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Corona bedroht Existenz gemeinnütziger Organisationen

Studie zu den Belastungen des Ehrenamtes durch die Krise veröffentlicht

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Foto: Pixabay.com

Berlin (KNA). Die Covid-19-Pandemie bedroht die Existenz einiger gemeinnütziger Organisationen und sollte diese einer Studie zufolge stärker bei der Bewältigung der Krise einbinden. Denkbar wäre ein Zivilgesellschaftgipfel im Bundeskanzleramt, wie es am 26. Mai in der Studie „Lokal kreativ, finanziell unter Druck, digital herausgefordert. Die Lage des freiwilligen Engagements in der ersten Phase der Corona-Krise“ heißt. Die Studie wurde von ZiviZ im Stifterverband durchgeführt und von Bayern, Berlin, Rheinland-Pfalz sowie der Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern gefördert.

Krisenbedingt kommt es der Studie zufolge ähnlich wie bei der Flüchtlingsbewegung 2015 zu einem „explosionsartigen Anstieg von spontanem und informellem Engagement“, teils von Personen, die zuvor nicht ehrenamtlich engagiert waren. Für die Studie wurden 45 Vertreter der Leitungsebene von Verbänden auf Landes- und der Bundesebene, von Infrastruktureinrichtungen in der Engagementförderung, der organisierten Selbsthilfe und von Bürgerstiftungen interviewt.

Von starken finanziellen Problemen berichten demnach Jugend- und Bildungsstätten, Kultureinrichtungen, Selbsthilfeorganisationen und etwa muslimische Glaubensgemeinschaften. Das hat der Studie zufolge überwiegend mit dem Wegfall von Kollekten und dem Ausfall von Gebühren und Entgelten in wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben zu tun. Stabile Fundamente bestehen hingegen dort, wo der größere Teil der Einnahmen aus Mitgliederbeiträgen kommt. Auch öffentliche Förderungen werden fast ausnahmslos als stabil bezeichnet.

Die Autoren der Studie raten vor diesem Hintergrund zu einem finanziellen Schutzschirm für akut existenzbedrohte gemeinnützige Organisationen. Auch müssten finanzielle Langzeitfolgen abgefedert werden, etwa indem den Vereinen und Verbänden erlaubt werde, trotz den Auflagen hinsichtlich der Gemeinnützigkeit finanzielle Rücklagen zu bilden. Ferner plädieren die Studienautoren dafür, gemeinnützige Organisationen in den gesellschaftlichen Dialog einzubinden, um sie besser zu informieren, aber auch um ihr gesellschaftliches Potenzial in dieser Krise auszuschöpfen.

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