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Bundesweites Modellprojekt beim Karlsruher Islamforum vorgestellt

Die Sprache ist auch eine Heimat

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In Karlsruhe soll eine vorbildliche ­Moschee entstehen, in der Deutschsprachigkeit vorherrscht und die auch ­architektonisch den hiesigen Gegebenheiten angepasst ist – für eine offene Begegnung. Geplant wird das Projekt vom Deutschsprachigen Muslimkreis (DMK) Karlsruhe.

(DMK Karlsruhe). Moscheebau in Karlsruhe – Chancen und Risiken“ lautete das Thema des dritten Karlsruher Islamforums. Veranstalter war der Deutschsprachige Muslimkreis Karlsruhe (DMK). Er stellte seine Pläne zur Errichtung einer deutschsprachigen Moschee in der Stadt vor. Damit wollen die Geschwister den interkulturellen Austausch fördern. Bundesweit gibt es bisher nichts vergleichbares.

Die geplante Moschee soll sich an alle Menschen richten. Sie ist als Treffpunkt für Muslime aus der ganzen Welt und als Anlaufstelle für Nichtmuslime gedacht, die Fragen zum Islam haben. Die Predigten sollen auf Deutsch stattfinden. Der DMK will das islamische Gotteshaus architektonisch den europäischen Gegebenheiten anpassen und es in der Karlsruher Innenstadt errichten. Es solle nicht wie sonst meist üblich in einem Industriegebiet oder Hinterhof stehen, sagte der DMK-Vorsitzende Rüstü Aslandur, weil die Muslime dadurch zu Außenseitern gemacht würden. Dabei sei der Islam längst ein Teil Deutschlands.

„Der Bau von Moscheen ist wichtig für die Integration der Muslime“, so Aslandur. „Sie zeigen damit, dass sie Deutschland als ihre Heimat akzeptiert haben und gerne hier bleiben möchten.“ Bei der Bevölkerung würden Moscheen leider regelmäßig auf Ablehnung stoßen, weil viele falsche Vorstellungen über den Islam im Umlauf seien. „Deshalb ist es wichtig, dass Muslime und die deutsche Gesellschaft einen sachlichen und offenen Dialog führen“, erklärte Aslandur.

Auch der Karlsruher Bürgermeister Martin Lenz, der am Islamforum teilnahm, wies auf die Notwendigkeit eines transparenten Dialogs hin, um Ängste und Vorurteile abzubauen. Die Muslime besäßen das Recht, ihre Religion in Deutschland zu praktizieren. Dabei müssten sie natürlich zu den Werten des Grundgesetzes stehen. Lenz wünschte sich deutschsprachige Imame, die die hiesigen Verhältnisse kennen und um die Sorgen der Menschen wissen. Die Bevölkerung wiederum sollte Migranten akzeptieren, damit diese sich hier wohlfühlen könnten. Das sei wichtig für die Integration, so der Bürgermeister.

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