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ATIB-Union wehrt sich gegen Vorwürfe

Warum die Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa e.V. (ATIB) nicht als „graue Wölfe" bezeichnet werden können

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Foto: ATIB e.V.

(iz). Die Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa e.V. (ATIB) ist der größte Mitgliedsverband im Zentralrat der Muslime. Über 120 Moscheegemeinden zählen zu der Dachorganisation. Nachdem es in jüngster Zeit wieder zu medialen Angriffen auf den Verband kam, wehrt sich dieser nun in einer Pressemitteilung.

„In den vergangenen Wochen wurden erneut kampagnenartig Falschberichte über die Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa e.V. (ATIB) gestreut. ATIB wurde besonders in den sozialen Netzwerken in einen direkten Zusammenhang mit den sogenannten „Grauen Wölfen“ gebracht.

Die ATIB stellt unmissverständlich klar, dass es keinerlei organisatorische oder ideelle Verbindung zu den „Grauen Wölfen“ gibt.

ATIB verurteilt jede verfassungsfeindliche und nationalistische Ideologie. Als eine in Deutschland verortete Religionsgemeinschaft distanziert sich ATIB von jeglichem menschenverachtenden und rassistischen Gedankengut und bejaht die Vielfalt in Deutschland.

Wir als ATIB laden Politik und Gesellschaft ein, sich ernsthaft mit der Materie auseinanderzusetzen. Das ist besser als voreilige Schlüsse zu ziehen und möglichen Falschbehauptungen zu folgen. Denn gerade in Zeiten eines aufblühenden Rechtsextremismus und religiös begründeten Radikalismus tragen wir gemeinsam die Verantwortung miteinander zu sprechen, um auch gemeinsam die Herausforderungen für unser Land zu meistern”, erklärt der ATIB-Vorsitzende Ihsan Öner auf der Webseite des Verbandes.

Vorstandsmitglied ATIBs und stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), Mehmet Alparslan Celebi betont, dass der Begriff „graue Wölfe” vor allem in der linksextremen Szene als Kampfbegriff zur Denunzation benutzt wird. „ATIB sieht den Nationalismus und das Rassendenken als Gift für die Menschheit an und als Ursprung der Kriege in den letzten 200 Jahren.
Kein Mensch kann stolz auf seine Herkunft sein sondern nur auf seine Taten. Denn ersteres wird nicht von uns bestimmt, während letzteres in unserer Hand liegt”, betont auch er.

Zu den Gründungmitgliedern ATIBs gehörten auch Kurden, sowie Lazen und diese würden weiterhin wichtige Posten bekleiden, weshalb keinesfalls von einer rein türkisch-nationalistischen Vereinigung die Rede sein dürfe. Auch habe ATIB ein gutes Verhältnis zu Schiiten und Aleviten.

„Das Zusammenleben von verschiedensten Ethnien und Religionen im traditionellen Islam und im Osmanischen Reich sowie der Islam als Garant dieser Toleranz und des Miteinanders ist eine wichtige Grundlage unserer Geisteswelt”, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

 

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