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Allah hört jene, die Ihn anrufen

Einführung in das Istikhara-Gebet

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(iz). Wir sind Menschen, die nur genug wissen, um über die Runden zu kommen. Warum sollten wir uns also nicht Allah zuwenden und Seine perfekte Hilfe erbeten, wenn wir sie benötigen? Er antwortet auf den Ruf Seiner Diener, wenn sie um Rechtleitung beten.

Istikhara bedeutet, Allah darum zu bitten, uns auf dem besten Weg zu führen, wenn es mindestens zwei, islamische zulässige Möglichkeiten gibt. Bei verpflichteten (arab. ­wadschib), verbotenen (arab. haram) oder hassenswerten (arab. makruh) Dingen, gibt es keinen Bedarf für sie. Dieses Gebet betrifft jene Angelegenheiten, die entweder zulässig (arab. mubah) oder beliebt (arab. mustahabb) sind.

Bei diesem Element unseres Dins gibt es einige irrige Vorstellungen. Viele werden beten, das beinhaltete Bittgebet sprechen und sich dann zur Nachtruhe begeben, um auf einen Traum zu hoffen, der ihnen dann die Lösung auf dem Silbertablett präsentiert. Das ist aber nicht der Zweck dieser Handlung.

Seine Ergebnisse nehmen viele, verschiedenen Formen an. Grundsätzlich kann man auf seine Wahrnehmungen vertrauen – ob die eine Seite einem mehr zusagt oder nicht. Oder man stellt fest, dass sich Umstände ­zugunsten einer der verfügbaren Optionen verbessert oder verschlechtert haben. Gleichzeitig dürfen wir die Ergebnisse der Istikhara nicht auf die leichte Schulter nehmen. Dies hieße, Allahs Hilfe abzulehnen, nachdem wir diese zuvor erbeten haben. Vorab müssen wir unseren Geist freimachen und dann den ­Ergebnissen bereitwillig folgen.

Es handelt sich bei dieser Handlung der isla­mischen Lebenspraxis um eine prophetische Sunna, die zu jeder Tageszeit praktiziert werden kann, in der freiwillige Gebete möglich sind. In ihr rezitiert man aus dem Qur’an nach der Al-Fatiha, was man will, preist ­Allah, ehrt den Propheten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, und liest das Bittgebet der Istikhara. Von Dschabir Ibn ‘Abdallah As-Sulami, möge Allah mit ihm zufrieden sein, wurde diese Sunna beschrieben: Der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, lehrte seinen GefährtInnen, die Istikhara in allen Lebenslagen zu beten.

Er überlieferte: „Wenn jemand von euch mit einer anstehenden Entscheidung beschäftigt ist, soll er zwei Rak’at (Gebetseinheit) eines nicht verpflichtenden Gebets verrichten, und sagen: ‘O Allah, ich suche Deine Führung (um eine Wahl zu treffen) aufgrund Deines Wissens. Ich suche Fähigkeiten aufgrund Deiner Macht und ich bitte Dich um Deine große Huld. Du hast Macht und ich habe keine. Und Du weißt und ich weiß es nicht.

Du bist der Wissende verborgener Dinge. O Allah, wenn diese Sache (die dann namentlich genannt wird) in Deinem Wissen gut ist für mich in dieser Welt und im Jenseits, dann bestimme sie für mich, mache sie mir leicht und segne mich darin. Und wenn sie in Deinem Wissen schlecht ist für mich in meinem Din, meinem Lebensunterhalt und meinen Angelegenheiten, dann wende mich von ihr ab. Und bestimme für mich das Gute, wo es sich finden lässt, und lasse mich mit ihm zufrieden sein.’“ Der Prophet, Heil und Segen auf ihm, betonte die Wichtigkeit, die erbetene Sache gezielt zu benennen.

Imam An-Nawawi, möge Allah ihm barmherzig sein, war der Ansicht: „(…) nach der Istikhara muss eine Person dasjenige tun, dem sie von ganzem Herzen zugeneigt ist und das sich für sie gut anfühlt. Sie sollte nicht dasjenige tun, auf das sie sich vor dem Gebet versteift hat. Und wenn sich ihre ­Gefühle wandeln, sollte sie von der beabsichtigten Entscheidung Abstand nehmen. Andernfalls überlässt sie Allah nicht vollkommen die Entscheidung und wäre nicht ehrlich in der Suche nach Seiner Hilfe durch Allahs Macht und Wissen. Aufrichtigkeit in der Suche nach Allahs Entscheidung bedeutet, dass man das, was man selbst wünscht oder bestimmt, vollständig hinter sich lässt.“

Das Istikhara-Gebet ist für jeden. Ein Weg für uns alle, Allah um göttliche Rechtleitung und Barmherzigkeit anzuflehen. Eine weitere, unschätzbare Ressource, die uns auf dem Geraden Weg hält. Der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, unterwies alle Muslime in der Istikhara, nicht nur die Gelehrten. Trotz dieses Geschenkes nehmen wir zu oft den Rat von Freunden und Eltern an, akzeptieren die sozialen Normen und handeln, ohne uns zu fragen, was Allah von uns erwartet. Wir müssen aufhören, in der bloß diesseitigen Welt (arab. dunja) nach Rechtleitung zu suchen und anfangen, Allah um Rat zu fragen.

Es lässt sich nichts besseres sagen, als dass wir auf Allah vertrauen müssen; auf Seine Sorge um uns und Seine Fähigkeit zur Hilfe. Er sagt in Seinem Edlen Qur’an: „Und wenn du dich entschlossen hast, dann verlasse dich auf Allah! Gewiss, Allah liebt die sich (auf Ihn) Verlassenden.“ (Al-i-’Imran, Sure 3, 159)

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