Heilmittel gegen ein Übel der Zeit
„Er [Schaitan] sagte: ‘Ich bin besser als er. Mich hast Du aus Feuer erschaffen, wohingegen Du ihn aus Lehm erschaffen hast. mehr ...
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Massouda Khan über die Einladung zum Islam
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Gebet
Der folgen­de Text von Ali Ghandour dokumentiert ein alltägliches ­Beispiel.
Vom Beten am Freitag, während der Imam bereits spricht mehr
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Gold und Silber erfreuen sich im religiösen ­Gebrauch immer größerer Beliebtheit. Von Zack Abdullah
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Muslime nutzen die Gelegenheit der Lailat Ar-Ragha'ib
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Hadsch
Eindrücke und Einsichten einer Umra, der kleinen Pilgerfahrt nacht Mekka. Von Sulaiman Wilms
Unterwegs im Hidschaz mehr
 
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30.04.2013 Die IZ-Reihe über den Alltag der Muslime. Von Laila Massoudi

Wie verrichtet man eigentlich die Umra?

„Vollzieht die Hadsch und Umra [die kleine Pilgerreise] für Allah.“ (Al-Baqara, 196)
„Gewiss, As-Safa und Al-Marwa gehören zu den (Orten der) Kulthandlungen ­Allahs.“ (Al-Baqara, 158)

(iz). Es wurde überliefert von Abu Hu­raira, dass der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Von einer ‘Umra zur nächsten gibt es eine Auslöschung [der falschen Handlungen] zwischen ihnen und es gibt keine Belobung für eine angenommene Hadsch als den Garten.  [ABO] mehr ...

30.04.2013 Das SCHLAGWORT: über die Salaf As-Salihin

Diffamierung einer Generation

(iz). Egal, ob angezählte Ex-Boxer oder ehema­lige Bonner Musterschüler, die in den Bergen Afghanistans ums Leben kommen, Der „Salafismus“ ist trotz der zahlenmäßig geringen Menge der Anhänger zum Synonym einer amorphen Bedrohung geworden. Diese neuzeitliche Ideologie, die lange unter Muslimen und unse­ren Gelehrten als „Wahhabismus“ [nach ihrem Begründer Ibn ‘Abdulwahhab] bezeichnet wurde, hat sich lange dieses Tarnbegriffs bedient, um der Klassifi­zierung als Sekte zu entgehen. Phänome­nologisch ähnelt sie den Khawaridsch.  [ABO] mehr ...

30.04.2013 Eine der größten Eigenschaften des Propheten bestand darin, dass er ­freigie­big war. Von Schaikh Moulay Mortada al-Basri

Das Lob der Großzügigkeit

(iz). Jedes Jahr gedenken Muslime der Geburt von Al-Amin, dem vertrauenswürdigen Propheten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben. Dieser Geburt wird gedacht und sie wird gefei­ert, aber man mag sich fragen, welche Formen dies annimmt. Die Antwort darauf ist zweiteilig: Ein Aspekt behandelt die Bedeutungen und einer ist physischer Natur.

Die Feier im Reich der Bedeutungen besteht in unserer großen Freude und der Liebe in unseren Herzen, in der Lektüre seines reinen Lebens (Sira), in der Beschreibung seines Charakters und der Erinnerung an die Ereignisse vor seiner Geburt.  [ABO] mehr ...

30.04.2013 Tarek X über den Tod von Schaikh al-Bouti

Ein Anschlag in Damaskus

(iz). Ich bin kein Mensch, der Streit sucht. Wer mich wirklich kennt, der weiß das auch. Der Tod des großen Gelehrten Schaikh al-Bouti, möge Allah ihm barmherzig sein, hat zu Spannungen geführt. Salafis feiern seinen Tod, nachdem ihm jahrzehntelang keiner ihrer Prediger das Wasser reichen konnte und er eine Festung gegen den ­Salafismus in Damaskus war. Schiiten trauern um ihn, als wäre er einer von ihnen ­gewesen.  [ABO] mehr ...

29.04.2013 Es ist gar nicht so schwierig, sich mit Bewegung und angemessener Ernährung in Form zu halten. Unser Wohlbefinden wird es uns danken

Bleiben Sie gesund!

(Muslim Health Network). Mit dem Auto zum Einkaufen und zur Arbeit, das Ho­cken vor dem Fernseher, Rauchen, gezuckerter Tee und Kaffee mit reichlich süßem Gebäck – dies sind Gewohnheiten, die in der ­heutigen Lebensweise von Muslimen zur Norm geworden sind. Gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung scheinen für viele ein Fremdwort zu sein, obwohl es ausrei­chend Studien und Nachweise über den Langzeitnutzen von Sport und Bewegung für die soziale, geistige und körperliche Gesundheit gibt.  [ABO] mehr ...

29.04.2013 Reflexionen von Schaikh Abdalhaqq Bewley über den Wandel im Herzen

Islamische Lebenspraxis: Wissen, das transformiert

(iz). „Dies, weil Allah nimmer eine Gunst, die Er einem Volk erwiesen hat, ändert, bis sie das ändern, was in ihnen selbst ist, und weil Allah Allhörend und Allwissend ist.“ (Al-Anfal, 53)

Dieser Vers wiederholt sich an zwei Stellen im Qur'an und wird üblicherweise im Zusammenhang mit Verbesserung zitiert. Er betrifft aber auch Verschlechterung. Mit anderen Worten: Allah wird die Dinge nicht besser machen, solange wir uns nicht selbst verbessern. Ein wichtiger Aspekt dieses Verses ist, dass alles in der Existenz in einem Zustand des konstanten Wandels begriffen ist.  [ABO] mehr ...

29.04.2013 Eine Scheidung ist unangenehm und sollte gutwillig vollzogen werden. Von Rabia Chaudry

Erlaubt, aber verpönt

(patheos.com). Weil ich niemals ein großes Geheimnis daraus gemacht habe, dass ich eine Scheidung hinter mir hatte, werde ich regelmäßig von anderen angesprochen, die selbst gerade die eigene Scheidung erleben. Nicht selten kenne ich die Personen gar nicht, die mich ansprechen. Es hilft wahrscheinlich, dass ich Anwältin bin. Meine Erfahrungen – zusammen mit den häufigen und nicht selten grauenhaften Geschichten – führte mich zur Einsicht, dass Muslime lernen müssen, wie (und warum) man sich scheiden lässt.  [ABO] mehr ...

21.03.2013 Schwerpunkt "Wissen" – Anmerkungen zur prägenden Zeit der frühen Generationen nach dem Propheten

Das Wissen von Medina

(iz). Historisch betrachtet sind die Gefährten des Propheten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, das heißt, die Muhadschirun (Auswanderer) und die Ansar von Medina (die Helfer), das bemerkenswerteste Einzel­phänomen in der Geschichte.

Eine soziale Ordnung, die vorbe­haltlos die von Allah kommende Offenbarung an Seinen letzten Propheten annahm und sie in Handlung und in Lebensführung – im Gebet und auf dem Markt – verkörperte. Das historische Zeugnis für die außergewöhn­liche Natur dieser Gemeinschaft kommt vom Ende der großen tyrannischen Imperien dieser Zeit.  [ABO] mehr ...

21.03.2013 Eine neue britische Muslimin berichtet über ihren Weg zum Islam­

Debbies Geschichte

(SM). Mich hat das Unsichtbare immer fasziniert und ich wusste, dass es im Leben wesentlich mehr gibt, als wir Menschen begreifen können. Die Dinge der Transzendenz zogen mich an, wie die Motte zum Licht drängt. Sie ängstigten mich, aber faszinierten mich gleichzeitig auch. Andererseits habe ich eine logische ­Seite und deshalb beschäftigte ich mich gleichermaßen mit Wissenschaften – mit Biologie, insbesondere mit der menschli­chen Physiologie. Dies ist wahrscheinlich der Grund, warum ich am Ende auf dem Gebiet der Schlafmedizin arbeite. Ein Thema, das mich seit über 25 ­Jahren fasziniert.  [ABO] mehr ...

21.03.2013 Schwerpunkt "Wissen" – Hadithsammlungen haben nicht die Funktion, dass wir kurz in ihnen ­blättern und daraus unser Recht ableiten. Von Schaikh Habib Bewley

Vom Unterschied zwischen Hadith und Sunna

(iz). Es ist Teil der zeitgenössischen Meinung vom Wissen und seiner Aneignung, alles zu bezwei­feln, das uns gelehrt wurde und nichts ohne Beweise anzuerkennen. Und die Definition, was einen Beweis ausmacht, wird immer enger, bis nichts mehr ­diese erfüllt, sodass Zweifel und Verwirrung dominieren. Uns wird gelehrt, unsere Sinne in Frage zu stellen, unseren Verstand und unsere Gelehrten. Alles wird kritisch hinterfragt.

So entsteht eine Gesellschaft ohne Gewissheit und ohne Wissen.  [ABO] mehr ...

01.03.2013 Ein Kommentar von Abu Bakr Rieger über eine notwendige Einordnung von Wissen und Gelehrten und warum es kein Wissen ohne Handlung gibt

Wissen und Macht

(iz). Wenn der alte Grundsatz „Wissen ist Macht“ auch für Muslime gilt, dann kann mit unserem Wissen etwas nicht stimmen. Noch nie gab es so viele Gelehrte und Muslime. Noch nie hatten die Muslime so viele Bücher und Datenträger zur Verfü­gung. Gleichzeitig ist die Gefahr offenkundig, dass die einfachen Gläubigen den Über­blick und ihre Unterscheidungskraft verlieren. Nur so können sie als Ohnmächtige manipuliert werden. Natürlich ist das authentische Wissen immer in Gefahr, durch Macht beeinflusst zu werden.  mehr ...

01.03.2013 Was sind Rechtsschulen? Es gibt gute Gründe, warum die Muslime an den Madhhabs festgehalten haben. Von Schaikh Nuh Ha Mim Keller

Ein Weg der ausgefeilten Sachkenntnis

(iz). Das Wort Madhhab leitet sich von einem arabischen Wort ab, das „Gehen“ oder einen „Weg nehmen“ bedeutet. Es bezeichnet die Wahl eines Mudschtahid [jemand, der Idschtihad praktiziert] aus einer Reihe von Möglichkeiten der Ableitung von Allahs Gesetzen aus den Primärquellen – wie Qur’an und Hadith – angesichts einer bestimmten Fragestellung. In einer allgemeineren Bedeutung repräsentiert eine Madhhab die versammelte Denkschule von wegweisenden Imamen wie Abu Hanifa, Malik, Asch-Schafi’i oder Ahmad ibn Hanbal.  mehr ...

01.03.2013 Fragen an die historische Entwicklung der Rechtsschulen. Von Abdalhakim Andersson

Zwischen Wissen und Autorität

(iz). Unser erster Ausgangspunkt ist die Frage nach Macht und Autorität. Die Madhhabs als Einrichtungen der Gelehrsamkeit entwickelten sich bekanntermaßen während des kulturellen Höhepunktes der ‘Abba­siden-Zeit. Die Grundlagen für sie – besser: die Gilden des Rechts – wurden in der spätere Periode der ‘Umaijaden und noch weiter zurück gelegt.

Politik
Trotz Veränderungen der politischen Autorität und Destabilisierungen ihrer Effektivität trugen jene Wechsel zur kulturellen Vitalität der großen ‘abbasidischen Städte bei.  [ABO] mehr ...

01.03.2013 Übertreibungen können für Muslime mindestens so gefährlich werden wie Nachlässigkeiten. Von Schaikh Habib Bewley

Eine Warnung vor den Extremen

„Und diejenigen, die, wenn sie ausgeben, weder maßlos noch knauserig sind, sondern den Mittelweg dazwischen (einhalten).“ (Al-Furqan, 67)

(iz). Schaitan kommt zu den Leuten über zwei Wege – wenn er sie ermutigt, weniger und weniger zu tun, oder aber, mehr und mehr. Beide Pfade führen in die Vernichtung. Verständlich wird dies im Falle des weniger und weniger, was dazu führt, dass am Ende jene Handlungen aufgegeben werden, auf denen unser Din aufgebaut ist.  [ABO] mehr ...

01.03.2013 Dr. Mohammad Nadwi über das umfangreiche Erbe der weiblichen Lehrerinnen im Islam

Im Gegensatz zu Heute (3)

(iz). Die Moschee des Propheten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, ist zweifelsohne einer der wichtigsten Platz des Islam – und sein gesegnetes Grab ist sogar noch heiliger. Zu Beginn des achten Jahrhunderts der muslimischen Zeitrechnungen ging Fatima bint Ibrahim ibn Dschauhar – eine berühmte Lehrerin, bei der die Imame Adh-Dhahabi und Subqi studierten – auf die Hadsch. Ihr Ruhm verbreitete sich so schnell, dass Schüler der Hadith-Wissenschaften sie baten, in der Moschee von Medina zu unterrichten.  [ABO] mehr ...

01.03.2013 Das IZ-Fotoessay aus der März-Ausgabe 2013

Südafrika: Muslime am anderen Ende der Welt

Jo-Burg/Berlin (iz). Höchst selten denkt man im Falle Südafrikas an das Thema Islam und Muslime. Dabei hat das Land an der Südspitze des afrikanischen Kontinents eine ­lange muslimische Tradition, die mit ­exilierten ­Sklaven ihren Anfang in der Kapprovinz nahm.

Dank ihrer Unterstützung des Kampfes gegen die Apartheid und ihrer Fertigkeit im Geschäftsleben hat sich die muslimische ­Minderheit einen guten Ruf erarbeitet. Seit 1994 kamen unzählige Schwarze zur dortigen Gemeinschaft hinzu. Genau wie bei uns gibt es noch einige ethnische Gräben, die es zu überwinden gilt.  [ABO] mehr ...

01.03.2013 Plötzlich erschallt der Gebetsruf. Ein überraschender Ort in der sächsischen Metropole. Von Tarek El-Sourani

Auf Moscheebesuch im Leipziger Osten

„So lockt mich die Moschee;
Ich kleid’ in maurische Schnörkel
Mein abendländisches Weh.“

(Gottfried Keller, Wanderlied)

(iz). Es ist an einem diesigen und regnerischen Freitagvormittag, als ich auf mein Fahrrad steige und losradele in Richtung Leipzigs Osten, genauer gesagt zur Neustadt, um dort eine der hiesigen vier Moscheegemeinden zu besuchen. Mein Weg ist kurz, denn das teilsanierte Viertel befindet sich in Bahnhofsnähe und hat einen gut ausgebauten Anschluss zum historischen Stadtkern.  [ABO] mehr ...

01.03.2013 Aus der Reihe: Islamische Lebenspraxis

Das Gebet in der Moschee

(iz). Seit geraumer Zeit wird immer häufiger versucht, die gemeinschaftliche, islamische Lebenspraxis in eine individuelle, stromlinienförmige „Religiosität“ zu verwandeln. Oft geschieht das im Namen einer vermeintlichen Moderne oder im Rahmen neuer „theologischer“ Kons­trukte, die den Islam in selbige überführen sollen. Dabei wird allerdings oft übersehen, dass es bis in den Kern unserer religiösen Lebenspraxis hinein ein austariertes Gleichgewicht von persönlichen und sozialen Aspekten in unserem rituellen Leben gibt.

Allah sagt in Seinem Mächtigen Buch: „Richtet [arab.  [ABO] mehr ...

02.02.2013 Dieses Mal von Massouda Khan

Islamische Lebenspraxis: Die Sunna des Essens

(iz). Am 24. Januar gedachten Muslime in aller Welt des Geburtstages des Propheten Muhammad. Dabei erinnern sie sich unter anderem an seine Eigenschaften und sein charakterliches und spirituelles Vorbild. Eine der besten Quellen für Wissen über ihn ist das Buch „Asch-Schifa“ des maghrebinisch-anda­lusischen Gelehrten Qadi ‘Ijad ibn Musa Al-Jahsubi.

Im Abschnittes dieses Buches wird detailliert erklärt, wie Allah die guten Eigenschaften des Propheten perfektionierte und ihm alle Tugenden des Dins und dieser Welt verlieh.  [ABO] mehr ...

31.01.2013 Dr. Mohammad Nadwi über das umfangreiche Erbe der weiblichen Lehrerinnen im Islam

Im Gegensatz zu Heute (2)

(iz). Der Qur’an wurde von vielen Prophetengefährten auswendig gelernt. In der Schlacht von Jamama, bei der viele dieser Huffaz getötet wurden, riet ‘Umar ibn Al-Khattab dem ersten Khalifen Abu Bakr, möge Allah mit ihnen zufrieden sein, eine standardisierte Ausgabe des Qur’ans - dessen Schutz von Allah garan­tiert wurde – im Dialekt der Quraisch anzufertigen. Abu Bakr gab eine solche Ausgabe in Auftrag.

Nach seinem Tod ging sie zur Aufbewahrung an ‘Umar und bei dessen Hinscheiden an seine Tochter Hafsa über, damit diese vorsichtig bewahrt werden sollte.  mehr ...

31.01.2013 Bis in die 1890er Jahre respektierte man die Autorität der Hohen Pforte. Von Rasim Marz

Mali und das Osmanische Reich

(iz). Der derzeit wütende Bürgerkrieg im westafrikanischen Staat Mali hat den ehemaligen Kolonialherren Frankreich auf den Plan gebracht, militärisch zu intervenieren. Diese Mission, die nicht nur allein davon geprägt ist, in dieser Gegend Frieden zu schaffen, hat die Blicke der Welt wieder nach Afrika gerichtet. Für uns scheinen die Ereignisse fernab der Heimat zu liegen wenn wir in den Nachrich­ten von Zerstörungen und ­Blutvergießen hören. Schließlich handelt es sich um ein Land, das wir nicht kennen und das nicht mit unserer Geschichte verwurzelt ist.  [ABO] mehr ...

31.01.2013 Allah schwört im Qur’an auf die Zeit und verweist auf ihre Bedeutung. Von Schaikh Habib Bewley

Wir sind Kinder des Augenblicks

(iz). Allah hat uns ein wunderbares und wertvolles Geschenk gegeben und trotzdem behandeln wir es oft herablassend und erkennen weder seinen Wert, noch seine Bedeutung. Allah erinnert uns mehrfach an Seine Gabe und doch schenken wir dem oft zu wenig Beachtung. Wiederholt sagt Er uns, wie es am besten eingesetzt wird und doch verschwenden und vergeuden wir es.

Dieses Geschenk ist Zeit – die Augenblicke, die Stunden, die Tage, die Jahre, aus denen unser Leben besteht.  [ABO] mehr ...

23.01.2013 Hintergrund anlässlich des Prophetengeburtstages: Die Burda

Über das Loblied des Propheten von Scharafuddin al-Busiri

„Wen Allah in den Dienst des Heiteren nimmt, der wird selbst die Heiterkeit erlangen.“ (Imam Busiri)

Islam ist kein kaltes rationales System, sondern eher das organische Zusammenspiel verschiedener Elemente. Ein wichtiges und mäßigendes Element der islamischen Lebensgestalt ist und bleibt natürlich die Liebe zum Propheten. Diese Liebe fand im Islam immer wieder seinen Ausdruck. Scharafuddin al-Busiri (1212 geb. in Alexandria, 1294 begraben in Kairo) ist der Autor des weltberühmten Gedichts der „al-Burda“(der Mantel). Nur wenig ist über sein Leben bekannt.  mehr ...

23.01.2013 Hintergrund: Erinnerung an den Prophetengeburtstag

Wie Muslime in aller Welt ein besonderes Ereignis feiern

(iz). Am Donnerstag, den 24. Januar, gedenkt die muslimische Welt der Geburt des Gesandten Allahs, Muhammad, Allahs Segen und Friede auf ihm, dem Siegel der Propheten. Er wurde als Barmherzigkeit für alle Welten gesandt, als Rufer zu Allah und als eine strahlende Leuchte, Allah segne ihn und schenke ihm Frieden.

Seine Geburt war mit großen Zeichen und besonderen Ereignissen verbunden. Die Gedenkveranstaltungen zum Geburtstag des Propheten entstanden wenige Jahrhunderte nach der Etablierung des Islam.  mehr ...

26.12.2012 Essay: Wir könnten sagen, dass der Mensch ein einziges Organ mit einer Funktion und einem Zweck ist. Von Dr. J. Dalmau i Carre

Das Leben ist eine Begegnung

(iz). Als Newton das Phänomen des Lichts erforschte, um seine Natur zu enthüllen – durch Experimente mit Prismen und Brechung des Lichts –, produzier­te er Farben und schuf eine Theorie der Farbzusammensetzung des Lichts. In Wirklichkeit entwickelte er die angewandte Optik. Goethe auf der anderen Hand betrachtete das Licht, um zu verstehen, wie es zum Phänomen der Farben kommt, und ­erkannte, dass sie aus der Begegnung zwischen Licht und Dunkelheit entstehen. Farben sind eine Eigenschaft dieser Begegnung zwischen Licht mit seinem Ge­genteil – Dunkelheit – und nicht aus dem Licht alleine.  [ABO] mehr ...

26.12.2012 Dr. Mohammad Nadwi über das umfangreiche Erbe der weiblichen Lehrerinnen im Islam

Im Gegensatz zu Heute (1)

„Oh ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, Der euch aus einem einzigen Wesen schuf, und aus ihm schuf Er seine Gattin und ließ aus beiden viele Männer und Frauen sich ausbreiten. Und fürchtet Allah, in Dessen Namen ihr einander bittet, und die Verwandtschaftsbande. Gewiss, Allah ist Wächter über euch.“ (An-Nisa, 1)

Seit den ersten Anfängen der menschlichen Saga macht Allah es sehr deutlich, dass Männer und Frauen gleichwertige Wesen sind, die aus einer Seele erschaffen wurden. Sie ­teilen den gleichen Vater, die gleiche ­Mutter und sind dem gleichen Herren ­unterworfen.  [ABO] mehr ...

26.12.2012 Einführung in den Autor und den Inhalt des großen Lehrgedichts „Murschid Al-Mu‘in“. Von Schaikh Ali Laraki Al-Husaini

Der hilfreiche Führer

„Für wen Allah Gutes will, dem gewährt Er ein tiefes Verständnis [Fiqh] des Dins.“ (Aussage des Propheten)

(iz). Wir leben – in vielerlei Hinsicht – tatsächlich in neuen Zeiten. Die Vielfalt gelebter Traditionen und materieller Kulturen wurde in den letzten 100 Jahren zu Gunsten eines heute globalen Nihilismus aufgelöst, der sich selbst anmaßend den Namen „Moderne“ verlieh.  [ABO] mehr ...

26.12.2012 Biografische Notizen von Rabia Mabkhout

Wer war Ibn Khaldun?

(iz). Ibn Khaldun – der Vater der Soziologie und Geschichtswissenschaft – wurde am 1. Ramadan 732 (27. Mai 1332) in ­Tunis geboren. Dank seiner Autobiographie, die bis 1405 – das Jahr vor seinem Tode – reicht, ist sein Lebensweg vergleichswei­se gut nachzuverfolgen und spiegelt die politische Herrschaft des heutigen Tune­siens (Ifriqija) des 13. und 14. Jahrhunderts wider. Seine Familie gehörte der privilegierten Oberschicht an und bekleidete in Tunesien hohe Ämter.

Seine Vorfahren lebten vom 8. bis zum 13.  [ABO] mehr ...

26.12.2012 Widerspruch: Die Türkei muss sich auch im Inneren auf das osmanische Erbe besinnen. Von Gökhan Bacik

Nicht nur für die Außenpolitik

Jenseits von Folklore und strategischen Absichten in der Außenpolitik hat die osmanische Hinterlassenschaft bisher ­keine Auswirkungen für die türkische Innenpolitik. Die Folge ist das starre Festhalten am Nationalismus.­

(Today's Zaman). Bisher ist das Osmanentum [und die Hinwendung der Türkei zu ihrem Erbe] im Wesent­lichen eine Frage der Außenpolitik des Landes geblieben. Ankara wurde dafür kritisiert, dass es die „neo-osmanische“ Karte im Nahen Osten und auf dem ­Balkan gespielt hat.  mehr ...

26.12.2012 Die IZ-Reihe über den Alltag der Muslime. Von Sulaiman Wilms

Was sind Tariqats und Dhikr?

(iz). Es zählt zu den unglücklichen ­Fügungen für uns heute, dass normale Dinge und Wörter von radikalen Minderheiten gekapert werden. Dies trifft – rein rechtliche und technische – Beschreibungen des Islam wie „Scharia“, „Khilafa“ „islamisches Recht“,„Da’wa“ usw. Traditionell unproblematisch sind sie in den letzten Jahrzehnten durch Randgruppen negativ besetzt worden, sodass ihr Gebrauch im Ge­spräch nur möglich ist, wenn man sie umfangreich erklärt oder massiv relativiert.  [ABO] mehr ...

08.11.2012 Einführung von Mine Nur Akarsu

Die Altorientalische Musiktherapie

(iz). Bereits seit Menschengedenken werden Töne, Harmonien und Klänge zu Heilungszwecken eingesetzt. In systematischer Form kommt diese Heilmethode in der Altorientalischen Musik­therapie zum Ausdruck. Diese kam bis in das 18 Jahrhundert als anerkannte Behandlungsform in den Gesundheitshäusern der islamischen Welt zum Einsatz.

Bekannte Gelehrte wie Al Farabi, Al Kindi und Ibn Sina entwickelten die Musiktherapie zu einem ganzheitlichen Behandlungskonzept und hinterließen ein kostbares Erbe.  [ABO] mehr ...

29.10.2012 Schaikh Habib Bewley über die Wirklichkeit der Existenz

Die gute Meinung von Allah

(iz). Allah sagt in Seinem mächtigen Buch: „Sprich: ‘O Meine Diener, die ihr gegen euch selbst maßlos gewesen seid, verliert nicht die Hoffnung auf Allahs Barmherzigkeit. Gewiss, Allah vergibt alle falschen Handlungen. Er ist ja der Allvergebende und Barmherzige.’“ (Az-Zumar, 53)

Wer mit Allah ist, mit dem ist Allah. Er hat uns nicht alleine gelassen, und wir uns nicht alleine lassen. Er ist uns näher als ­unsere Halsschlagader, blickt auf uns zu allen Zeiten und überlässt uns niemals unserem Selbst. Er, der Erhabene, sagt: „Allah wacht über euch.  [ABO] mehr ...

29.10.2012 Ein Essay von Arif Agirbas

Liebst du Allah?

(iz). Liebe beruht auf Gegenseitigkeit. Wer liebt, wird geliebt. Wer seine Liebe nicht zeigt, wird auch keine Liebesbekundungen erhalten. Für jede Existenz sucht man nach Zeichen, die auf ihr Bestehen hinweisen. So wird auch erwartet, dass dem Geliebten die Liebe gezeigt wird, denn allein die Behauptung, ­jemanden zu lieben, reicht nicht aus, um von seiner Liebe zu überzeugen. Deshalb drücken wir unsere Zuneigung und Liebe in Taten und im Verhalten aus.  [ABO] mehr ...

29.10.2012 Eine kurze Erinnerung von Schaikh Habi Bewley

Hadsch: Besuch beim Propheten

Das große Ereignis der Hadsch, die lebensbestimmende Reise für Muslime in aller Welt, ging gerade zu Ende. Damit vervollkommneten sie die fünf großen Säulen des Islam. Das ar das erste Stadium der Reise. Danach kam der Besuch beim Gesand­ten Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, an dessen Grab in der großen Moscheen von Medina Al-Munaw­wara. Und dies ist ein Punkt, bei dem kein Had­schi meinen sollte, er könnte darauf verzich­ten. Denn durch dieses Besuch wird seine Pilgerfahrt angerundet.  [ABO] mehr ...

29.10.2012 Umgang mit anderen: Anmerkungen von Muhammad Musad Yaqut

Barmherzigkeit für die Alten

In den letzten Jahren erlebte die Welt einen bemerkenswerten Anstieg des ­Interesses am Thema „Alter“. Viele internationale Konferenzen wurden abgehalten, um diese Frage zu behandeln. 1982 erklärten die Vereinten Nationen die 1980er Jahre zum „Jahrzehnt der Älteren“. 1983 übernahm die Weltgesundheitsorganisation WHO den Slogan „den Jahren Leben hinzufügen“. Darüber hinaus formulierte 2002 die UN-Konferenz in Madrid einen Plan, um die Probleme älterer Menschen in vielen Ländern zu lösen.  [ABO] mehr ...

29.10.2012 Debatte: Erziehung ist etwas anderes als die Zurichtung unserer Kinder. Von Khalid Baig

Nicht nur marktkonform

„Wenn sie die Schule verlassen, dann haben meine Jungs vier Dinge, deren Vermittlung ich als meine Pflicht ansehe: Gottesfurcht, Loyalität, Mut und Großzügigkeit.“ (Thomas Arnold, bedeutender ­britischer Pädagoge des 19. ­Jahrhunderts)

(iz). Die Erziehung ist – wie freier Handel, Pressefreiheit und die "universalen Menschenrechte" – eines jener Themen, deren Wert als augen­scheinlich betrachtet wird. Logisch­erweise qualifiziert sich jedes Paket vor unseren Toren, das mit diesem quasi-magischen Etikett versehen ist, für einen sofortigen Einlass. ­Fragen werden nicht gestellt.  [ABO] mehr ...

28.09.2012 Einführung eines muslimischen Arztes in die phänomenologische Wissenschaft der Therapie. Von Dr. J. Dalmau i Carre

Warum ­Homöopathie?

(iz). Erleben wir das homöopathische Phänomen in Aktion, dann müssen wir ein­räumen, dass es eine wissenschaftliche Herausforderung darstellt. Sie stellt in sich die Manifestation einer anderen Art von Physik dar.

Mehr als dreißig Jahre beruflicher Praxis haben mir die unnachgiebige Fähigkeit der homöopathischen Behandlung vor Au­gen geführt, eine korrigierende, selbststa­bilisierende Antwort – auf Seiten des Organismus – einzuleiten.  mehr ...

27.09.2012 Von Schaikh Muhammad Al Kassbi, Imam der Großen Moschee von Granada

Die Feinde des Menschen

Allah, der Erhabene, hat diese Existenz und die Geschöpfe in vier Gruppen geschaffen: Eine Gruppe bilden jene, die nichts anderes tun, als Allah anzubeten; sie begehen keine Akte des Ungehorsams: die Engel. Eine andere Gruppe gehorcht niemals. Dies sind die Schaijatien.

Eine weitere Gruppe bilden jene, die bei manchen Gelegenheiten gehorchen und bei anderen nicht: die Dschinn und die Menschen.

Die vierte Gruppe besteht aus jenen Geschöp­fen, die weder gehorsam, noch ungehorsam sein können: die Tiere.  [ABO] mehr ...

27.09.2012 Das Benehmen des Propheten war eine Reflektion der qur’anischen Weisheiten. Von Schaikh ‘Abdalhaqq Bewley

Eine Wissenschaft des Verhaltens (3)

(iz). Blicken wir kurz auf die letzte dieser Spezialisierungen: die Wissenschaft vom Tasawwuf. Wie wir bereits gesehen haben, gab es in der Zeit der ersten Gemeinschaft keine absolut verbindliche Trennung zwischen Iman und Islam. Aber wir alle wissen aus dem Hadith von Dschibril, dass es ein drittes Element gibt, das gemeinsam mit den beiden anderen die Totalität von ­Allahs Din ausmacht. Dieses Element ist Ihsan. Ihsan wurde im Verlauf der Jahrhunderte von den anderen beiden Aspekten getrennt. Sein Studium erhielt den Namen „Tasawwuf (Sufismus)“.  [ABO] mehr ...

29.08.2012 Wiederbelebung traditioneller islamischer Bildung

Projekt Madrasah.de

(iz). Jahrelang dominierten der Modernismus (in Inhalt und Form), Strukturen des poli­tischen Islam sowie einige Randgrup­pen, die sowieso schon spärlich vorhandene islamische Lehre. Wer eine ­fundier­te Ausbildung wollte, musste entweder Glück haben, mit dem Vorhandenen vorlieb neh­men oder ins Ausland gehen.  mehr ...

29.08.2012 Rasim Marz erinnert an die historische Figur Kilic Ali Pascha

Ein italienischer Pascha zwischen Kultur und Islam

(iz). Auch unter Muslimen kommt es früher oder später zum so genannten „clash of Zivilisation“ („Zusammenprall der Kulturen/Zivilisationen“), der zu einigen Missverständnissen führen kann. ­Sprache und Traditionen einer fremden Kultur können schnell für einen zu einem Buch mit sieben Sigeln werden, obwohl man sich zur gleichen Religion bekennt. So kommt es nicht selten vor, dass ein deutscher Muslim eine hermetische Gemein­schaft von Türken und Arabern vorfindet, in der die kulturelle Identität Eingang ins religiöse Leben gefunden hat oder durch diese stark beeinflusst ­wurde.  [ABO] mehr ...

29.08.2012 Schlechte Behandlung von Frauen betrifft die muslimische Gemeinschaft als Ganze. Von Schaikh Habib Ali Al Jifri

Es fehlt der Mut zur Veränderung

Im folgenden Text, dem ein kurzer Vortrag zugrunde lag, spricht Schaikh Habib Ali Al Jifri leidenschaftlichen über die Verpflichtung, die den Muslimen - insbesondere den Männern mit Gottesfurcht - auferlegt wurde, um sicherzustellen, dass die Frauen gut von der Gemeinschaft behandelt werden. Zur Grundlage dient ihm eine prophe­tische Überlieferung, wie die ­Qualität des Charakters zur Güte gegenüber Frauen in Verbindung steht.

(iz). Soweit es eine Frau im Rahmen des islamischen Rechts betrifft, ist es eine gemeinschaftliche Obligation, sich um sie zu kümmern.  mehr ...

29.08.2012 Ein Essay von Arif Agirbas

Das wichtigste Wissen

(iz). Der Mensch muss das notwendi­ge Wissen beherrschen und das weni­ger Relevante nur soweit beherrschen, dass es ihn vom Erwerb des unverzichtbaren Wissens nicht abhält. Sich selbst kennen, heißt zu begreifen, dass man - wie jeder andere Mensch auch - mit Eigenschaften Allahs geschmückt worden ist. Wissenschaften dienen im Grunde dazu, dass der Mensch sich besser kennenlernt und durch Erkenntnis seines Selbst zu seinem Schöp­fer findet. Gemäß eines Hadith Scharif heißt es: „Wer sich selbst kennt, kennt seinen Schöpfer.  [ABO] mehr ...

29.08.2012 Das Benehmen des Propheten war eine Reflektion der qur’anischen Weisheiten. Von Schaikh ‘Abdalhaqq Bewley

Eine Wissenschaft des Verhaltens (2)

(iz). Ganz zu Beginn der Sura Al-Muminun findet sich eine aus­gedehnte Passage, in der Allah, der Erhabene, die Muminun, die Gläubigen, beschreibt. Und diese Aufzählung ist nicht ihrem Glauben gewidmet, sondern dem, was sie tun. Und diese erwähnten Handlungen decken jeden Lebensbereich ab. Dies gilt für viele Qur’anverse, die verständlich machen, dass der Iman (Glaube) einer Person von äußerlichen Handlungen begleitet sein muss. Und dass diese Handlungen ein wesentlicher Bestandteil eben dieses Glaubens sind, ohne die jener Glaube mangelhaft bleibt.  [ABO] mehr ...

29.08.2012 Hintergrund: Eine Sadaqa ist weit mehr als nur eine „milde Gabe“ im üblichen Sinne

Im richtigen Augenblick das Richtige tun

„Diejenigen, die ihren Besitz bei Nacht und Tag, insgeheim oder offen, spenden - denen ist ihr Lohn von ihrem Herrn (gewiss) und sie brauchen keine Angst zu haben, noch werden sie traurig sein.“ (Sure Al-Baqara, 274)

„O ihr Gläubigen, macht nicht eure Wohltätigkeit durch Vorhaltungen und verletzende Worte zunichte, wie der, der seinen Besitz ausgibt, um von den Leuten gesehen zu werden und nicht an Allah glaubt und an den Jüngsten Tag! Das Gleichnis dessen ist wie das Gleichnis eines Felsens mit Erde darauf, und es trifft ihn ein Platzregen und lässt ihn hart.  [ABO] mehr ...

06.08.2012 Schon die Osmanen erfanden Mittel und Wege für anonyme Spender und Empfänger: Neuer „Spendomat“ soll Mildtätigkeit fördern

Die Türken sind sehr spendenfreudig

(iz/KNA). Ein Automat soll Türken das Spenden erleichtern. Nach Angaben des Herstellers Sera Reklamcilik aus Ankara am soll das Gerät in Form eines Bankautomaten eine sichere und rasche Entrichtung mildtätiger Zuwendungen gewährleisten. Die Zeitung „Radikal“ berichtete, das staatliche Religionsamt der Türkei habe an der dreijährigen Entwicklung des Gerätes mitgewirkt. Der „Spendomat“ nimmt Zuwendungen in Bar oder per Karte an und soll auch Falschgeld erkennen. Das Gerät kann mit den Bankverbindungen mehrerer Organisationen gefüttert werden, unter denen Spender auswählen können.  [ABO] mehr ...

01.08.2012 Ein Essay von Arif Agirbas

„Und Wir haben dich nur als Barmherzigkeit für alle Welten gesandt.”

(iz). Frauen galten als Sklaven, Mädchen wurden bei lebendigem Leib begraben; die Eltern, die ihre Töchter nicht töteten, waren tief traurig, wenn sie ein Mädchen zur Welt brachten. Die Starken und Reichen unterdrückten und entwürdigten die Schwachen und Armen. Die Menschen kreierten mit eigenen Händen Götzen, die sie als Gottheit anbeteten und wenn sie der Hunger überkam, aßen sie diese auf. Vor der Zeit des ­Propheten Muhammed, Friede und Segen seien mit ihm, führten die Menschen seiner Umwelt ein Leben, in dem die Unmoral und Abart immer weiter zunahm.  mehr ...

01.08.2012 Im Islam lassen sich die innere und die äußere Welt nicht trennen. Wem Kenntnisse gegeben wurden, muss ihnen entsprechend handeln

Der Weg vom Wissen zur Handlung

(iz). Allah, der Erhabene, sagt in einem Vers Seines Edlen Qur’an: „Allah wird die Rangstufe derjenigen erhöhen, die glauben und die Wissen haben.“ Wissen ist ohne Zweifel ­eines der größten Geschenke, das Allah der Menschheit gab. Und die Menschen, denen es verliehen wurde, nehmen die höchsten Ränge innerhalb der Schöpfung ein. Aber wie jedes Geschenk wird es von einer gewichtigen Verantwortung begleitet. Es muss genau und ­wahrhaftig weitergegeben und ihm gemäß gehandelt werden.  [ABO] mehr ...

01.08.2012 Das Benehmen des Propheten war eine Reflektion der qur’anischen Weisheiten. Von Schaikh ‘Abdalhaqq Bewley

Eine Wissenschaft des Verhaltens (1)

„Edles Verhalten und richtiges Handeln reinigen und erleuchten den Einzelnen andererseits, stellen aber auch eine Verbesserung und Bereicherung für die Gesellschaft als Ganzes dar. Dies ist der Kern der Wissenschaft vom Verhalten.“

(iz). Allah, der Erhabene, spricht in Seinem Edlen Buch über Seinen Gesandten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben: „Und du bist wahrlich von großartiger Wesensart.“ (Al-Qalam, 4)

Und der Prophet sagte über sich selbst in einem Hadith: „Ich wurde entsandt, um guten Charakter zu vervollkommnen.  [ABO] mehr ...

27.06.2012 Umar Mita war ein japanischer Übersetzer des Qur’an. Von Abu Tariq Hijazi

Muslime im Land des Tennos

(OnIslam.net). Im Gegensatz zu Japan erreichte der ­Islam China bereits in den frühesten Zeiten. Später wurde er in Indien und Indonesien eingeführt. Aber seine ­Bewe­gung nach Nordosten wurde durch die spanische Kolonisierung der Philippinen ab Anfang des 16. Jahrhunderts aufgehalten. Japan blieb aufgrund seiner selbst gewählten und gewaltsam durchgesetzten Isolation ein buddhistisches [und schintoistisches, Anm. d. Red.] Land. Auch wenn es in früheren Zeiten eine kleine Handvoll Muslime in Nippon gab, kamen erst im 19.  [ABO] mehr ...
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Zitat der Woche
„ Mit der letzten Auflage in dieser Legislaturperiode hat die Islamkonferenz ihren Tiefpunkt erreicht: Das Treffen zwischen Islamverbänden, Muslimen und dem Staat ist zu einer sinnlosen Pflichtveranstaltung verkommen. Aufbruchstimmung und Zuversicht begleiteten 2006 den Start des Dialogforums. Geblieben sind Enttäuschung, Misstrauen und Streit. Viele Muslime kommen nur aus Höflichkeit oder gar nicht mehr. So hat die Konferenz keine Zukunft. Das liegt zum einen an Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, der seit Jahren Sicherheitsthemen in den Mittelpunkt rückt. Aber auch die Verbände sind für das Scheitern mitverantwortlich. Zwar wollen sie den Islam als Religionsgemeinschaft anerkannt sehen. Doch sie tun viel zu wenig dafür, den rechtlichen Vorgaben zu genügen.“

Neue Osnabrücker Zeitung, 08. Mai 2013
Buchtipp
In der bereits Anfang der 1990er Jahre in der Türkei erschienenen historischen Studie beschäftigt sich Riza Savas, Professor an der theologischen Fakultät der Dokuz Eylül Universität ­Izmir (der bereits ähnliche Titel über andere historische Phasen veröffentlichte) mit der Lage der Frauen vor und während der Lebenszeit des Propheten Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben. Savas führt zu Beginn in die Lage der Frauen in der vorislamischen arabischen Gesellschaft ein. Nicht nur aus Gründen der Chronistenpflicht ist diese Einführung wichtig, weil sie den Hintergrund für die wichtigen Veränderungen darstellt. Sie stellt auch den notwendigen Kontrast zur Verfügung, anhand dessen der große Unterschied bezüglich der Stellung der Frau vor und während des Gesandten Allahs verstanden werden kann. In vier Kapiteln referiert der türkische Autor den „Den Propheten und die Frauen“, „Die Frauen und Bildung“, ­“Frauen im Familienleben“ und „Die Frau in der Gesellschaft“. Der Wert des Buches ist Savas’ enorme historische Gründlichkeit und sein gewissenhafter Gebrauch der Quellenverweise. Dank seiner historischer Basis nimmt der Autor vielen Vorurteilen den Wind aus den Segeln, die heute existierende Diskriminierung von Frauen in Teilen der muslimischen Welt sei dem islamischen Modell geschuldet.

Riza Savas, Die Frau zur Zeit des Propheten Muhammad, astec Verlag, Taschenbuch, 307 Seiten, Preis: Eur 9.-, ISBN 978-605-87525-0-8
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