Heilmittel gegen ein Übel der Zeit
„Er [Schaitan] sagte: ‘Ich bin besser als er. Mich hast Du aus Feuer erschaffen, wohingegen Du ihn aus Lehm erschaffen hast. mehr ...
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Massouda Khan über die Einladung zum Islam
Islamische Lebenspraxis: Da'wa mehr
Gebet
Der folgen­de Text von Ali Ghandour dokumentiert ein alltägliches ­Beispiel.
Vom Beten am Freitag, während der Imam bereits spricht mehr
Zakat
Gold und Silber erfreuen sich im religiösen ­Gebrauch immer größerer Beliebtheit. Von Zack Abdullah
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30.05.2012 Einige Vorschläge, wie man sich ohne Gegner positiv definiert. Von Khalil Breuer

Was ist der Islam?

(iz). Es ist heute leichter geworden, zu sagen was der Islam nicht ist, als was er positiv gedacht ist. Aber natürlich sind wir als muslimisches ­Medium angehalten, die positive Seite in den Fokus zu rücken. „Was ist der Islam?“, ist eine Frage, die man nicht allzu vorschnell beantworten sollte. Wir sollten uns der alten griechischen Weisheit bewusst sein, dass wir „wissen, dass wir nichts wissen“.

Der Islam ist ein Meer des Wissens, lehrt eine ganzheitliche Lebenspraxis und ist mit dem Wort Religion nur unscharf getroffen. Gebet und Zakat, die Regeln der ‘Ibadat und der Mu’amalat gehören zusammen. Wir Muslime denken ­jenseits der Gegensätze von Diesseits und Jenseits, wir bestätigen die Einheit und sehen den Sinn unserer endlichen Existenz in der Lobpreisung des Schöpfers. Wir sind keiner bestimmten Kultur entgegen­gesetzt - zumindest solange die offenbarten Verpflichtungen nicht betroffen sind. In Europa schätzen wir neben den Kultursprachen auch Philosophie, Dichtung und Literatur. Das Weimar der Klassik ist für uns ein Symbol des fruchtbaren Austausches zwischen Abendland und Orient. Wir sind geprägt von den geschichtlichen Erfahrungen des moder­nen Europas, abgeschreckt vom Wahnsinn des Rassismus, angewidert von den Konzentrationslagern der Nazis und der Gleichmacherei des Kommunismus.

Wir definieren uns nicht nach der Logik: Wir sind gut, weil sie schlecht sind. Unsere Identität und unsere Terminolo­gie ist nicht von der Existenz von ­Feinden geprägt. Wir wissen, dass die Hand die gibt, besser ist als die Hand, die nimmt. Wir glauben, dass wir in einer der größten Finanzkrisen der Menschheitsgeschichte einen ökonomischen und sozia­len Beitrag haben. Die notwendige Mäßigung der Finanztechnik ist aus intellektueller Sicht die eigentliche Grundfrage dieses Jahrhunderts. Wir treten für eine freie Marktwirtschaft, auf Grundlage der Freiheit der Zahlungsmittel ein. Wir halten die Zinsnahme für eine zerstörerische Form des Wirtschaftens. Wir glauben an die völkerverbindende Dimension des Handels und der Märkte. Wir lehnen Monopole ab. Wir akzeptie­ren Gewinnstreben und individuelles Eigentum, wobei das Stiftungswesen die edelste Form der Widmung von Reichtum darstellt.

Wir Muslime sind gesetzestreu und arbeiten an einer positiven, einladenden Präsenz in unserem Land. Es gibt kein erfolgreiches Gemeinwesen ohne die Mit­wirkung engagierter Frauen. Wir wünschen uns eine aktive Lobbyarbeit in Berlin; durch Institutionen, die uns vertreten ohne ethnische Trennlinien aufzubauen oder zu vertiefen. Einrichtungen, die den gesellschaftlichen und sozialen Beitrag der Muslime anbieten.
Massouda Khan über die Einladung zum Islam [28.11.2012]
Unsere Lebenspraxis wird ausgehöhlt, wird sie nicht durch einen spirituellen Kern getragen. Von Sumaya Mohamed-Wegenstein [27.06.2012]
Der Weg eines Reisenden: Ein amerikanischer Schriftsteller berichtet über seinen Weg zum Islam. Von Michael Wolfe [27.04.2011]
Über die Schahadatain - das doppelte Glaubensbekenntnis der Muslime. Von Schaikh Habib Bewley [28.09.2010]
Am Beispiel des Propheten Ibrahim können wir lernen, unser Leben dem Schöpfer zu übergeben. Von Imam Hanif Whyte [27.01.2010]
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Aktuelle Ausgabe
In der Mai-Ausgabe der Islamischen Zeitung (Nr. 215) beschäftigen wir uns mit den Schwerpunkten „Muslimische Frau“ und dem Bürgerkrieg in Syrien. Parvez Asad Sheikh beschreibt in einem Interview die Grundzüge der Geopolitik, wir gehen mit der IZ-Redaktion auf die Umra (kleine Pilgerreise) und denken über das Wesen der Freiheit nach. Außerdem: Beten während der Freitagsansprache, Großzügigkeit, Verfassungsschutz und der „Salafismus“, eine neue Moschee für Hamburg, eine Replik von Avni Altiner sowie die neue CD des Berliner Rappers Musa.
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IZ erklärt Deutschland: Die Salaf
Egal, ob angezählte Ex-Boser oder ehema­lige Bonner Musterschüler, die in den Bergen Afghanistans ums Leben kommen, Der „Salafismus“ ist trotz der zahlenmäßig geringen Menge der Anhänger zum Synonym einer amorphen Bedrohung geworden. Diese neuzeitliche Ideologie, die lange unter Muslimen und unse­ren Gelehrten als „Wahhabismus“ [nach ihrem Begründer Ibn ‘Abdulwahhab] bezeichnet wurde, hat sich lange dieses Tarnbegriffs bedient, um der Klassifi­zierung als Sekte zu entgehen. Phänome­nologisch ähnelt sie den Khawaridsch. Zum Leidwesen der muslimischen Welt ist der „Salafismus“ in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Nicht nur, weil er ungenau ist, sondern mehr noch, weil die Generationen (die Salaf As-Salihin), auf die sich die ­Wahhabiten gerne beziehen, um sich deren Legitima­tion anzueignen, von allen praktizierenden Muslimen der Ahl As-Sunna wa’l-Dschama’a geachtet und geliebt werden. Wie bei anderen Begriffen muss man auch hier erst einmal der zeitgenössische Schutt der Missverständnisse weggeräumt werden, um verstehen zu können. Qadi ‘Ijad aus Ceuta, früherer andalusischer Gelehrter und Autor des monumen­talen „Kitab Asch-Schifa“ beschrieb den Charakter dieser Generation unter ande­rem wie folgt: „(…) Es wurde überliefert, dass es eine Gruppe der Salaf, oder besser alle von ihnen, verabscheute, über etwas zu diskutieren, welches nicht zu Handlungen führte. (…)“ Der Imam schließt an anderer Stelle mit dem Gebet: „Möge Allah unseren gottesfürchtigen Salaf barmherzig sein, die ihren Din beschützt haben!“
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"Neues Wir-Gefühl" BERLIN. Gauck wirbt für respektvollen Dialog zwischen den Religionen. JIK besucht Bundespräsidenten (Foto: Dirk Enters).
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