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Deutschland erhöht humanitäre Hilfe für Migranten in Libyen

Lage in Internierungslagern „völlig inakzeptabel“

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Foto: DFID, Wikimedia Commons | Lizenz: CC BY-SA 2.0

Berlin (dpa). Deutschland stockt seine humanitäre Hilfe für Flüchtlinge und Migranten in Libyen auf. Die Lage für diese Menschen, insbesondere in den Internierungslagern, sei „völlig inakzeptabel“, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Freitag laut einer Mitteilung seines Ministeriums. „Wir müssen diesen Zuständen dringend abhelfen.“ Demnach wird der Beitrag für das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) für Libyen um zwei Millionen Euro auf insgesamt fünf Millionen Euro aufgestockt. Die Menschen bräuchten dringend eine angemessene Betreuung und menschenwürdige Unterbringung sowie vor allem Sicherheit. „Daher müssen die besonders Schutzbedürftigen unter ihnen dringend evakuiert werden.“

Migranten werden in Libyen ohne gültige Papiere in Internierungslager mit katastrophalen Zuständen gesteckt. Dort mangelt es an Toiletten, Duschen, Essen, Trinken und die Menschen werden nach Berichten von UN und Hilfsorganisationen teilweise misshandelt.

Als Nothilfe für Binnenvertriebene werden laut Mitteilung zudem die Mittel für das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) um 500 000 Euro auf insgesamt 1,5 Millionen Euro aufgestockt. Seit April sind demnach wegen der andauernden Kämpfe mehr als 100 000 Menschen aus ihren Häusern vertrieben worden.

Im ölreichen Libyen herrscht acht Jahre nach dem Sturz des Langzeitmachthabers Muammar al-Gaddafi Chaos. Im blutigen Machtkampf zwischen der international anerkannten Regierung in Tripolis und General Haftar mischen sich zahlreiche Länder ein. Regionale Milizen, Banden und Extremisten wie die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nutzten das aus. Der gescheiterte Staat in Nordafrika ist zudem auch wichtiges Transitland für Migranten, die nach Europa wollen.

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