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16.744 Schuhe vor dem Brandenburger Tor erinnern an Versagen der UN

Ein Denkmal der Schande

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(GfbV). Zum 15. Jahrestag des Massakers von Srebrenica am Sonntag, den 11. Juli 2010, schichtete das „Zentrum für politische Schönheit“ vor dem Brandenburger Tor 16.744 Schuhe für die 8.372 Opfer dieses Völkermordverbrechens der serbischen Truppen in Ostbosnien auf. Aus diesen Schuhen, die vor allem von den Sektionen der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Bosnien, Österreich und Deutschland gesammelt wurden, soll bis zum nächsten Jahrestag 2011 eine „Säule der Schande“ in Form der beiden acht Meter hohen Buchstaben U und N für „United Nations“ in der Gedenkstätte Potocari bei Srebrenica entstehen.

Die GfbV unterstützte dieses Projekt, das an das Versagen der Vereinten Nationen (UN) erinnern soll. Ausdrücklich wies die Menschenrechtsorganisation jedoch darauf hin, dass Mitschuld am jahrelangen Genozid in Bosnien vor allem drei ständige Mitglieder des UN-Sicherheitsrates trifft: Frankreich, Großbritannien und Russland. Nicht die bei den UN vertretenen Regierungen der Länder der Dritten Welt, sondern vor allem diese drei Großmächte hätten dabei versagt, den Völkermord zu verhindern. Heute versuchen sie, ihre Unterstützung für die serbischen Milizen und ihre Untätigkeit, gegen deren Kriegsverbrechen zu intervenieren, mit dem Hinweis auf die UN zu vertuschen.

Europa habe de facto eine „Mauer der Schande“ um Bosnien gelegt. Das Land der Opfer sei geteilt. Eine Hälfte, die sogenannte Republika Srpska, werde bis heute von der Partei der Täter regiert. Die Rückkehr der Vertriebenen wurde verhindert, wiederum weil die ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates sie nie ernsthaft durchsetzen wollten. Ausgerechnet dem Opferland Bosnien-Herzegowina werde die Aufnahme in die Europäische Union ebenso versagt wie seinen Bürgern die Visa-Freiheit.

Die Aufnahme in die NATO komme nicht voran, ebenso wenig wie Wiederaufbau und Wiedervereinigung. Die GfbV hielt es für unfassbar, dass auch die deutsche Regierung Merkel/Westerwelle Serbien begünstige. Denn sie bestehe nicht einmal ernsthaft auf der Auslieferung des Hauptkriegsverbrechers Ratko Mladic an das Tribunal in Den Haag. Schon die Regierung Kohl/Kinkel hatte sich gegen eine militärische Intervention zur Beendigung des Völkermords in Bosnien gewandt.

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