30.04.2013 Der folgende Text von Ali Ghandour dokumentiert ein alltägliches Beispiel.
Vom Beten am Freitag, während der Imam bereits spricht
Dass sich muslimischen Gemeinschaften in Teilen der Welt mit ihren Extremen auseinandersetzen müssen, ist seit geraumer Zeit leider traurige Realität. Diese Notwendigkeit ist nicht nur Sicherheitsansprüchen geschuldet, die an Muslime durch Staat und andere gestellt werden. Sie ergibt sich auch aus der Beeinflussung der alltäglichen rituellen Praxis vieler Muslime durch solche Minderheitenpositionen.
(iz). Zu den Punkten, über die Salafisten polemische Kritiken betreiben, gehört das Verrichten von zwei Rak’at, wenn man die Moschee während der Freitagspredigt betritt. [ABO] mehr ...
29.08.2012 Debatte: Bisher werden Frauen in vielen Moscheen immer noch an den Rand gedrängt. Von Hind Makki
Hey, wo ist mein Platz zum Beten?
(Hindtrospectives). Eine der Ehefrauen von ‘Umar ibn Al-Khattab machte das Morgen- (Subh) und Nachtgebet (‘Ischa) gewohnheitsmäßig mit der Gemeinschaft in der Moschee. Sie wurde gefragt, warum sie das tut, wo sie doch wusste, dass dies’Umar missfiel. Sie fragte nach: „Was hält ihn davon ab, mich daran zu hindern?“ Der Fragende entgegnete: „Die Aussage das Gesandten Allahs ‘hindert die weiblichen Dienerinnen Allahs nicht daran, zu Allahs Moscheen zu gehen’ hält ihn davon ab. [ABO] mehr ...
29.08.2011 Wenn alle anderen schlafen, kann man sich in die Anbetung des Herrn der Welten vertiefen. Von Laila Massoudi
Die Nacht und ihr Geheimnis
(iz). Wenn die Dinge auf dem Kopf stehen, kann man sie weder verstehen, noch ihrem Gehalt entsprechend handeln. Diese Umwertung der Werte machte bedauerlicherweise auch vor dem zeitgenössischen Islamverständnis nicht halt. Dazu zählt, dass nebensächliche Dinge auf einmal wichtig wurden oder dass die religiöse Substanz zu Gunsten marginaler Symbole aufgegeben wird.
Ein simples Beispiel hierfür ist die Betonung von Äußerlichkeiten (Länge des Bartes, Kürze der Hosen etc.) oder auch falsch platzierte arabische Formeln, die dann in das archetypische Bild des „guten Muslims“ münden. mehr ...
24.05.2010 Das Gebet spielt eine zentrale Rolle im Leben der Muslime
Ein zentraler Pfeiler des Dins
(iz). Allah sagt in Seinem Majestätischen Buch: „Etabliert das Gebet am Ende des Tages und im ersten Teil der Nacht. Gute Handlungen löschen schlechte Handlungen aus. Dies ist eine Erinnerung für die Leute, die nachdenken.“
Wenn die Bezeugung der Einheit (die Schahadatain) der Schlüssel zum Gebäude des Islam ist, dann ist das Gebet (arab. Salat) sein zentraler Pfeiler. Der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Das Gebet ist der zentrale Pfeiler des Dins. Wer es unterlässt, hat seinen Din zerstört. mehr ...
05.02.2010 Islamische Lebenspraxis: Der beste Wochentag. Von Schaikh Habib Bewley
Die Sunnan des Freitagsgebets
(iz) Der Freitag ist ein Tag, den der Prophet als besten aller Wochentage bezeichnete. Abu Lubaba überlieferte, wie der Prophet sagte: „Der Tag des Dschumu’as ist der Meister der Tage und der größte von ihnen im Angesicht Allahs, denn bei Ihm ist er größer als der Tag des ‘Id Al-Fitr und der Tag des ‘Id Al-Adha.“ Dschumu’a selbst wurde in einem Hadith, das von Ibn ‘Abbas überliefert wurde, als ein ‘Id (Feiertag) bezeichnet, an dem Glückseligkeit auf die Muminun herabgesandt wird. Es gibt viele Geheimnisse und Belohnungen, die Allah für Seine Diener an ihm bestimmt hat. [ABO] mehr ...
27.10.2009 Interview: Welche Rolle spielt das Gebet für Europas Muslime?
Niederwerfung vor dem Herrn der Welten
(iz). Augenblicklich wird der Islam beinahe ausschließlich durch Symbole dargestellt, von denen die meisten negativer Natur sind. Um aber dessen religiöse Lebensweise zu verstehen, muss man sich mit ihren wesentlichen Handlungen, allen voran das Gebet, beschäftigen. Dem entsprechend ist es passender, das Gebet als das wichtigste Symbol des Islam zu verstehen und auch so zu präsentieren.
Um mehr über das Gebet und seine Bedeutung im besonderen Zusammenhang für die Muslime in Europa zu erfahren, sprachen wir mir Abdulhasib Castiñeira. mehr ...
15.09.2009 Lailatu’l-Qadr - Wenn die Engel herabsteigen. Von Malik Sezgin
Von einer Nacht, die besser ist als tausend Monate
(iz). Lailatu’l-Qadr, die Nacht der Macht und Bestimmung, ist eines der größten Geschenke Allahs, des Erhabenen, an die Muslime. Allah der Erhabene sagt in Seinem Buch: „Herabgesandt haben Wir ihn in der Nacht der Macht und Bestimmung. Und du weißt sehr wohl, was die Nacht der Macht und Bestimmung ist. Die Nacht der Macht und Bestimmung ist besser als tausend Monate. In ihr kommen die Engel herab und der Ruh (Geist) mit der Erlaubnis ihres Herrn und Seinem Befehl. Friede ist sie bis zum Anbruch der Morgendämmerung. mehr ...
21.07.2009 Lailatu’l-Qadr - Wenn die Engel herabsteigen. Von Malik Sezgin.
Von einer Nacht, die besser ist als tausend Monate
(iz) Lailatu’l-Qadr, die Nacht der Macht und Bestimmung, ist eines der größten Geschenke Allahs, des Erhabenen, an die Muslime. Allah der Erhabene sagt in Seinem Buch: „Herabgesandt haben Wir ihn in der Nacht der Macht und Bestimmung. Und du weißt sehr wohl, was die Nacht der Macht und Bestimmung ist. Die Nacht der Macht und Bestimmung ist besser als tausend Monate. In ihr kommen die Engel herab und der Ruh (Geist) mit der Erlaubnis ihres Herrn und Seinem Befehl. Friede ist sie bis zum Anbruch der Morgendämmerung. [ABO] mehr ...
12.06.2009 Über Bedeutung und Wirkung des zweiten Pfeilers im Islam
„Das Gebet ist die Reinigung des Herzens“
„Errichtet das Gebet an den beiden Enden des Tages und im ersten Teil der Nacht. Gute Taten löschen böse Taten aus. Dies ist eine Erinnerung für die Leute, die aufmerksam sind.“ Al-Hud, 114
„Rezitiert, was euch vom Buch Allahs überliefert wurde und etabliert die Salat. Salat schließt Unanständigkeiten und falsche Handlungen aus. Und die Erinnerung an Allah ist noch größer. Allah weiß, was ihr tut.“ Al-Ankabut, 45
(iz). Die Ausbildung von Imamen und Gelehrten findet traditionell an Madrassen statt, obwohl es heute auch am westlichen Universitätsmodell orientierte Ausbildungsstätten gibt. In Deutschland finden sich heute Imame, die auch an solchen Universitäten studiert haben. Die Ausbildung an einer Madrassa beginnt damit, dass der Schüler zunächst den ganzen Qur’an oder zumindest einen bestimmten, größeren Teil davon auswendig gelernt haben muss. Dazu kommt natürlich die Fähigkeit, den qur’anischen Text auch korrekt niederschreiben und ihn richtig und fehlerfrei rezitieren zu können. [ABO] mehr ...
01.05.2009 Die IZ-Reihe über den Alltag der Muslime in Deutschland. Von Safia Bouchari, Mainz
Wie kann man Imam werden?
(iz). Es ist bekannt, dass die meisten derzeit tätigen Imame in den Moscheen nicht hierzulande ausgebildet worden sind, sondern im Ausland, und darüber hinaus nach wie vor mehrheitlich auch nicht in Deutschland geboren oder aufgewachsen sind. Die immer wieder beklagten mangelnden Sprachkenntnisse und geringen Kenntnisse über die hiesige Gesellschaft haben unmittelbar damit zu tun. Hinzu kommt das Problem der oft starken Fluktuation der Imame in den Moscheen. mehr ...
28.10.2008 Dieses Mal: Das Duha-Gebet
Islamische Lebenspraxis
(iz). Neben den Pflichtgebeten gibt es im Islam auch viele Arten von freiwilligen Gebeten, die auf die Sunna des Propheten, Allah segne ihn und schenke ihm Frieden, zurückgehen. Die freiwilligen Gebete, die in der rituellen Form wie die Pflichtgebete verrichtet werden, sind dabei zu unterscheiden von dem freien Bittgebet (Du’a), mit dem man sich jederzeit an Allah wenden kann. Eines der möglichen freiwilligen Gebete ist das Salat Ad-Duha, das Gebet am Vormittag (Duha), am frühen Vormittag zwischen Sonnenaufgang und Mittag, über dessen Vorzüglichkeit es prophetische Überlieferungen gibt. [ABO] mehr ...
26.06.2008 Islamische Lebenspraxis. Von Sulaiman Wilms
Das Istikhara-Gebet
(iz). Zu den existenziellen Wesenszügen, welche die Muslime vom Rest unterscheidet, zählt nicht nur der Glaube, sondern auch die Annahme des eigenen Schicksals. Anders als es Fehldeutungen von Orientalisten glauben machen wollen, ist dies kein „Fatalismus“. Nein, vielmehr ist es - in Nachfolge des Wissens, dass „es keine Macht und keine Kraft außer Allah dem Majestätischen“ gibt - eine aktive Anerkennung der Allmacht Allahs und der Freiheit des menschlichen Handelnden in dieser Welt. [ABO] mehr ...
27.05.2008 Islamische Lebenspraxis
Das Reisegebet
(iz). Das Reisegebet (Salat As-Safar), auch Gebet des Reisenden (Salat Al-Musafir) genannt, ist eine Erleichterung für jene, die sich auf Reisen befinden. Dabei werden die Pflichtgebete, die vier Rak’at (Gebetseinheiten) umfassen, also das Mittags-, Nachmittags- und Nachtgebet, auf zwei Rak’at verkürzt (Qasr), sowie das Mittags- und Nachmittagsgebet und das Abend- und Nachtgebet zusammengelegt (Dscham’), also unmittelbar aufeinander folgend ohne eine Pause dazwischen gebetet. mehr ...
27.05.2008 Reflexionen über die Bedeutung der täglichen Annäherung an Allah. Von Abdalhaqq Bewley
Das Gebet im Islam (3)
(iz). Verrichten wir das Gebet zu seiner Zeit und wenn nicht, warum nicht? Wie verhält es sich dabei mit unserer körperlichen Haltung; sind wir zu steif oder zu nachlässig? Was ist unser Maß an Konzentration und was lenkt uns am meisten ab? Diese und viele andere Punkte, über die wir hier sprechen könnten, erzählen uns eine Menge über unser Leben als Ganzes. Und nicht bloß über den Zustand des jeweils Einzelnen, es ist die gesamte Gemeinschaft, über die wir durch eine Beschäftigung mit dem Gebet Auskunft erhalten. mehr ...
10.05.2008 Die IZ-Reihe über den Alltag der Muslime. Von Yasin Alder
Wie sollte ein Imam in Deutschland sein?
(iz). Die Rolle der Imame in deutschen Moscheen ist eine Frage, die nicht nur Medien und Politik interessiert, sondern vor allem auch die Muslime selbst. Sicherlich ist es beklagenswert, dass nach wie vor die Mehrheit der hiesigen Imame nicht oder nur wenig die deutsche Sprache beherrscht, dass es in vielen Moscheen noch immer keine - zumindest teilweise - deutschsprachige Freitagskhutba gibt, dass zu wenig Angebote, zum Beispiel islamischer Unterricht, in deutscher Sprache stattfinden. mehr ...
28.04.2008 Reflexionen über die Bedeutung der täglichen Annäherung an Allah. Von Abdalhaqq Bewley
Das Gebet im Islam (2)
(iz). Wenn Menschen das Gebet vernachlässigen oder es entwerten, wird ihnen das an dem Tag, an dem sie es am dringendsten brauchen, schaden. Allah, möge Er gepriesen sein, sagte in der Sura Mariam: „Dann aber kamen nach ihnen Nachfahren, die das Gebet vernachlässigten und ihren Leidenschaften folgten. So gehen sie nun sicher dem Untergang entgegen.“
Und der Prophet sagte: „Zwischen einem Mann und Kufr [Beigesellung von anderen Göttern, Götzendienst] liegt die Nicht-Ausübung des Gebets. [ABO] mehr ...
26.03.2008 Reflexionen über die Bedeutung der täglichen Annäherung an Allah. Von Abdalhaqq Bewley
Das Gebet im Islam (1)
(iz). Um etwas von der Wichtigkeit des Gebets (arab. Salat) zu verstehen, ist es notwendig, auf die Art und Weise zu schauen, wie es der Menschheit verpflichtend gemacht wurde. Es war, was der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, von seinen Herren mitgebracht hatte, als er bei seinem Aufstieg die sieben Himmel empor gebracht wurde und in die Gegenwart Allahs eintrat. Wir wissen, dass ihm bei dieser Gelegenheit 50 tägliche Gebete gegeben wurden, die in diesem Vorgang graduell auf die heute fünf verpflichtenden verringert wurden. mehr ...
24.10.2007 Dieses Mal: Das Freitagsgebet
Islamische Lebenspraxis
(iz). Der Freitag, Al-Dschumu’a, ist im Islam ein besonderer Tag, der natürlich vor allem durch das Freitagsgebet gekennzeichnet ist, welches, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, für männliche Muslime obligatorisch wird. Frauen können teilnehmen und tun dies häufig auch, sind aber nicht verpflichtet. Zunächst einmal muss klargestellt werden, dass der Freitag kein Feiertag im Sinne des christlichen Sonntags ist, an dem nicht gearbeitet werden dürfte. Allerdings soll während der Zeit der Freitagspredigt und des Gebets kein Handel stattfinden, ebenso wenig andere Tätigkeiten. [ABO] mehr ...
04.10.2007 Islamische Lebenspraxis
Das Gebet in der Nacht
(iz). Das freiwillige Tahadschschud-Gebet in der Nacht, oft auch „Qijam Al-Lail“, „Aufstehen in der Nacht“, genannt, hat einen hohen Stellenwert in der islamischen Glaubenspraxis. Allah sagt im Qur’an beispielsweise: „Und unterbrich deswegen in der Nacht deinen Schlaf - vollbringe diese Leistung freiwillig. Es mag sein, dass dich dein Herr dafür zu einem löblichen Rang erhebt.“ (Al-Isra’, 79) oder auch „Ihre Seiten halten sich fern von ihren Betten; sie rufen ihren Herrn in Furcht und Hoffnung an und spenden von dem, was Wir ihnen gegeben haben. [ABO] mehr ...
01.08.2007 Islamische Lebenspraxis
Freiwillige Gebete. Von Yasin Alder
(iz). Neben den fünf täglichen Pflichtgebeten gibt es im Islam auch viele Arten von freiwilligen, zusätzlichen Gebeten, die auf die Sunna des Propheten, Allah segne ihn und schenke ihm Frieden, zurückgehen. Die freiwilligen Gebete, um die es hier geht und die in der rituellen Form verrichtet werden, sind dabei zu unterscheiden von dem freien Bittgebet (Du’a), mit dem man sich jederzeit an Allah wenden kann. [ABO] mehr ...
07.03.2007 Serie: Wie die Gebete einrichten?
Die IZ-Reihe über den Alltag der Muslime in Deutschland. Von Yasin Alder
(iz)Das Pflichtgebet, welches von jedem Muslim und jeder Muslimin fünf Mal am Tag zu bestimmten Zeiten verrichtet werden muss, prägt den Tag der Muslime und ist eine beständige Erinnerung an ihre Ergebenheit gegenüber dem Schöpfer. Im Alltag einer nichtmuslimisch geprägten Gesellschaft diese Pflicht zu erfüllen, ist organisatorisch nicht immer ganz einfach. mehr ...
14.02.2007 Islamische Lebenspraxis
Die Zeiten des Gebets
Das Gebet ist eine Handlung, die uns Allah näher bringt. Es gibt fünf Gebete, die eine persönliche Verpflichtung für jeden einzelnen Muslim sind - namentlich Subh (Morgen), Dhuhr (Mittag), ‘Asr (Nachmittag), Maghrib (Abend) und ‘Ischa (Nacht). Für jedes der erwähnten fünf individuell verpflichtenden Gebete gibt es zwei Arten der Zeit:
• Seine Ikhtijari-Zeit: Dies ist die Zeit, in der jeder das Gebet verrichten muss (es sei denn, es gibt eine gültige Erklärung, warum das Gebet verschoben wird). Eine Person kann zu jedem Zeitpunkt in dieser Zeit beten - sei es zu Beginn oder zum Ende. mehr ...
24.01.2007 Muslimische Lebenspraxis
‘Adhan - Der Ruf zum Gebet
Wer das Glück und die Gelegenheit hat, sich zeitweise in einem muslimischen Land aufzuhalten oder eine Metropole wie Istanbul zu besuchen, der kann fünf Mal am Tag erleben, wie sich die Stimme hunderter Gebetsrufer (Mu’adhdhins) erhebt, um die Gläubigen zum verpflichtenden Gebet - wenn möglich in Gemeinschaft - aufzufordern. mehr ...
29.03.2006 Islamische Lebenspraxis
Salat An-Nabi (Salawat)
Es gehört zum guten Brauch und zur Höflichkeit unter den Muslimen, wenn sie sich nach der Beendigung ihrer verpflichtenden oder auch freiwilligen Gebete, während der Anrufung Allahs (Dhikr) oder zum Anfang eines Vortrages oder eines Textes an den Propheten Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, erinnern und dies auch mit ihrer Zunge bezeugen. mehr ...
14.02.2006 Hintergrund: Die Aufmerksamkeit des Herzens
Wie der aufrichtige Zustand während des Gebets sein sollte - Von Schaikh ‘Uthman Dan Fodio
(iz)Es ist verpflichtend für denjenigen, der seine rituelle Reinigung [notwendig vor dem Gebet] vollzieht, dass sein Herz aufmerksam dabei bleibt, dass er oder sie sich auf den Eintritt in die Gegenwart des Königs vorbereitet, dem sich alle weltlichen Könige unterwerfen und ergeben. An diesem Augenblick sollte er die Absicht fassen, sein Herz von allen unnötigen Dingen zu befreien.
Wenn man den Ruf zum Gebet hört, sollte man jede Tätigkeit ruhen lassen und sich auf den Weg zu einem Ort der Anbetung machen. mehr ...
21.01.2006 Schlagwort: Die Bedingungen für das Freitagsgebet?
Über das Freitagsgebet und seine wesentlichen Elemente. Von Malik Sezgin
(iz)Zum Ende des letzten Jahres kam in der deutschen Politiklandschaft der Vorschlag auf, die Muslime mögen doch ihre Freitagsansprachen in den Moscheen auf Deutsch abhalten, damit eine für die Öffentlichkeit notwendige Transparenz gewährleist sei. In diesem Aufsatz versucht der Autor nicht nur diese Frage anhand der islamisch anerkannten Quellenlage zu prüfen, sondern rückt sie vor allem - noch wichtiger - in den Kontext der Frage, was denn überhaupt das Freitagsgebet als solches ausmacht. mehr ...
10.01.2006 Hintergrund: Gemeinschaft erleben
Im Ramadan kommen Muslime bei Fastenbrechen und Gebeten stärker zusammen - Von Yasin Alder, Bonn
(iz)Über den Fastenmonat Ramadan alljährlich etwas ganz neues zu schreiben, ist nicht ganz einfach - so scheint es auf den ersten Blick. Bleiben doch die grundlegenden Regeln des Fastens, das Fastenbrechen in der Zeit des Sonnenuntergangs und bestimmte Elemente wie das gemeinschaftliche abendliche Tarawih-Gebet immer gleich. Und doch freuen Muslime sich alljährlich wieder auf den Ramadan. Schließlich ist das Fasten nicht bloß „Hungerakrobatik“, wie schon Murad Hofmann es einmal ausgedrückt hat, sondern eine ganzheitliche Erfahrung, die körperliche, geistige und soziale Aspekte vereint. mehr ...
02.10.2005 Ein unermessliches Geschenk
Über den Wert des Gebetes und die Wichtigkeit der Konzentration auf einen der verpflichtenden Pfeiler des Islam. Von Hadsch Abdalhaqq Bewley.
„Verrichtet das Gebet an den beiden Enden des Tages und im ersten Teil der Nacht. Gute Taten löschen böse Taten aus. Dies ist eine Erinnerung für die Leute, die aufmerksam sind.“ Al-Hud, 114
„Rezitiert, was euch vom Buch Allahs überliefert wurde und etabliert die Salat (das Gebet). Die Salat schließt Unanständigkeiten und falsche Handlungen aus. Und die Erinnerung an Allah ist noch größer. Allah weiß, was ihr tut.“ Al-Ankabut, 45
Das freiwillige Tahadschschud-Gebet in der Nacht, oft auch „Qijam Al-Lail“, „Aufstehen in der Nacht“, genannt, hat einen hohen Stellenwert in der islamischen Glaubenspraxis. Allah sagt im Qur’an beispielsweise: „Und unterbrich deswegen in der Nacht deinen Schlaf - vollbringe diese Leistung freiwillig. Es mag sein, dass dich dein Herr dafür zu einem löblichen Rang erhebt.“ (Al-Isra’, 79) oder auch „Ihre Seiten halten sich fern von ihren Betten; sie rufen ihren Herrn in Furcht und Hoffnung an und spenden von dem, was Wir ihnen gegeben haben. [ABO] mehr ...
04.05.2005 Islamische Lebenspraxis
Der Freitag
Der Freitag, Al-Dschumu’a, ist im Islam ein besonderer Tag, der natürlich vor allem durch das Freitagsgebet gekennzeichnet ist, welches, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, für männliche Muslime obligatorisch wird. Frauen können auch teilnehmen und tun dies häufig auch, sind aber nicht dazu verpflichtet. Zunächst einmal muss klargestellt werden, dass der Freitag kein Feiertag im Sinne des christlichen Sonntags ist, an dem nicht gearbeitet werden dürfte. Allerdings soll während der Zeit der Freitagspredigt und des Gebets kein Handel stattfinden, ebenso wenig andere Tätigkeiten. [ABO] mehr ...
02.03.2005 Islamische Lebenspraxis
Das Fassen der Absicht
Die berühmte, klassische Hadith-Sammlung des Imam An-Nawawi mit etwas über 40 Überlieferungen vom Propheten (daher „Al-Arba’in“ genannt) beginnt mit einem Hadith, in dem es um die Bedeutung der Absicht (Nijja) für die Handlungen eines Muslims geht, wobei der hochgelehrte Imam An-Nawawi dies sicherlich nicht ohne Bedacht so angeordnet hat. [ABO] mehr ...
07.10.2004 Muslimische Lebenspraxis
Das Tarawih-Gebet
Die Tarawih-Gebete im Fastenmonat Ramadan werden von den Muslimen wegen ihrer Atmosphäre und der besonderen spirituellen Erfahrung hochgeschätzt und das ganze Jahr über erwartet. Nach dem Fastenbrechen geht man in die Moschee, betet dort das Nachtgebet (Salatu’l Ischaa, türk. Yatsi Namazi), und im Anschluss daran wird das Tarawih-Gebet verrichtet.
Die gemeinschaftlichen Tarawih-Gebete gehören zur Sunna des Propheten, sind also eine freiwillige, verdienstvolle Handlung. mehr ...
22.04.2004 Dschumu’a - Tag der Versammlung
Was machen die Muslime am Freitag? Über die herausragende Rolle des Dschumu’a-Gebets im islamischen Alltag
O, ihr die ihr glaubt! Wenn am Tag des Versammelns [Freitag] zum Gebet gerufen wird, dann eilt zum Gedenken an Allah und lasst den Handel ruhen, Das ist besser für euch, wenn ihr es nur wüßtet. (Al-Dschumu’a, 9)
Der Freitag ist zweifellos der wichtigste Wochentag im Alltag der Muslime. Er stellt den Tag der Zusammenkunft der Gemeinde und des besonderen, gemeinschaftlichen Gebets dar. Selbst die Muslime, die - wie hier in Westeuropa - in einer nichtmuslimischen Mehrheitsgesellschaft leben, werden dem besonderen Charakter dieses Tages gerecht. mehr ...
17.10.2003 Islamische Lebenspraxis
Das Tarawih-Gebet
Nachdem man im Ramadan abends das Fasten gebrochen hat, geht man in die Moschee und verrichtet nach dem Nachtgebet die Tarawih-Gebete. Die gemeinschaftlichen Tarawih-Gebete sind im Gegensatz zum Freitagsgebet nicht Pflicht (Fard), sondern gehören zur Sunna des Propheten, sind also eine freiwillige, verdienstvolle Handlung. Diese Tarawih-Gebete müssen nicht in der Moschee verrichtet werden, sondern können auch zu Hause, allein oder mit der Familie, gebetet werden. [ABO] mehr ...