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Das Lager Zossen, gestern und heute

Foto-Essay: Young MÜSIAD beteiligt sich an einer aktiven Erinnerungskultur

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Text: Young MÜSIAD | Bilder: Ömer Sefa Baysal

(iz). Zum 100. Jahrestag der Wünsdorfer Moschee für damalige muslimische Kriegsgefangene, die 1915 errichtet wurde, veranstaltete die Organisation Young MÜSIAD im Sommer 2015 ein öffentliches Fastenbrechen (Iftar) im ehemaligen „Halbmondlager“ bei Wünsdorf/Zossen. Young MÜSIAD ist der Jugendverband des internationalen Unternehmervereins MÜSIAD.

In diesem Jahr beteiligte sich das Jugendnetzwerk gemeinsam mit dem brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege Wünsdorf, dem Förderverein Garnisonsmuseum Wünsdorf sowie Barbara Kaulen und Sven Reimer an der Ausstellung „Muslimische Kriegsgefangene und die Moschee in Zossen/Wünsdorf“. In dem ehemaligen Kriegslager, in dem zum größten Teil muslimische Kriegsgefangene der Alliierten untergebracht wurden, errichtete man die erste Moschee, um durch Propaganda Muslime, die während des Ersten Weltkriegs auf auf Seiten der Alliierten kämpften, für die Seite der Deutschen zu gewinnen.

1: Teil der muslimischen Erinnerungskultur: Bittgebet für die Toten das Halbmondlagers.

Teil der muslimischen Erinnerungskultur: Bittgebet für die Toten das Halbmondlagers.

Die Ausstellung beinhaltet Material zu den 30.000 Kriegsgefangenen, eine Abteilung „Extreme des 20. Jahrhunderts“ und Mitglieder des Vereins Young MÜSIAD informieren auf Schautafeln über das Leben der Muslime in Deutschland, und wie aus den ersten „Gastarbeitern“ aktive Teilnehmer an der Gesellschaft wurden. „Uns Muslimen ist es wichtig, dass die Spuren unserer Geschichte in Deutschland nicht dem Vergessen anheimfallen. Deshalb haben wir uns gern in dieses Projekt eingebracht“, sagte Ömer Igaç, Vorsitzender von Young MÜSIAD.

Während der letzten Monate wurde an diesem historischen Ort eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge errichtet. Um ihnen ersichtlich zu machen, wo sie sich befinden und welche Bedeutung dieser Ort hat, soll die Ausstellung im Sommer 2016 in das Lager verlegt werden.

2: Deutsche Geschichte: Führung vor Ort Besuchergruppe im Inneren der ­Ausstellungsräume.

Deutsche Geschichte: Führung vor Ort. Besuchergruppe im Inneren der ­Ausstellungsräume.

Am 12. März kamen Mitglieder des Fördervereins Garnisonsmuseum Wünsdorf, Archäologen, Kommunalpolitiker sowie Mitglieder von Young MÜSIAD zusammen, um die Ausstellung im Haus Fischerstraße 26 zu eröffnen.

Die Ausstellung ist dort für ca. 4 Monate täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet und ist kostenlos.

Anschließend traf man sich im Rathaus und tauschte sich bei Kaffee und Kuchen über die neuen archäologischen Ausgrabungen im Lager aus und unterhielt sich über die Ausstellung und neue Projektideen.

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