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Das Gebet spielt eine zentrale Rolle im Leben der Muslime

Ein zentraler Pfeiler des Dins

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(iz). Allah sagt in Seinem Majestä­tischen Buch: „Etabliert das Gebet am Ende des Tages und im ersten Teil der Nacht. Gute Handlungen löschen schlechte Handlungen aus. Dies ist eine Erinnerung für die Leute, die ­nachdenken.“

Wenn die Bezeugung der Einheit (die Schahadatain) der Schlüssel zum Gebäude des Islam ist, dann ist das Gebet (arab. Salat) sein zentraler Pfeiler. Der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Das Gebet ist der zentrale Pfeiler des Dins. Wer es unterlässt, hat seinen Din zerstört.“ Und ‘Umar ibn Al-Khattab, der zweite Khalif des Islam, sagte: „Jeder, der sein Gebet schützt und damit fortfährt, hat seinen gesamten Din beschützt.“

Und so ist der Islam einer Person untrennbar mit ihrem Gebet verbunden. Fehlt die Salat, dann ist der Din einer Person ebenfalls abwesend. Aus diesem Grund unterrichtete uns der Prophet: „Die erste Handlung eines Dieners (von Allah), die am Tag des Jüngsten Gerichtes betrachtet wird, ist sein Gebet. Ist es gesund und vollkommen, werden ­seine restlichen Handlungen angenommen. Ist es mangelhaft, wird der Rest seiner Handlungen zurückgewiesen.“

Daher müssen wir gewährleisten, dass unser Gebet korrekt ist und dass wir nicht wie jene sind, die von Allah in der Sure Al-Ma’un beschrieben werden: „Jene, die bei der Verrichtung ihres Gebets nachlässig sind.“ Wie stellen wir sicher, dass unser ­Gebet korrekt ist? Das Geheimnis besteht im qur’anischen Befehl „Aqimu“. Allah weist uns nicht bloß an, dass Gebet zu machen, sondern es einzurichten. So sagte Er in der Sura Ibrahim: „Sag Meinen Dienern, die Iman haben, dass sie das Gebet einrichten sollen.“

Nach Ansicht der Rechtsgelehrten und Kommentatoren des Qur’ans gibt es dabei drei Aspekte:

• Der erste ist eine Gemeinschaft. Mit anderen Worten, die Schaffung eines Ortes, in welchem zum Gebet gerufen wird und die Leute in Gemeinschaft hinter einem Imam beten.

• Der zweite ist das Gebet zu seiner Zeit. Allah hat für uns die fünf Gebete zur Pflicht gemacht und hat jedem eine Zeit zugewiesen. Allah sagt im Qur’an: „Das Gebet ist den Gläubigen zu bestimmten Zeiten vorgeschrieben.“ Die Sahun – jene, die im Gebet nachlässig sind – sind jene, die nachlässig bei der Einhaltung der Zeiten sind und bei denen es regelmäßig vorkommt, dass sie außerhalb der Zeiten beten. Sie erleben weder die Freude, noch die Erleichterung, das Gebet zu seiner Zeit gemacht zu haben, aber auch keine Traurigkeit oder Reue, zu spät gebetet zu haben. Ihnen hat Allah „Wail“ angedroht. Darüber wird gesagt, dass es ein Tal des Feuers (Dschahannam) sei.

• Drittens ist die Iqama zur Salat die Einrichtung des Gebets auf eine Art und Weise, die so vollkommen wie möglich ist. Dazu zählen die Erfüllung der Vorbedingungen wie notwendige Bewegungen, notwendige Rezitationen, wobei jeder Sache der ihr entsprechende Platz eingeräumt wird. Der Prophet sagte dazu: „Der schlimmste Dieb ist jener, der von seinem Gebet stiehlt.“ Seine Gefährten wollten wissen, wie man von seinem Gebet stehlen könne, worauf er entgegnete: „Indem die Verbeugungen oder Niederwerfungen nicht vollkommen durchgeführt werden.“

Dies bedeutet allerdings nicht, dass man zu viel Zeit in den Positionen verbringen sollte, wie manche meinen. Es wurde von einigen Gefährten – darunter ‘Ammar ibn Jasar, Talha und Az-Zubair – überliefert, dass der Prophet zügig betete, um sicherzustellen, dass der Verstand keine Gelegenheit hat, abzuschweifen und seine Konzentration verliert. Der Gesandte Allahs sagte: „Die einzigen Teile des Gebets eines Dieners, die für ihn geschrieben wurden, sind jene, in denen sein Verstand anwesend ist.“ Dies bedeutet so zu beten, dass man in jeder Position der Salat einen Ruhepunkt findet und dass man mit Konzentration und Demut beten muss.

Um ein Vielfaches schlimmer jedoch als Nachlässigkeit im Gebet ist es, gar nicht zu beten. So warnte der Gesandte Allahs: „Allah gibt jenen Strafen, die ihr Gebet unterlassen, sechs in dieser Welt, drei beim Tode, drei im Grab und drei am Tage der Auferstehung. Was die Strafen dieser Welt betrifft, so entzieht Allah ihnen den Segen ihrer Versorgung. Zweitens wird Allah ihrem Leben jeden Segen [Baraka] vorenthalten und drittens wird Er das Zeichen der Salihin [Rechtschaffenden] von ihrem Antlitz entfernen. Viertens wird eine solche Person keinen Anteil an den Bittgebeten der Rechtschaffenden erhalten. Fünftens wird keine einzige der guten Tat belohnt und sechstens wird Allah verhindern, dass irgendeines ihrer Bittgebete den Himmel erreicht.

Was die Bestrafung im Grab betrifft, die jene erhalten, welche das Gebet unterlassen, so wird Allah ihnen zuerst einen Engel zuteilen, der für sie die Dinge bis zum Jüngsten Gericht schwierig machen wird. Zweitens müssen sie ihre gesamte Zeit im Grab in vollkommener Dunkelheit verbringen. Drittens werden sie vollkommen entfremdet und allein sein. Am Tag des Jüngsten Gerichts wird erstens eine solche Person einen Engel von Allah erhalten, der sie mit ihrem Gesicht auf der Ebene von Qijama über glühende Kohlen schleift. Zweitens wird sich seine Befragung in die Länge ziehen. Drittens wird Allah sie nicht anschauen und sie werden eine schmerzliche Strafe erhalten.“ Allah sagte in Seinem Edlen Buch: „Jene, die ihr Gebet beschützen; solche ­Leute sind die Erben, denen Firdaus gegeben wird, worin sie zeitlos, für immer, bleiben werden.“

Das Gebet darf nicht als schwere Last oder unangenehme Aufgabe betrachtet werden. Und doch gibt es viele furchtbare Strafen bei einer Unterlassung. Die Furcht davor mag ein Grund für das Verrichten des Gebets sein. Aber dies ist nicht der Antrieb der Aulija [der Freunde Allahs]. Sie beten, weil sie das Gebet lieben und sich danach sehnen. Sie kennen seine Realitäten und verstehen seine Geheimnisse und seinen Nutzen. Das Gebet ist die ultimative Form der Anbetung, und daher sagte der bekannte marokkanische Gelehrte Schaikh Muhammad ibn Al-Habib einmal: „Der einzige Grund, warum wir uns an Allah erinnern [Dhikr] ist die Vertiefung unserer geistigen Anwesenheit im Gebet.“

Der Mensch geht durch das Leben und häuft Fehler an. Daher sagte der Gesandte Allah: „Jeder Sohn Adams handelt falsch. Die besten sind jene, die sich oftmals in Reue von ihren Fehlern abwenden [arab. Tauba].“ Der beste Ort für diese Tauba ist das Gebet. Denn hier ist ein Diener seinem Herrn am nächsten. Jede im Gebet verbrachte Sekunde bedeutet das Ablegen falscher Handlungen, denn der Gesandte Allahs sagte: „Wenn ein Diener im Gebet steht, werden vor ihm seine falschen Taten gebracht und auf seine Schultern platziert. Jedes Mal, wenn er sich verbeugt oder niederwirft, fallen sie herab.“

Einmal fragte der Prophet seine Gefährten: „Stellt euch einen Mann vor, an dessen Haus ein Fluss fließt und der darin fünf Mal täglich badet. Würde an ihm noch eine Spur von Schmutz hängen bleiben?“ Seine Zuhörer verneinten dies. Dann sagte er: „Die fünf Gebete sind genau so. Durch sie löscht Allah die Fehler aus.“

Die Klugen und Unterscheidungsfähigen betrachten das Gebet als das, was es ist: eine enorme Ehre und eine unvergleichliche Gelegenheit, ein Treffen mit unserem Herrn, dem König am Tage der Abrechnung. Stellen wir uns die Aufregung vor, die uns angesichts einer Einladung zu einer international bekannten Gestalt befallen würde. Wir nähmen ein Bad und legten unsere beste Kleidung an. Wir träfen früh am Treffpunkt ein und zählten die Stunden, Minuten und Sekunden bis zur Begegnung. Schließlich wäre dies einer der besonderen Augenblicke in unserem Leben. All dies würden wir angesichts eines Treffen mit einem der Diener Allahs fühlen. Um wie viel größer muss die Ehre sein, die uns angesichts einer Begegnung mit seinem und unserem Herren gewährt wird.

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