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Berlin: Einseitige Zusammenstellung der IK bleibt weiterhin umstritten. Inhalte und Ergebnisse bei den meisten Muslimen kaum bekannt.

Schäuble schaltet Webseite der Islamkonferenz frei

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(iz) Bisher sind Ergebnisse und Inhalte der IK kaum bekannt. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat nun eine Internetseite der Deutschen Islam Konferenz (DIK) freigeschaltet. Unter www.deutsche-islam-konferenz.de könnten sich Interessierte über die Arbeit der DIK informieren und sich an den offiziellen Diskussionen beteiligen, sagte Schäuble am Montag in Berlin. Die Islamkonferenz versucht den Dialog zwischen dem deutschen Staat und den mehr als drei Millionen in Deutschland lebenden Muslimen voranzubringen. Sie wurde von der großen Koalition im September 2006 ins Leben gerufen. Jeden Monat werde ein aktuelles Thema zum Islam im Mittelpunkt der Internetseite stehen, sagte Schäuble. Im Dezember geht es um «Islam im Schulalltag». Interessierte können die Themen mitbestimmen, indem sie auf der Seite an Umfragen teilnehmen. Organisationen, Vereine und Institutionen dürfen – wenn sie vom Innenministerium akzeptiert werden – auf Veranstaltungen zum Islam aufmerksam machen und über diese berichten.

Die Islamkonferenz hat 30 ständige Mitglieder, davon 15 Vertreter von Bund, Ländern und Kommunen sowie 15 Vertreter der in Deutschland lebenden Muslime. Bei der Zusammenstellung der Konferenz hatten Muslime kein Mitspracherecht. Nach wie vor gibt es Kritik an der einseitigen Zusammenstellung der IK, so fehlen neben dem politischen Islam beispielsweise Frauengruppen, anerkannte Gelehrte, VertreterInnen der islamischen Stiftungen oder NGO´s. Paradox ist beispielsweise auch die Einrichtung einer “Medienarbeitsgruppe” ohne Beteiligung eines Vertreters der Islamischen Zeitung. Bisher wird in der muslimischen Gemeinschaft selbst kaum über die Ergebnisse oder Inhalte der Fachkonferenz berichtet oder diskutiert.//2l//

Die Internetseite wurde nach Angaben von Schäuble bewusst am 8. Dezember freigeschaltet, da in diesem Jahr das islamische Opferfest an diesem Tag gefeiert wird. Dies sei ein Zeichen des Respekts gegenüber Muslimen in Deutschland und ein Zeichen für die Offenheit des Dialoges.

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