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Abu Bakr Asch-Schibli, der Rechtsgelehrte und Sufi-Schaikh

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(IZ). Abu Bakr Asch-Schibli, geboren 247/861, war ein berühmter Sufi-Schaikh und gleichzeitig ein malikitischer Rechtsgelehrter. Er war einer der Imame der Leute des Wissens von den inneren Zuständen, über den wunderbare Begebenheiten berichtet werden. Er hatte große Gewandtheit in den Wissenschaften der Schari’a. Einige sind der Ansicht, dass sein voller Name Dulaf ibn Dschahdar oder Ibn Dscha’far war. Seine Familie stammte aus dem damaligen Khorassan aus einem Dorf namens Schibli. Er wurde entweder in Samarra oder Bagdad geboren, wo er auch aufwuchs. As-Sulami überlieferte, dass Asch-Schibli der Kammerherr des Khalifen Al-Muwaffiq war.

Abu ‘Abdurrahman sagte: „Er war ein Mann des Wissens und ein Rechtsgelehrter in der Schule von Malik. Er schrieb viele Hadithe von eigener Hand nieder. Er selbst berichtete, dass der Anfang seiner Umkehr [Tauba] in der Versammlung von Khair An-Nassadsch stattfand. Er blieb in der Gesellschaft von Al-Dschunaid und den Schaikhs seiner Zeit. Er war einzigartig in seiner Zeit für seinen Zustand und sein Wissen. Er übermittelte Hadithe mit ihrem Isnad.“

Al-Dschunaid sagte über seinen Schüler: „Betrachtet ihn nicht mit den Augen, mit denen ihr einander anschaut“ und „Jedes Volk hat eine Krone und die Krone dieser Leute ist Asch-Schibli.“

Es wird berichtet, dass eine Dienerin von Asch-Schibli zu diesem sagte: „Ich habe sechs Monate gezählt, in denen du nicht geschlafen hast.“

Abu ‘Imran Al-Aschjab hatte einen Kreis von Leuten und Asch-Schibli kam diesen besuchen. Als er ankam, erhob sich Abu ‘Imran und setzte ihn in den Kreis. Einer der dort Anwesenden wollte den Leuten zeigen, dass Asch-Schibli unwissend sei. Er fragte ihn: „Abu Bakr, wenn das Menstruationsblut einer dem Blut der Scheinmenstruation ähnelt, was soll sie dann tun?“ Er gab dem Mann 18 Antworten. Abu ‘Imram kam zu ihm und küsste seine Hand. Er sagte: „Abu Bakr, ich kannte 12 und sechs hatte ich noch nie gehört.“

Ahmad ibn ‘Ata berichtete: „Ich hörte Asch-Schibli sagen: ‘Ich schrieb Hadithe 20 Jahre lag nieder und ich saß mit den Rechtsgelehrten für 20 Jahre.’ Er studierte Fiqh gemäß der Schule von Malik.“ Der Schaikh erzählte von sich selbst: „Mein Vater hinterließ mir 60.000 Dinar, von den Immobilien und Ländereien ganz zu schweigen, und ich gab alles aus. Dann saß ich mit den Armen und ich wandte mich weder an ein Armenhaus, noch bat ich jemals um Hilfe.“

Abu’l-Qasim Al-Andalusi Al-’Abid berichtete: „Ich kam, um Asch-Schibli in Bagdad zu sehen. Beim meiner Ankunft sagte ich mir, dass ich mich durch den Besuch eines Badehauses erholen und dann zu ihm gehen werde. Dessen Besitzer sagte mir: ‘O Person! Es gibt hier einen Mann von den Leuten Allahs, der Allah fürchtet.’ Ich trat hinein und da saß ein älterer Mann mit einem Kind vor sich. Als ich mich setzte, fragte er mich: ‘Bist du Abu’l-Qasim?’ Ich bejahte. Er wollte wissen: ‘Du bist zu uns aus Andalusien gekommen?’ Ich bejahte. Dann fragte er: ‘Bist du Abu Bakr Asch-Schibli?’ Er bejahte diese Frage.“

Asch-Schibli sagte: „O Rechtleitender der Verwirrten! Erhöhe meine Verwirrung angesichts Deiner Unermesslichkeit und Majestät.“ Er wurde gefragt: „Wo finden die Herzen der Sehnsüchtigen Ruhe?“ Er antwortete: „In der Zufriedenheit des Einen nach dem sie sich sehnen, und in Seiner Harmonie.“ Auf die Frage nach Verzicht entgegnete er: „Es ist die Abwendung des Herzens von den Dingen zum Herrn der Dinge.“

Asch-Schibli sagte: „Tasawwuf ist, dass das Herz Ruhe findet in der Brise der Reinheit. Dass die Gedanken eingehüllt sind von einem Vorhang aus Redlichkeit. Und das man in der Begegnung den Charakter der Großzügigkeit und Freude annimmt.“

Abu Bakr Asch-Schibli starb 334/946.

Quelle: Qadi ‘Ijad Al-Jahsubi, Tartib Al-Madarik wa’t-Taqrib Al-Masalik

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