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Ägypten: Ermittlungen gegen Ex-Innenminister wegen Anschlag auf koptische Kirche

Hinweise auf Komplott mehren sich

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(KNA). Der ägyptische Generalstaatsanwalt ermittelt wegen des schweren Anschlags auf eine koptische Kirche in der Neujahrsnacht gegen den früheren ägyptischen Innenminister Habib el-Adly. Es gehe um den Verdacht, dass er in das Sprengstoffattentat in Alexandria mit 24 Todesopfern verwickelt sein könnte, teilte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Dienstag in Göttingen unter Berufung auf einen Bericht des TV-Senders Al Arabiya mit. Britische Diplomaten und Geheimdienstmitarbeiter sollen demnach berichtet haben, dass el-Adly selbst Terrorkommandos gegen Kopten aufgebaut habe, um nach Anschlägen die Regierung von Präsident Husni Mubarak als Retter vor dem Islamismus darzustellen.

«Sollte sich der ungeheuerlich klingende Verdacht erhärten, würde dies das Mubarak-Regime in ein noch düstereres Licht rücken», sagte GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. Augenzeugen des Blutbades hätten sich gegenüber der GfbV verwundert darüber gezeigt, dass trotz Gewaltdrohungen fast alle Sicherheitskräfte unmittelbar vor dem Anschlag von der mit 2.000 Gläubigen besetzten Kirche abgezogen worden seien.

Das ägyptische Innenministerium hatte mehrfach neue Versionen des Tatgeschehens präsentiert und schnell ausländische Attentäter des Terrornetzwerks El Kaida für das Blutbad verantwortlich gemacht. Die Planung des Anschlags schrieb Kairo der im Gaza-Streifen ansässigen «Armee des Islam» zu, die jedoch jede Beteiligung bestritt.

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