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Den Gast ehren (2)

Islamische Lebenspraxis

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Auch ist – nach Ansicht von manchen Gelehrten – die Aufnahme von Besuchern die Erfüllung einer der Befehle unseres Herrn. „Es gibt keine Handlung, durch die sich Meine Diener Mir annähern, die Mir lieber ist, als jene, die Ich für sie verpflichtend gemacht habe.“

Der Prophet sagte: „Lasst jeden, der an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, seine Gäste ehren. Sein besonderes Geschenk (an den Gast) sind ein Tag und eine Nacht, aber die Gastfreundschaft sollte drei Tage dauern. Gastfreundschaft, die darüber hinaus geht, ist ein Akt der Sadaqa.“ Im Din des Islam dreht sich alles um Adab, die ­spirituelle Höflichkeit. Dies gilt insbesondere dann, wenn es sich um die Aufnahme von Gästen handelt.

Es gibt Höflichkeiten, die der Gastgeber beachten muss. Und solche, die Gäste gegenüber ihren Gastgebern beachten sollten. Was den Gastgeber betrifft, so darf er seinen Gast nicht als Last betrachten, sondern soll ihn freudig und offen in seinem Haus willkommen heißen. Es wird berichtet, dass Luqman sagte: „Es gibt Dinge, für die sich niemand – auch wenn er ein Adliger oder ein Herrscher ist – zu schade sein sollte: Das Überlassen eines Sitzplatzes für den eigenen Vater, die Aufnahme des Gastes und der Dienst an den Männern des Wissens.“ Der Prophet selbst bediente seine Gäste, warum sollten wir dies nicht auch tun?

Der Gastgeber sollte seine Gäste nicht auf Essen und Erfrischungen warten lassen, sondern ihnen diese schnellstens zukommen lassen. Und es ist das beste für ihn, das Essen aufzutragen, ohne vorher zu fragen, ob sie es möchten. Und er sollte niemals das Essen – oder sogar das Geschirr – heraustragen, solange diese nicht gesättigt sind.

Außerdem sollte er seinen Gästen Gesellschaft leisten, soweit ihm dies möglich ist – insbesondere wenn sie essen. Er sollte sich mit ihnen unterhalten und ihnen gegenüber guter Stimmung sein. Ibn Hibban sagte:

„Bestandteil der Ehrung der Gäste ist ein Lächeln, eine angenehme Sprache und die persönliche Bedienung.“ Des Weiteren sollte man sich davor hüten, Gäste über die Maßen zu strapazieren, sondern sich entsprechend ihrer Umstände verhalten. Kommt ein Gast von einer langen Reise und ist müde, sollte man ihm Ruhe ermöglichen und ihn nicht dazu veranlassen, lange wach zu bleiben. Am Ende sollte man Gäste zur Tür begleiten, wenn diese gehen.

Was den Gast betrifft, so darf dieser nicht erlauben, dass er zu einer Belastung wird. Der Prophet sagte: „Es ist dem Muslim verwehrt, solange bei seinem Bruder zu weilen, dass er zu einer Last wird.“ Gäste sollten kein Hindernis sein und keine Bereiche des Hauses aufsuchen, in die sich nicht gebeten wurden. Möchten sie dies tun, sollten sie vorab um Erlaubnis bitten. Allah sagte: „O, die ihr Iman habt, betretet keine Häuser außer euren eigenen, solange ihr dazu keine Erlaubnis habt und deren Einwohner begrüßt habt. Dies ist besser für euch.“

Und schließlich sollte der Gast ein Bittgebet für seinen Gastgeber, dessen Familie und die Mitglieder seines Haushaltes sprechen. Dies war die Sunna der ersten muslimischen Gemeinschaften und wird bis heute weitergeführt.

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