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Berlin: IZ wird Teilnehmer eines regionalen Wirtschaftskreislaufs

IZ akzeptiert "Rheingolder"

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(iz). Seit Jahren beteiligt sich die Islamische Zeitung schon an der Debatte um mögliche Währungsalternativen und eine andere, alternative Ökonomie. Zunächst wurden diese Thesen belächelt, heute aber sind diese Themen längst im Mainstream angekommen. Die IZ beteiligt sich aktiv am Dialog mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen über die Lehren aus der aktuellen Finanzkrise.

Aus Sicht der IZ sind regionale Alternativwährungen im Zusammenspiel mit Gold und Silber notwendige neue Lö­sungs­ansätze. Diese Ansätze sind nötig, um die Bevölkerung auf Inflation und jederzeit mögliche Währungskrisen vorzubereiten. Leider werden diese alternativen Ansätze bisher kaum öffentlich ­gefördert.

Aktuell beteiligt sich die Islamische Zeitung am „Rheingolder“. Worum geht es?  Das Rheingold ist ein Gutschein, herausgegeben von demjenigen, der diese Gutscheine auch einlösen kann. Das heißt, ab sofort akzeptieren wir den „Rheingolder“, zum Beispiel in Gegenleistung zu einer neuen Ausgabe der IZ. Die IZ wird gleichzeitig Teilnehmer eines regionalen Wirtschaftskreislaufs. Das Prinzip ist also einfach: Bäcker geben Rheingold als Bäcker-Gutscheine heraus und decken ihre eigenen Gutscheine mit Brot und Brötchen. Handwerker geben Rheingold als Handwerker-Gutscheine heraus und decken ihre Gutscheine mit Reparatur-Leistungen.

Wer den einzelnen Rheingold-Gutschein herausgegeben hat, steht auf jedem einzelnen Rheingold Gutschein auch drauf.

Die Rheingolder akzeptieren diese Gutscheine untereinander und verwenden sie immer wieder. Das macht sie kurant (von lat. currere = laufen) und damit zu einem funktionierenden Tauschmittel, nicht jedoch zu Geld. Rheingold ist waren- und ­leistungsgedeckt.

Rheingold ist also ein additives Zahlungsmittel zum Euro, der für zusätz­liche Umsätze, für Kundenbindung und nachhaltigen Wohlstand unter den Rheingoldern sorgt. Anders als das alte Geld, das immer nur als Schuld in die Welt kommt und bei Tilgung im Nichts verschwindet, schöpfen die Teilnehmer unser Rheingold schuldlos und sichern es durch unsere Leistungskraft selber ab. Altes Geld sind Schuldscheine, Rheingolder sind Gutscheine.

Es gibt bei also im Rheingold-Modell keine Zentralbank, die glaubt, die Geldschöpfung im Griff zu haben, kein Bankensystem, dem gegenüber wir uns zu verschulden haben. So bleibt den Teilnehmern auch erspart, auf Kosten der Steuerzahler (also auf unsere Kosten) eben diese Banken aus selbstverschuldeten Nöten retten zu müssen.

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