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Sajjida Nafisa At-Tahira

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(iz). Sajjida Nafisa, genannt At-Tahira, die Reine, stammt aus der Familie des Gesandten Allahs, Allah segne ihn und schenke ihm Frieden. Die nach ihrem Namen benannte Moschee im alten Zentrum Kairos, in der sich auch ihr Grab befindet, zählt zu den wichtigen Orten der Spiritualität der ägyptischen Hauptstadt. Sajjida Nafisa wurde am elften Rabi’ Al-Awwal geboren (dem selben Tag und Monat, an dem auch der Prophet Muhammad geboren wurde); im Jahre 145 nach der Hidschra. Sie war die Tochter von Al-Hassan Al-Anwar, dessen Vater Zaid Al-Abladsch ein Sohn von Sajjidina Al-Hassan, dem Sohn von ’Ali ibn Abi Talib und Sajjida Fatima Al-Zahra, der Tochter des Propheten, war.

Ihr Vater war im Jahre 150 zum Gouverneur von Medina Al-Munawwara ernannt worden. Nafisa begleitete ihren Vater im Alter von fünf Jahren nach Medina. Dort lernte sie den gesamten Qur’an auswendig und studierte tiefgründig das islamische Recht. Sie besaß eine außergewöhnliche Intelligenz und hatte bereits in jungen Jahren die Kompetenz, den Qur’an zu erläutern.

Die junge Nafisa besuchte in Medina regelmäßig das Grab ihres Vorfahren, des Propheten, und die Leute von Medina liebten sie sehr. Sie war bekannt für ihren Zuhd [mit wenig von dieser Welt auskommen und das lassen, was man nicht braucht], ihre Taqwa [Furcht/Ehrfurcht vor Allah], ihr häufiges Fasten am Tag, das Verbringen der Nacht im Gebet und ihre Hingabe in den Handlungen der Anbetung Allahs. Sie hatte verschiedene Beinamen, die ihr auch wegen der vielen Wunder (Karamat), die Allah durch sie geschehen ließ, gegeben wurden. Sie pflegte seit ihrem sechsten Lebensjahr regelmäßig die fünf täglichen Gebete zusammen mir ihrem Vater in der Moschee des Propheten zu beten. Ihr Vater nahm sie häufig an der Hand und nahm sie mit zum Grab des Propheten. Er pflegte dann zum Propheten zu sagen: „O Gesandter Allahs, o geliebter Prophet Allahs. Ich bin zufrieden mit meiner Tochter Nafisa.“ Eines Tages erschien ihm der Prophet in einem Traum und sagte zu ihm: „O Hasan, ich bin zufrieden mit deiner Tochter Nafisa, weil du zufrieden mit ihr bist, und Allah ist zufrieden mit ihr, weil ich auch mit ihr zufrieden bin.“

Im Alter von 16 Jahren heiratete Nafisa ihren Cousin Ishaq Al-Mu’taman, einen direkten Nachfahren von Sajjidina Al-Husain ibn ’Ali, dem Bruder ihres Großvaters Al-Hasan ibn ’Ali. Sie bekamen einen Sohn, Al-Qassim, und eine Tochter, Umm Kulthum.

Sajjida Nafisa unternahm die Pilgerfahrt nach Mekka (Hadsch) 30 mal, meistens zu Fuß, wobei sie Sajjidina Al-Husain folgte, der gesagt hatte: „Ich möchte nicht meinem Herrn begegnen, ohne jemals zu Fuß zu seinem Haus gegangen zu sein.“

Später besuchte Sajjida Nafisa auch das Grab des Propheten Ibrahim in Palästina, nachdem sie jahrelang Allah gebeten hatte, ihr die Möglichkeit dazu zu geben. Hier machte sie die außergewöhnliche Erfahrung, dass der Prophet Ibrahim zu ihr sprach und ihr Rat gab. Es wird berichtet, dass er auch danach damit fortfuhr, sie zu führen und ihr Rat und Anweisungen zu geben. Im Alter von 44 Jahren zog Nafisa nach Kairo. Als sie gegen Ende des Ramadan 193 nach der Hidschra dort ankam, hatten bereits viele Menschen von ihrer Ankunft gehört und strömten in großer Zahl zu ihr, um ihr zu begegnen. Viele Monate lang kamen von da an Menschen aus ganz Ägypten zu ihr, um von ihrer Baraka, ihrer segensreichen Ausstrahlung, zu profitieren. Sie wohnte zunächst im Haus eines angesehenen Kairoer Händlers. Nach einer Weile zog sie in ein Haus im Stadtteil Khalaf, der heute Al-Hasanijja heißt. Auch dorthin strömten die Menschen weiterhin in großer Zahl. Nach einer Weile wurde der große Zustrom zu einer Belastung für sie und sie plante, nach Medina zurückzugehen. Daraufhin versammelten sich die Menschen in großer Zahl, um sie zum Bleiben zu bewegen, und sie wurde sogar vom Gouverneur Ägyptens darum ersucht, dem sie dann ihren Entschluss mitteilte, doch bleiben zu wollen. Daraufhin bot dieser ihr ein größeres Haus an. Viele große Gelehrte und Sufis besuchten Sajjida Nafisa und nahmen bei ihr an Treffen teil; einer der größten unter ihnen war Imam Asch-Schafi’i, der die letzten Jahre seines Lebens in Ägypten verbrachte. Asch-Schafi’i besuchte sie häufig, leitete im Ramadan das Tarawih-Gebet in ihrer Moschee, bat sie um ihr Bittgebet für ihn und suchte ihre Baraka. Er nahm auch an ihren Sitzungen teil und lernte Hadith von ihr. Sajjida Nafisa betete auf seinen Wunsch hin sogar das Totengebet für ihn, im Frauenteil ihres Hauses, wobei sie Imam Al-Buwaiti folgte, der das Gebet leitete.

Es gibt viele Geschichten aus dem Leben dieser besonderen Frau und von den mit ihr verbundenen Wundern, die hier leider nicht ausführlicher wiedergegeben werden können.

Als Sajjida Nafisa ihren eigenen Tod herannahen fühlte, grub sie selbst ihr Grab in ihrem Haus und pflegte jeden Tag ihre freiwilligen Gebete darin zu beten, als eine Erinnerung an das kommende jenseitige Leben, und sie rezitierte darin den Qur’an 6.000 mal vollständig. Am Tag ihres Begräbnisses im Jahre 208 n.H. war es schwierig, ihren Leichnam zum Grab zu bringen, so viele Leute hatten sich versammelt. Mehr als 150 Wunder (Karamat) sind von ihr überliefert, auch von Gelehrten wie Ibn Hadschar Al-Asqalani. Nach ihrem Tod wird sogar von einer noch größeren Zahl von Wundern berichtet, auch von Heilungen Kranker. Ihre Moschee und ihr Grab werden noch heute täglich und rund um die Uhr von einer großen Zahl Menschen besucht. (YA)

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