IZ News Ticker

Attentäter hatte keine Beziehungen nach Österreich

Kontakte zu Personen oder Organisationen sind nicht bekannt

Werbung

Foto: Facebook

Wien (dpa). Der Christchurch-Attentäter hatte nach Darstellung von Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) keine persönlichen Beziehungen in die rechte Szene Österreichs. „Persönliche Kontakte zu extremistischen Personen oder Organisationen sind nicht bekannt“, sagte Kickl am Donnerstag in einer Erklärung vor dem Parlament. Der 28 Jahre alte Australier, der vor zwei Wochen 50 Menschen in Moscheen in Christchurch in Neuseeland erschossen hat, war laut Kickl vom 27. November bis zum 4. Dezember 2018 durch Österreich gereist. Er sei zuvor in Ungarn, Rumänien und Bulgarien gewesen und danach nach Tallinn in Estland geflogen.

Er werde bei den weiteren Ermittlungen für lückenlose Aufklärung etwaiger Verbindungen sorgen, sagte der Minister. Das nahm ihm die Opposition nicht ab. Angesichts der Kontakte der FPÖ zur Szene der „Identitären Bewegung“ verfüge der Minister nur über eine „fragwürdige Glaubwürdigkeit in der Untersuchung der Netzwerke“, meinte Oppositionschefin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ).

Die Behörden haben aufgrund einer Spende von 1500 Euro des Attentäters an die „Identitäre Bewegung“ in Österreich die rechte Gruppe ins Visier genommen. Es besteht der Verdacht der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung. Die Organisation bestreitet die Vorwürfe. Ähnlich wie der Tatverdächtige wenden sich die „Identitären“ unter anderem gegen „unkontrollierte Massenzuwanderung“.

„Wir nehmen sämtliche Spuren sehr, sehr “, sagte Kickl. So sei der Verdächtige 2014 mit einer Reisegruppe auch in Nordkorea gewesen. Zu dieser Gruppe hätten drei Österreicher gehört, erläuterte der Minister. „Auch hier laufen aktuell Erkundigungen über den Hintergrund dieser Reise, um mögliche Kontakte genauer zu durchleuchten.“

In der turbulenten und mehrfach unterbrochenen Debatte spielten Fotos eine wichtige Rolle. Die SPÖ präsentierte ein schon länger bekanntes Foto von FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache, auf dem dieser in einem Gasthaus mit einem Vertreter der „Identitären“ zu sehen ist. Daraufhin zeigte die FPÖ ein Foto, das Bundespräsident Alexander Van der Bellen mit dem „Identitären“-Chef Martin Sellner zeigt. Es gehe verdammt schnell, unter Verdacht zu geraten, meinte FPÖ-Fraktionschef Walter Rosenkranz.

Euch gefällt der Artikel? Hier könnt ihr ihn teilen!

Facebook
Twitter
Instagram
Lade...

Wenn Sie diese Seite weiter benutzen, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies. mehr Informationen

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Sie stimmen der Verwendung von Cookies zu, wenn Sie "Akzeptieren" klicken.

Schließen