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Auszug aus der kommenden IZ-Ausgabe: Interview mit Karim Moustafa über den aktuellen Wahlkompass der Deutschen Muslim Liga e.V.

Was haben uns die Parteien zu bieten?

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(iz). Egal, welche politischen Konstellationen sich aus der Stimmenabgabe ergeben, bleibt der von der Deutschen Muslim Liga e.V. (DML), in Kooperation mit der IZ, erstellte Wahlkompass 2013 auch weiterhin relevant. Anhand der aufgeführten Antworten der großen Parteien lassen sich Rückschlüsse auf Fragen ziehen, die für die Muslime in Deutschland von Bedeutung sind. Gibt es bei den etablierten Parteien ein echtes Interesse an den Muslimen? Braucht es mehr erkennbare Muslime auf einflussreichen Listenplätzen? Welche Parteien werden ihren Ansprüchen am besten gerecht. Darüber sprachen wir mit Karim Moustafa, der als Journalist im Auftrag der DML am Wahlkompass gearbeitet hat. Moustafa ist Diplom Sozialwissenschaftler aus dem Ruhrgebiet. Als Journalist macht er Kommunikationsberatung für Unternehmen und Verbände. Zurzeit schreibt er seine Doktorarbeit an der Universität Osnabrück.

Islamische Zeitung: Lieber Karim Moustafa, erneut hat die Deutsche Muslim Liga e.V. einen Wahlkompass erstellt; dieses Mal zur jetzigen Bundestagswahl. Was waren die Motive der DML?

Karim Moustafa: Als erstes Motiv, der Informationsbedarf: Grundsätzlich kennen leider viele Wähler weder Wahlprogramme, noch die Haltung der Parteien in Bezug auf bestimmte Themen. Als Journalist habe ich mich im Auftrag der DML e.V. bei Migranten und muslimischen Wählern umgehört, welche Fragen sie an die Kandidaten haben und welche Themen ihnen wichtig sind. (…)

Islamische Zeitung: Die Zahl der Nicht-Wähler in Deutschland steigt seit Jahrzehnten und sie bezweifeln den Einfluss von Wahlen generell. Auch ein Teil der Muslime schließt sich dieser Argumentation an. Was sagen Sie den Nicht-Wählern?

Karim Moustafa: Der Slogan „Jede Stimme zählt“ ist keine Floskel, sie ist eine Tatsache. Die Landtagswahl und den Regierungswechsel in Niedersachsen entschieden beispielsweise gerade einmal 334 Stimmen. Im muslimisch und migrantisch geprägten Duisburg-Marxloh wiederum gehen nur 4 von 10 Leuten wählen. Zwei Millionen wahlberechtigte Muslime in Deutschland haben die Möglichkeit Einfluss zu nehmen und mittels Wahlen, die Chance zur Mitgestaltung der gemeinsamen Zukunft.

Oder wie der stellvertretende DML-Vorsitzende Belal El-Mogaddedi, der Ideengeber des Wahlkompass, dies sehr schön beschrieb: „Die Wahl zu haben, ist ein Privileg, für das in den vergangenen drei Jahren Millionen Menschen bereit waren, ihre Gesundheit aufs Spiel zu setzen und Zehntausende ihr Leben gegeben haben, in den Straßen Tunesiens, Ägyptens, Libyens, Bahrains und Syriens.“

Islamische Zeitung: Lässt Ihr Fragebogen eine qualitative Analyse über die Fähigkeit und Gewilltheit der großen Parteien zu, muslimische Wähler und ihre Anliegen zu berücksichtigen?

Karim Moustafa: Positiv herauszustellen ist, dass alle geantwortet haben. Die Antworten zeigen wie unterschiedlich der Umgang mit den Anliegen der Muslime ist. Klare Antworten gibt es hier ebenso, wie nebulöses Wahlkampfgetöse. Der interessierte Leser bzw. Wähler kann schon erkennen, wo und ob er ernst genommen wird und von welchen Parteien. Dies herauszufinden möchte ich aber jedem einzeln selber überlassen, unter www.muslim-liga.de/wahlkompass. Die nächste Wahl kommt bestimmt!

Wenn Sie das volle Interview lesen wollen, können Sie hier die Islamische Zeitung abonnieren!
http://islamische-zeitung.de/?cat=abo

Zur Deutschen Muslim Liga e.V. (DML): Die Deutsche Muslim Liga e.V. ist die älteste islamische Vereinigungen in Deutschland, die ohne Unterbrechung existiert. Die DML ist Gründungsmitglied des Zentralrates der Muslime in Deutschland. Die DML versteht sich als Interessenvertretung deutscher Muslime.
Sie wurde im Jahre 1952 von deutschen Muslimen in Hamburg gegründet. Die DML stellt durch ihre aktive, konstruktive und gestalterische Präsenz gerne und für all sichtbar fest, dass Muslime und Islam seit mindestens 60 Jahren ganz selbstverständlich zu Deutschland gehören und Bestandteil der deutschen Gesellschaft sind.

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