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Die derzeit schlimmste humanitäre Katastrophe

UN-Hilfsorganisationen fordern freien Zugang zum Jemen

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Foto: World Food Programme

New York/Genf (KNA). Mehrere UN-Hilfsorganisationen haben an die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition im Jemen-Krieg appelliert, sämtliche Häfen und den Luftraum des Bürgerkriegslandes für die humanitäre Versorgung zu öffnen. Mehr als 20 Millionen Menschen, darunter 11 Millionen Kinder, seien auf die Lieferung von Lebensmitteln, Medikamenten und Impfstoffen angewiesen, teilten das UN-Kinderhilfswerk Unicef, die Weltgesundheitsorganisation WHO und des Welternährungsprogramms WFP mit. Allein sieben Millionen Menschen sind demnach vollständig auf Ernährungshilfe angewiesen; unzähligen drohe der Tod.

Die UN-Organisationen bezeichnen die humanitäre Krise im Jemen als die schlimmste weltweit. Die Luft- und Seeblockade durch die Militärkoalition „macht eine bereits katastrophale Situation noch schlimmer“. Benötigt werde auch Benzin, ohne das Anlagen zur Wasserversorgung und -klärung nicht arbeiteten und die Kühlkette für Impfstoffe nicht gehalten werden könne.

Eine Folge der Blockade ist laut den Angaben eine drastische Zunahme der Diphterie-Fälle, wovon vor allem Kinder betroffen sind. Zudem wächst die Sorge, dass sich die zuletzt etwas rückläufige Cholera-Epidemie wieder ausbreitet. Allein 900.000 Cholera-Erkrankungen registrierten die Helfer in dem Bürgerkriegsland.

Im Jemen, dem ärmsten Land der Arabischen Halbinsel, liefern sich seit Jahren schiitische Huthi-Rebellen und die sunnitisch geprägte Zentralregierung einen Machtkampf. Infolge des Bürgerkriegs und der damit einhergehenden Abriegelung der Grenzen durch Saudi-Arabien ist die Gesundheitsversorgung im Land nahezu zusammengebrochen. Unterstützung gegen die Rebellen kommt aus weiteren arabischen Staaten sowie den USA, Großbritannien und Frankreich.

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