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Bleiben Sie auch beim Fasten gesund

Vorbereitung hilft, sich auf das Spirituelle im Ramadan zu fokussieren. Tipps von Susan Visser

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Foto: Le Meridien hotel

(MV Media). Vor jedem Fasten ist es ratsam, einen Arzt zu konsultieren. Dies stellt sicher, ob Sie ge­sundheitlich dazu in der Lage sind. Das gilt insbesondere, wenn Sie rezeptpflichtige Medikamente nehmen, Diabetiker sind, Herz- oder Kreislaufprobleme ha­ben, stillen oder schwanger sind.
Es ist mein Wunsch, dass Ihre Fastenzeit eine besonders tiefgründige ist, aus der Sie gesund sowie erneuert an Geist und Seele heraustreten.

Allerdings kann diese Zeit der Enthaltsamkeit einem Körper, der von Krankheit befallen oder mit Giftstoffen überladen ist, Unbehagen bereiten.
Von Geburt an sind wir getrimmt, bei Verlangen zu essen. Wir kennen das Empfinden von Behaglichkeit eines vollen Magens. In dem Augenblick, in dem wir Hungersignale spüren, essen wir. Die meisten von uns drei Mahlzeiten täglich. Wenn aber dieses Ernährungsmuster bedroht scheint, reagieren wir panisch. Wir versuchen, die Nahrungsaufnahme umzuorganisieren, sodass uns nicht der Treibstoff ausgeht. Dieses fehlende Vertrauen in unsere Fähigkeit, die Masse an Fett, Kohlehydraten und Eiweiß passend verarbeiten zu können, richtet Unordnung in unserer Konstitution an.

Hinzu kommt eine totale Unkenntnis von Mikronährstoffen, die so wichtig für die Freigabe von Energie aus den körpereigenen Speichern sind. Sobald uns Spurenelemente wie Zink, Chrom, Mangan, Vanadium, Bor und Aminosäuren ausgehen, können wir kein Insulin erzeugen. Fehlt es uns an Verdauungsenzymen, gerät das Verdauungssystem ins Ungleichgewicht. Wenn das körperliche Umfeld übersäuert, werden viele Infektions- sowie degenerative Krankheiten eingeladen. Kein schönes Bild und keine angenehme Art, ein Fasten zu beginnen! Es ist kein Wunder, dass es heute – in körperlicher Hinsicht – so viele Be­schwerden gibt.

Fasten aus religiösen Gründen kann der Gesundheit dienen, aber dies ist nicht immer der Fall. Einige Menschen fasten regelmäßig und sind diszipliniert in ihrer Lebensführung. Da die Verdauung von Nahrung erst einmal viel Energie erfordert, haben sie die entsprechenden Energiereserven. Wer regelmäßig fastet, der wird sein Verhalten an die Anforderungen anpassen, und beispielsweise Früchte zu sich nehmen, die er für seinen Zustand braucht.

Körperlich gesunde Menschen, die sich diszipliniert ernähren, haben keine Probleme im Ramadan. Sie müssen auch nicht mit unerwünschten Nebenwirkungen umgehen, da sich weniger Giftstoffe in ihrem Körper sammeln. Sie umgehen die Gefahr der mangelnden Flüssigkeitsaufnahme, indem sie ihr Fasten morgens mit den richtigen Lebensmitteln beginnen. Das sind jene, welche den Wassergehalt im Körper ausgleichen, anstatt ihn zu verringern. Abends nehmen sie nahrhafte Lebensmittel zu sich, die dem Stoffwechsel am folgenden Tag keine Belastungen auferlegen.
Es ist eine gute Idee, sich vor einem religiösen Fasten einer Entgiftung zu unterziehen. Dadurch gibt es weniger Konflikte zwischen den körperlichen Folgen und der spirituellen Suche. Wer sich gesunde Ernährungsgewohnheiten an­trainiert, die der individuellen Konstitution das Jahr hindurch angepasst sind, erlebt das Fasten als ein fröhliches und erfüllendes Ereignis.

Ernährungszusätze sind ein weiterer Aspekt. Selbst wenn eine Ernährung nahrhaft und gesund ist, sollten viele von uns die Menge bestimmter Nährstoffe erhöhen, um die bestmögliche Gesundheit zu bewahren.

Ich bin oft von Einzelpersonen vor und im Verlauf dieser Zeit angesprochen worden. Sie sprachen über ihre Probleme und Sorgen um ihre Gesundheit. Es ist wichtig, zu verstehen, dass es nicht der Ramadan oder die Hadsch ist, sondern dass viele Leute „laufende Gesundheitsgefahren“ sind. Die Art und Weise, wie man sich für ein Fasten oder eine Pilgerfahrt vorbereitet, hat Auswirkungen auf das Ergebnis.

Viele beherbergen bereits potentielle Krankheiten oder haben vollentwickelte Gesundheitsprobleme. Sie sind von einer Masse an Medikamenten abhängig. Ihre Ernährung ist oft erschreckend und sie vernachlässigen sträflich das Wissen um natürliche Gesundheit. Und ich wünsche mir wirklich, wir könnten jedem helfen, wieder in den Zustand von Gesundheit zurückzukehren. Sobald man den Nutzen der Veränderung hin zu einer gesünderen Lebensweise erlebt, wird sich auch das Leben ändern.

Es hilft, zu wissen, woher das schlechte Befinden kommt. Hier ist eine Liste.

Mangelnde Vorbereitung: Fasten mit einem Körper, der voller Giften, Medikamentenresten und angehäuften Reststoffen ist.

Schlechtes Timing: Essen, anstatt zu schlafen, Nahrung herunterschlingen, und dann ohne Wasser auf den heißesten Teil des Tages warten. Bei Sonnenuntergang fühlen sich viele müde, gereizt, schwach, ausgelaugt oder sogar übel. Versuchen Sie, ihren Tag umzuorganisieren, und erlauben Sie sich eine Phase der Ruhe und Reflexion. Man muss nicht zu früh aufstehen, um eine oder zwei Grapefruits zu essen, mit denen man das Fasten beginnen kann. Manche Leute ziehen es vor, bis zur letzten Minute zu schlafen, bevor sie ihren Haferbrei attackieren und dann einen Kaffee herunterkippen. Andere laden sich den Frühstücksteller mit den Leckereien vom Vorabend auf und wundern sich dann, woher Hunger, Durst, Kopfschmerzen und das Verlangen nach Zucker kommen.

Falsche Nahrung: zu viel zucker-, stärke- und fetthaltige Lebensmittel.

Mangel an gesundem Essen: Wo sind all das grüne Gemüse, die frischen Salate und die Früchte hin?

Zucker- und koffeinhaltige Getränke: Kaffee und Tee, selbst grüner Tee und Cola, entwässern den Körper.

Zu viel Stärke: Viele nehmen am Morgen zu viele Stärke zu sich. Diese benötigt im Vergleich zu Obst drei Mal mehr Wasser, um verdaut werden zu können.

Medikamente vor Sonnenaufgang: Manche nehmen Pharmazeutika in Erwartung späterer negativer Effekte ein. So nimmt man beispielsweise Migränemittel ein, da man eine bekommen könnte. Andere nehmen Diabetesmedizin zur Senkung des Blutzuckers, obwohl sie gar nichts essen.
Vernachlässigung von Zusätzen: Mangel an Antioxidantien, essentiellen Fettsäuren, Mineralien und Spurenelementen. Der Fastende mag nichts trinken, aber verliert Mineralien durch Schweiß, Urin und die ausgeatmete Luft. Unser Vitamin-C-Bedarf muss während des Tages durch irgendetwas gedeckt werden. Und wir sollten nicht glauben, dass er aus Frühstückszerealien oder Toast kommt. Ein Mangel kann manchmal zu Problemen führen. Und bei Mineralien kann eine Unterbrechung des korrekten Verhältnisses zwischen Kalium zu Calcium und Magnesium zu Unregelmäßigkeiten im Herzschlag führen.

Zu viele Kohlenhydrate: Viele nehmen übermäßig viele Kohlehydrate vor dem Sonnenaufgang zu sich. Ihre Verarbeitung erhöht den Cholesterinspiegel und verbraucht viel Insulin. Der zweite Mechanismus führt wiederum zu einem stärkeren Verlangen nach Zucker. Greifen Sie stattdessen zu einer Grapefruit. Sie kontrolliert den Hunger auf Zucker, gibt ausreichend Energie und entwässert nicht.

Mittel gegen Gicht: Sie können hilfreich sein, denn die Konzentration von Harnsäurekristallen nimmt zu, wenn der Körper dehydriert. Eine gesunde Lebensweise vor dem Ramadan hilft, Gicht, Übersäuerung und arthritischen Schmerzen vorzubeugen.

Müdigkeit ist eine der häufigsten Klagen: Unser Körper ist in den Fettgeweben gut mit Nahrung versorgt. Und die Leber besitzt einen moderaten Vorrat an Glykogen, um für für den Fall zu kompensieren, wenn es für die Gehirnfunktion benötigt wird. Unglücklicherweise wird es nicht in das Blut freigesetzt, wenn es dort einen Kaliummangel gibt. Daher rate ich zu kaliumreicher Nahrung.

Dehydrierung über den Tag hinweg verursacht bei vielen Personen Verstopfung. Ich gehe aber davon aus, dass es bei vielen daran liegt, dass sie die gesunde Nahrung durch Kuchen, Konfekt und stärkereiche Lebensmittel ersetzen. Diese verursachen Verdauungsprobleme – und lassen einen am nächsten Tag leiden. Spinat und Petersilie schaffen hier Abhilfe.

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