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Anmerkungen von Karim Maliki

Vor den Toren des Ramadan

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(Islam Hoy). Mit Allahs Willen befinden wir uns vor den Toren des Monats Ramadan, der Monat, in dem die Teufel angekettet sind und die Tore des Paradieses und der göttlichen Barmherzigkeit geöffnet werden. Vor ungefähr 1.400 Jahren wurde dieser Monat von Allah durch die Offenbarung des Qur’an hervorgehoben, das Buch, welches der Prophet Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden, seinem Volke und seinen Mitmenschen lehrte.

Allah der Erhabene sagt: „Es ist der Monat Ramadan, in welchem der Koran (…) herabgesandt wurde.“ (Al-Baqara, 185). In einem anderen Vers der gleichen Sure heißt es: „O ihr, die ihr glaubt. Euch ist das Fasten vorgeschrieben, wie es den Menschen vor euch vorgeschrieben war; vielleicht werdet ihr ja gottesfürchtig.“ (Al-Baqara, 183).

Schaikh ‘Abdalqadir as-Sufi benannte ­bezüglich das menschliche Ego die den Scharia-Regeln zugrundeliegenden Elemente. Demnach zeigt das Gebet dem Menschen seine wahre Position in dieser Welt. Sein Kopf, der Ort seines Denkvermögens, gleichzeitig die höchste und würdevollste Stelle des Körpers, beugt sich nicht nur vor, sondern wirft sich ­nieder auf den Boden vor der Majestät Allahs.

Die verbindliche Wohlstandsabgabe besiegt nicht nur Habsucht, sondern auch die Idee des Besitzes an sich. Die Zakat, die wohlhabende Muslime zu entrichten haben, schafft keinen Raum für die Beigesellung Allahs und setzt der Schwärmerei von Besitz und Reichtum ein Ende. Nur Allah der Erhabene ist Al-Ghani (der Reiche und Selbstgenügsame) und Seine Diener sind Fuqara’ (arm und bedürftig).

Nach der Erwähnung des Fastengebotes sagt Allah: „Vielleicht werdet ihr ja gottesfürchtig.“ Das bedeutet, dass man durch die Reflexion über das Fasten Gottesfurcht (At-Taqwa) erlangen kann. Das Wort „Taqwa“, das normalerweise mit „Angst vor Allah“ übersetzt wird, lässt sich aus der Wortwurzel waw-qaf-jaʾ ableiten. Dies deutet im Arabischen auf die Schutzbedeutung und Deckung hin. Taqwa ist die Gottesfurcht, die befolgt wird, mit der Absicht sich zu schützen und sich selbst vor Seiner Strafe zu hüten. Dieser Schutz kann durch das Befolgen der Gebote und das Unterlassen der Verbote Allahs erreicht werden.

Allah erwähnt das Wort Taqwa im Qur’an, während Er denjenigen, welche die Durchführung der Pilgerfahrt beabsichtigen, vorschreibt: „Und sorgt für euch vor; doch die beste Vorsorge ist die Gottesfurcht.“ (Al-Baqara, 197).

Die gesamte Welt sollte sich mit der Erlangung von Taqwa befassen. Lebensmittelversorgung ist notwendig für den Reisenden, der sich in Richtung der Heiligen Stätten bewegt, jedoch ist Taqwa notwendig für den Reisenden, der sich in Richtung seines Grabes und der darauf folgenden Rechenschaftsablegung für seine Taten bewegt.

In einem von Imam Al-Bukhari überlieferten Hadith Qudsi spricht Allah der Erhabene zu seinem Diener und Gesandten, möge Allah ihn segnen und ihm Heil/­Frieden schenken: „Jede Tat des Sohnes Adams (des Menschen) ist für ihn selbst, mit Ausnahme des Fastens; denn dieses ist einzig für Mich und Ich werde es entlohnen.“ Außer der Person, die fastet, weiß nur Allah wie schwer es ist, auf das Fasten Rücksicht zu nehmen.

Heuchler sind diejenigen, die für andere Leute fasten, von denen sie gesehen werden, aber Gläubige sind diejenigen, die fasten, weil Allah alles sieht, Seine Engel schreiben all unsere Taten auf und die Ablegung der Rechenschaft für den Diener nach seinem Tod ist unumgänglich. Und dieses Wissen ist die erste Eigenschaft, die Allah zu Beginn der Sure Al-Baqara erwähnt. So beschreibt Er die Leute der Taqwa wie folgt: „Alif, lam, mim. Dies Buch, daran ist kein Zweifel, ist eine Rechtleitung für die Gottesfürchtigen. Die da glauben an das Verborgene und das Gebet verrichten und von Unserer Gabe spenden: Und die da glauben an das, was auf dich herab gesandt wurde und vor dir herab gesandt wurde, und fest auf das Jenseits vertrauen. Sie folgen der Leitung ihres Herrn, und ihnen wird es wohl ergehen.“ (Al-Baqara, 1-5). (Übersetzung: Mehmet Yavuz)

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Karim Maliki

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