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Die Hanauerin Selma Yilmaz als Führungskraft der Zukunft

Vorbild für Integration

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Selma Yilmaz, türkischstämmige Deutsche aus Hanau, gehört zu den vier jungen Leuten aus Hessen, die am Leadership-Programm der Bertelsmann-Stiftung für junge Führungskräfte aus Migrantenorganisationen teilgenommen haben. Für Sozialdezernent Axel Weiss-Thiel ist die 24-Jährige ein Vorbild, das „andere Menschen mitnimmt auf dem Weg zu einer erfolgreichen Integration“.

Ihr Engagement für den Ausländerbeirat der Stadt Hanau und den Verein Freizeit- und Lernzentrum (FUL), der Schulkinder aus Migrantenfamilien unterstützt, hat die Auswahlkommission der Bertelsmann-Stiftung überzeugt, Selma Yilmaz in das Leadership-Programm aufzunehmen. Ziel des Quali­fizierungs- und Vernetzungsprogramms ist es, die individuelle Handlungskompetenz junger Verantwortungsträger aus Migrantenorganisationen zu stärken.

In Seminaren in Berlin und Düsseldorf setzten sich die Teilnehmer, die unter anderem aus Russland, Afrika, Griechenland, Indien, Usbekistan, Bosnien und dem Iran stammen, mit Themen wie Zuwanderung, Integration und Staatsbürgerschaft, Projektmanagement, Öffentlichkeitsarbeit und Führungskonzepten auseinander.

„Ich habe dieses Jahr als überaus bereichernd erlebt“, berichtet Selma Yilmaz, die im Herbst an der Universität Gießen ihren Bachelor in Politik und Sozialwissenschaften abgelegt hat. Ihr ist es ein Anliegen, dass der Ausländerbeirat künftig die Begegnung der Kulturen über das etablierte internationale Freundschaftsfest hinaus fördert. Die Hanauerin ist seit 2005 stellvertretende Vorsitzende des Ausländerbeirats und seit Jahren Mitglied im Islamischen Verein Hanau.

„Wir brauchen mehr öffentliche Debatten über politische Themen, beispielsweise über doppelte Staatsbürgerschaft. Wir mischen uns viel zu selten in gesellschaftliche Diskurse ein.“ Selma Yilmaz hat die Erfahrung gemacht, „dass Migranten oft nicht bewusst ist, dass sie über ein Potenzial verfügen, das sie für eine bessere Partizipation nutzen könnten“.

Nicht mehr zu erreichen als den Hauptschulabschluss, diese Einstellung setze sich schon früh in den Köpfen der Kinder fest, erlebt die 24-Jährigen immer wieder. „Wir brauchen mehr Vorbilder, die zeigen, wir haben es geschafft, obwohl wir einen Migrationshintergrund haben.“

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