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Auf dem Weg zum Hause Allahs

In Mekka begegnen sich Menschen aus aller Welt auf der Reise ihres Lebens. Von Safia Bouchari, Mainz

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(iz). In diesem Jahr versammeln sich Anfang Dezember die Muslime zur jährlichen Hadsch, der großen Pilgerfahrt nach Mekka, die eine der fünf Säulen des Islam ist. „Die Hadsch zum Haus ist eine Verpflichtung der Menschen gegenüber Allah, für jene, die den Weg zu ihm machen können“, heißt es im Qur’an, Sure Al ‘Imran, Vers 97. Auch in diesem Jahr werden es wieder über zwei Millionen Menschen aus allen Teil der Welt sein, Menschen jeglicher Hautfarbe und mit den verschiedensten ­Sprachen, ob arm oder reich, alt oder jung, Männer oder Frauen. Auch aus Europa sind wieder ­viele Tausende Muslime zu dieser Reise aufgebrochen. Die Hadsch ist von jeher ein Ritual, das die Menschen über ihre sprachlichen, ethnischen, kulturellen oder ökonomischen Unterschiede hinaus verbindet, und zwar auf eine sehr tiefe, existenzielle Weise – zumindest aber während der Hadsch daran erinnert, dass es eigentlich immer so ist. Sie zeigt die Zusammengehörigkeit der weltweiten muslimischen Gemeinschaft, der Umma, auf, die in der gemeinsamen Ergebung in den Willen des Herrn des Universums und in der gemeinsamen Anbetung des barmherzigen Schöpfers besteht.

Diese fundamentale Gemeinsamkeit ist wichtiger als alle möglichen Unterschiede. So wie sich die Muslime der Welt mindestens fünf mal täglich in die gleiche Richtung, gen Mekka, zum Gebet ausrichten, finden sich in den Tagen der Hadsch in beeindruckender Friedlichkeit und Diszipliniertheit die Pilger in Mekka zusammen, um die Riten der Hadsch zu vollziehen, die jeder Muslim und jede Muslimin einmal im Leben, sofern es finanziell und gesundheitlich möglich ist, durchführen sollte.

Die Hadsch ist kein Spaziergang und kein religiöser Tourismus, selbst heute noch trotz aller technischen Erleichterungen ist sie mit Entbehrungen und Anstrengungen verbunden – was die Pilger aber nicht abhält, ihre Hadsch gewissenhaft nach den vorgeschriebenen Regeln durchzuführen. Die Besonderheit und eizigartige Erfahrung der Hadsch kann letztlich nur der wirklich verstehen, der einmal vor Ort war und sie selbst erlebt hat.

Die meisten Pilger verbinden die Hadsch mit einem Besuch in Medina, der leuchtenden Stadt, und dem dort befindlichen Grab des Gesandten Allahs, Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden schenken, der als eine Barmherzigkeit für alle Welten gesandt wurde. Und sie spüren die tiefe Ergriffenheit und Herzensruhe, wie man sie so nur dort, an diesem besten Ort der Welt, erleben kann. Und wessen Hadsch von Allah angenommen wurde, der kehrt laut einem Hadith des Propheten wie neu geboren von ihr zurück.

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