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Die Barmherzigkeit Allahs bei der Vergebung Seiner Sklaven kennt keine Grenzen. Von Ali Kocaman

Abwendung von den falschen Handlungen

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(iz). Allah sagt in Seinem Edlen Buch: „Sprich: ‘Meine Sklaven, die ihr ungerecht gegen euer selbst gewesen seid, zweifelt nicht an der Gnade Allahs. Wahrlich, Allah vergibt alle falschen Handlungen. Er ist der All-Vergebende, der Barmherzigste.’“

Wir alle machen von Zeit zu Zeit Fehler und sind ungerecht gegen uns selbst. Uns wurde keine Immunität vor falschen Handlungen gewährt. Nein, wir sind Menschen, schwach erschaffen mit Triebseelen, die uns das Falsche einreden. Sich zu irren ist menschlich, da es Teil unserer ureigensten Natur ist. Darauf verwies der Prophet in seinen Worten: „Jeder Sohn Adams begeht Sünden.“ Dies gilt sogar für die Wissenden und die Aulija (die Freunde Allahs). Als Imam Dschunaid einmal gefragt wurde, ob ein Mann des Wissens Ehebruch begehen könne, antwortete er: „Allahs Befehl ist ein vorab gefasster Beschluss.“ Manchmal macht Allah die falsche Handlung einer Person zum Anlass, dass sich diese Ihm annähert.

Ibn Ata’illah spielte darauf in seinen Hikam an: „Allah mag eine falsche Handlung für euch beschließen und er mag diese für euch zu einem Mittel machen, bei Ihm anzukommen.“

Der Prophet sagte: „Die falsche Handlung einer Person kann die Ursache dafür sein, dass sie in den Garten eintritt.“ Seine Gefährten wollten wissen, wie dies sein kann und er, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, antwortete: „Wenn er dauerhaft bereut, vor dieser falschen Handlung flieht und sich bis zu seinem Tode vor seinem Herrn fürchtet. Und dies wird ihn in den Garten bringen.“ Der Gesandte Allahs sagte ebenfalls: „Hättet ihr keine falschen Handlungen begangen, hätte Allah euch hinfort gebracht und ein anderes Volk erschaffen, das falsche Handlungen begeht und Seine Vergebung erfleht, sodass Er ihnen vergeben kann. Er ist der All-Vergebende, der Barmherzigste.“

Was trennt die Menschen voneinander und erhebt sie in den Augen Allahs? Die Antwort ist Tauba, denn der Prophet sagte: „Die besten unter jenen, die Fehler machen, sind jene, die Tauba machen.“ Dank dieser Tauba wird eine Person für die Gnade Allahs empfänglich, und diese Gnade kennt keine Grenzen. Allah sagt: „Wahrlich, Allah vergibt alle falschen Handlungen. Er ist der All-Wissende, der Barmherzigste.“ Verzweifelt niemals an der Gnade ­Allahs, unabhängig davon, wie tief man gefallen ist. Selbst wenn die Fehler die Himmel und die Erde füllen. Ein ­simpler Akt der Tauba wird sie in eine gute Handlung verwandeln. Allah sagt: „Außer für solche, die Tauba machen, Iman ­haben und richtig handeln. Allah wird die falschen Handlungen solcher Personen in gute verwandeln.“

Niemand sollte glauben, er wäre frei von Fehlern und hätte daher keine Notwendigkeit, Istaghfir (die Bitte um Vergebung) zu machen. Der Prophet, dem alle vergangenen und zukünftigen Fehler vergeben wurden, und dem niemals eine falsche Handlung unterlief, sagte: „Leute, macht Tauba gegenüber Allah und sucht Seine Vergebung, denn ich mache Tauba für Allah und suche seine Vergebung hundert Mal am Tag – während des Tages und der Nacht.“

Allah sagt in Seinem Edlen Buch: „O, die ihr Iman habt, bereut aufrichtig gegenüber Allah.“ Damit unsere Tauba anerkannt wird, ist es notwendig, dass sie aufrichtig ist. Und dies ist nur dann der Fall, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt werden:

• Erstens, muss die Handlung eingestellt werden, um die man um Vergebung bittet.

• Dann muss diese sofort enden. Man macht Tauba im Augenblick, nicht an einem unbestimmten Augenblick in der Zukunft.

Reue ist die Anerkennung, dass die eigene Tat falsch war und die Abscheu vor der Tatsache, dass man sie begangen hat. Es bedeutet ein Gefühl im Herzen, dass man Allah gegenüber ungehorsam war, denn das Herz des Gläubigen erfreut sich am Gehorsam gegenüber Allah und ist traurig, wenn es ungehorsam ist. Es hasst die falsche Handlung, so wie es hasst, in das Feuer zu fallen. Zur gleichen Zeit braucht es eine gute Meinung von Allah, sodass man nicht am Gedanken dessen, was man getan hat, festhält. Sobald man Tauba gemacht hat, muss man sie aus seinen Gedanken ausschließen.

Die dritte Bedingung besteht in der Absicht, die falsche Handlung nicht zu wiederholen. Ist diese Bedingung nicht gegeben, dann ist das Istighfar falsch und nicht aufrichtig. Wer glaubt, Allah täuschen zu können, der irrt sich, denn Allah sagt in der Sura Al-Baqara, dass man nur sich selbst täuschen kann.

Außerdem muss man die Gesellschaft derjenigen verlassen, die einen in die Irre führen. Bleibt man in dieser, dass ist dies ein Anzeichen dafür, dass man nicht aufrichtig im Verlangen ist, zu Allah zurückzukehren und den Ungehorsam zurückzulassen.

Schließlich ist ein Festhalten an den Verpflichtungen des Din von entscheidender Bedeutung. Wer das Gebet oder das Fasten im Ramadan unterlässt, dem nützt keine wie auch immer geartete Tauba. Aber wer diese unternimmt, dann dienen solche Handlungen als Form von Tauba. Allah sagt im Qur’an: „Richtet das Gebet in jedem Ende das ­Tages und im ersten Teil der Nacht ein. Gute Handlungen löschen schlechte Handlungen aus.“

Das obige betrifft die Handlungen zwischen einem Diener und seinem Herrn. Ist eine dritte Partei beteiligt, so müssen wir sicherstellen, dass wir unsere Verpflichtungen gegenüber anderen erfüllt haben. Dann und nur dann wird das Verzeichnis der Taten gelöscht. Der Prophet sagte: „Wer Tauba von seinen falschen Handlungen macht, wird wie derjenige sein, der niemals falsche Handlungen begangen hat.“

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