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Der Charakter des Propheten Muhammad (4)

Auszüge aus dem berühmten Buch über den Gesandten Allahs „Asch-Schifa“ von Qadi ‘Ijad ibn Musa al-Jahsubi

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Großzügigkeit und Freigebigkeit Was des Propheten Großzügigkeit, Mildtätigkeit, Großherzigkeit und Freizügigkeit betrifft, so haben auch diese Eigenschaften unterschiedliche Bedeutung. Einige Leute unterteilen sie in deutlich verschiedene Zweige. Es heißt, dass Mildtätigkeit (karam) bedeutet, eine Sache freudig für das zu geben, was wichtig und nützlich ist. Man nennt diese Eigenschaft auch Mut und das Gegenteil von Niedertracht. Freizügigkeit bedeutet, dasjenige freudig zu unternehmen, was man anderen gegenüber schuldig ist. Dies ist das Gegenteil von schlechter Grundstimmung. Großherzigkeit ist das leichte Ausgeben und die Vermeidung von nicht lobenswerten Dingen. Diese Eigenschaft ist das Gegenteil von Geiz. Keiner kam dem Propheten in diesen edlen Charaktereigenschaften gleich und niemand überragte ihn in diesen. Jeder, der ihn kannte, würde den Gesandten Allahs so beschreiben. Ibn al-Munkadir hörte Dschabir ibn ‘Abdallah sagen: „Der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, wurde nicht nach irgendetwas gefragt, wo er ‘Nein’ gesagte hätte.“ (al-Bukhari) Anas und Sahl ibn Sa’d machten ähnliche Aussagen. Ibn ‘Abbas sagte: „Der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, war der großzügigste von allen im Monat Ramadan. Wenn er sich mit Dschibril traf, war er sogar großzügiger als der Wind, der [herab-]gesandt wird.“ Anas berichtete: „Ein Mann bat ihm um etwas und er gab ihm alle Schafe zwischen zwei Bergen. Der Mann kehrte zu seinem Volk zurück und sagte: ‘Werdet Muslime. Muhammad gibt das Geschenk eines Mannes, der die Armut nicht fürchtet.’“ (Muslim) Ein Mann kam und fragte ihn, möge Allah ihn segnen und Frieden geben, um etwas. Der Prophet erwiderte diesem: „Ich habe nichts, aber kaufe etwas in meinem Namen und wenn ich Geld habe, werde ich dafür bezahlen.“ ‘Umar sprach den Gesandten Allahs an: „Allah hat dich nicht dazu verpflichtet etwas zu tun, zu dem du nicht in der Lage bist.“ Der Prophet mochte das nicht, also kam ein Mann von den Ansar, der sagte: „Gesandter Allahs! Gib und fürchte keine Einbuße durch den Meister des Throns!“ Der Prophet lächelte und die Freude war in seinem Gesicht zu sehen. Er sagte: „Mir wurde befohlen, genau dies zu tun.“ (at-Tirmidhi)

Mut und Tapferkeit Über die Charaktereigenschaften Mut und Tapferkeit lässt sich sagen, dass Mut diejenige Tugend ist, die aus der Kraft der Wut erwächst, wenn diese dem Verstand untertan gemacht wird. Tapferkeit ist der Heldenmut des Selbst, wenn es in den Tod geschickt wird, während Heldenmut anstatt Furcht lobenswert ist. Es war allgemein bekannt, dass sich der Prophet in gefährlichen Situationen befand. Er ging mehr als einmal an gefährliche Orte, von denen die Helden und Tapferen flohen. Er war standhaft und blieb. Er ging voran und zog sich nicht zurück, noch wankte er. Es gab keine tapfere Person, die nicht an einem bestimmten Zeitpunkt floh oder sich umwand, außer ihm. Abu Ishaq al-Hamdani sagte, dass ein Mann al-Bara fragte: „Flohst du in der Schlacht von Hunain?“ Al-Bara’ antwortete ihm: „Ja. Aber der Gesandte Allahs ist nicht geflohen.“ Dann fügte er hinzu: „Ich sah ihn auf einem weißem Maultier, dessen Zügel von Abu Sufjan gehalten worden. Der Prophet sagte: ‘Ich bin der Prophet und es ist keine Lüge.’“ Ibn ‘Umar berichtete: „Ich sah niemanden, der mutiger, unerschrockener, großzügiger oder ansprechender war, als der Gesandte Allahs.“ Eines Nachts wurden die Leute von Mekka alarmiert und man machte sich auf, die Quelle der Störung zu finden. Der Gesandte Allahs traf die Einwohner auf seinem Rückweg, denn er war vor ihnen bei der Ursache des Lärms gewesen. Er sagte ihnen, dass ein Pferd von Abu Talha sich losgemacht hatte. Sein Schwert hing um den Nacken und er sagte: „Seid nicht in Furcht.“ Anstand und Senkung des Blicks Anstand ist eine noble Eigenschaft, die einen Mann den Blick abwenden lässt, wenn etwas ihm Unangenehmes geschieht oder etwas, das besser nicht geschehen wäre. Das Senken des Blicks ist die Zügelung des Blicks von dem, was die Menschen normalerweise abstoßend finden. Der Prophet war der anständigste und beflissenste in der Zurückhaltung seines Blicks auf die intimen Bereiche anderer. Allah sagt: „Siehe, dies würde dem Propheten Verdruss bereiten, aber er könnte zu scheu sein.“ (al-Ahzâb, 53) Abu Sa’id al-Khudri sagte: „Der Gesandte Allahs war scheuer als eine versteckte Jungfrau. Wenn er etwas nicht mochte, konnte man das an seinem Gesicht erkennen.“ (Abu Dawud) Der Prophet war sehr empfindlich in seinem Charakter. Er sagte wegen seiner Großzügigkeit und seines Anstandes keiner Person etwas, was diese nicht gerne hören würde. ‘A’ischa sagte über den Propheten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben: „Wenn der Prophet etwas über jemanden hörte, was er nicht mochte, pflegte er nicht zu sagen: ‘Was denkt ihr über den und den, der folgendes getan oder gesagt hat?’ Er sagte: ‘Was denkt ihr über ein Volk, welches dieses oder jenes tut oder sagt?’ So konnte er dies verbieten, ohne denjenigen, der es getan hatte, nennen zu müssen.“ (Muslim, Abu Dawud und at-Tirmidhi) Von ‘A’ischa wird in den Sahih [allgemein anerkannten Sammlungen der Hadithe] überliefert: „Der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, war weder frivol, noch benutzte er eine niedrige Sprache. Er schrie nicht im Markt und er zahlte Übles nicht mit Üblem heim. Er vergab und übersah.“ Teil seiner Bescheidenheit war es, dass er niemandem ins Gesicht starrte und er pflegte eine Kunja [eine Art arabischer Beinamen bzw. Ehrennamen] für jemanden, der ihn aufdringlich wegen einer Sache bedrängte, die er nicht mochte, zu benutzen. ‘A’ischa sagte: „Ich sah niemals die intimen Körperteile des Gesandten Allahs gesehen, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben.“

Kameradschaft, gutes Verhalten und Stimmung Seine gute Kameradschaft, seine Manieren und sein freudiger Umgang mit Leuten aller Art werden durch viele, anerkannte Berichte belegt. Als ‘Ali ihn beschrieb, sagte er: „Er war der großzügigste unter den Leuten, der wahrhaftigste, der nachsichtigste und der freigiebigste mit seiner Gegenwart.“ Qais ibn Sa’d sagte: „Der Gesandte Allahs besuchte uns. Wenn er gehen wollte, brachte ihm mein Vater Sa’d einen Esel mit einer Satteldecke. Der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, bestieg das Reittier. Dann sagte Sa’d: ‘Qais, begleite den Gesandten Allahs.’ Der Gesandte Allahs sagte mir, ich solle mich zu ihm setzen. Ich weigerte mich. Er sagte: ‘Entweder du sitzt mit mir auf dem Esel, oder du gehst.’ So verließ ich ihn.“ Eine andere Version lautet: „Reite vor mir – der Besitzer an mehr Anrecht auf den vorderen Platz.“ Der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, brachte die Leute nah an sich heran, er hielt sie nicht auf Abstand. Er ehrte die hochrangigen von jeder Gruppe und ernannte sie über ihre Gefährten. Er war vorsichtig und behutsam im Umgang mit Leuten, ohne seine Fröhlichkeit oder seinen guten Charakter mit ihnen zu verlassen. Er widmete seinen Gefährten die notwendige Aufmerksamkeit und gab jedem in seiner Umgebung, was diesem gebührte. Wer in seiner Nähe war, dachte, dass es keinen gab, dem mehr Ehre erwiesen wurde. Er war geduldig mit jedem, der bei ihm saß oder in seine Nähe kam, um ihn um etwas zu bitten, damit es diese Person war, die als erstes gehen konnte. Sein guter Charakter und sein ausgeglichenes Wesen umfassten jeden, so dass er wie ein Vater für sie war. Ibn Abi Hala berichtete: „Er war immer fröhlich mit einem leichten Wesen. Er war freundlich, weder rauh, noch rüde, noch lärmend oder obszön, noch kritiksüchtig oder übertrieben schmeichelhaft. Er ließ Essen, welches er nicht mochte beiseite, ohne sich darüber zu beschweren.“ Allah sagt: „Durch die Gnade von Allah warst du nachsichtig mit ihnen. Wärst du harsch und hartherzig gewesen, wären sie vor dir davongelaufen.“ (Âli ‘Imrân, 159) Er pflegte einer Einladung zu folgen und nahm ein Geschenk an, selbst wenn es der Fuß eines Schafes war und belohnte jedes Geschenk entsprechend. Anas sagte: „Ich diente dem Gesandten Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, über zehn Jahre und er sagte niemals ‘Uff!’ zu mir. Er sagte nichts über das, was ich getan habe: ‘Warum hast du das getan?’ oder über etwas, was ich nicht getan habe: ‘Warum hast du das nicht getan?’“ ‘A’ischa sagte: „Es gab niemanden mit einem besseren Charakter, als den Gesandten Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben. Wenn ihn einer seiner Gefährten oder der Leute seines Haushalts rief, antwortete er: ‘Labaik (Zu deinen Diensten)’.“ Dschabir ibn ‘Abdullah berichtete: „Der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, hielt sich, seitdem ich Muslim geworden bin, niemals von mir getrennt und wenn er mich sah, dann lächelte er.“ Der Prophet spaßte mit Gefährten, mischte sich unter sie, führte Gespräche mit ihnen und spielte mit ihren Kindern. Er ließ sie in seinem Raum sitzen und er folgte der Einladung eines freien Mannes, eines Sklaven, einer Sklavin und der sehr Armen. Er besuchte die Kranken in den entferntesten Ecken der Stadt und er nahm die Entschuldigung von jedem an, der um eine Entschuldigung bat. Anas überlieferte: „Wenn jemand in das Ohr des Gesandten Allahs sprach, dann bewegte dieser seinen Kopf nicht weg, bis der andere sich bewegte. Wenn jemand seine Hand nahm, dann ließ er nicht los, bis derjenige, der seine Hand ergriffen hatte, die seine losließ. Niemals plazierte er seine Knie vor jemanden, der neben ihm saß.“ Er war der erste, der grüßte, wenn er jemanden traf. Er war der erste, der die Hände der Gefährten schüttelte. Er wurde niemals dabei beobachtet, wie er die Füße unter den Gefährten ausstreckte, damit niemand von ihnen beschränkt werden würde. Manchmal pflegte er sein Gewand für jemanden auszubreiten oder bat ihm das Kissen, auf dem er saß, an. Er bevorzugte den anderen vor seiner eigenen Person. Der Gesandte Allahs bestand darauf, dass diese Person sich auf sein Gewand setzen würde, selbst wenn diese sich weigern sollte. Er, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, gab seinen Gefährten ehrende Beinamen und nannte sie bei ihren besten Namen, um sie zu ehren. Er unterbrach kein Gespräch, bis es im Sande verlief. Dann pflegte er dies zu beenden, indem er es unterbrach oder aufstand. Es wird überliefert, dass wenn jemand zu ihm kam, während er betete, er sein Gebet verkürzte, damit dieser ihn um etwas bitten konnte. Wenn sie fertig waren, kehrte er zu seinem Gebet zurück. Er war derjenige, der am meisten lächelte und am freundlichsten mit den Leuten umging. Ausnahmen davon waren, wenn der Qur’an offenbart wurde, wenn er jemanden ermahnte oder einen Vortrag hielt. ‘Abdullah ibn al-Harith sagte: „Ich sah niemanden, der mehr lächelte, als der Gesandte Allahs.“ Anas überlieferte: „Die Diener Medinas brachten dem Gesandten Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, ihre Wassergefäße im Morgen, während er betete. Wann immer ihm ein Gefäß gebracht wurde, tauchte er seine Hand hinein. Gelegentlich waren diese Morgende kalt. Sie erhofften sich einen Segen davon.“

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