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Zentralrat der Muslime fordert Schutz für Moscheen in Deutschland

Örtliche Behörden müssen Sicherheitskonzepte überdenken

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Foto: , via Wikimedia Commons | Lizenz: CC BY-2.0

Berlin (dpa). Nach dem islamfeindlichen Terroranschlag auf eine Moschee in Neuseeland mit 50 Todesopfern fordert der Zentralrat der Muslime besseren Schutz auch für Gemeinden in Deutschland. „Ich denke, Neuseeland ist ein Weckruf. Es ist aber nicht erst jetzt erkennbar, dass die Situation akut ist“, sagte der Vorsitzende Aiman Mazyek am Dienstag in Berlin. „Viele Eltern berichten mir, dass sie Angst haben, ihre Kinder in die Moscheen zu bringen.“

Mazyek lobte, Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) nehme das Problem ernst. Zuständig wären aber die Länder. Der Zentralrat forderte deshalb, die örtlichen Behörden müssten Sicherheitskonzepte überdenken, zudem sollten die Länder-Minister sich miteinander besprechen. Bislang seien Übergriffe oder Bedrohungen häufig nicht ernst genug genommen worden. Mayzek sagte, auch sein Verband habe ein Schreiben des selbst ernannten „NSU 2.0“ bekommen, der Droh-E-Mails an deutsche Politiker, Gerichte, Institutionen und Behörden verschickte.

Vor zwei Jahren erfassten die Behörden in Deutschland erstmals islamfeindliche Straftaten. 2017 zählten sie über 1000 Taten, die überwiegend rechts motiviert waren. Dem Zentralrat sind nach eigenen Angaben für das vergangene Jahr 100 Übergriffe bekannt, für das laufende Jahr bislang 20.

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