Die innere Wüste
(iz). Wenn man sich die Frage nach Europa, dem Islam und dem Nihilismus neu stellt, dann ist dies für europäische Muslime nichts anderes als die eigene Frage als Gestalt. mehr ...
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27.11.2008 Nachwirkungen befürchtet: Terroranschläge mutmaßlicher muslimischer Extremisten in Bombay

Indiens Muslime fürchten um Ruf und Sicherheit

(GfbV). Aufgrund der Terroranschläge mutmaßlicher muslimischer Extremisten in Bombay fürchten Indiens Muslime, unter Generalverdacht der Terror-Unterstützung zu geraten. Außerdem wachse unter Indiens 138 Millionen Muslimen die Sorge um die persönliche Sicherheit, da Racheakte radikaler Hindu-Organisationen nicht ausgeschlossen seien, berichtete der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius am Donnerstag. "Indiens Muslime sind die großen Verlierer der Ausweitung des Terrorkampfes muslimischer Extremisten auf den Subkontinent.
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Im IZ-Onlineshop finden Sie zu diesem Thema:
 

Kategorie: Bücher
Verbot von Angriffen auf Zivilisten

Verteidigung der Unterdrückten durch Zurechtweisung der Rücksichtslosen, die Zivilisten töten
Scheikh Muhammad Afifi al-Akiti
übersetzt und herausgegeben von Abd al-Hafidh Wentzel
64 Seiten

>> jetzt kaufen  
 
Produktbeschreibung

Fatwa (Rechtsgutachten) eines zeitgenössischen Gelehrten gegen Selbstmordattentate sowie Terror gegen Zivilisten. Ein wichtiges Dokument.

 


Werner Hartwig aus Bonn schrieb am 28.11.2008
@Maryam Brunner aus Nürnberg

'kein Medium hat mehr … geschrieben'! - Wirklich? Wo?

Die Anschläge von Bombay gingen los am 26. November. Seitdem sind hier zum Thema Bombay erschienen:

06.11.2008 – Noch vor Anschlag geschrieben: Islam-Gelehrte sind dagegen
26.11.2008 – Noch vor Anschlag geschrieben: Es sind nicht die Muslime
27.11.2008 – Terroranschläge / Indiens Muslime fürchten um Ruf und Sicherheit
28.11.2008 – Die Medien über die Verbrechen / Destabilisierung
28.11.2008 – Indienexperte / Analyse der Anschläge
28.11.2008 – Im Onlineshop: Wer Fatwa bezahlt, erfährt, dass Terror verboten ist.


Alles Wiedergabe fremder Meinungen – Eigene Meinung: Fehlanzeige!

Wahrscheinlich, liebe Frau Brunner, reden wir einfach aneinander vorbei. Hintergrundinformation ist nötig und die hat es in der islamischen Zeitung ausreichend gegeben, da haben Sie vollkommen Recht.

Es reicht aber nicht, andere sagen zu lassen, 'Terrorismus ist verboten', 'Terrorismus schadet dem Islam' und dergleichen, denn diese Feststellungen können ja offensichtlich nicht verhindern, dass es trotzdem immer wieder Terroristen gibt, die sich selber islamisch nennen.

Man muss auch selber eine eigene Meinung dazu haben und sich dabei der Frage stellen, was haben andere/man selber ungewollt zu dieser Entwicklung beigetragen und was können andere/man selber tun, um einen Zustand zu überwinden, mit dem Sie, Frau Brunner, davon gehe ich mal aus genau so unzufrieden sind wie ich das bin.

Natürlich kann ich nicht für Sie sprechen, aber wenn ich mich mal in Sie hineinzudenken versuche, würden mir vielleicht folgende Dinge durch den Kopf gehen:

Wenn ich mich recht erinnere, haben alle großen Kulturen irgendwann schon einmal Phasen durchlaufen, in denen Terror zumindest als Randerscheinung aufgetreten ist. Möglicherweise handelt es sich um Übergangsphasen, wo Erfahrungsregeln in Widerspruch mit neuen Erfahrungen geraten.

Anders gesagt, der Islam tritt vielleicht gerade in eine Phase ein, wo die überkommene Regeln mehr gilt als die zeitgemäße Auslegung, so dass eine derart erzogene Jugend die Bereitschaft entwickelt, Widersprüche zwischen Erfahrung und Regel mit Gewalt zu lösen – eine Bereitschaft, der der Islam Grenzen setzt, so dass diese Bereitschaft allein normalerweise noch nicht zu Terror führt.

Gleichzeitig scheint es gerade bei der geistigen Elite der Moslems ein großes Interesse daran zu geben, die 'westliche' Wissenschaft mit ihrer rigiden Logik zu erlernen, welche die moderne Welt möglich gemacht hat. Ein Beispiel ist vielleicht der an eine Dissertation erinnernde Eifer, mit dem hier Zitate gebracht werden.

Wo nun beides zusammen kommt, das (teilweise vielleicht durchaus begründete) Gefühl islamischer Verletzung und die 'westliche' Rigidität, ist es nur nahe liegend, dass manche Jugendliche in terroristische Konsequenzen abgleiten. – Was bedeuten würde, Terror ist ein Produkt beider Kulturen und beide Kulturen müssten sich weiter entwickeln, der Westen toleranter und der Osten weniger regelgläubig werden, wenn sie den Terror los werden wollen.

So etwa würde danach meine Meinung lauten. Was Ihre Meinung ist, weiß ich natürlich nicht, habe Ihnen aber vielleicht vermitteln können, dass es wichtig ist, dass eine Zeitungs-Redaktion sich nicht mit 'Hintergründen' begnügt, sondern sich über solche Dinge auch selbst Gedanken macht, dazu eine zukunftsweisende Meinung entwickelt und ihre Meinung in der Zeitung erscheinen lässt.
Maryam Brunner aus Nürnberg schrieb am 28.11.2008
Herr Hartwig liest die IZ ganz offensichtlich nicht: kein Medium hat mehr über die Hintergründe des Terrorismus geschrieben..
Werner Hartwig aus Bonn schrieb am 27.11.2008
Hat es der islamischen Zeitung die Sprache verschlagen?

Alle Medien berichten vom Terror in Bombay. Und was hat die islamische Zeitung dazu zu sagen? - Nichts!

Ja, da wird fleißig abgeschrieben, indische Muslime würden fürchten um ihren Ruf, und auch alte Kommentare, welche mit dem Finger auf andere weisen, sind schnell hervorgekramt.
Nur eine eigene Meinung, die hat die islamische Zeitung anscheinend nicht.

Einordnen, Eingrenzen, Bewerten, wie es Aufgabe einer Zeitung ist, alles Fehlanzeige.

Irgendwie drängt sich der Eindruck auf, Moslems denken, sie brauchten sich nur wegzuducken, dann würden alle schon glauben, dass sie nichts zu tun hätten mit Terror, der sich islamisch nennt.

In Wirklichkeit ist es aber genau umgekehrt, wer sich wegduckt und mit seiner Meinung hinter dem Berg hält, der wird schnell zu Unrecht verantwortlich gemacht.

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