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Der Monat Schaban und seine Mitte, die Lailat Al-Baraa

Über eine segensreiche Zeit vor dem Ramadan

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(iz). Der Schaban ist der Monat, der dem Ramadan vorausgeht. Es ist Sunna, im Schaban möglichst viel zu fasten. ‘A’ischa, die Frau des Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, berichtete, „Nie sah ich den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, einen ganzen Monat hindurch fasten, außer im Ramadan; und nie habe ich ihn in irgendeinem Monat mehr fasten gesehen als im Schaban.“ (Muwatta, Imam Malik) Nach einem anderen Bericht, ebenfalls von ‘A’ischa, welcher von Imam Muslim überliefert wurde, hat der Prophet fast den gesamten Schaban hindurch gefastet, mit Ausnahme von wenigen Tagen. Am Übergang des Schaban zum Ramadan sollte man, wenn Zweifel besteht, ob der Tag zum Ramadan gehört, weil der Neumond noch nicht gesehen werden kann, diesen nicht mit der Absicht zum Fasten im Ramadan fasten. Ein freiwilliges Fasten an diesem Tag ist zwar zulässig, sicherer ist es aber, an diesem Tag nicht zu fasten.

Der Prophet pflegte, die Tage des Schaban zu fasten und die Nächte im Gebet zu verbringen. Nach einer Überlieferung vom Propheten, die von Aischa berichtet wurde, ist der Schaban der Monat, in welchem dem Todesengel die Namen derjenigen gegeben werden, die in diesem Jahr sterben werden.

Im Schaban gibt es auch eine besondere Nacht, die Lailat Al-Baraa in der Mitte des Monats. Sie ist die Nacht der Befreiung, eine der gesegnetsten Nächte des Jahres; Segen, Gnade und Vergebung kommen in dieser Nacht auf die Erde herab. Es wird überliefert, dass in dieser Nacht Fehler vergeben werden mit Ausnahme der schwerwiegenden. In der Nacht der Vergebung wird demnach auch die Versorgung der Menschen und ihre Lebenszeit bestimmt, sowie diejenigen, die die Pilgerfahrt (Hadsch) zum Haus Allahs unternehmen werden. Sich in dieser Nacht in den Moscheen zu versammeln, gehört zu den Besonderheiten der hanafitischen Rechtsschule, der insbesondere die hier lebenden türkischen und bosnischen Muslime angehören.

Es wird berichtet, dass in dieser Nacht einmal Schaikh Hassan Al-Basri, einer der großen Gelehrten der muslimischen Frühzeit im irakischen Basra, sein Haus verließ und ganz bleich aussah, so als ob er aus seinem Grab gestiegen wäre. Er wurde gefragt, was so viel Furcht und Leid bei ihm verursacht habe. Er antwortete: „Ich schwöre, dass ich in einem Zustand bin, der schlimmer ist als der eines Mannes, dessen Schiff gesunken ist, denn ich bin mir meiner Fehler, die ich begangen habe, gewiss, aber ich habe keine Gewissheit darüber, ob meine guten Taten angenommen werden. Deshalb sorge ich mich so viel.“

Im Schaban sollte man besonders viel Qur’an lesen und das Bittgebet für den Propheten rezitieren, sowie die guten Taten erhöhen. Oft haben die Wohlhabenden insbesondere im Schaban viel Sadaqa an die Armen gegeben, damit diese für den Ramadan gestärkt sind. Gefangene wurden frei gelassen. Oft zieht man sich auch in die Moscheen zurück (I’tikaf), um den Beginn des Ramadan zu erwarten und in Abgeschiedenheit zu reflektieren. In der Lailat Al-Baraa, der Nacht des 15. Schaban ist es empfohlen, Allah um Vergebung, Seine Gnade und Seinen Segen zu bitten, um Seine Rechtleitung und Versorgung und ein gutes Schicksal.

In einer Überlieferung des Propheten Muhammad, Allahs Frieden und Segen auf ihm, heißt es: „Verbringt die Nacht des 15. Sa‘ban mit Gebeten und den Tag mit Fasten. In dieser Nacht wird Allah verkünden: ‘Gibt es denn keinen, der Vergebung möchte, auf dass Ich ihm vergebe? Gibt es keinen, der seine Versorgung möchte, auf dass Ich sie ihm gebe? Gibt es keinen, der ein Leid hat, auf dass Ich ihm Gesundheit und Wohlbefinden schenke? Was auch immer jemand möchte, verlange er es von Mir, auf dass Ich es ihm gebe.’ Dieser Zustand wird bis zum Morgen andauern.” (Ibn Madscha)

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