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Die Welt auf der Erbse

Sie wollen sich fit fühlen? Dann essen Sie Foul, Falafel, Dahl, Kuhbohnen… nicht nur im Jahr der Hülsenfrüchte! Von Osman Sharif

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Dal – indo-pakistanisches Linsengericht mit Koriander: Hülsenfrüchte sind eine wichtige Quelle für Proteine und Ballaststoffe.
Foto: aimee rivers | Lizenz: CC BY-SA 2.0

(IPS). Es ist keine kleine Sache. Kichererbsen, Fababohnen, Linsen, die gemeine Bohne, Eiweißerbsen, Mungobohnen, schwarze Linsen, Taubenerbsen, Kuhbohnen und Saalblatterbsen sind die wichtigsten Hülsenfrüchte, die global produziert werden. Sie spielen eine wichtige Rolle in der Ernährungssicherheit und einem nachhaltigen Landwirtschaftssystem. Insbesondere gilt dies für den Trockenfeldbau. Dieser umfasst 40 Prozent der weltweiten Landmasse und ist Heimat für schätzungsweise 2,5 Milliarden Menschen.

„Diese Feldfrüchte sind der Kernbereich der Landwirtschaft und Ernährung in jenen Regionen. Sie stellen für Milliarden eine wichtige Eiweißquelle dar. Dank einer ständig wachsenden gesundheitsbewussten Bevölkerung steigt die Nachfrage nach Hülsenfrüchten an“, schreibt das internationale Zentrum für Landwirtschaftsforschung in Trockengebieten (ICARDA).

Gemeinsam mit dem Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte (IYP) organisierte ICARDA im April des Jahres im marokkanischen Marrakesch eine entsprechende Fachtagung über die Wirkung und die Bedeutung dieser Pflanzen. Ihre Absicht war die Information von Fachleuten über die neuesten Forschungsergebnisse auf dem Gebiet. Gezielt ging es um Erkenntnisse zu den wissenschaftlichen Resultaten in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und ökologischer Nutzen der Produktion und des Verzehrs von Hülsenfrüchten.

Ziel des Treffens in Marrakesch war es auch, eine Plattform für verschiedene Akteure auf dem Gebiet zu bilden. Wissenschaftler, Politiker, Landwirtschaftsberater, Händler und Unternehmer diskutierten die verschiedenen Beiträge der Pflanzengattung für die Ernährungssicherheit und ökologische Gesundheit. „Die kommenden Herausforderungen bestehen in einer größeren Produktion sowie mehr Nutzanwendung. Der Fokus liegt dabei auf Zentral- und Westasien sowie Nordafrika.“

Neben technischen Aspekten ist die Frage jedoch, wie man lernen kann, mehr Hülsenfrüchte zu essen. Die Welternährungsorganisation FAO, einer der Koorganisatoren der Konferenz, geht davon aus, dass man in jungen Jahren damit beginnen sollte.

So ist Hummus ein allgemein beliebter Dip aus Kichererbsen, den viele Kinder mögen. Aber wussten Sie, dass sich ein solches Gericht aus den meisten gekochten Hülsenfrüchten herstellen lässt? Nehmen Sie einfach ihr Lieblingsrezept für Hummus und ersetzen Sie die Kichererbsen einfach mit gekochten Linsen oder Bohnen. Am besten kann man es mit getoastetem Pitabrot oder geschnittenem Gemüse servieren.

Dr. Francesco Branca, Generaldirektor für Ernährung bei der WHO, weiß, welche positive Wirkung das Essen von Hülsenfrüchten auf Ernährung und Gesundheit haben kann. Gute Ernährung, so Branca, ist wichtig für die körperliche und geistige Entwicklung. „Sie erlaubt es den Menschen, ihr volles Potenzial zu erreichen“, sagte er in einem Interview. Sie stützt auch ein starkes Immunsystem, welches vor ansteckenden und nicht-übertragbaren Krankheiten schützt.

Fehl- und Mangelernährung seien laut Branca ein wichtiger Faktor bei der Entstehung von Erkrankungen. Beinahe die Hälfte aller Todesfälle (45 Prozent) bei Kindern unter fünf Jahren sind mit Unterernährung verbunden. Der Mediziner betont, dass eine ungesunde Ernährung die größte Todesursache weltweit sei.

„Hülsenfrüchte haben viele Nährstoffe“, so der WHO-Arzt. Einer der wichtigsten sind Ballaststoffe. Laut Dr. Branca helfen sie sowohl dabei, Fettleibigkeit zu vermeiden, als auch das Diabetes-Risiko zu senken. Die Fasern senken sowohl die negativen Elemente des Cholesterinspiegels als auch den Blutzucker.

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