließ aus beiden viele Männer und Frauen sich ausbreiten. Und fürchtet Allah, in Dessen Namen ihr einander bittet, und die Verwandtschaftsbande. Wahrlich, Allah ist Wächter über euch.“ (An-Nisa, 1)

Der Nationalstaat - der ein Volk in einer souveränen territorialen Einheit verbindet - ist eine moderne Sache wie auch der Natio­nalismus als Bewegung für einen Staat ist modern. Er war Teil der europäischen Reaktion des 19. Jahrhunderts auf universale Tendenzen der Aufklärung.  mehr ...

22.02.2013 Arabische Touristen auf Soap-Spuren. Von Lina Kokaly

Zum Shoppen nach Istanbul

Die meisten Deutschen zieht es an die türkische Mittelmeerküste. Die arabischen Touristen kommen lieber nach Istanbul. Hier wandeln sie in den Kulissen schnulziger türkischer Fernsehserien.

Istanbul (dpa). Die Zahnmedizinstudenten Dora (25), Mahdi (28) und Faten (25) sind zum Shoppen nach Istanbul gekommen. Mit prall gefüllten Einkaufstüten laufen sie durch die Fußgängerzone des historischen Stadtteils Beyoglu.  mehr ...

17.02.2013 Ein Nachruf zum 10. Todestag von Annemarie Schimmel. Ahmet Peter Kreusch erinnert an eine wichtige Brückenbauerin

„Meine Aufgabe ist hier“

(iz). Als Annemarie Schimmel Anfang Februar 2003 80-jährig in Bonn starb, gab es in Zeitungen zahlreiche kleinere und ­größere Artikel, die noch einmal an das Leben dieser Grande Dame der deutschen Orientalistik erinnerten. 8 Jahre zuvor, im Jahre 1995, hatte es monatelang durch den Medienwald gerauscht, nachdem bekannt wurde, dass sie in diesem Jahr in Frankfurt/Main den Friedenspreis des Börsenvereins des deutschen Buchhandels bekommen sollte.  [ABO] mehr ...

12.02.2013 Pakistan: Literatur aus einem der wichtigsten muslimischen Länder: Hintergrundbericht von Sajjad Malik und Subel Bhandari

Bücher statt Bomben

Islamabad (dpa). Bücher statt Bomben – mit gleich zwei Festivals wollen in diesem Monat Literaten in Pakistan der Welt ein anderes Bild ihres von Gewalt zerrissenen Landes präsentieren. In der südlichen Hafenstadt Karachi beginnt am 15. Februar zum vierten Mal das jährliche Karachi-Literaturfestival. Acht Tage später hat in der nordöstlichen Stadt Lahore das erste Festival dort Premiere.

„Wir wollen die Kultur, Sprachen und Traditionen Pakistans ausstellen und der Welt zeigen, dass zu diesem Land mehr als der Extremismus gehört“, sagt die Direktorin des Karachi-Festivals, Ameena Saiyid.  mehr ...

04.02.2013 Essay & Tagungsbericht: Die Gelehrten und die Globalisierung. Von Wolf D. Ahmed Aries

Technik als Herausforderung?

(iz). Anfang Februar diesen Jahres luden das Islamische Zentrum Hamburg und die Schura der Stadt Hamburg zur Diskussion der Frage „Islam & Globalisierung“ ein. Diesem herausfordernden Thema folgten zahlreiche Muslime aus ganz Europa, sodass der schöne Vortragsraum beinahe nicht ausreichte. Hinzu kam, dass eine für Deutschland ungewöhnlich hohe Zahl Gelehrter den Referaten folgten, die allerdings kaum etwas Neues boten.

Im Gegensatz dazu machten die Konzeption der Tagung und ihr Verlauf deutlich, wo die Defizite dieses Diskurses unter Muslimen liegen.  [ABO] mehr ...

02.02.2013 Auf Reisen mit der IZ: Nach dem immer noch prägenden Krieg kam das große Geld nach Sarajevo. Von Martin Zabel

Das Jerusalem des Balkans

(iz). In der Ferne höre ich Hammerschläge, doch geht mir der Gedanke nicht aus dem Sinn, dass dies ebenso Schüsse sein könnten, die von den Bergen in die Stadt wummern, welche drei Jahre lang Tag und Nacht unter Belagerung litt und Gewehr- und Artilleriesalven hinnehmen musste.

Nie habe ich einen Krieg durchgemacht. Doch wenn ich hier in Sarajevo vor dem Denkmal für die getöteten Kinder stehe und als Geburtsjahr 1989 ausmache, so sind Dinge ganz nah und real. Ich selbst bin 1989 geboren. Mein Name könnte dort stehen. Doch das tut er nicht.  [ABO] mehr ...

02.02.2013 Die Islamische Zeitung lud zu einem Tagesseminar nach Weimar, das Goethes Verhältnis zum Islam gewidmet war. Von Ali Kocaman

Zu Gast im Labor der deutschen Kultur

„Goethes persönlicher Dialog mit dem Orient mündete in einem ­erhabenen Meisterwerk der Dichtung, das als „West-östlicher ­Diwan” bekannt wurde. Ein Buch, welches unglücklicherweise in Deutschland kaum bekannt ist. Es ist eines der großen Unglücke, dass Goethe – insbesondere mit diesem Werk – nicht allgemein verbreitet ist.“

(iz).  mehr ...

31.01.2013 USA: Die Latinos werden immer wichtiger, auch unter den Muslimen. Von Erika L. Sanchez

Aus Jennifer wird Jamila

Die spanischsprachige Community in den USA nimmt an Umfang und Einfluss immer mehr zu. Obwohl sie als traditionsbewusst und tiefchristlich gilt, sollen bis zu 200.000 ihrer Mitglieder den Weg zum Islam gefunden haben.

(CGNews). Marta Khadija, die mexikanischer Herkunft ist, nahm 1983 den Islam an. Heute ist sie Präsidentin von LALMA, der Latino-Muslimische Vereinigung von Amerika. Damals war sie unzufrieden mit ihrem spirituellen Leben. Als sie in die Vereinigten Staaten zog, erhielt sie von muslimischen Freunden Texte über den ­Islam und besuchte eine Moschee.  mehr ...

29.01.2013 Kommentar: Tausende Frauen beklagten sich auf Twitter und anderswo über die alltäglichen Grenzüberschreitungen. Anmerkungen von Khalil Breuer

„Sexismus“

(iz). Närrische Tage in Deutschland. Der ­rüs­tige FDP-Fraktionsvorsitzende Rainer Brüderle wird von einer Stern Reporterin des Sexismus bezichtigt. Der Politiker hatte zu später Stunde in einem Lokal keine Fragen zur Finanzpolitik beantwortet, sondern soll die gute Dame an der Bar mit unzüglichen Bemerkungen bedrängt haben. Der Stern, sonst nicht gerade sparsam mit schlüpfrigen Titeln, brachte die „heiße“ Story online. Ein Jahr später wurde der Vorfall ­öffentlich und löste eine Debatte aus. Das Thema: Sexismus in der deutschen Öffentlichkeit.  mehr ...

25.01.2013 Ein Bericht über die „vergessenen Flüchtlinge“ in Bosnien. Von Anes Sabitovic

Bilder einer Ausstellung

(iz). Anlässlich des hundertjährigen Bestehens der humanitären Organisation „Merhamet“ wurde am Samstag, den 19. Januar 2013, im „Haus der Demokratie“ die Ausstellung „Vergessene Flüchtlinge“ feierlich eröffnet. Die Ausstellung wurde in Kooperation mit der „Gesellschaft für bedrohte Völker“ und mit Unterstützung der Heinrich Böll Stiftung realisiert. Ziel der Ausstellung ist es, der deutschen Öffentlichkeit die aktuelle Lebenssituation der Menschen in Flüchtlingscamps zu zeigen, insbesondere angesichts der Tatsache, dass die Flüchtlingscamps in nächsten Jahren geschlossen werden.  [ABO] mehr ...

21.01.2013 Anatomie einer Lesung: ein Debattenbeitrag von Tahir Chaudhry

Die Necla Kelek-Show

(iz). Necla Keleks kruden Thesen und „Analysen“ zum Islam und den Migranten haben durch die gesamte Integrationsdebatte hinweg große Wellen geschlagen. Demgemäß gelangten ihre Bücher durchweg in die Bestseller-Listen Deutschlands. Aber warum nur? Ihre Bücher sind für mich nichts als Zeugnisse hochpauschaler Beschreibungen und scheinbarer Empirie. Ihre Bücher bestehen meist aus Anekdoten, die mit radikaler Religionskritik aufgeblasen werden.  mehr ...

17.01.2013 Berliner Ausstellung über die Grabungen in der Stadt Samara. Von Inge Pett

„Erfreut, wer sie sieht“

Berlin (KNA). Es war eine Stadt gigantischer Ausmaße, die sich entlang des Tigris erstreckte. Der abbasidische Kalif al' M'tasim hatte Samarra 836 nach Christus erbauen lassen, um politischen Wirren in der Metropole Bagdad aus dem Weg zu gehen. Nur 70 Jahre lang sollte Samarra – was auf Arabisch so viel heißt wie „Erfreut, wer sie sieht“ – die Hauptstadt eines der größten Weltreiche der Geschichte darstellen.

Allerdings ist der Ruhm der Metropole, die zu ihrer Zeit vergleichbar war mit Konstantinopel, dem chinesischen Xi'an und Bagdad, weitgehend verblasst.  mehr ...

14.01.2013 IZ-Leser schreiben: Eine Außenansicht von Martin Zabel auf die Islamische Zeitung

„Pluralität in Meinung und Ausdruck“

(iz). Einer öffentlichen Einladung der Islamischen Zeitung folgend zog ich zusammen mit Freunden am 4.Januar zum ersten Mal nach Weimar. Diese sagenumwobene Kulturstätte, die eigentlich so nah ist und doch bisher nie auf dem Programm stand.

Der Clou an der Sache: Es war eine Einladung im traditionellen Sinne. Ein wertvoller Vortrag vom bekannten Intellek­tuellen Dr. Manfred Osten über Goethes Verhältnis zum Islam, anschließend ein Stadtrundgang, Besichtigung des Goethehauses und exquisitem Mittagessen – geistiges und leibliches Wohl und zwar kostenlos.  mehr ...

07.01.2013 Korn nimmt Augstein gegen Vorwurf in Schutz

Instrumentalisierung einer Ungeheuerlichkeit

Berlin (KNA). Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Salomon Korn, hat den Journalisten Jakob Augstein vor Antisemitismus-Vorwürfen in Schutz genommen. Das amerikanische Simon-Wiesenthal-Zentrum sei offenbar in das Fahrwasser des Publizisten Hendryk M. Broder geraten, sagte Korn am Freitag im DeutschlandRadio Kultur. Das Zentrum hätte besser daran getan, der Argumentation Broders nicht zu folgen und sich stattdessen eine eigene Meinung zu bilden.  mehr ...

01.01.2013 IZ-Fotoessay: Dieses Mal mit Seren Basogul

Bilder, die zum Denken anregen

(iz). Wir leben in einer bildlastigen Welt. Was zu uns über die Augen kommt, hat eine viel direktere Wirkung – zu unserem Vorteil und zu unserem Schaden. Nicht umsonst funktionieren zeitgenössische Debatten über vorher geprägte Bilder und stereotype Sichtweisen.  mehr ...

26.12.2012 Entgegen der dominanten Bilder hat der Islam eine Tradition des Humors. Von Massouda Khan

„Teil unserer spirituellen DNS“

(iz). Inmitten einer Welt, in der jede Bösartigkeit oder Ungeschicklichkeit (eines imaginierten „Westens“) zu gewalttätigen Protesten in Teilen der muslimischen Welt führt, scheint ein Ge­spräch über Humor bei Muslimen ab­surd zu sein. Zu oft werden wir von Bil­dern überflutet, auf denen aggressive Puritaner dies Kopie des Qur’ans, das so genannte Mushaf, in die Höhe halten (was in Sachen Tradition Hinsicht übrigens eine modernistische Neuerung, Bi’da, ist), Fahnen verbrennen oder einfach nur böse in die Kamera blicken.  mehr ...

26.12.2012 Niemand sollte sich die Gelegenheit entgehen lassen, dass Gute im Gesicht der anderen zu sehen, meint Sulaiman Wilms

Nicht die Chancen des Alltags auslassen

(iz). Die unausweichliche Schwerkraft von Alltag und Routine ist ein zweischneidiges Schwert. Man soll sie nicht verachten; würde jeder Handgriff, jede notwendige Verrichtung etwas ­Neues und Aufregendes sein, wären wir mehr als nur gestresst, weil wir andauernd einer neuen Situ­ation gegenüberstünden.

Aber sie ist nicht nur wegen ihrer innewohnen­den Langweile problematisch. Routine kann gefährlich werden, weil sie uns zu ­Automatismen führt und verhindern kann, dass wir die Chancen des Augenblicks, die uns Allah bietet, dank dieser Alltäglichkeit übersehen können.  [ABO] mehr ...

26.12.2012 Eine neue Rubrik: die IZ als Reiseführer. Khalil Breuer macht sich auf den Weg durch Ostdeutschland

Der andere Osten

(iz). „Reisen bildet“ – diese Maxime gilt auch etwas in der islamischen Lebenspraxis. Zu einem umfassenden Bild deutscher Landschaften gehört natürlich der Besuch des Ostens. Nur, viele Muslime scheu­en sich vor Reisen in diesen Teil Deutschlands. Die Gründe sind klar: Die Ermordung der Ägypterin Maria El-Serbini, die brennenden Asylheime in Rostock oder die Probleme türkischer Ladenbesitzer in Thüringen haben das Image des Ostens beschädigt.

Aber, um zu verstehen was Deutschland ausmacht, gehören eben Reisen nach Weimar, Dresden oder Potsdam dazu.  mehr ...

23.12.2012 Europas Islam-Debatte(n) und die Instrumentalisierung von Geschichte. Von Sulaiman Wilms

Das Pippi-Langstrumpf-Syndrom

„Zwei mal drei macht vier,
widewidewitt und drei macht neune,
ich mach mir die Welt,
widewide wie sie mir gefällt.“

(Titelsong von Pippi-Langstrumpf)

(iz). Meine Generation ist mit „Pippi Langstrumpf“ aufgewachsen. Auch wenn ich den erzieherischen Wert des Kinder­buch- und -filmklassikers heute für des­truktiv halte, spielte das freche ­Mädchen eine Rolle für die meisten von uns. Und weil wir heute – hoffentlich – zu Erwachsenen geworden sind, ist es wahrscheinlich, dass sich diese Geisteshaltung der kontrafaktischen Weltsicht und -gestaltung fortsetzt.  mehr ...

19.12.2012 Hintergrund: Autor Saunders entlarvt den Mythos einer Islam-Invasion

Überfremdung?

(dpa). So wie im 19. Jahrhundert Karl Marx zufolge «das Gespenst des Kommunismus» in vielen Köpfen als Alptraum herumgeisterte, hat sich heute eine andere Vorstellung von der Zukunft ausgebreitet: Irgendwann würden so viele Muslime zugewandert sein, dass sie die Mehrheit in den westlichen Ländern bilden. Nüchtern und vor allem auf Basis konkreter Zahlen will der kanadisch-britische Autor Doug Saunders in «Mythos Überfremdung» damit aufräumen.  mehr ...

13.12.2012 Ein Muslim denkt über den Propheten des Christentums nach. Von Dr. Hesham A. Hassaballa

„Jesus und ich“

(OnIslam.net). In beinahe jedem Jahr ende ich damit, dass ich während der Weihnachtsfeierta­ge arbeite. Das ist keine große Sache, weil ich diesen Feiertag nicht begehe. Es macht mir nichts aus für meine Kollegen zu arbeiten, die jetzt frei haben. Immer­hin ist das nur gerecht, weil sie mich vertreten, wenn ich mich in die ‘Id-Feiertage verabschiede.

Das einzige Problem ist, dass diese Tage so langweilig sind. Nichts hat auf! Das wird zu einer Herausforderung, wenn man essen will.  [ABO] mehr ...

11.12.2012 100 Imame absolvierten Integrationskurse

Kultur für die Vorbeter?

Nürnberg (KNA). 100 Imame haben in den vergangenen drei Jahren in sieben deutschen Großstädten Integrationskurse absolviert. Am Donnerstag werden die letzten zwölf Absolventen in Hamburg verabschiedet, wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Nürnberg mitteilte. Die Behörde sowie das Goethe-Institut und die Türkisch-Islamische Union (DITIB) hatten das Projekt „Imame für Integration“ entwickelt. Es umfasste Sprachkurse und Landeskundeseminare, in denen städtische und kirchliche Einrichtungen besucht wurden.  mehr ...

04.12.2012 Im Zuge der christlichen Säkularisierung meinen viele, dass Religion dem Vergessen anheim gefallen ist. Von Wolf D. Ahmed Aries

Droht uns der nächste Kulturkampf?

(iz). Aus der anfänglichen Verwunderung über das Urteil der Richter am Kölner Landgericht [über einen Beschneidungsfall] wurde im Laufe von Wochen Entsetzen. Dies, weil sich eine Diskussion entwickelte, in der die Beziehungen der einzelnen Grund- und Menschenrechte einseitig interpretiert wurden. Der Tenor war und ist: Religionsfreiheit ist zu befürworten, wenn sie nicht anderen Freiheiten im Wege steht.  mehr ...

28.11.2012 Ein neues Fach entsteht. Ein Kommentar von Sulaiman Wilms

Vom Spektakel der ­politischen Theologie

(iz). Kritik ist einfach. Kritik ist oft billig. Sie geht auch allzuleicht von der Zunge. Und wie kann man ein Phänomen in Bausch und Bogen ablehnen, wenn man einen Teil des beteiligten Personals kennt, es schätzt und auch eine gute Meinung von seiner Arbeit hat? Dieses ­Dilemma stellt sich mir, wenn die „­Islamische Theologie“, wie das Konstrukt heißt, betroffen ist.

So haben viele frische Talente der deutschen Community in den fünf neu kreierten Standor­ten, an denen die neue Lehre unterrichtet wird, eine universitäre Stelle gefunden.  mehr ...

28.11.2012 Die Feuerpausen sollte man angesichts der Opfer auf beiden Seiten zum Nachdenken nutzen. Von Abu Bakr Rieger

Die Hamas-Debatte

(iz). Es ist die – hoffentlich nicht ewige – Wiederkehr des Gleichen. Die Hamas und einige andere Bewegungen in Palästina setzten ihre Nadelstiche mit Raketen, Israel – oder ­besser die israelische Militärführung – nutzt die Vorlage für eine so ­unverhältnismäßige, wie brutale militärische Antwort. Die Zivilbevölkerung in Israel muss den ­Terror rund um die Raketenangriffe dulden, erleidet auch einige Todesfälle – im Gaza­streifen bebt dagegen die Erde. Die paläs­tinensische Bevölkerung „bezahlt“ mit einem ungeheuren Blutzoll.  mehr ...

23.11.2012 Religiosität im Alltag einer modernen Gesellschaft. Essay von Cemil Sahinöz

Stehen Religionen im Weg?

(iz). Ungeachtet davon, was eigentlich mit Religion und Religiosität – zu denen es keine einheitliche Definition gibt – gemeint ist, findet man sie überall und immer. Ja, Religion ist überall präsent. Es bestimmt unseren Alltag viel mehr als wir öfters wahrnehmen. Da Religion gerade überall ist, nehmen wir es öfters eben nicht wahr oder erkennen es nicht als Religion.

So ist Religion alltäglicher Bestandteil unseres Lebens.  mehr ...

21.11.2012 Gedanken eines Schweizer Muslims über das Warum und Wie einer echten Einladung zum Islam. Von Abdussamad Benedetti

Warum Da'wa?

(iz). Seit dem Jahr 1970 hat sich die Demographie Europas drastisch geändert. Als ich 1972 Muslim wurde, gab es in der deutschen Schweiz relativ ­wenig Muslime. Die Mehrheit stammte aus der Türkei; mit wenigen Fachleuten aus arabisch-sprachigen Ländern. Heu­te haben wir einen bedeutenden Bevöl­kerungsanteil an Muslimen in allen wichtigeren Städten der Schweiz, und sie stammen aus nahezu allen Ländern der Welt.

Allein in Winterthur haben wir 10.000 Einwohner, die zu­min­­dest dem Papier nach ­Muslime sind. Das sind fast 10 Prozent der Bevöl­kerung der Stadt.  mehr ...

17.11.2012 Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln: Facebook, Twitter und Co sind mit Situation überfordert

Kriegsparteien benutzen Social Media

Wien (pte). Die jüngsten Kampfhandlungen im Nahen Osten stellen Social-Media-Plattformen vor enorme Probleme. Sowohl Israel als auch die Hamas verbreiten aggressiv Propaganda über die neuen Medien, wie betabeat.com schreibt. Ein Filter, wie ihn traditionelle Medien bieten, fehlt komplett. Das nutzen die Konfliktparteien skrupellos aus. Bei Twitter etwa sind von beiden Seiten explizite Bilder von toten oder verwundeten Kinder aufgetaucht, mit denen die jeweils eigenen Aggressionen gerechtfertigt werden sollen.  mehr ...

09.11.2012 Hintergrund: Hauptmann als Bahnbrecher der Moderne und Mönch der Poesie

"Die Weber und der arabische Frühling"

(dpa) Gerhart Hauptmann ist für Peter Sprengel einer der bedeutendsten Autoren seiner Zeit und ein Aushängeschild der literarischen Moderne in Deutschland. Viele seiner Werke sind jedoch fast vergessen. Dabei seien Dramen wie «Die Weber» nicht von gestern, erklärt der Hauptmann-Spezialist und Professor für Neuere deutsche Literatur an der Freien Universität Berlin im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa.

Welche Rolle spielt Gerhart Hauptmann in der deutschen Literatur?

Sprengel: «Er ist einer der ganz entscheidenden Bahnbrecher der literarischen Moderne um 1900.  mehr ...

04.11.2012 Essay: Die US-amerikanische Geschichte bleibt unvollständig ohne Muslime. Von Altaf Hussain

Teil des US-Erbes

(CGNews). In diesem September feierte die erste Moschee in Cleveland ihren 75. Geburtstag und ehrte mit Hajj Wali Akram ihren Gründer und visionären Leiter. Akram, ein Schwarzer aus Texas, zog damals nach Cleveland, wo er die lebhafte sunnitische Gemeinschaft gründete – die bis zum heutigen Tage besteht. Lauscht man heute den populären Medien und sogar den Ansichten einiger gewählter Vertreter, müsste man annehmen, dass Akram in die Vereinigten Staaten eingewandert wäre. Und dass der Islam ein Fremdkörper in der amerikanischen Landschaft sei.  [ABO] mehr ...

30.10.2012 „Muslimische Frauen, gleich welcher Richtung, sind stolz – auf sich, auf ihre Identität und ihre Traditionen“: Das Genfer Atelier New Hijab zeigt, dass ­islamische Mode die bessere sein kann. Von Marcel Malachowski

Wie ein Traum aus schöner Zeit

(iz). Audrey Hepburn sei ihr absolutes ­Stil-Vorbild, erzählt mir Maryam ­Saeedynejad. Die 28-jährige Computerwissenschaftlerin, die in Teheran und Göteborg außerdem den Business-Masterstudiengang absolviert hat und immer Kopftuch trägt, hat im Frühjahr in Genf das Mode-Atelier New Hijab gegründet. Der Name allerdings steht nicht nur für eine tiefe religiöse Überzeugung, sondern auch für ein modisches Revival orientalischer Mode.

Die handgearbeiteten Kollektionen werden im Katalog sowohl von Models mit als auch ohne Kopftuch präsentiert: „Wir wollen keine Gruppe ausgrenzen.  [ABO] mehr ...

29.10.2012 Ein Kommentar von Aiman Mazyek

Wer dem Anderen am ­nützlichsten ist

(iz). Die muslimischen Gemeinden in Deutschland sind angesichts der immer wiederkehrenden Ressentiments teilweise desillusioniert, was Anerken­nung ihrer Leistung und die Haltung des Angenommenseins als Teil des Landes seitens der Mehrheitsgesellschaft angeht. Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 wird verstärkt alle drei, vier Monate eine neue Sau durch das Dorf gejagt, was das Thema Islam und Integra­tion angeht. Das wirft kein gutes Licht auf den Zusammenhalt unserer Gesellschaft, die natürlich wesentlich pluraler geworden ist, als es noch vor fünfzig Jahren zum Beispiel der Fall war.  mehr ...
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IZ erklärt Deutschland: Die Salaf
Egal, ob angezählte Ex-Boser oder ehema­lige Bonner Musterschüler, die in den Bergen Afghanistans ums Leben kommen, Der „Salafismus“ ist trotz der zahlenmäßig geringen Menge der Anhänger zum Synonym einer amorphen Bedrohung geworden. Diese neuzeitliche Ideologie, die lange unter Muslimen und unse­ren Gelehrten als „Wahhabismus“ [nach ihrem Begründer Ibn ‘Abdulwahhab] bezeichnet wurde, hat sich lange dieses Tarnbegriffs bedient, um der Klassifi­zierung als Sekte zu entgehen. Phänome­nologisch ähnelt sie den Khawaridsch. Zum Leidwesen der muslimischen Welt ist der „Salafismus“ in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Nicht nur, weil er ungenau ist, sondern mehr noch, weil die Generationen (die Salaf As-Salihin), auf die sich die ­Wahhabiten gerne beziehen, um sich deren Legitima­tion anzueignen, von allen praktizierenden Muslimen der Ahl As-Sunna wa’l-Dschama’a geachtet und geliebt werden. Wie bei anderen Begriffen muss man auch hier erst einmal der zeitgenössische Schutt der Missverständnisse weggeräumt werden, um verstehen zu können. Qadi ‘Ijad aus Ceuta, früherer andalusischer Gelehrter und Autor des monumen­talen „Kitab Asch-Schifa“ beschrieb den Charakter dieser Generation unter ande­rem wie folgt: „(…) Es wurde überliefert, dass es eine Gruppe der Salaf, oder besser alle von ihnen, verabscheute, über etwas zu diskutieren, welches nicht zu Handlungen führte. (…)“ Der Imam schließt an anderer Stelle mit dem Gebet: „Möge Allah unseren gottesfürchtigen Salaf barmherzig sein, die ihren Din beschützt haben!“
Bild der Woche
"Neues Wir-Gefühl" BERLIN. Gauck wirbt für respektvollen Dialog zwischen den Religionen. JIK besucht Bundespräsidenten (Foto: Dirk Enters).
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Zitat der Woche
„ Mit der letzten Auflage in dieser Legislaturperiode hat die Islamkonferenz ihren Tiefpunkt erreicht: Das Treffen zwischen Islamverbänden, Muslimen und dem Staat ist zu einer sinnlosen Pflichtveranstaltung verkommen. Aufbruchstimmung und Zuversicht begleiteten 2006 den Start des Dialogforums. Geblieben sind Enttäuschung, Misstrauen und Streit. Viele Muslime kommen nur aus Höflichkeit oder gar nicht mehr. So hat die Konferenz keine Zukunft. Das liegt zum einen an Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, der seit Jahren Sicherheitsthemen in den Mittelpunkt rückt. Aber auch die Verbände sind für das Scheitern mitverantwortlich. Zwar wollen sie den Islam als Religionsgemeinschaft anerkannt sehen. Doch sie tun viel zu wenig dafür, den rechtlichen Vorgaben zu genügen.“

Neue Osnabrücker Zeitung, 08. Mai 2013
Linkliste
Serdar Günes' Verzeichnis
Nützliches Verzeichnis von Grundlagentexten zu Themen der islamischen Debatte. Nach Themen sortiert

Geopoliticus
Geopolitische Analysen von Dawud Stewart Hurrell, einem der weltweit führenden muslimischen Experten

The Majalla
Internationales, englisch sprachiges Magazin über die Arabische Welt

Emran Feroz
Blog über Politik, Naher & Mittlerer Osten, Migration, Europa & die islamische Welt

Russia Today
Englischsprachige Webseite des russischen Senders mit einer frischen Berichterstattung

Union Europäischer Muslime
Webseite der

www.abubakrrieger.de
Private Webseite des Herausgebers der IZ

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Buchtipp
In der bereits Anfang der 1990er Jahre in der Türkei erschienenen historischen Studie beschäftigt sich Riza Savas, Professor an der theologischen Fakultät der Dokuz Eylül Universität ­Izmir (der bereits ähnliche Titel über andere historische Phasen veröffentlichte) mit der Lage der Frauen vor und während der Lebenszeit des Propheten Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben. Savas führt zu Beginn in die Lage der Frauen in der vorislamischen arabischen Gesellschaft ein. Nicht nur aus Gründen der Chronistenpflicht ist diese Einführung wichtig, weil sie den Hintergrund für die wichtigen Veränderungen darstellt. Sie stellt auch den notwendigen Kontrast zur Verfügung, anhand dessen der große Unterschied bezüglich der Stellung der Frau vor und während des Gesandten Allahs verstanden werden kann. In vier Kapiteln referiert der türkische Autor den „Den Propheten und die Frauen“, „Die Frauen und Bildung“, ­“Frauen im Familienleben“ und „Die Frau in der Gesellschaft“. Der Wert des Buches ist Savas’ enorme historische Gründlichkeit und sein gewissenhafter Gebrauch der Quellenverweise. Dank seiner historischer Basis nimmt der Autor vielen Vorurteilen den Wind aus den Segeln, die heute existierende Diskriminierung von Frauen in Teilen der muslimischen Welt sei dem islamischen Modell geschuldet.

Riza Savas, Die Frau zur Zeit des Propheten Muhammad, astec Verlag, Taschenbuch, 307 Seiten, Preis: Eur 9.-, ISBN 978-605-87525-0-8
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