Heilmittel gegen ein Übel der Zeit
„Er [Schaitan] sagte: ‘Ich bin besser als er. Mich hast Du aus Feuer erschaffen, wohingegen Du ihn aus Lehm erschaffen hast. mehr ...
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28.03.2013 Die IZ-Reihe über den Alltag der Muslime. Von Safia Bouchari

Wie mit dem Qur’an umgehen?

(iz). Der Umgang mit dem Qur’an erfordert angemessenes gutes Verhalten und hat bestimmte Regeln. Auch wenn die Offenbarung ein lebendiger Teil des Alltags sein soll, dürfen Muslime nie vergessen, dass sie das unerschaffene Wort Allahs ist. Man muss sich bewusst sein, dass sie zu rezitieren auch bedeutet, dass Allah zu uns spricht. Den Qur’an oft zu rezitieren, ihn auswendig zu lernen oder möglichst viel davon, über ihn zu reflektieren und nicht zuletzt nach ihm und mit ihm zu leben, dazu sind Muslime angehalten.  [ABO] mehr ...

27.06.2012 Geschichte: Seit mehr als hundert Jahren arbeiten die albanischen Gelehrten an umfassenden Übersetzungen. Von Dr. Xhabir Hamiti

Arbeit für das Wort Allahs

(iz). Die ersten Kontakte zwischen dem Islam und Albanern lassen sich bis in 10. Jahrhundert zurückverfolgen. In dieser Zeit erreichten muslimische Händler aus Spanien (Al-Andalus) die östliche Adria. Laut historischen Aufzeichnungen waren die Albaner - die in der Antike auch Illyrer genannt wurden - Heiden, bevor sie das Christentum annahmen. Sie lebten entlang der adriatischen Küste und ihrem bergigen Hinterland.

Obwohl der Katholizismus weit vor dem Islam hier ankam, war er trotzdem im geringerem Maße unter den Illyrern verbreitet.  [ABO] mehr ...

06.05.2012 Was steht im Qur’an über die zentrale Gestalt des Christentums? Von Cemil Sahinöz

Der Prophet ‘Isa im Islam

(iz). Muslime, Christen und Juden führen alle ihren Ursprung auf den Propheten Ibrahim (Abraham) zurück. Drei ihrer Propheten sind direkte Nachkommen der Söhne Ibrahims - Muhammed über Isma’il, Musa (Moses) und ‘Isa (Jesus) über ­Ishaq (Isaac), Friede sei mit ihnen allen. Ein hervorstechender Aspekt des islamischen Glaubens an das Prophetentums ist es, dass Muslime an alle Gesandten Allahs glauben und sie - ohne Ausnahme - achten. Da alle Propheten von dem Einzigen Gott entsandt wurden - für den selben Zweck, die Menschheit zu Allah zu leiten -, ist der Glaube an sie wichtig und logisch.  mehr ...

06.04.2012 Aus gegebenem Anlass: Ein Blick in die qur'anische Offenbarung über den Propheten Jesus. Von Cemil Sahinöz

Jesus im Islam

(iz). Muslime, Christen und Juden führen alle ihren Ursprung auf den Propheten Ibrahim zurück. Drei ihrer Propheten sind direkte Nachkommen der Söhne Ibrahims – Muhammed über den ältesten Sohn, Isma’il, und Moses (Musa) und Jesus (’Isa) über Isaak (Ishaq), Friede sei mit ihnen.

Ein hervorstechender Aspekt des islamischen Glaubens an das Prophetentums ist es, dass die Muslime an alle Gesandten Gottes ohne Ausnahme glauben und sie achten.  [ABO] mehr ...

28.03.2012 Die Sure Al-Baqara ist nicht nur die längste, sie behandelt auch viele Bereiche der Offenbarung. Von Selma Öztürk

Glaubenslehre und Handlungsanweisungen

Die Sure Al-Baqara ist die erste medinensische Sure in der Offenbarungsreihe. In der Reihenfolge im Mushaf [arab. Kopie] ist sie hingegen die zweite Sure nach der Al-Fatiha. Als medinensisch werden alle die Kapitel und Verse bezeichnet, die nach der Auswanderung des Propheten nach Medina 622 n. Chr. offenbart wurden. Alle Suren und Verse, die vorher offenbart wurden, werden mekkanische Suren und Verse genannt.

Folglich ist die Unterscheidung zwischen mekkanischen und medinen­sischen Suren und Versen nicht örtlich, sondern temporal zeitlich.  [ABO] mehr ...

28.10.2011 Erlebnisbericht:  ­Gerade bei einer schwierigen ­Schwangerschaft hilft die ­Hin­wendung zu ­Allah dabei mit, die ­physischen ­Probleme zu ­überwinden. Von Sadaf Farooqi

Das ­Vorbild Mariams

Sadaf Farooqi teilt mit uns ihre Erfahrung, wie im Verlauf einer schwierigen Schwangerschaft der Qur’an in ihrem Herzen lebendig wurde.

(Sisters Magazine). Ich war, während sich der letzte Sommer ankündigte, im Griff einer frühen, geplanten Schwangerschaft: Akute Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit und Dehydrierung waren meine täglichen Begleiter, um nur einige Symptome zu nennen.  [ABO] mehr ...

25.02.2011 Dieses Mal: Der Qur’an im Alltag

Islamisches Lebenpraxis

„O ihr Menschen! Nun ist eine Mahnung ­eueres Herrn zu euch gekommen und eine Heilmittel für das, was euere Herzen bewegt, und eine ­Leitung und Barmherzigkeit für die Gläubigen.“ (Sure Junus, 57)

Die Muslime sind angehalten, den Qur’an nicht nur im Gebet, sondern auch für das eigene Leben, im Hinblick auf elementare Bestandteile, zu lesen.  [ABO] mehr ...

06.11.2010 Nur das Herz des Menschen kann die Göttliche Offenbarung bewahren

Das Wunder des Qur’ans

Allah, der Majestätische und ­Erhabene, sagt im Qur’an: „Sprich: Wenn sich die Menschen und die Dschinn zusammentäten, um etwas beizubringen, was diesem Qur’an gleich wäre, sie brächten nicht seinesgleichen bei, auch wenn sie einander Beistand leisten würden.“ (Al-Isra, 88)

(iz). Unserem Gesandten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, wurden viele Wunder gewährt. Zu diesen zählen die Spaltung des Mondes, natürlich seine Nachtreise von Mekka nach Jerusalem und die Miradsch, der prophetische Aufstieg durch die Himmel in die Göttliche Gegenwart.  mehr ...

09.06.2010 Die IZ-Reihe über den Alltag der Muslime in Deutschland. Von Yasin Alder

Wie mit dem Inhalt des Qur’an umgehen?

(iz). Der Qur’an als unmittelbares Wort Gottes und Rechtleitung für die Menschen hat im Leben praktizierender Muslime ­einen einzigartigen Stellenwert. Seine Rezitation ist segensreich und bringt göttlichen Lohn. Es gehört zu seinen Wundern, dass er auch bei jenen Gläubigen Ehrfurcht hervorruft, die des Arabischen nicht mächtig sind. Doch natürlich ist es gerade der Inhalt, die Botschaft des Qur’an, die verinnerlicht und in die eigene Lebensführung integriert werden soll.  mehr ...

24.05.2010 In der gemeinsamen Rezitation des Qur’ans liegt ein Segen, der weit über das Sichtbare hinausgeht. Von Ali Kocaman

Wenn die Engel herabkommen

(iz). Es besteht kein Zweifel unter Muslimen, dass das Wort Allahs das schönste und höchste aller Worte ist. Daher ist es auch nur ­natürlich, dass sich Menschen um dieses Wort herum versammeln und dass sie einen ­gewaltigen Lohn dafür bekommen werden.

Vom Propheten Muhammad, Allah segne ihn und schenke ihm Heil, wurde uns berichtet, dass Allah bestimmte Engel hat, die umherziehen und ausschließlich auf der Suche nach Versammlungen sind, in denen Menschen sich zum Dhikr - dem Gedenken an Allah - und zur Rezitation des Qur’ans zusammenfinden.  [ABO] mehr ...

03.03.2010 Die offenbarten Texte und die sie auslegenden Gelehrten im islamischen Denken. Von Abdurrahman Reidegeld, Wien

Überlegungen zur Rolle der Vernunft (1)

(iz). Auch wenn die offenbarten ­Texte (der Qur’an und indirekt auch die gesicherten Hadithe) nach der Überzeugung der Muslime nicht aus der Ebene des menschlichen Verstandes entstammten, waren sie doch ohne Auslegung nicht verstehbar oder lebbar. So waren sich schon die frühen Muslime in der Zeit der Propheten­gefährten (nach dem Tod des Gesandten Allahs) darüber einig, dass bei Unklarheiten der offenbarten Texte auch das Verstandesgemäße beachtet werden müsse.  mehr ...

24.02.2010 Die letzten beiden Kapitel des Qur’an helfen den Muslimen, Zuflucht vor dem Üblen zu finden. Von Dr. Asadullah Yate

Geheimnis der Schutzsuren

„Sprich: ‘Ich suche Zuflucht beim Herrn der Morgendämmerung. Vor dem Schlechten, das Er erschaffen hat. Und vor dem Übel der Dunkelheit, wenn sie hereinbricht. Und vor dem Schlechten der Knotenbläserinnen. Und vor dem Übel eines Neiders, wenn dieser neidisch ist.’“ (Sure Al-Falaq)

„Sprich: ‘Ich suche Schutz beim Herrn der Menschen. Dem König der Menschen. Dem Gott der Menschen. Vor dem Übel des ­Einflüsterers, der zurückweicht und wiederkehrt. Von den Dschinn oder den ­Menschen.’“ (Sure An-Nas)

(iz).Die letzten beiden Suren des Qur’an sind als „Schutzsuren“ bekannt.  mehr ...

15.10.2009 Es gibt grundlegende Tugenden, die uns erst die qur’anischen Anforderungen erfüllen lassen. Von Selma Öztürk, Hannover

Die sieben Eigenschaften der Gläubigen

„Den Gläubigen wird es ja wohl ergehen, denjenigen, die in ihrem Gebet demütig sind, und denjenigen, die sich von unbedachter Rede abwenden, und denjenigen, die die (Zahlung der) Abgabe leisten, und denjenigen, die ihre Scham hüten, außer gegenüber ihren Gattinnen oder was ihre rechte Hand (an Sklavinnen) besitzt, denn sie sind (hierin) nicht zu tadeln, wer aber darüber hinaus (etwas) begehrt, das sind die Übertreter -, und denjenigen, die auf die ihnen anvertrauten Güter und ihre Verpflichtung Acht geben, und denjenigen, die ihre Gebete einhalten.  mehr ...

21.07.2009 Kommentar über einen der bekanntesten Abschnitte aus dem Qur’an - Vortrag über die Sura Al-’Asr. Von Schaikh 'Uthman Chafaq

Erinnerung an die Zeit

Friede und Segen auf unserem Meister Muhammad, dem Siegel der Propheten und Imam der Gesandten, auf seiner Familie und seinen Gefährten. Keine Macht und keine Kraft außer mit Allah. Der Qur’an ist die ungeschaffene Rede Allahs. Keine Rede gleicht der Rede Allahs. Der Qur’an ist eine Heilung, und der Mensch wird, solange er lebt, immer diese Heilung brauchen. Es wird überliefert, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, über den glorreichen Qur’an gesagt hat: „In ihm sind Berichte über diejenigen, die vor euch kamen, und Kunde über diejenigen, die nach euch kommen werden.  mehr ...

02.06.2009 Die IZ-Reihe über den Alltag der Muslime in Deutschland. Von Yasin Alder, Bonn

Wie den Qur’an auswendig lernen?

(iz). Den Qur’an richtig lesen und rezitieren zu lernen, ist eine der wichtigen grundlegenden Fähigkeiten, die jeder Muslim beherschen sollte - denn zumindest einige Suren oder Verse auf Arabisch rezitieren zu können, ist für die täglichen Pflichtgebete erforderlich. Wünschenswert, wenn auch nicht zwingend erforderlich, ist es zudem, dass man die Bedeutung des Rezitierten kennt.

Und natürlich ist jede Rezitation des Qur’ans, auch außerhalb der Gebete, in sich eine segensreiche und verdienstvolle Tat.  mehr ...

13.04.2009 Interview über die Wirkung des Arabischen

Die Macht der Sprache

(iz) Sprachen sind enormen Veränderungen unterworfen. Globalisierung, das Internet und die Anforderungen bedeuten, dass sich mehr und mehr andere Sprachen den Parametern dieser Veränderungen unterwerfen müssen. Auch das Arabische bleibt davon nicht unberührt. Jedoch war diese Entwicklung bisher wegen der Verankerung des Arabischen in den primären Quellen des Qur’an und der Sprache des Gesandten Allahs weniger tiefgehend, weniger zerstörerisch. Die IZ sprach darüber mit dem Gelehrten und Übersetzer Dr. Asadullah Yate. Dr.  mehr ...

01.04.2009 Allah sandte Propheten, um die Menschen an ihr wahres Wesen zu erinnern. Von Malik Özkan, Bremen

Der hohe Stellenwert des Wissens im Islam

(iz). Es wurde in al-Bukhari von Anas ibn Malik überliefert, dass der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Zu den Zeichen der Stunde gehören das Verschwinden von Wissen, das Auftauchen von Unwissenheit, das Trinken von Wein und der Ehebruch“.  mehr ...

10.03.2009 Diskussion über die Beziehung zwischen dem Qur’an und den Schriften von Imam Al-Ghazali - ein Essay in mehreren Teilen. Von Prof. Dr. Enes Karic, Sarajevo

Der Qur’an und das Werk von Al-Ghazali

Diese Studie befasst sich mit der Qur’aninterpretation von Imam Ghazali, oder eher von unserer Sicht darauf und in welchem Grad sie für uns von Nutzen sein kann. Wir basieren dies auf unserer Annahme, dass die gesamte Arbeit von Al-Ghazali, seine Bücher und seine Methodologie als solche ein wunderbarer Kommentar auf den Qur’an sind. Es muss vorausgeschickt werden, dass es bei Weitem keine einfache Aufgabe ist, diese Annahme zu beweisen, da er kein typischer Qur’ankommentator war.  mehr ...

25.02.2009 Auszüge aus dem Tafsir der Sura Al-Ikhlas von Ibn Dschuzaij Al-Kalbi

Ein Drittel des Qur’an

„Sprich: ‘Er ist Allah, Absolute Einheit,
Allah, der Absolute (Ewige Unabhängige, von Dem alles abhängt).
Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt worden,
und keiner kommt Ihm gleich.’“
(Al-Ikhlas)

Die Einheitslehre steht im Mittelpunkt des Islam und stellt den Anfang der muslimischen Existenz dar. Daher beginnt die erste Hälfte des doppelten Glaubensbekenntnisses mit der alles überragenden Aussage, dass es keinen Gott gibt außer Allah. In Seiner letztgültigen Offenbarung an den Menschen, dem Qur’an, hat Allah die notwendigen Elemente dieses Einheits-Wissens offenbart.  mehr ...

03.02.2009 Die vier juristischen Auslegungsmethoden für Gesetzestexte und deren Übertragbarkeit auf den Koran. Von Dipl.- Juristin Selma Öztürk, Hannover

Anmerkungen zum Umgang mit Rechtsquellen

(iz). In der Rechtswissenschaft gibt es einen Bereich, der als juristische Methodenlehre bezeichnet wird. Recht ist nicht immer gleich Recht und Gesetzestexte sind nicht immer eindeutig und klar verständlich. Im Umkehr-schluss heißt das aber, dass Gesetzestexte in manchen Fällen auch mehrdeutig verstanden werden können. Deshalb bedürfen Gesetze und Paragrafen in solchen Fällen der Auslegung.  [ABO] mehr ...

30.01.2009 Über die verschiedenen Rezitationsweisen der Göttlichen Offenbarung. Von ‘Aischa Bewley

Die Qira’at des Qur’an

Wenn wir den Qur’an lesen, dann beziehen wir uns meistens auf Warsch oder Hafs und sagen: „dies ist Hafs“ oder „dies ist Warsch“. Was wir damit meinen ist, dass dies die Riwaja von Warsch oder die Riwaja von Hafs ist. Es ist die Riwaja einer bestimmten Qira’a.

Die Qira’at oder Lesarten, oder aber auch Methoden der Rezitation, sind benannt worden nach Lehrern von einer Schule der Qur’anrezitierer.  mehr ...

28.01.2009 Nicht jede Rechtsmeinung ist wirklich verbindlich. Von Prof. Dr. Saffet Köse

Was ist eine Fatwa ? (1)

(igmg.de). Der Begriff Fatwa wird in der öffentlichen Diskussion seiner Stellung und Funktion innerhalb des islamischen Rechts beraubt und politisiert. So kommt es, dass man im Westen mit dem Begriff Fatwa in erster Linie sogenannte „Todes-Fatwas“ assoziiert. Vor diesem Hintergrund soll in diesem Artikel erläutert werden, was eine Fatwa ausmacht, was ihre Stellung und Funktion ist, worin die Aufgabe eines Muftis besteht, was die Parameter einer Fatwa sind und inwieweit eine Fatwa verbindlich ist.  [ABO] mehr ...

20.10.2008 Anmerkungen zur so genannten "historisch-kritischen" Methode von Lydia-Ayscha Einenkel

Unvereinbar mit dem Islam?

(iz). In den letzten Wochen wurde aufgrund der Diskussion um den Münsteraner Professor Kalisch auch immer wieder der Ansatz der historisch-kritischen Methode thematisiert. Den Muslimen wurde häufig eine unwissenschaftliche Vorgehensweise und eine Ablehnung der freien Forschung vorgeworfen.

Bei dieser teils hitzigen Diskussion geht es vor allem darum, sich über die Begrifflichkeiten klar zu werden.  mehr ...

11.08.2008 Die „Ohlig-Luxenberg“-Debatte und die Islamwissenschaften. Wohin entwickelt sich diese aktuelle Kampagne? Von Dr. Markus Fiedler

Nicht zu unterschätzende Gefahren

(iz). Der islamwissenschaftliche Diskurs des Westens bewegt sich zunehmend in Extremen - in der seit einigen Jahren andauernden „Ohlig-Luxenberg“-Debatte wird sogar die Historizität der Person Muhammads bestritten. Den besagten Diskurs hatte der Saarbrücker Religionswissenschaftler Karl-Heinz Ohlig mit seiner These ausgelöst, dass Muhammad als geschichtliche Person erst im 9./10. Jahrhundert im Zuge einer nachträglichen Geschichtsschreibung erfunden wurde.  mehr ...

26.03.2008 Zum Umgang mit dem Qur’an. Eine Debatte um das Berliner Corpus Coranicum Projekt. Von Wolf Ahmed Aries, Hannover

Antwort auf einen offenen Brief

Mit großer Aufmerksamkeit las ich den offenen Brief meines muslimischen Bruders zu den Arbeiten des Projektes „Corpus Coranicum“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der mich zu einigen Überlegungen veranlasste, die ich ihm gerne öffentlich mitteilen möchte, weil ich seinen Fragen immer wieder begegne.

Als Muslime folgen wir der Aufforderung unseres ehrwürdigen Propheten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, das Wissen überall zu suchen, und wäre es in China oder bei jenen, die uns ablehnen.  mehr ...

15.02.2008 Die IZ-Reihe über den Alltag der Muslime. Von Safia Bouchari

Wie mit dem Qur'an umgehen?

(iz). Der Umgang mit dem Qur’an, dem Wort Allahs, erfordert ein angemessenes gutes Verhalten (Adab) und hat bestimmte Regeln. Auch wenn der Umgang mit dem Qur’an ein Teil des Alltags ist und sein soll, dürfen Muslime nie vergessen, dass der Qur’an das unerschaffene Wort des Schöpfers ist. Man sollte sich bewusst sein, dass den Qur’an zu lesen auch bedeutet, dass Allah zu uns spricht.  mehr ...

14.11.2007 Notizen zur grundlegenden Struktur des Qur’an

Hinweise aus den Zeichen

Der Qur’an wird durch fünf Phasen komplexer:

• Sukut - Stille. Die Botschaft wird durch Unterbrechungen und Stille punktiert. Ohne dieses könnte Bedeutung nicht deutlich werden. Der Qur’an kommt aus der Stille und kehrt in sie zurück. Er ist ein rezitiertes Buch, dynamisch und erscheint aus seinem Gegenteil, Stille. Sie ist der Bereich, in dem Töne nachklingen und zu ihr zurückkehren.

• Huruf - Buchstaben. Die Wurzel des Wortes im Arabischen bedeutet die Klinge eines Schwertes. Buchstaben sind Handlung und die ersten Indikatoren der Unterscheidung.  [ABO] mehr ...

14.06.2007 Gerechtigkeit im Qur’an

Welche Kernaussagen finden sich dazu in der Offenbarung? Von Yasin Alder, Bonn

(iz). Wenn es um das Verhältnis des Islam zur Globalisierung und zur gegenwärtigen Weltordnung geht, welche von einem entgrenzten Kapitalismus und ökonomischer Ungleichheit gekennzeichnet ist, so ist zu bedenken, dass das Prinzip der Gerechtigkeit und die Ablehnung von Ungerechtigkeit fundamentale Anliegen der Botschaft sind, die der Prophet Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden schenken, vom Schöpfer zu den Menschen gesandt worden ist.  [ABO] mehr ...

28.03.2007 Islamische Lebenspraxis

Gemeinsame Qur’anrezitation

Wer schon einmal in Marokko oder einem anderen nord- oder westafrikanischen Land war, hat sie sicher schon erlebt: die gemeinschaftliche laute Rezitation des Qur’an, des Wortes Allahs, in den Moscheen, Zawijas oder auch in privaten Häusern, mit ihrem unverwechselbaren, melodisch-rhythmischen Klang.

Es ist üblich, morgens nach dem Subh-Gebet sowie abends nach dem Maghrib-Gebet jeweils ein Hizb, ein Sechzigstel des Qur’an, gemeinsam laut und synchron zu lesen. Auf diese Weise hat man in 30 Tagen den Qur’an einmal vollständig rezitiert.  mehr ...

28.03.2007 Essay: Qur’an und Relativierung

Eine kritische Betrachtung der Bestrebungen, die Stellung der göttlichen Offenbarung zu revidieren. Von Abdurrahman Reidegeld, Wien

(iz). Seit einigen Jahren wird immer stärker an die Muslime weltweit die Frage gerichtet, ob und inwieweit der Qur’an - sein Inhalt, seine Form, sein Charakter als Offenbarungsschrift - noch maßgebend, normgebend, entscheidungswirkend sein könne, müsse oder umgekehrt dürfe. Dabei spielt es eigentlich weniger eine Rolle, wer dieses Ansinnen stellt (tatsächlich gibt es auch etliche muslimische Kreise, die dies tun).  mehr ...

12.10.2006 Hintergrund: Wichtig, um den Qur’an zu verstehen

Kurze Zusammenfassung über jene Wissenszweige, die nötig sind, um über die Göttliche Offenbarung sprechen zu können - Von Ibn Dschuzaij Al-Kalbi

(iz) Der folgende Text von Ibn Dschuzaij Al-Kalbi entstammt der Einführung zu seinem Kommentar des Qur’an (Kitab At-Taschhil li ‘Ulum At-Tanzil)1. Seine voller Name war Abu ‘Abdallah Muhammad ibn Ahmad ibn Muhammad Al-Kalbi (nach dem arabischen Stamm Kalb). Er wurde 693 nach der Hidschra geboren. Ibn Dschuzaij stammte als Europäer aus dem andalusischen Granada und schrieb umfassend über die Wissenschaften seiner Zeit: Hadith (prophetische Überlieferungen), Fiqh (Rechtswissenschaft), qur’anische Rezitation und Deutung. Er starb 741 nach der Hidschra als Teilnehmer der Schlacht von Tarif.  mehr ...

11.10.2006 Bekannte Muslime

Frühe Kommentatoren des Qur’an

Beschäftigen wir uns heute mit dem Islam und seinen Repräsentanten, dann fallen Politiker, Bürokraten und auch Ideologen auf, selten aber Muslime, die sich gezielt auf die Offenbarung des Islam - den Qur’an - beziehen oder dazu in der Lage sind. Bei gesellschaftlichen oder politischen Fragen scheint dies nicht sonderlich ins Gewicht zu fallen. Aber schon bei - vielleicht banalen - Einzelfragen wird ein Verständnis der islamischen Rechtsquellen notwendig. Die erste davon ist bekanntermaßen der Qur’an - das unerschaffene Wort Allahs.  mehr ...

10.08.2006 Islamische Lebenspraxis

Khatm Al-Qur’an

Als „Khatm Al-Qur’an“ wird der Abschluss einer vollständigen Rezitation des Qur’an bezeichnet, das heißt, dass der Qur’an einmal vollständig gelesen worden ist. Unabhängig davon, in welchem Zeitraum dies geschehen ist.

Diese vollständige Rezitation des Qur’an kann auf verschiedene Weise vonstatten gehen. Zum einen, dass man als einzelne Person seine persönliche Rezitation abgeschlossen hat. Am Ende von gedruckten Qur’an-Ausgaben finden sich dann oft lange Bittgebete speziell für den Anlass eines solchen Khatm, die man lesen kann.  mehr ...

08.06.2006 Ein Schwur bei der menschlichen Lebenszeit

Jeder Atemzug und jeder Augenblick hat einen Wert - Qur’ankommentar über die Sura Al-’Asr - Von Schaikh Muhammad El Kasbi

„Beim Nachmittag, die Menschen sind wahrlich im Verlust, außer denjenigen, die Iman haben und gute Werke tun und sich gegenseitig die Wahrheit ans Herz legen und sich gegenseitig zur Geduld anhalten.“ (Sura Al-’Asr)

In dieser Sura, die in Mekka offenbart wurde und die eine der Kürzesten im Qur’an ist, ist die Anzahl der Worte gering, aber ihre Bedeutung kann nicht von jedem gezählt werden. Wenn die Muslime umsetzen würden, was in dieser Sure enthalten ist, dann wäre dies genug für diese Welt und die nächste. Sie besteht nur aus drei Ajats (Versen).  mehr ...

02.03.2006 Das Wunder des Qur’an

Über die Struktur des Qur’an und seine innere Ordnung

Dieser Text ist eine auszugsweise Zusammenfassung der Einleitung, die Imam Al-Qurtubi, der große Kommentator des Qur’an aus dem andalusischen Cordoba, als Einführung für seine berühmte Qur’an-Interpretation verfasst hatte.

Über die Anzahl der Ajat [Verse des Qur’an, wörtl. Zeichen] in der ersten medinensischen Kopie des Qur’an sagte Muhammad ibn ‘Isa: „Die Zahl der Ajat des Qur’an in der ersten Kopie Medinas war sechstausend.“ Entsprechend den Angaben von Isma’il ibn Dscha’far hatte die endgültige Kopie von Medina 6.214 Ajat.  mehr ...

02.02.2006 Die Offenbarung erleben (1)

Zweiteiliges Essay über die neuen Impulse in der Islamwissenschaft - Von Abdarrahman Sanseverino

Die noch nicht beschlossene hitzige Debatte, die vor zwei Jahren ein Buch über der Qur’an im US-Bundesstaat North Carolina erregte und die zu juristischen Prozessen führte und bis ins amerikanische Fernsehen gelangte, illustriert nur zu offensichtlich, welch einen großen Impakt auf das öffentliche Islamverständnis die Art und Weise haben kann, durch die man dem Qur’an begegnet. Es handelte sich um Prof.  [ABO] mehr ...

10.01.2006 Schlagwort: Die muslimische Position zur „Qur’anexegese“

Die Offenbarung als ewiges Buch im Spiegel moderner Herausforderung. Von Abdurrahman Reidegeld

Mit der Reihe "Schlagwort ‘Islam’" möchte die IZ-Redaktion einen Beitrag zur Versachlichung der Debatte über den Islam und zu einem besseren Verständnis des selben leisten. Da insbesondere in Deutschland nur selten gelehrte und praktizierende Muslime zu Wort kommen, die authentisch und fundiert hierzu beitragen können, möchten wir in diesem wichtigen Feld Abhilfe schaffen. Dass sich nicht selten die rechtlich-islamischen Grundlagen von der Tagespolitik oder auch von kulturellen Gewohnheiten unterscheiden, macht die Notwendigkeit dieses "Beitrages" umso drängender.  mehr ...

23.03.2005 Hintergrund: Den Qur’an verstehen. Die Sure Al-Fatiha

Ein Kommentar auf die am meisten rezitierte Sure der Göttlichen Offenbarung - Von ‘Ali Laraki

Die wörtliche Bedeutung des arabischen Wortes „Fatiha“ [der ersten qur’anischen Sure] ist „diejenige, die eröffnet“. Dieser Name wurde ihr gegeben, weil sie das Buch von Allah eröffnet. Sie hat noch weitere zwanzig Namen. Darunter fallen unter anderem die folgenden: Eröffnung des Buches (Fatihatu’l-Kitab), die Essenz des Qur’an (Umm Al-Qur’an), Schatz (Al-Kanz), die Ausreichende (Al-Kafia), die Heilung (Asch-Schafia) usw. Sie ist eine mekkanische Sure, das heißt, sie wurde in Mekka offenbart. Jedoch gibt es einige Gelehrte, die die Ansicht vertreten, sie sei erst in Medina offenbart worden.  mehr ...

13.05.2004 Lesarten des Qur’an

Die Rezitation der Offenbarung erfolgt nach überlieferten Regeln - Von ‘Aisha Bewley

Bewegt man sich unter Muslimen oder besucht die muslimischen Länder, so wird man hoffentlich auch die Gelegenheit haben, beim Rezitieren des Qur’an anwesend zu sein. So unterschiedlich die einzelnen Vortragenden auch sein mögen, so auffällig ist, dass die Rezitation einer Regelhaftigkeit folgt.  mehr ...

04.07.2003 Der tägliche Gang zur Quelle

Die Rezitation des Qur’an gehört zum spirituellen Alltag von Muslimen in aller Welt

Nach einem Ausspruch des Propheten Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, gehört die Rezitation des Qur’an - die den Regeln der sieben Lesarten folgt - zu denjenigen Handlungen, die einem Muslim, wenn er sie mit Aufrichtigkeit und dem richtigen Verhalten (Adab) vollzieht, niemals langweilig werden kann.  mehr ...

04.07.2003 Eine geschützte Offenbarung

Wie Allah im Qur’an den Menschen Wissen über alle notwendigen Lebensbereiche zugänglich macht

Dieser Qur’an wurde mir offenbart, um euch damit zu warnen und jeden, zu dem er gelangt. Al-An’am, 19

Dieser Qur’an leitet auf dem geradesten Weg und verheißt den Muminun [diejenigen, die auf Allah vertrauen] gute Nachricht. Al-Isra’, 9

Wir senden vom Qur’an das herab, was eine Heilung und eine Gnade für die Muminun ist. Al-Isra’, 82

Alle Muslime sind sich der überragenden Wichtigkeit des Qur’an bewusst. Wir wissen, dass er das größte Wunder des Propheten Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, ist.  mehr ...

21.02.2003 Islamische Lebenspraxis

Die Rezitation der Fatiha

Zu den am häufigsten vollzogenen Handlungen im muslimischen Alltag gehört sicherlich die Rezitation der Sura Al-Fatiha im Rahmen des verpflichtenden sowie des freiwilligen Gebets. So häufig rezitiert ein praktizierender Muslim diese kurze Sure, die daher auch den Namen „Al-Mathani“, das heißt die „oft Rezitierte“ erhalten hat.

In mindestens fünf Gebeten am Tag wird diese kurze Sure in jedem Gebetsablauf (Raka’at) rezitiert.  mehr ...
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