29.04.2013 Eine Scheidung ist unangenehm und sollte gutwillig vollzogen werden. Von Rabia Chaudry
Erlaubt, aber verpönt
(patheos.com). Weil ich niemals ein großes Geheimnis daraus gemacht habe, dass ich eine Scheidung hinter mir hatte, werde ich regelmäßig von anderen angesprochen, die selbst gerade die eigene Scheidung erleben. Nicht selten kenne ich die Personen gar nicht, die mich ansprechen. Es hilft wahrscheinlich, dass ich Anwältin bin. Meine Erfahrungen – zusammen mit den häufigen und nicht selten grauenhaften Geschichten – führte mich zur Einsicht, dass Muslime lernen müssen, wie (und warum) man sich scheiden lässt. [ABO] mehr ...
01.03.2013 Plötzlich erschallt der Gebetsruf. Ein überraschender Ort in der sächsischen Metropole. Von Tarek El-Sourani
Auf Moscheebesuch im Leipziger Osten
„So lockt mich die Moschee; Ich kleid’ in maurische Schnörkel Mein abendländisches Weh.“ (Gottfried Keller, Wanderlied)
(iz). Es ist an einem diesigen und regnerischen Freitagvormittag, als ich auf mein Fahrrad steige und losradele in Richtung Leipzigs Osten, genauer gesagt zur Neustadt, um dort eine der hiesigen vier Moscheegemeinden zu besuchen. Mein Weg ist kurz, denn das teilsanierte Viertel befindet sich in Bahnhofsnähe und hat einen gut ausgebauten Anschluss zum historischen Stadtkern. [ABO] mehr ...
08.11.2012 Einführung von Mine Nur Akarsu
Die Altorientalische Musiktherapie
(iz). Bereits seit Menschengedenken werden Töne, Harmonien und Klänge zu Heilungszwecken eingesetzt. In systematischer Form kommt diese Heilmethode in der Altorientalischen Musiktherapie zum Ausdruck. Diese kam bis in das 18 Jahrhundert als anerkannte Behandlungsform in den Gesundheitshäusern der islamischen Welt zum Einsatz.
Bekannte Gelehrte wie Al Farabi, Al Kindi und Ibn Sina entwickelten die Musiktherapie zu einem ganzheitlichen Behandlungskonzept und hinterließen ein kostbares Erbe. [ABO] mehr ...
18.10.2012 Zwischen Hadsch und Handel: In seiner 1400-jährigen Geschichte hat der Islam immer schon Globalisierung vorweggenommen. Von Safia Bouchari
Zwischen Dakar und Shanghai
(iz). Es ist heute wohl nicht jedem bekannt, dass die islamische Welt schon immer eine Art globalisierter Raum gewesen ist, in dem eine starke Vernetzung verschiedener Regionen durch unterschiedliche Aktivitäten und eine erstaunliche Mobilität und Reisetätigkeit bestanden hat. Dies ist in verschiedenen Faktoren begründet und zeigte sich in unterschiedlichen Ausprägungen. Zum einen ist dies der Handel mit seinen Karawanen und Handelswegen, der auch über große Entfernungen zu einer Vernetzung muslimischen Welt beigetragen hat. mehr ...
26.04.2012 Erstes Fitnessstudio für Musliminnen feiert Jubiläum. Von Anna Eckart
„Sport macht glücklich“
(KNA). Auf den ersten Blick sieht alles aus wie in einem normalen Fitnessstudio. Ob an Geräten, auf Laufbändern oder Steppern: Frauen jeden Alters trainieren und schwitzen. Zwischen Reden und Gelächter hört man auch Musik - allerdings laute türkische Poplieder. Das ist die eine Besonderheit des ersten muslimischen Fitnessstudios, das Emine Aydemir vor fünf Jahren gründete. Die andere: Männer müssen draußen bleiben - damit die Frauen beim schweißtreibenden Training auf ihr Kopftuch verzichten können.
„Die Idee für die Selbstständigkeit beruht auf eigener Erfahrung“, erzählt Aydemir. [ABO] mehr ...
28.01.2012 Es gibt Wege, einen funktionierenden Plan für die Gewichtsreduktion auszuwählen. Von Anisa Abeytia
Richtig abnehmen, aber wie?
(OnIslam.net). Heute gehören diverse Diäten zum Erwachsenwerden von Frauen. Ein erheblicher Teil des weiblichen Selbstbewusstseins ist abhängig vom individuellen Körpergefühl. Seien wir ehrlich, wir wollen uns gut fühlen - und auch so aussehen. Trotzdem, viele Modediäten können lebensbedrohlich werden. Noch vor Kurzem streuten Ärzte reihenweise Rezepte für Schlankmacher unter ihren übergewichtigen Patienten. Aber es stellte sich heraus, dass solche Präparate die Mortalitätsrate erhöhten.
Als Spezies hatten waren wir niemals so fixiert auf Diäten wie heute. [ABO] mehr ...
28.01.2012 Überlegungen zu den Herausforderungen von Eheanbahnungen bei jungen Muslimen. Vom Tasnim El-Naggar
Vom Suchen und vom Finden
(iz). Ein erfolgreiches Finden beginnt mit einer erfolgreichen Suche. Diese Worte sollen der Beginn einiger Überlegungen vor allem über die Suche sein - die Suche nach dem geeigneten Ehepartner. Man könnte meinen, heute ist eine ganze junge Generation auf der Suche. Auf der Suche nach Liebe. Auf der Suche nach Zuneigung. Auf der Suche nach Erfüllung. Auf der Suche nach Geborgenheit. Schlichtweg: auf der Suche nach der besseren Hälfte. mehr ...
28.12.2011 Der Istanbuler Stadtteil Eyüp ist ein Juwel und hat mehr als nur eine Facette. Von Pat Yale
In den Fußstapfen der Sultane
(Zaman). Versteckt im hinteren Winkel des Goldenen Horns liegt Eyüp, das facettenreichste Viertel Istanbuls. Er bedeutet das eine für die meisten türkischen Besucher und etwas ganz anderes für die ausländischen Gäste. Die Touristen kommen üblicherweise mit einem vorgefassten Bild nach Eyüp. Dieses wurde geprägt durch den französischen Schriftsteller Pierre Loti aus dem 19. Jahrhundert. Die Einheimischen kommen ihrerseits mit dem Gedanken an Abu Ajjub Al-Ansari, dem Bannerträger und Gefährten des Propheten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben. [ABO] mehr ...
28.12.2011 Polens Muslime bleiben auch nach sechs Jahrhunderten missverstanden. Von Wojtek Kos
Tataren und Holzmoscheen
Die einzige Straße des Dorfes, flankiert von zwei Reihen niedriger Holzhäuser, führt an einem unscheinbaren grünen Gebäude vorbei, das ebenfalls aus Holz ist. Auf dem Weg durch einen idyllischen Hinterhof muss man sich seinen Weg durch alte Kirschbäume bahnen. Er führt zur Eingangstür. Erst dann erhaschen Besucher, bevor sie anklopfen, einen Blick auf die Halbmondsichel auf dem Dach. Ein freundlicher Aufseher öffnet die Tür und lädt die Gäste gestenreich ein, dass sie eintreten mögen. An den Wänden hängen Qur’anverse. Der Mann öffnet ein Fenster, dass in Richtung des fernen Mekkas zeigt. [ABO] mehr ...
28.06.2011 Auf den Spuren des europäischen Islams in Spanien: The Al-Andalus Experience bietet Kulturtrips der anderen Art. Von Ahmad Zaruq Summers
Sommer der andalusischen Geheimnisse
Wir studieren Geschichte, um aus ihr Rückschlüsse für unsere Zeit zu ziehen. Aber auch, weil wir wissen wollen, wie man richtig lebt und um Fehler und schädliche Verhaltensmuster der Vergangenheit zu vermeiden. Im neunten Jahrhundert war Al-Andalus das Sprungbrett für den Rest Europas in Richtung Kultur. Es ist wichtig, dass, wenn wir mehr über das islamische Spanien lernen wollen, zurück in jene Zeit reisen müssen, um seine Essenz zu verstehen.
23.05.2011 Muslimische Zivilisationen brachten auch Wissensgesellschaften hervor
Islamisches Lebenpraxis: Die Kultur des Buches
(IZ). In der muslimischen Welt gab es bei Büchern etwa seit der Mitte des 8. Jahrhunderts eine hoch entwickelte Produktion. Schon damals fanden sich große Bibliotheken, die zum Teil hunderttausende Bände enthielten. Das andalusische Kalifat besaß etwa 70 öffentliche Bibliotheken - und natürlich auch umfangreiche Privatsammlungen. So soll der Arzt Saladins etwa 10.000 Manuskripte besessen haben. mehr ...
27.04.2011 Schach: strategisches Denken im Licht einer globalen Welt
Das Spiel der Könige
(iz). Die Welt bewegt sich im Rahmen tektonischer Veränderungen. Diese strahlen auf alle Länder aus und sind auch zukünftig noch zu spüren. Sie machen vor nationalen Grenzen und persönlichen Meinungen nicht halt. Denn es handelt sich um Stimmungen, die keinen Reisepass brauchen, sondern bereits seit Langem untergründig vorhanden sind.
Im Schachspiel von Zeit und konkurrierenden Kräften hat das reale Schachspiel eine aufklärende Wirkung. [ABO] mehr ...
23.12.2010 Bogensport: Nicht nur das Treffen, auch den Erfolg kann man lernen. Von Kareem Shehadeh
Ins Ziel treffen
(iz). Was ist es, das diese Sportart so emporhebt, dass vor mehr als 1400 Jahren der Gesandte Allahs, Frieden und Segen auf ihm, den Muslimen immer wieder empfahl, Bogenschießen zu lernen und es ihren Kindern beizubringen? Liegt darin vielleicht ein verstecktes Training von Eigenschaften, die für den Muslim essenziell sind?
Von Uqba ibn Amir: Ich hörte den Gesandten Allahs sagen: „Allah bringt durch einen einzigen Pfeil drei Leute ins Paradies: den Hersteller, der ihn zu gutem Zwecke verfertigt, den Schützen, der damit schießt, und den, der ihn aufsammelt und zureicht. [ABO] mehr ...
28.09.2010 Reisetipp: Zu Fuß durch eine der traditionellsten Städte im Südosten der Türkei. Von Seyhmuz Edis, Mardin
Mardin entdecken
(Zaman). Man sollte nach Mardin fahren - eine Stadt, in der Religionen, Sprachen und Überzeugungen zusammenkommen - um wertzuschätzen, wie menschliche Anstrengungen Steine formen, die wiederum eine Rolle in unserem Leben spielen. Wollen Sie einen Blick in die Tiefen der Geschichte werfen und Spuren der Hängenden Gärten Babylons, der persischen Wasserzisternen von Dara, der Madrassen des Artuk-Reiches oder der bekannten Moschee der Seldschuken finden? Dann ist eine Reise nach Mardin ein Muss für Sie.
In Mardin funkeln die Nächte wie die Perlen eines wunderschönen Halsbandes. [ABO] mehr ...
29.06.2010 Pakistans Metropole Lahore lässt niemanden los, der sie einmal besucht hat. Von Hamid Khan
Stadt der Könige
Lahore, die Hauptstadt des Punjabs, ist das kulturelle, intellektuelle und künstlerische Zentrum Pakistans. Diese reiche und lebendige Stadt erweckt die Sinne zum Leben.
Dschinney Lahore nain wekhjaa, o dschmeja nain! - Wer Lahore nicht gesehen hat, wurde nicht geboren!“ Dies ist ein geflügeltes Wort unter den Einheimischen von Lahore, wenn sie die Möglichkeit haben, mit einem Fremden zu sprechen. Insbesondere jemand wie ich, der Punjabi, die lokale Sprache, beherrscht und versteht. Warum also die ganze Aufregung? Was gibt es denn in Lahore? Überlegen wir mal - (... [ABO] mehr ...
25.05.2010 Datteln zählen zu den den Lieblingsspeisen in der muslimischen Welt. Von Safia Bouchari
Süß und vielseitig
(iz). Datteln gehören unter Muslimen zu den besonders beliebten Lebensmitteln, auch deshalb, da sie wie auch die Dattelpalme im Qur’an beziehungsweise in der prophetischen Überlieferung Erwähnung finden. Dass Datteln vor allem - aber nicht nur - beim Fastenbrechen gemäß der Sunna des Gesandten Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden schenken, kaum Wegzudenken sind, hat sich auch über die muslimische Gemeinschaft hinaus längst herumgesprochen - dass deutsche Lebensmitteldiscounter alljährlich rechtzeitig zum Ramadan Datteln in ihr Sortiment aufnehmen, beweist dies. [ABO] mehr ...
29.03.2010 Styleislam hat sich als Kreativ-Markenzeichen junger Muslime etabliert. Von Yasin Alder
„Pop-Islam“ trifft es nicht
(iz). Um das vor einigen Jahren kurzzeitig von den Medien erstaunt zur Kenntnis genommene Phänomen „Pop-Islam“ ist es wieder etwas ruhiger geworden. Was genau das denn sein sollte, blieb ohnehin unklar. Als eine der modischen Ausdrucksformen dieser vermeintlichen „Bewegung“ galten aber stets die mit „hippen“ Designs bedruckten T-Shirts und Sweater, die islamische Motive und Aussagen mit HipHop-Kultur und Streetwear zu verbinden versuchen. [ABO] mehr ...
29.03.2010 Die muslimische Swahili-Kultur überlebte die Stürme der Geschichte. Von Parvez Asad Sheikh
An den Stränden von Azania
(iz). Ein Gang durch die Straßen der Altstadt von Mombasa ist kein nostalgisches Unterfangen. Die engen Gassen konnten das Gedränge der Moderne nicht leicht aufnehmen. Ich halte mit einer Hand meine Geldbörse fest, in einer subtilen Geste der Wachsamkeit. Betonhäuser überragen die großen Steinhäuser, die einstmals ihre Pracht zeigten, aber nun schüchtern einer wilden Moderne den Platz lassen müssen.
Aber doch herrscht eine gewisse Anmut. [ABO] mehr ...
04.03.2010 Dort wo Kain Abel erschlug, geht es heute recht friedlich zu. Von Oscar A.M. Bergamin, Damaskus
Eine echte Perle des Orients
(iz). Die syrische Hauptstadt Damaskus gilt als Musterbeispiel für interreligiöses Zusammenleben. Im Gegensatz zur allgemeinen Auffassung geht es in Damaskus und im ganzen Land seit mehr als 1400 Jahren sehr friedlich zu . „Die Braut der Städte“ ist zum verlieben schön und authentisch orientalisch. mehr ...
24.02.2010 Ein vergessenes Volk: Einführung in Kambodscha und seine Muslime. Von Azizah Seise, Berlin
Neues Leben auf den „Killing fields”
(iz). Kambodscha, das südostasiatische Land zwischen Thailand und Vietnam, ist vor allem durch seine gewaltige Tempelanlage Angkor in der Nähe von Siem Reape bekannt. Auch wehende orangefarbene Mönchsroben, „Geisterhäuser” und weiße Strände sind ein Symbol für dieses durch eines der inhumansten kommunistischen Regierungssysteme unter Pol Pot (1975 - 1979) und dem folgenden 20-jährigen Bürgerkrieg noch immer belastete Land. [ABO] mehr ...
27.01.2010 In vielen Teilen der Welt widmen sich umfangreiche Ausstellungen den Erzeugnissen muslimischer Handwerker. Jonathan M. Bloom und Sheila S. Blair
Wie könnten wir die Kunst betrachten?
Besuchen Sie zum ersten Mal eine Ausstellung islamischer Kunst? Jene, die mit westlichen Kunsttraditionen vertraut sind, sollten sich auf einen milden Kulturschock vorbereiten. Erwarten Sie keine üppig gerahmten Ölgemälde, Porträts religiöser, historischer oder mythischer Figuren oder einen Sinn für persönlichen Ausdruck durch Künstler mit bekannten Namen. Erwarten Sie auch keine kleinen Objekte, die gefertigt wurden, um die Häuser der Wohlhabenden und Mächtigen zu schmücken. Stattdessen sollten Sie Vitrinen mit kleinen und nützlichen Objekten erwarten. [ABO] mehr ...
15.01.2010 Islam in Europa - Das unbekannte Gesicht der britischen Metropole. Von Isla Rosser-Owen, London
Stadt der Moscheen
(iz). London besitzt wahrscheinlich mehr Moscheen als jede andere Stadt der westlichen Welt, mit Ausnahme der Türkei, auch wenn nur Schätzungen darüber angestellt werden können, wie viele es wirklich sind.
Frühe Vorläufer Die erste Moschee Londons ist die Moschee in der Campden Hill Road Nr. 111 in Notting Hill. Seit wann diese Bestand hatte, konnte bisher nicht festgestellt werden. Allerdings arbeitete die „Islamic Society“ dort seit 1886. Es ist unklar, ob diese Moschee auch aus dieser Zeit stammte. mehr ...
23.12.2009 Eine Fotoausstellung von Rami Tufi beleuchtet den baulichen Zustand muslimischer Gebetsstätten. Von Yasin Alder
Die Realität deutscher Moscheen
(iz). Der junge Frankfurter Fotograf Rami Tufi, unseren Lesern durch seine Beiträge in dieser Zeitung bekannt, hat im Dezember seine zweite Fotoausstellung in Frankfurt am Main durchgeführt. Sie fand in den Räumlichkeiten der Evangelischen Stadtakademie am Römerberg statt.
Mit initiiert wurde sie neben dieser unter anderem auch vom Amt für multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt, der Herbert-Quandt-Stiftung und der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung. mehr ...
25.11.2009 Ein persönlicher Blick auf die Stimmung unter den Muslimen im Vereinigten Königreich. Von Tasnim El-Naggar
Einmal London und zurück
(iz). Es ist immer wieder interessant und bereichernd, aus dem Alltagstrott heraus zu kommen und neue Horizonte zu entdecken, indem man für eine mehr oder weniger lange Zeit ins Ausland geht. Dinge, die man in Deutschland für selbstverständlich hält, fallen erst als Besonderheit auf, wenn entdeckt wird, dass es auch anders geht.
Ein Flug nach London dauert gerade einmal eine Stunde, das ist so lange wie mit dem Auto von Bielefeld nach Hannover zu fahren. Ein Katzensprung also. Doch es gibt ein paar erhebliche Unterschiede: die Kultur, die Menschen und das Land im Gesamten. mehr ...
27.10.2009 Südafrika: Die Metropole Kapstadt zieht auch immer mehr muslimische Besucher an. Von Hassan Isilow u. Malik Özkan
Am Kap der guten Moscheen
(IOL/IZ). Die südafrikanische Metropole Kapstadt, Ziel vieler Reisender und Besucher aus aller Welt, wird augenblicklich zu einem interessanten Zentrum für einen neuen Tourismus. Seit geraumer Zeit strömen tausende von Muslimen regelmäßig in die Stadt am Kap der Guten Hoffnung, die über ein reiches islamisches Erbe verfügt. Dazu zählen auch die zehn ältesten Moscheen Südafrikas. „Als ich und meine Familie über ein Reiseziel in aller Welt nachdachten, fiel uns nur eines ein. Das war Kapstadt“, berichtete Edris Muktar aus Malaysia. mehr ...
26.08.2009 Islamische Lebenspraxis. Professor S. Akhtar, Kuwait
Gesundheit im Ramadan
(iz). Da ich als Apotheker mit besonderen Ernährungs- und Gesundheitsfragen konfrontiert bin, möchte ich meinen Beitrag für fastende Muslime leisten. Die Befolgung des verpflichtenden Fastens im Ramadan gehört zu den fünf Säulen, die die islamische Lebenspraxis ausmachen. Das Fasten im Ramadan ist für jeden gesunden, erwachsenen Muslim vorgeschrieben, wohingegen die Schwachen, Kranken, Kinder, Reisende und menstruierenden Frauen von dieser Pflicht ausgenommen sind. mehr ...
28.07.2009 Wieder einmal steht der segensreiche Monat vor der Tür. Von Selma Öztürk, Hannover
Willkommen Ramadan
(iz). Wieder einmal haben wir Muslime acht Monate in der Berechnung des Mondkalenders hinter uns gelassen, und wieder einmal steht der segensreiche Monat vor der Tür.
Der neunte Monat, der berühmte Fastenmonat Ramadan, in dem die heilige Schrift offenbart wurde und dessen Bestandteil die Lailatu’l-Qadr ist, fällt dieses Jahr wahrscheinlich auf den 21. August. Hierbei ist wichtig zu wissen, dass mit dieser Herabsendung nicht die Offenbarung an Allahs Gesandten gemeint ist. [ABO] mehr ...
21.07.2009 "Islamische Metropolen": Jahrhunderte des Zusammenlebens
Al-Quds, „die Heilige“, ist für Muslime eine der bedeutendsten Städte
Nach den beiden bedeutensten Städten des Islam, Medina und Mekka, zählt Jerusalem zu den Orten, die für Muslima in aller Welt von großer Wichtigkeit sind. Die Muslime nennen den Tempelberg, auf dem sich der Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee befinden „Haram Asch-Sharif“ - „erhabenes Heiligtum“. Es gibt zwei Hauptgründe, warum Jerusalem für uns Muslime heilig ist: Es ist die erste Richtung, an die Muslime es gewöhnt waren, sich bei der Verrichtung ihrer Gebete zu wenden. mehr ...
21.07.2009 Unverfälschtes orientalisches Leben in der Altstadt
Faszination Damaskus
„Wenn einer eine Reise tut, ist Bildung wichtig und auch gut.“ Damaszener Sprichwort
Damaskus, die heutige Hauptstadt Syriens, ist eine der ältesten Städte der Erde, die ununterbrochen bewohnt waren. Die ersten Menschen lebten hier schon im 4. Jh. v. Chr. Die Stadt befindet sich im Südwesten des Landes unweit der von Israel besetzten Golanhöhen und den Grenzen zu Libanon und Jordanien. mehr ...
15.07.2009 Geschichte und Gegenwart einer faszinierenden Zivilisation der uighurischen Muslime im zentralasiatischen Ostturkestan. Von Malik Özkan, Bremen
Eine Oase der Kultur
(iz). Die Uighuren sind die einheimische Bevölkerung Ostturkestans, auch bekannt als Xinjiang oder Autonome Uighurische Region Xinjiang. Chinesischen Erhebungen aus den Neunziger Jahren zufolge leben hier 7,2 Millionen Uighuren. Weitere 500.000 Uighuren leben in den zentralasiatischen Republiken, die aus dem Zusammenbruch der Sowjetunion hervorgegangen sind, d.h. Kasakhstan, Usbekistan, Kirgisistan, Turkmenistan und Tadschikistan. Kleinere Gruppen von Uighuren gibt es auch in Pakistan, Afghanistan, Saudi-Arabien, der Türkei, Europa und Amerika. mehr ...
10.07.2009 Überlegungen zum sensitiven Thema Ehe, Liebe und Sexualität im muslimischen Kontext. Von Leila Massoudi, Göttingen
Zwischen Eros und Neurose
(iz). Die an Muslime gestellte Frage, oft genug als Vorwurf formuliert, wie es denn um das für viele heikle Thema Liebe, Eros und Frauenrechte bestellt sei, geht an der Wirklichkeit vorbei. Zerbrechen doch gerade in modernen Lebensentwürfen die einstmals sicher geglaubten Säulen Ehe und Familie; darüber hinaus sind Frauen (und leider auch Kinder) im stärkeren Maße einer sexuellen Verdinglichung ausgesetzt als vor der so genannten „sexuellen Revolution“.
„Die Mutigen werden von ihren Frauen überwältigt. Nur Feiglinge erobern ihre Ehefrauen. mehr ...
24.06.2009 Bericht über eine Weltstadt von der Antike bis Heute. Von Sumaiah El-Said, Berlin
Auf der Promenade von Alexandria
(iz). Es ist Freitag morgen und somit Wochenende in Alexandria. Eine warme Brise weht über die Stadt. Von den 3,4 Millionen Einwohnern ist auf der Straße noch nicht viel zu sehen. Nur einige Katzen liegen schlafend auf Autos oder räkeln sich in der Sonne. Ab und zu wird die Stille durch den Ruf eines Lumpensammlers unterbrochen, der mit seinem Karren durch die Straßen zieht.
Gegen Mittag erwacht die Stadt zum Leben, aus den zahlreichen Moscheen ertönt versetzt der Ruf der Muezzins, ein wunderschöner Kanon. mehr ...
16.06.2009 Faszination einer Stadt am Wendepunkt der Moderne. Von Ufuk Topkara, Berlin
Istanbul - Knotenpunkt zweier Kontinente
(iz). Es gibt wahrlich nicht viele Städte, die zugleich zahlreiche wie unterschiedliche Assoziationen wecken können. Zweifelsohne gehört die Stadt Istanbul am Knotenpunkt zweier Kontinente zu einem dieser Orte. Allein dieser Umstand weckt das Interesse und die Neugier der Menschen. Istanbul ist ein Ort der Begegnung. Die Konfrontation mit der Weltgeschichte ist in Istanbul genauso unumgänglich wie die Faszination einer Metropole am Wendepunkt der Moderne. Wie wohl keine andere Stadt ist Istanbul das Sinnbild für das Zusammenleben von unterschiedlichen Völkern. [ABO] mehr ...
16.06.2009 Unterwegs in der Metropole des europäischen Islam. Von Erdin Kadunic, Berlin
Sarajevo, die Stadt der vielen Gesichter
(iz). Die Geschichte der Entstehung dieser Stadt, die die erste geschichtliche Erwähnung im Jahre 1415 erfährt, ist weder durch Mythen noch Legenden verdunkelt. Man kennt sowohl den Gründer, Isa-beg Ishakovic, wie auch ihren großen Wohltäter, Gazi Husrev-beg, der dieser Stadt ihre überall erkennbaren Konturen verlieh, sehr genau. mehr ...
12.06.2009 Ein Überblick über das geschriebene Werk Annemarie Schimmels. Von Yasin Alder, Bonn
„Allah ist Schön und Er liebt die Schönheit“
(iz). Unzählige Menschen weltweit haben den Islam und seine Spiritualität über die Lektüre der weit über hundert Bücher Annemarie Schimmels und durch ihre Vorträge kennen gelernt, denen sie sich mit den Augen der Liebe, tiefem Einfühlungsvermögen und großen Kenntnissen gewidmet hat. Ohne die Werke Annemarie Schimmels wäre die ohnehin äußerst dürftige deutschsprachige Literatur über den Islam um ein vielfaches ärmer. Gerade in den letzten Jahren ist noch einmal eine große Zahl von neuen Titeln und Neuauflagen ihrer Werke erschienen, insbesondere einführende Werke zum Islam und Sufismus. mehr ...
28.04.2009 Zweiteilige Serie über die Muslime in der „Rose des Nordens“. Von Mohamed Ali Hein
Der Halbmond im Norden Thailands (1)
(iz). Oft, leider allzu oft, wird die Wahrnehmung der facettenreichen muslimischen Welt durch die humanitären oder politischen Brennpunkte der Tagesaktualität geprägt. Jenseits dieser verständlichen Verzerrung liegt eine bunte Welt, die sich oft nicht auf den ersten Blick erschließt.
In dem folgenden, zweiteiligen Beitrag legt uns dessen Autor, der die verschiedenen Regionen Südostasiens selbst bereist hat und mit Kultur und Sprache der verschiedenen muslimischen Völker vertraut ist, Thailand als Beispiel nahe, in dem Muslime seit Langem zum festen Bestandteil des Lebens zählen. mehr ...
25.02.2009 Usbekistan hat eigenständige kulinarische Traditionen anzubieten
Der Geschmack der Seidenstraße
(iz). Auch wenn das heutige Usbekistan ein neues Land zu sein scheint - immerhin errang es nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion seine Unabhängigkeit -, so zählen doch Kultur und Geschichte zu den feinsten und ältesten der Welt. Es gibt unzählige exzellente Gerichte in seiner Küche. Dazu zählen Palov, Schuschwara, Lagman, Samsa, Dschizza und viele andere. Im Allgemeinen schmecken den Usbeken Reis, Fleisch und Mehlspeisen, also im Wesentlichen eine kalorienreiche Kost. Jedes Gericht hat sein eigenes Aroma. [ABO] mehr ...
25.02.2009 USA: Die muslimische Gemeinschaft lernt den spanischen Akzent
Der extra Schuss Salsa
Bevor die Frauen anfangen , verrichten sie ein Bittgebet. Sie sitzen im Kreis, haben ihre Hände erhoben und schließen ihre Augen. „O Allah, gib uns Klarheit”, betet eine Frau. „Gib uns Wahrheit und Aufrichtigkeit. Und hilf uns dabei, unsere bescheidene Aufgabe zu erfüllen.” Die Frauen sind Mitglieder der Piedad, eine Gruppe der Islamischen Gesellschaft der Tampa Bay Area Mosque. Sie stehen für eine wachsende Gruppe in der Islamischen Gemeinschaft in den USA: die hispanischen Muslime. mehr ...
30.01.2009 Eine Reportage über junge Briten aus der gebildeten Oberschicht, die den Islam für sich entdecken. Von Ahmad J. Lane Poole, England
„Allah kam und klopfte an meine Tür“
Berichte legen nahe, dass es seit dem 11. September eine Welle des Übertritts zum Islam, besonders unter einflußreichen weißen Briten, gegeben hat. Vor sechs Monaten erstieg Elisabeth L. - diplomierte Politologin, Tocher wohlhabender Eltern und Gegnerin von Terrorismus in jeglicher Form - den Berg Sinai bei Nacht, um von dessen Gipfel den Sonnenaufgang in der Wüste zu beobachten.
„Es war der ruhigste, friedlichste Ort, an dem ich je gewesen bin“, sagte sie. „Ich konnte fühlen, wie meine Gefühle in mir emporkamen und in einem surrealen Augenblick schien alles zusammenzukommen. mehr ...
30.01.2009 Ein Essay von Dr. ‘Abdulbasir Ojembarrena
Der Anblick der Tiere
Der Anblick der Tiere, schreibt Ernst Jünger am 31. Juli 1965 in Hongkong, sei ein Lebenselixier. Als er das schreibt, denkt er an den Wasserbüffel, den er bei den Männern und Frauen im Reisfeld gesehen hatte. Über seine Nützlichkeit hinaus ziehe er die Aufmerksamkeit wegen seiner Schönheit auf sich, besonders wenn er mit vorgestrecktem Hals den Kopf leicht anhebe, während die Mondsichel der Hörner ihm auf dem Nacken liegt.
Für den Reisenden sei das Sehen dieser Tiere besser, als die Stadt zu Fuß zu besichtigen. mehr ...
28.01.2009 Drei Frauen berichten über ihren Umgang mit dem Tod ihrer Kinder. Von Fatima Ameen, Mitchum
Wenn ein Stern verglüht
(Sister’s Magazine). Wir erwarten von den Jungen, dass sie die Alten beerdigen und Kinder ihre in die Jahre gekommenen Eltern. Aber es gibt solche Mütter, die niemals die Gelegenheit haben werden, ihre Kinder aufwachsen zu sehen. Mit offener und ans Herz gehender Ehrlichkeit hat die Journalistin Fatima Ameen mit drei Musliminnen gesprochen, die ihre Kinder verloren haben und mit diesem Verlust umgehen mussten.
Sie sind die Mütter des Bait Al-Hamd. [ABO] mehr ...
28.01.2009 Zwischen Phuket und Chiang Mai: Unterwegs auf den Spuren des Islam im Königreich Siam. Von Mohammed Ali Hein
Eine Reise zu Muslimen in Thailand
(iz). Thailand, das alte Siam - normalerweise assoziiert man mit beiden Namen weiße Strände, prächtige Tempel (Wat) und den Buddhismus. Die wenigsten wissen, dass die zweitgrößte Religion im Lande der Islam ist, vom König (Raja) Bhumipol Rama IX. unterstützt und gefördert. So veranlasste der Monarch die Übersetzung des Qu’ran in Thai, wie auch die Gründung der Ulema Al-Islam oder Chulanrajamontri (Gelehrtenrat der Muslime) und den Bau von Moscheen. Der König fördert des Weiteren das so genannte „Islamic Banking“. mehr ...
28.10.2008 Mit „grünem Daumen“: Hinweise für den Erfolg im Eheleben. Von Sumayyah Meehan
Im Garten der Liebe
„Ihr seid ein Gewand für sie und sie sind ein Gewand für euch.“ (Al-Baqara, 187) (The Western Muslim). Der Eintritt in die eheliche Verbindung ist beinahe wie das Begehen eines unkultivierten Gartens. Anstatt eines Gartens voller weichen grünen Grases und hell leuchtenden Blumen ist es nur ein Grundstück voller Erde! Der Garten bleibt so, bis zwei liebende Herzen beginnen, ihn mit Spaten, frischer Erde und einer Vielzahl von Saaten und Setzlingen zu bearbeiten. Wie ein Garten kann die Ehe kultiviert werden, um die prächtigsten Blüten durch gute Absichten und liebende Sorge hervorzubringen. [ABO] mehr ...
28.10.2008 Von Großzügigkeit und Geiz
Auszüge aus einer Khutba in der Freitagsmoschee von Kapstadt. Von Schaikh Muhammad Al-Kasbi
(iz). Muslime! Ich rate euch, wie mir auch: Habt Taqwa1 vor Allah. Taqwa vor Allah gewährleistet Schutz und Sicherheit für den je einzelnen, seinen Besitz und sein gesamtes Schicksal. Allah sagt uns im Qur’an: „Dies ist eine Ermahnung für diejenigen, die an Allah und an den Jüngsten Tag glauben; und dem, der Allah fürchtet, verschafft Er einen Ausweg und versorgt ihn in der Art und Weise, mit der er nicht rechnet. Und wer auf Allah vertraut - für den ist Er sein Genüge. Wahrlich, Allah setzt durch, was Er will; siehe Allah hat für alles eine Bestimmung gemacht. [ABO] mehr ...
23.10.2008 Ginseng made in Germany. Von Imke Hendrich
Gesundheit aus der «Menschenwurzel»
Gräfendorf/Walsrode (dpa) - Sie sehen aus wie Spargel-Felder. Doch unter den Hügeln wächst sehr langsam eine Wurzel heran, der seit Jahrtausenden in der traditionellen asiatischen Medizin wahre Wunderwirkung nachgesagt wird: Ginseng. Deutschlandweit wird diese Heilwurzel nach Auskunft des Deutschen Bauernverbandes nur an zwei Orten angebaut, im niedersächsischen Walsrode und in Gräfendorf (Teltow-Fläming) südlich von Berlin. mehr ...
25.09.2008 Südliche Halbkugel: Vom irrationalen Unsinn kosmetischer Bleichmittel. Von Ayesha Patel, Edmonton
Gefährliches Weiß
(The Western Muslim). Während sich bei uns viele nach schöner Bräune sehnen und deshalb in den Süden fahren, sich ins Solarium legen oder mit Selbstbräunern verdunkeln, gibt es in anderen Teilen der Welt gegensätzliche Trends. So gibt es in Afrika, in Südasien und südasiatischen Gemeinden im Westen, aber auch in der arabischen Welt den Wunsch nach einer „weißeren Haut“.
Nicht viele Menschen im Westen werden jemals von kosmetischen Bleichmitteln gehört haben. [ABO] mehr ...
25.09.2008 Plaudern und Feilschen auf den traditionellen Märkten am Goldenen Horn gehören dazu
Die Welt der Istanbuler Basare
(pts austria). Wer Istanbul besucht, sollte sich das Lebensgefühl nicht entgehen lassen, das die vielen Basare und Märkte der Stadt umgibt. Die Basare sind ein Sinnbild für die Verbindung von Tradition und Moderne. Ein Besuch beim bekanntesten Basar der Stadt, dem „Kapali Carsisi“ (Überdachter Basar), ist für den Shoppingliebhaber ein Muss. Aber auch der „Ägyptische Basar“ und der große Büchermarkt sind eine Augenweide. Feilschen und Handeln sind hier nicht nur erwünscht, sondern auch ein fixer Bestandteil der Basarkultur. [ABO] mehr ...
25.09.2008 Das Milchprodukt ist ein Geschenk des Ostens an die Menschheit. Von Eric Hansen
Die Vorzüge des natürlichen Joghurts
(SAM). An einem bitterkalten Morgen Mitte November 1972 verließ ich den Busbahnhof im osttürkischen Erzurum auf der Suche nach Wärme. In einem nahegelegenen kleinen Restaurant blubberten Kessel mit dicker Suppe über rauchenden Holzfeuern. Frühstück wurde auf roh behauenen Tischen serviert, die von Arbeitern aus der Nachbarschaft in Beschlag genommen wurden. Bald fand ich heraus, dass die Suppe eine ostanatolische Spezialität namens Yogurt Çorbasi war. Çorba leitet sich aus dem persischen Wort Schurba ab und bedeutet „Suppe“. [ABO] mehr ...
27.05.2008 Gewürze, Sarongs und Muslime: Ein kurzer Reisebericht aus Indonesien. Von Saimi Orhan, Jakarta
Ein Teil der Identität
(Zaman). Indonesien besteht im wahrsten Sinne des Wortes aus Inseln, und zwar aus 17.500 - einige klein, andere groß. Das Land hat eine Ausdehnung von 5.150 Kilometern, was der Distanz zwischen England und dem Irak entspricht. Der Name des Landes ist ein zusammengesetztes Wort, das aus Indus (für Indien) und dem griechischen Nesos (für Inseln) gebildet wurde. Von diesen tausenden Inseln sind allerdings weniger als die Hälfte besiedelt.
Nach China, Indien und den USA ist es das bevölkerungsreichste Land der Erde. [ABO] mehr ...
27.05.2008 Vorbild Bosnien: Muslimisches Projekt zur Rehabilitation von Abhängigen. Von Erdin Kadunic, Sarajevo
„Mit Leichtigkeit und Freude“
(iz). Heroin macht glücklich. Wird in jede Faser des Körpers gepumpt. Gibt einen Moment Ruhe und Wärme. Zufriedenheit. Heroin macht satt, lässt vergessen, macht gleichgültig. Heroin befreit und Heroin macht abhängig, unter Umständen bis zum Tod. Das Opiat bahnt sich seinen Weg von Afghanistan durch Russland bis nach Europa. In Bosnien hat es Muamer gefunden und ist bei ihm geblieben. Jahrelang. Wie lange genau, kann der 35-Jährige gar nicht mehr sagen. Etwa 13 Jahre, meint er. Muamer hat in Novi Pazar gelebt, im serbischen Sandschak, dass mehrheitlich von Bosniaken bewohnt ist. [ABO] mehr ...