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Baubeginn für die Großmoschee in Köln-Ehrenfeld. Von Yasin Bas

"Dies ist ein längst fälliger Schritt"

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(iz). Der Bau der geplanten Kölner Moschee hat am 24. April begonnen. An der Abrissver­anstaltung nahmen neben dem Ehrenfelder Bezirksbürgermeister Josef Wirges (SPD) und dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), Ayyub Axel Köhler, der DITIB-Vorsitzende Sadi Arslan, der DITIB-­Geschäftsführer Mehmet Yildirim sowie muslimische und nichtmuslimische ­Bürger aus der Ehrenfelder Nachbarschaft teil.

In seiner Eröffnungsansprache würdigte Yildirim die Taten der ersten Generation der Arbeitsmigranten, die die alte Fabrikhalle vor 22 Jahren in eine Moschee formten. „Jetzt sind viele von diesen Menschen bereits verstorben oder verbringen ihren Ruhestand in der Heimat. Deren Kinder und Enkel leben aber heute in Köln. Sie wollen eine schönere und dem Islam gebührende Moschee“, so Yildirim, der die zukünftige Moschee als einen „Ort der Begegnung“ bezeichnete. „Die DITIB demonstriert mit dem Bau dieser repräsentativen Moschee, dass sowohl die Muslime als auch die türkischstämmigen Bürger in Deutschland ein wichtiger Bestandteil dieser Gesellschaft und dieses Landes sind“, sagte Ehrenfelds Bezirksbürgermeister Josef Wirges (SPD).

An dem Ort zwischen der Inneren Kanalstraße und Venloer Straße in Ehrenfeld ist eine 25 Millionen Euro teure Großmoschee mit einer 37 Meter hohen Kuppel sowie zwei 55 Meter hohen Minaretten vorgesehen. Das Projekt des Architekten Paul Böhm, welches in rund zwei Jahren fertig stehen soll, sieht zudem Räumlichkeiten für Gewerbe und Handel, Büros, Arztpraxen sowie Anwaltskanzleien, Schulungs- und Seminarräume vor. Finanziert wird die Großmoschee in erster Linie durch Spenden.

Bis zur Fertigstellung der Ehrenfelder Moschee beten und versammeln sich die Muslime der dortigen Gemeinde auf dem Gelände der früheren Zulassungsstelle an der Herkulesstraße. Dort ist ein Areal, bestehend aus provisorischen Zelten und Containern, entstanden, das über 3.000 Menschen neben dem Gebet auch Platz für Seminare, Sprach-, Tanz- Musik- Computer- und Sportkurse bietet.

Seit Kurzem nehmen auch die Frauen an den Freitagsgebeten teil. „Dies ist ein längst fälliger Schritt gewesen“, sagt ein Gemeindemitglied. Zwar sei das Freitagsgebet keine unbedingte Verpflichtung für Frauen. Aber die Damen könnten jetzt auch beispielsweise wichtige Ansprachen und Neuigkeiten des Vorbeters hören und sich freitags in der provisorischen Moschee treffen. Mit einem gemeinsamen Bittgebet bat man um Segen für den Bau der neuen Moschee.

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Yasin Baş

Yasin Baş

Yasin Baş ist Politologe, Historiker, Autor und freier Journalist. Zuletzt erschienen seine Bücher: „Islam in Deutschland – Deutscher Islam?” sowie „nach-richten: Muslime in den Medien”.

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Über Yasin Baş (76 Artikel)
Yasin Baş ist Politologe, Historiker, Autor und freier Journalist. Zuletzt erschienen seine Bücher: „Islam in Deutschland – Deutscher Islam?” sowie „nach-richten: Muslime in den Medien”.
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