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Der Rohbau der DITIB-Zentralmoschee ist abgeschlossen. Oberbürgermeister Roters: „Wer baut, der bleibt.“. Von Yasin Bas

Die zweite Sehenswürdigkeit Kölns

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(iz). Nach etwa 14-monatiger Bauzeit ist der Rohbau beendet; nun steht der Innenausbau an. Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) feierte am 2. Februar das Richtfest der Zentralmoschee im Kölner Stadtteil Ehrenfeld gefeiert. Dort entsteht eine der größten Moscheen Deutschlands. Orhan Bilden, Mitglied im Bundesvorstand, erklärte, die Moschee sei nicht nur eine Heimat für die muslimische Gemeinde, sondern auch ein Ort der Begegnung – ein „gesellschaftlicher“ als auch ein „architektonischer Meilenstein“

Glückwünsche überreichte Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters und dankte allen Beteiligten. „Der Bau von großen und repräsentativen Moscheen durch Muslime in Deutschland ist ein Zeichen von Normalität. Wer baut, der bleibt“, sagte Roters. Daher sei dieses Projekt auch als „Hinwendung der Muslime zu ihrer neuen Heimat“ zu verstehen. „Der Bau ist alles andere als eine Abgrenzung, sondern verdeutlicht vielmehr den Willen zur Integration.“

Saban Kondi, Imam der neuen Moschee, nannte den Bau des Architekten Paul Böhm einen „Hort der Liebe, des Friedens und der geschwisterlichen Verbundenheit.“ Während der Baukran den Richtkranz in die Höhe zog, schmiedete der Oberpolier Verse und dankte neben Handwerkern und Bauarbeitern dem „lieben Gott“. Den mehrheitlich kosovarisch-albanischen Arbeitern war der Stolz anzusehen, an solch einem Bau mitgewirkt zu haben.

In- und ausländische Medien nahmen an dem Ereignis teil, während in 30 Metern Entfernung Pro-NRW- und Pro-Köln-Anhänger fremdenfeindliche Parolen skandierten. Ihnen gegenüber stand eine zahlenmäßig größere Gruppe von Kölner Bürgern des Bündnisses gegen Rechtsextremismus. Beide Seiten wurden von der Polizei getrennt.

Rund 1.200 Gläubigen soll die Moschee Platz bieten. Das Gebäude bekommt eine 35 Meter hohe Kuppel. Die zwei Minarette, die jetzt schon die Skyline bereichern, ragen dann 55 Meter empor. Die Glasfassade soll im Laufe des Jahres folgen. „Das wird im wahrsten Sinne des Wortes zur Transparenz beitragen“, sagte einer der Bauarbeiter.

In das Gebäude integriert sind außerdem eine Bibliothek, Seminar- und Konferenzräume sowie Läden und Büros. Bislang seien noch keine Flächen vermietet. Der große Brunnen im Zentrum verleiht dem Gebäude Vitalität und verbindet die Stockwerke miteinander. Etwa acht Millionen Euro Spenden sind für das Großprojekt bislang eingegangen. Täglich stößt man auf Touristengruppen und Interessierte, die die Baustelle der neuen Zentralmoschee besichtigen oder sich in dem Info-Container an der Baustelle über die Moschee informieren.

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