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Dem Akt der Gewalt „keinen Raum geben“

Warnung vor Verbreitung des Videos

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Foto: Facebook

Wellington (dpa/iz). Das 17-minütige Video beginnt, als der Attentäter mit seinem Auto zu einer Moschee fährt. Auf dem Beifahrersitz liegen mehrere Schnellfeuerwaffen. Im Kofferraum lagern weitere, wie später zu sehen ist. Der Attentäter trägt einen Tarnanzug. Ein Navi führt ihn an sein Ziel. Im Auto läuft ein nationalistisches, serbisches Kriegslied. Die Tat filmt der Angreifer wohl über eine Helmkamera. Bevor er aus dem Auto aussteigt, zeigt er sein Gesicht. Er blickt direkt in die Kamera. Durch die Vordertür betritt er dann die Moschee und eröffnet das Feuer.

In den Minuten darauf läuft der Schütze durch die Räume der Moschee, zielt auf einzelne Personen oder schießt in Menschengruppen. Es ist die Perspektive eines sogenannten Ego-Shooters, wie sie aus Computerspielen bekannt ist: Es sind nur der Lauf seiner Waffe und die sterbenden Opfer zu sehen. Der Angreifer nutzt mehrere beschriftete Waffen. Darauf steht etwa ein rassistischer Spruch sowie der Name eines elfjährigen Mädchens, das bei einem Terroranschlag 2017 in Schweden getötet wurde.

Nach wenigen Minuten kehrt der Attentäter zu seinem Auto zurück, um mehr Waffen zu holen. Er betritt daraufhin wieder die Moschee, zielt diesmal auch auf regungslose Körper. Das Video endet, als der Schütze mit hoher Geschwindigkeit davonfährt. Während der Fahrt schießt er auch aus dem Fenster seines Wagens.

Die neuseeländische Polizei arbeitet nach eigenen Angaben daran, die Verbreitung des Videos zu verhindern. Ermittler forderten die Öffentlichkeit am Freitag auf, Links zu dem Video nicht im Internet zu teilen.

Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern unterstützte den Aufruf der Behörden. Diesem „Akt der Gewalt“ dürfe kein Raum geboten werden. Facebook teilte mit, nach einem Hinweis der neuseeländischen Polizei das Profil des mutmaßlichen Attentäters sowohl auf Facebook als auch auf Instagram entfernt zu haben. Auch der Livestream sei entfernt worden.

Der neuseeländische Rechtsprofessor Alexander Gillespie von der Universität von Waikato warnte, die Verbreitung des Videos könne Nachahmungstäter anstiften.

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