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Das Gebet für den Geliebten

Es gibt eine göttlich vorgeschriebene Weise, dem Propheten seinen Respekt zu erweisen

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Foto: Ali Mansuri, Wikimedia Commons | Lizenz: CC BA-SA 2.5

(iz). Der Gesandte Allahs, möge ­Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, ist zweifelsohne die größte einzelne Segnung, welche der Menschheit jemals gewährt wurde. Er war der Träger der Letzten Botschaft, des Lichts und der Rechtleitung, ohne die wir im Dunkeln geblieben wären. Aber noch mehr: Er war der primäre Grund der Existenz. Der Grund, warum unser Herr die Schöpfung hervorbrachte.

In der „Schifa“ von Qadi ’Ijad wurde erwähnt, dass Allah, als Er Adam, den Vater der Menschheit, erschuf, diesen mit den Worten ansprach: „Wäre es nicht um seinetwillen (d.h. Muhammad), dann hätte ich Euch nicht geschaffen.“ Keiner von uns, ob Muslim oder Nichtmuslim, wäre hier, geschweige denn könnte über die Erde laufen und sich an ihren Dingen erfreuen, wäre es nicht wegen ihm.

Der Prophet ist das Wasila, das Mittel und der Durchlass. Daran erinnert uns das Bittgebet nach jedem Gebetsruf (arab. Adhan). Wie können wir ihm dies nur vergelten? Die Antwort ist das Gebet (arab. Salat) auf den Propheten (arab. Salat An-Nabi). Es bittet um Frieden und Segen für ihn. Die göttlich vorgeschriebene Methode, unsere Liebe und den Respekt für den Propheten zu zeigen: „Allah und Seine Engel beten um Segen für den Propheten. Oh ihr, die Iman habt, betet um Segen für ihn und bittet um vollkommenen Frieden und Sicherheit für ihn.“ (Al-Ahzab, 26)

Allahs Gebet auf Seinen Propheten, möge Allah ihn segnen, endet nicht, es besteht fort. Allah erwähnt ihn in der höchsten Versammlung. Abu’l-Alija sagte: „Das Gebet Allahs ist Sein Lob des Propheten in Anwesenheit der Engel. Das Gebet der Engel ist Anrufung.“ Allah, der jede Nuance und jede Einzelheit dieser Existenz kennt, alles Verborgene und alles Offene, lobt fortdauernd unseren edlen Gesandten. Wie können wir uns dann also zurückhalten, das Gleiche zu tun?

Es ist das Mindestes, das wir um seinetwillen und um unseretwillen tun können. Denn es sind diese wenigen Worten, welche die Tür zu unserer Vergebung öffnen. Das ist eine der Lektionen, die wir von Adams Geschichte lernen können. Denn als er rebellierte, erhielt er Worte von Seinem Herrn. Allah sagt im Qur’an: „Adam erhielt Worte von Seinem Herrn und Er wandte sich ihm zu (und vergab ihm).“ (Al-Baqara, 37)

Nach Ansicht einiger Qur’ankommentatoren waren diese Worte Lob und Tawassul des Propheten. Was immer an Gutem für uns vorgesehen ist, schwebt zwischen Himmel und Erde, bis diese Worte ausgesprochen werden. Sie sind der Schlüssel. Allah zufriedenzustellen, heißt, für den Propheten zu beten. Auch das Gegenteil ist wahr. Genau wie die Schahada, ist es für jeden in dieser Gemeinschaft Pflicht, sie einmal im Leben  auszusprechen. Qadi ’Ijad sagte: „Die Imame und die Gelehrten sind sich einig über seine verpflichtende Natur.“ Und genau wie die Schahada sollte man nicht beim einmaligen Sprechen halt machen, sondern diesen Lobpreis so häufig wie möglich aussprechen.

Der Prophet Muhammad, möge Allah ihns segnen und ihm Frieden geben, ­sagte, möge Allah ihm Frieden geben und ihn segnen: „Das Gebet auf den Propheten wischt jede falsche Tat schneller aus, als kaltes Wasser Feuer löschen kann.“ Wenn wir diese Worte bewahren, erhalten wir Fürsprache. Vom Propheten, Allahs Heil und Segen auf ihm, wurde überliefert: „Wer ‘Oh Allah, segne Muhammad und bringe ihn nah zu Dir am Tag der Auferstehung’ sagt, ist meiner Fürsprache sicher.“ Wenn wir diese Worte bewahren, bleiben uns die meisten Schrecken dieses Tages erspart.“

Genauso wie die Erinnerung an Allah (arab. Dhikrullah) kann das Gebet auf den Propheten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, in vielen Formen und Situationen geschehen: leise oder laut, alleine oder in einer Gruppe. Man kann es in einer Form tun, die uns vom Propheten und den frühen Muslimen hinterlassen wurde, aber auch in den Worten der Schujukh, der Freunde Allahs oder in unseren eigenen. Diese Salawat sind in jeder Lage empfohlen, aber es gibt bestimmte Gelegenheiten, in denen sie besonders betont werden oder sogar Pflicht sind.

Ein Beispiel dafür ist, wenn der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, in unserer Gegenwart erwähnt wird. Er sagte: „Dschibril kam und sagte mir: ‘Muhammad, wenn Du vor einer Person erwähnt wirst und sie dich nicht segnet und dann stirbt, wird sie in das Feuer eingehen. Allah wird sie fern halten.’“

Ein anderes Beispiel ist das Bittgebet (arab. Dua) im Verlauf des Pflichtgebetes. Obwohl die Mehrheit der Gelehrten dieses Dua hier nur als empfehlenswert betrachtet und nicht als Pflicht. Es jedoch nicht zu tun, entzieht dem Gebet einen Teil seines Wertes. Abu Dscha’far verwies darauf in seinen Worten: „Würde ich ­beten, ohne darin für den Propheten zu beten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden zu geben, oder für die Leute ­seines Hauses, dann wäre es meiner ­Meinung nach unvollständig.“

Das Beten für den Propheten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, ist der Schlüssel zur Annahme einer Anrufung Allahs. ’Umar ibn Al-Khattab sagte: „Anrufung und Gebet schweben zwischen dem Himmel und der Erbe und keines davon steigt zu Allah auf, bis ihr für den Propheten betet.“

Und dann gibt es Versammlungen. Jedes Mal, wenn Muslime zusammenkommen – ob für Wissen, Essen, Gebet, Arbeit oder Dhikr –, müssen sie das Gebet auf ihren Propheten sprechen. Sind sie hier nachlässig, kann nichts Gutes davon kommen und es wird Ursache für ihren Niedergang sein. „Ein Volk sitzt nicht in einer Versammlung und geht dann ohne Gebet auf den Propheten auseinander, ohne dass es Teil von etwas Üblerem ist, als der Geruch einer Leiche.“

Vergessen wir nicht: Er ist unter uns und hört uns, wenn wir ihn ansprechen und unsere Grüße übermitteln. Allah sagt im Qur’an: „Wisset, dass unter euch der Gesandte Allahs ist.“ (Al-Hudschurat, 7)

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Habib Bewley

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