Die innere Wüste
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17.03.2010 Islamische Lebenspraxis. Von Imam Hanif Whyte

Das Vertrauen auf Versorgung

(iz) Allah sagt in der Sure At-Talaq: „Wer Taqwa vor Allah hat, dem wird Allah einen Ausweg weisen und ihn aus einer Quelle versorgen, die er nicht erwartet. Wer auf Allah vertraut, für den wird Er genug sein.” ‘Umar ibn Al-Khattab überlieferte, dass der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Wenn ihr auf Allah vertraut, so wie man sich eigentlich auf ihn verlassen sollte, dann würde Er für euch sorgen, wie Er auch die Vögel versorgt: Sie fliegen am Morgen hungrig aus und kehren am Abend gesättigt zurück.”
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Dies ist die wirkliche Bedeutung unserer weltlichen Angelegenheit. Das Festhalten daran und ihre Verkörperung erleichtert uns inscha’Allah den Weg in den Garten. Die Angst um die Versorgung kann schnell zu einem Hindernis werden und zu einer Entschuldigung, nicht auf dem Wege Allahs voranzuschreiten.

Schaikh Abdulqadir Al-Dschilani sagte: „Der Diener [Allahs] muss davon überzeugt sein, dass es keine Möglichkeit gibt, seinen Anteil am Schicksal zu ändern. Dies bedeutet, dass der ihm zustehende Anteil nicht entkommen wird. Und dass er sich niemals aneignen kann, was ihm nicht zugeschrieben wurde. Sein Herz wird daraufhin ruhig werden und er wird selbstbewusst, wenn er sich auf das Versprechen seines Herrn verlässt. Und so wird er von seinem Herrn erhalten.”

Selbstverständlich ist das Vertrauen auf Allah keine Entschuldigung dafür, sich seinen Lebensunterhalt nicht zu verdienen. Im Gegenteil, Tawakkul [Vertrauen auf Allah] ist ein Schutz in unseren Bemühungen. Aber wenn sich unser Streben einzig auf Reichtum und Rang in dieser Welt beschränkt, dann wird dies alles sein, was wir erhalten werden.

Wenn wir uns aber um Allahs willen bemühen, dann erhalten wir aus ganz unerwarteten Quellen. Unsere Belohnung wird in dieser und in der nächsten Welt sein.

Einzig unsere falschen Handlungen hindern uns am Empfang unserer Versorgung. Der Gesandte Allahs sagte: „Dem Sklaven [Allahs] wird die Versorgung wegen seiner falschen Handlungen vorenthalten.” Und er, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte auch: „Eine Person wird erst dann sterben, wenn sie ihre Versorgung voll erhalten hat. Also habt Taqwa [vorsichtiges Bewusstsein von der Anwesenheit Allahs] vor Allah und mäßigt eure Suche. Nehmt, was halal ist und lasst beiseite, was haram ist.”

In unserem Leben erfahren wir Härten und Prüfungen. Es gibt Zeiten der Erweiterung und Zeiten der Beschränkung, aber alles kommt von Allah. Wir müssen verstehen, dass das Ergebnis von Tawakkul Zufriedenheit mit der Entscheidung Allahs ist.

Aus diesem Grund sollten wir auch Allah um das Wissen der Gewissheit (‘Ilm Al-Jaqin) bitten. Denn mit diesem Wissen erkennen wir ohne die Spur eines Zweifels, dass alles von Allah kommt und dass Allah nur das Beste für Seine Diener will. Daher sollten wir uns in leichten Zeiten und im Zustand des Aufblühens nicht davon tragen lassen und zu viel von uns denken.

Wir wissen, dass dies nur von Allah kommt und das beste für uns in diesem Augenblick ist. Und ebenso sollen wir es uns in Zuständen der Beschränkung und bei Problemen nicht erlauben, depressiv und besorgt zu werden. Denn dies kommt von uns und ist das beste für uns in diesem Augenblick.

Allah hat uns erschaffen und kennt uns besser, als wir uns selbst kennen. Wie könnten wir also besser als Er wissen, was gut und was schlecht für uns ist? Denn Er sagt in der Sura Al-Baqara: „Doch es mag sein, dass euch etwas widerwärtig ist, was gut für euch ist, und es mag sein, daß euch etwas lieb ist, was übel für euch ist. Und Allah weiß es, doch ihr wisset es nicht.”

Und Allah sagt in der Sure Al-A’raf: „Diejenigen aber, die glauben und gute Werke tun - Wir belasten keine Seele über ihr Vermögen hinaus.”

Daher müssen wir die beste Meinung von Allah haben und die höchsten Erwartungen Ihm gegenüber. Wir müssen erkennen, dass unser einziger Daseinszweck in diesem Leben in der Anbetung Allahs besteht. Und wir sollten im Lichte jener Gewissheit leben, dass darin Erfolg besteht.

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IZ erklärt Deutschland: Denunziation
Unter Denunziation (lat. denuntiare „absprechend berichten, Anzeige/Meldung machen“) versteht man die häufig anonyme Beschuldigung einer Person hinter deren Rücken durch jemanden, dessen Dienst- oder Rechtspflicht dies nicht ist. Im ethischen Sinn wird allgemein von Denunziation gesprochen, wenn in einem nicht freiheitlichen System Menschen bei staatlichen Vollzugsbehörden angezeigt werden, obwohl dem Anzeigenden klar sein muss, dass er sie damit der Gefahr der politisch motivierten Verfolgung aussetzt. Eine Denunziation unter Kindern oder Schülern wird umgangssprachlich als Petzen bezeichnet.
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