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Al-Hasan ibn Abi’l-Hasan Al-Basri

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(iz). Hasan ibn Abu’l-Hasan Yasar Al-Basri gehörte der Generation der Nachfolger an und verbrachte sein Leben in Basra. Da zu seiner Lebenszeit die Sphären des Dins eins waren, galt er als herausragender Gelehrter und war gleichermaßen ein großer spiritueller Meister. In der Tat führen viele sufische Schulen den Namen Hasan Al-Basri in ihrer Lehrtradition (Silsila).

Es wird gesagt, dass er einer der Gefangenen von Maisar war, die nach Medina gebracht wurden. Ar-Rubaija’ bint An-Nadr, die Tante von Anas ibn Malik, kaufte ihn und ließ ihn frei. Andere berichten, dass Hasans Mutter eine Dienerin von Umm Salama, der Frau des Propheten, war, und dass er in Medina zwei Jahre vor dem Tod des Khalifen ‘Umar geboren wurde. Die Leute sind der Ansicht, dass durch den Kontakt mit Umm Salama in jungen Jahren Weisheit und Redegewandtheit auf Hasan übertragen wurde. In seiner Jugend sah er den Khalifen ‘Uthman ibn ‘Affan. Er überlieferte von Abu Huraira, Ibn ‘Abbas, Ibn ‘Umar und vielen anderen.

Die Leute beschrieben ihn wie folgt: „Hasan war verständig, ein feiner und herausragender Gelehrter, ein verlässlicher Faqih, vertrauenswürdig, anbetend, von großem Wissen, ausgezeichnet und redegewandt.“

Humaid ibn Hilal berichtete: „Abu Qatada sagte uns: ‘Ihr müsst diesen Schaikh haben’, und meinte damit Ibn Abi’l-Hasan. ‘Bei Allah, ich habe keinen Mann gesehen, der näher an der Meinung von ‘Umar ibn Al-Khattab ist als er.’“ Junus sagte: „ Hasan war ein melancholischer Mann. Ibn Sirin [sein Zeitgenosse in Basra] lachte und scherzte“ und „Hasan suchte eine Belohnung, für was er sagte, und Ibn Sirin für sein Schweigen.“ Zusammen mit dem erwähnten Muhammad ibn Sirin war Hasan der führende Gelehrte seiner Generation in Basra.

Hasan Al-Basri lebte in einer unruhigen Gegend (dem heutigen Irak, der immer noch an den damaligen Problemen zu leiden hat). In seiner unmittelbaren Umgebung fand die erste große innermuslimische Auseinandersetzung, die so genannte Fitna Al-Kubra statt. Im unruhigen Irak, über den schon der Prophet verheerende Voraussagen machte, entstanden in einem Umfeld der diversen antiken und jüdisch-christlichen Überzeugungen die ersten großen Sekten der Khawaridsch (die in Basra dominierten), der Rafidija, der Mu’tazila (die ihren Namen erhielten, weil sie Al-Hasans Lehrzirkel verließen) und der Qadirija. Hinzu kam eine neu aufgeflammte Stammesrivalität und der noch nicht behobene Gegensatz zwischen arabischen und nicht-arabischen Muslimen.

Als ihm junge Männer die Frage stellten, ob sie mit Aufständischen gegen den Khalifen kämpfen sollten, antwortete er ihnen in Anlehnung an die Tradition der Leute von Medina folgendes: „Ich denke, ihr solltet nicht mit ihnen kämpfen. Wenn dies eine Strafe Allahs ist, dann könnt ihr sie nicht mit euren Schwertern abwenden. Wenn es eine Prüfung ist, ‘so habt die Geduld, bis Allah zwischen uns richtet; denn Er ist der beste Richter.’ (Al-A’raf, 87) Sie verließen ihn mit den Worten: ‘Warum sollten wir diesem Nicht-Araber gehorchen?’ Sie waren Araber. Sie zogen aus, um gemeinsam mit Al-Asch’ath [lokaler Rebellenführer gegen die Khalifen] zu kämpfen und wurden alle getötet“ und „wenn die Leute durch ihre Herrscher geprüft werden und geduldig sind, werden sie Erleichterung erfahren. Aber wenn sie auf das Schwert zurückgreifen und sich darauf verlassen, bei Allah, so werden sie niemals Gutes hervor bringen.“

Abu Malik berichtete: „Als Hasan gefragt wurde: ‘Warum kommst du nicht heraus und änderst die Dinge?’, antwortete er: ‘Allah verändert durch Reue. Er verändert nicht durch das Schwert.’“

Hasan sagte: „Als die Fitna zuerst kam, erkannte sie jeder Mann des Wissens. Und als sie sich zurückzog, erkannte sie jeder Unwissende.“

Hasan sagte: „Der Vorzug der Handlung über die Sprache ist Ehre. Wörter über die Aktion zu stellen, ist entehrend.“

Abu Hurra berichtete: „Hasan akzeptierte kein Honorar für das Sprechen eines Urteils.“ Hasan sagte: „Der Islam geht in die Bücher und die Muslime ins Grab.“

Es wurde berichtet, dass Matar Hasan eine Frage stellte und ihm dann sagte: „Die Rechtsgelehrten (Fuqaha) widersprechen dir.“ Dieser entgegnete: „Möge deine Mutter getröstet werden, Matar! Hast du jemals einen Faqih gesehen? Weißt du, was ein Faqih ist? Der vorsichtige, ohne die Welt auskommende Faqih ist derjenige, der sich nicht um jene über ihm schert und der diejenigen unter ihm nicht verachtet. Und er ist derjenige, der keinen unnützen Dreck im Austausch für das Wissen akzeptiert, das Allah ihm gelehrt hat.“ Hasan und Muhammad ibn Sirin sagten beide: „Sitzt nicht mit den Leuten der Sekten, streitet nicht mit ihnen und hört ihnen nicht zu.“

Abu Hilal berichtete: „Wir waren in Qatadas Haus, als uns die Nachricht erreichte, dass Hasan gestorben war. Ich bemerkte: ‘Er drang tief in das Wissen ein.’ Qatada widersprach: ‘Nein, bei Allah, aber er war darin fest, bewahrte es und ließ andere davon trinken. Bei Allah, nur jemand von den Khawaridsch hasst Al-Hasan.’“ (Von Sulaiman Wilms)

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