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Burmas mörderisches Militär

Vorwürfe gegen Armee: Gewalt gegen Zivilisten

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Foto: ICJ

Rangun (KNA). Die Vereinten Nationen werfen der Armee von Myanmar gewaltsame Übergriffe auf die Zivilbevölkerung vor. Zivilisten im Bürgerkriegsgebiet der Teilstaaten Rakhine und Chin seien Ziel von außergerichtlichen Tötungen, Entführungen, Vertreibungen, Folter und willkürlichen Verhaftungen, zitierte der asiatische Pressedienst Ucanews (Dienstag) aus einer Rede der UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet vor der UN-Menschenrechtskommission.

In einigen Fällen scheine die Zivilbevölkerung wahllos Ziel von Angriffen geworden zu sein, „was weitere Kriegsverbrechen oder sogar Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen kann“, so Bachelet.

Seit 21 Monaten herrscht in Rakhine und Chin der Bürgerkrieg zwischen der Armee und der „Arakan Army“, einer Miliz der ethnischen Minderheit der buddhistischen Arakanesen. Mehr als 90.000 Zivilisten wurden bisher durch die Kämpfe vertrieben.

Myanmar und sein Militär müssen sich derzeit bereits vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen des Vorwurfs des Völkermords an den muslimischen Rohingya verantworten. Neben Rakhine und Chin sind auch Kachin und Teile des Shan-Staates Schauplatz bewaffneter Konflikte zwischen der Armee und ethnischen Milizen.

Seit mehr als 70 Jahren kommt es in Myanmar zwischen der Armee und den Minderheiten immer wieder zu Kämpfen. Waffenstillstände wurden ebenso häufig ausgehandelt wie gebrochen.

Statt dem Land den versprochenen Frieden zu bringen, hat sich der Bürgerkrieg unter Regierungschefin Aung San Suu Kyi verschärft. Im November wählt Myanmar ein neues Parlament. Politische Beobachter rechnen mit einer Wiederwahl von Aung San Suu Kyi und ihrer Partei Nationale Liga für Demokratie (NLD).

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