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Ägyptischer „Großscheich“ will deutsche Imame fortbilden

Bei Muslimen in Deutschland stieß der Al-Tayyeb-Vorschlag kaum auf Gegenliebe

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(c) Deutscher Bundestag / Achim Melde

Berlin (KNA/iz). Der „Großscheich“ der Azhar-Universität in Kairo, Ahmed Mohammed al-Tayyeb, hat angeboten, islamische Geistliche aus Deutschland fortzubilden.

Die Imame könnten für zwei Monate in Ägypten in der Auseinandersetzung mit islamischem Extremismus geschult werden, sagte der Vizepräsident des Bundestags, Johannes Singhammer, der „Welt“ nach einem Gespräch mit al-Tayyeb. Der CSU-Politiker hatte sich eine Woche in Ägypten zu Gesprächen mit hohen politischen und religiösen Führern aufgehalten.

Das Angebot bestehe ab sofort. Er schlage vor, es zu prüfen – mit der Zielrichtung es anzunehmen, sagte Singhammer weiter. „Besonders deshalb, weil uns die türkische Ditib als größter muslimischer Ansprechpartner durch ihr in der Öffentlichkeit kritisiertes Verhalten zunehmend wegbricht“, sagte der CSU-Politiker.

Das Angebot wurde auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgestellt, als sie kürzlich Ägypten besuchte. Die Universität genieße auch bei Muslimen in Deutschland hohes Ansehen, meinte Singhammer.

Dabei unterschlug der CSU-Politiker aber, dass bei vielen das Schweigen der Universität zu drastischen Problemen des Landes am Nil in den letzten Jahrzehnten zu einem teilweisen Verlust seiner einstigen Reputation geführt hat. Bei Muslimen in Deutschland stieß der Al-Tayyeb-Vorschlag kaum auf Gegenliebe. (KNA/sw)

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